Petersburg, 10. Februar.
Die „Industrie-Zeitung" ' enthält Hinweife auf den Veredelung-Verkehr mit
jenem Lande. — Die Kammer ist aufs Neue für die Er-
A. Katz.
fanden, da man nicht erkennen konnte, daß diese Personen
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der Roggen 11,50 Mk. für den Doppelcentner. — Butter ist eben ,ehr billig. Für 60 bi» 70 Pfg. ist Pfund erhältlich.
Z\ Bon der Ohm, 7. Februar. Abermals hat Kälte eingesetzt und zwar mit einer Heftigkeit, welche
Die durch die amtliche Versetzung des
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richtung einer Fernsprechverbindung mit Frankfurt a. M. ewgetreten und beschließt, gemäß einer an sie ergangenen Aufforderung der Ober-Poftdireclion Darmstadt, Erhebungen darüber anzuftellen, zu welchem annähernden Betrage die Post und Telegraphie-Verwaltung auf Einnahme aus diesem Betriebe rechnen könnte, event. bi» zu welcher Höhe von Seiten hiesiger Jntereffenten Garaotiezeichvungev dargeboten werden. Die verlangte Garantie-Summe beträgt Mk. 8000. — Da nun Friedberg, Nauheim und Butzbach sich ebenfalls um jenen Anschluß beworben haben, so ist eS nicht ausgeschloffen, daß jene von Gießen allein nicht leicht aufzubringende Garantie-Summe pro rata Dertheilung finde. Jedenfalls ist nur bei größter Opferwilltgkeit Seitens der Jatereffenren daraus zu rechnen, demnächst diese große Verkehrs-Erleichterung eingeführt zu sehen. Zur Vornahme gedachter Enquete und fernerer Behandlung dieser Angelegenheit wurde eine Commission erwählt, bestehend aus den Herren Commerzienrath Gail, Commerzienrath Heichelheim und
theilr mit, der scharfe Temperaturwechsel verursacht Befürchtungen einer Schädigung der Wintersaaten. Im Centralgebiet und im Südwesten bilder der abgegangene Schnee theilS Lachen, theilS wird durch wiederkehreade Fröste eine Eiskruste gebildet. Im Süden droht durch die zu frühe Wärme Gefahr.
Herrn Assessor St ein berg er eingetretene Dacanz der Stelle des Handelskammer - SecretärS fand durch die Wahl de» Herrn GerichtSaccesfisten Schwarz ihre Erledigung.
** Parlamentarisches. Bei der Zweiten Kammer der Stände sind u. A. folgende Anträge emgegangen: 1) Ein Antrag der Abgeordneten Schräder u. Gen., die Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, bei allen Staatßstellen und Staatsbehörden dringlich darauf hinzuzuwirken, daß bei »Der gebung von staatlichen Arbeiten streng und genau nach den Bestimmungen des ErlaffeS Großh. Ministeriums vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, verfahren werde und insbesondere, soweit nur immer angängig, der einheimische und inländische Gewerbebetrieb hierbei Berücksichtigung finde. — 2) Ein Antrag deS Abg. Muth, an Großh. Regierung daS Ersuchen zu richten, eine Revision deS Normallehrplans der Volksschulen eintreten zu lassen und die Kretsschulcommissionen, nach Anhörung der Schulvorstände, zu ermächtigen, den örtlichen Verhältniffen entsprechende Stundenpläne zu genehmigen. — 3) Ein Antrag des Abg. Ztnßer, die Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, den Ständen baldmöglichst eine Vorlage zwecks Errichtung einer Fachschule für Leineweberei in Lauterbach zu machen.
* • lieber die Verhandlungen der ProvinzialanSschnß Sitzung vom 9. dss. Mts. werden wir in der nächsten Nummer berichten.
* * 50 Mark Prämie. Der Dampfkeffel-UeberwachungS- verein für Süd- und Mitteldeutschland mit dem Sitz in Offenbach hat kürzlich Herrn Balth. Winter von Neu>Hof eine Geldprämie im Betrage von Mk. 50 für langjährige, treue und gewissenhafte Wartung von Dampskeffeln gewährt.
* • Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Die Korbmacher Heinrich Herd und Christian Fäll er aus Gedern vom AmtSanwalt in Büdingen wegen Unterschlagung- Eduard Ludwig aus Atzendorf, Kreis Calbe, von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls- Karl Steuernagel aus Nieder - Ohmen, zuletzt Maurer in Mühlheim a. Rh., vom Amtsgericht Grünberg wegen Unter- schlagung- die Dtenstmagd Julie Zinsheimer aus Unter- Schmitten vom Amtsanwalt in Gießen wegen Diebstahls.
** Militärdieustuachrichten. Kuri, Lazarethinspector in Gießen, zum Lazareth - Verwaltungs - Jnspector ernannt. Wegner, Lazareth-Jnspector in Darmstadt, nach Stettin, Rieth, Lazarethinspector in Erfurt, nach Darmstadt versetzt.
** Schuldienst-Nachrichten. Am 29. Januar wurde cti von dem Herrn Fürsten zu SolmS-Ltch auf die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ltch, Kr. Gießen, präsentirte Schulamtsaspirant Jacob Schneider aus Ost- Heim für diese Stelle, — am 30. Januar wurde der von dem Kreisrath des Kreises Offenbach, dem Gemeinderath und dem katholischen Pfarrer zu Froschhausen, Kr. Offenbach, auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Frosch- Hausen präsenttrte Schullehrer Bernhard Steinemann für diese Stelle bestätigt.
** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt ist: Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Jugenheim, Kr. Bingen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist ein Theil des Organistendienstes verbunden.
** EiSfest auf dem Rhein. Für den Fall der Fortdauer des Frostes plant der Mittelrheinische Eislauf- Bezirk des Deutschen und Oesterreichischen Eislauf-Der- bandeS eine Zusammenkunft aller EtSlauf-Vereine und EtS- freunde deS weiteren Umkreises auf dem Rheineise bei RüdeSheim. DaS großartige Bild des im Banne deS Winters erstarrten mächtigen Rheinstromes soll dem Zusammensein aller Gleichgesinnten, aller Freunde deS köstlich erfrischenden Eislaufes die rechte Weihe geben und darf man — die Wettergunst vorausgesetzt — ein schönes Gelingen und einen genußreichen Tag erwarten. Da am deutschen Rhein die deutsche Frau nicht fehlen darf und sie überhaupt eine eifrige Gönnerin deS Eislaufes ist, soll der AuSflug mit Damen sein. Alle Freunde deS Eissportes sind willkommen, nicht nur die Verbands - Angehörigen. Die Veranstaltung liegt in den bewährten Händen deS Herrn O. Simon vom Bonner EiSclub, an welchen alle Anmeldungen zu richten sind.
*• Zur Beachtung fnt Aageuletdende und Krankenkassen- Vorstände. Die Großherzogl. Provinzial-Direction Oberheffen hat an daS Großherzogl. Krcisamt Friedberg folgenden Erlaß gerichtet: ES ist seither öfters vorgekommen, daß Patienten, deren Behandlung in der UniversitätS Augenklinik erfolgen sollte, irrthümlicher Weise, namentlich soweit sie in Gießen ortsfremd waren, in die „Augenheilanstalt" der Bal- ser'fchen Stiftung gewiesen wurden und dort auch Aufnahme
lungen nach Möglichkeit vorzabeugen, ersuchen wir Sie er- gebenst, einem diesbezüglichen Ersuchen der Großherzogl. Landes Universität entsprechend, die Vorstände der Kranken- kaffen Ihre» Kreises gefälligst dahin instruiren zu wollen, allen Patteuten, welche die Krankenkaffen in die Universitäts- Augenklinik ausuebmen lassen wollen, ein ausdrücklich auf die Univerfilät» Augenklinik lautende» Einweifung»schreiben mit- zugebrn, sowie cS ebenso zu halten bezüglich der Einweisung in die Augenheilanstalt der Balser'schen Stiftung.
jenige der vorigen Woche noch bei weitem übertrifft. Sank damals daS Thermometer bis zu 18° R. herab, fo war fein Stand heute Nacht noch tiefer. Noch Morgens nach acht Uhr zeigte dasselbe — 19° R., es ist somit vor Sonnenaufgang ein Kältegrad an exponirten Stellen von — 25 0 R. nicht ausgeschlossen. Das sind fo ungewöhnlich hohe Kältegrade, wie sie in unserer Gegend nur selten im strengen Winter vorkommen. In den Wohnstuben find die Fensterscheiben trotz stärkster Heizung der Oefen nicht eisfrei zu bekommen. Der Hauch des Mundes gefriert sofort. Alle Arbeit im Freien ruht. Die wieder aufgenommene Arbeit im Walde, daS Holzfällen, da» Hauptverdienst vieler Leute im Winter, muß abermals eingestellt werden. Die Ohm ist wieder zugefroren. Im Felde findet man erfrorene Vögel, besonders KramnietSvögel, die ausnahmsweise in diesem Winter sich hier aufhalten. In den Schweineställen sind mehrfach die Saugferkel erfroren. Auch in manchen Keller ist nun die wahrhaft sibirische Kälte eingedrungen; Dickwurz und Kartoffeln sind hierin erfroren. Daß der Kälte auch viele Bienenvölker zum Opfer fallen, ist zweifellos anzunehmen. Ein Glück ist es, daß die Wintersaat durch den hohen Schnee vollen Schutz vor der grimmigen Kälte hat, anders wäre hier der größte Schaden unausbleiblich.
A. Darmstadt, 10. Februar. Nach einer in der letzten Monatsversammlung des GartenbanvereinS vom Vorsitzenden gemachten Mittheilung sind für die im Juni d. I. hier statt- findende Gartenbau- und RosenauSfiellung bereit» 18 namhafte Ehrenpreise angemeldet worden. Stifter dieser Preise sind: Se. Königl. Hoheit der Grvhherzog, Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm, I. Großh. Hoh. Prinzessin Victoria von Battenberg, I. Durchlaucht Prinzessin von Battenberg, Se. Erlaucht der Graf von Erbach Schönberg, die Herren: Rentner Konrad Appel, Ober-RechnungSrath Dr. Frank, G. Hipp und Fr. Schmitt, Kaufmann Karl Will, Fabrikant Benuleth, Fabrikant W. Merck, Geh. Oberbaurath v. Hügel, Rentner Müller, der Gartenbauverein, der Handel»verein, in Darmstadt, die Herren Conkmerzienrath Ulrich in Pfungstadt, Freiherr v. Gremp in Homburg v. d. H., der Rhetn- preußtfche Gartenbauverein in Geisenheim. Weitere Meldungen stehen noch in sicherer Aussicht.
Lampertheim, 8. Februar. Infolge der grimmige» Kälte sind hier viele der schönsten und dicksten Obst- bäume, insbesondere Kirschbäume zersprungen. Die zeigen am Stamm weit auseinander stehende Rtsse, Spalten und Sprünge.
Seligenstadt, 8. Februar. Die Neuwahl eine» Gemeinde- Oberhauptes an Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Wolz hat bereits angefangen, die GemÜther zu erregen. Es werden ein halbe» Dutzend Candidaten genannt, von denen aber wahrscheinlich nur zwei ernstlich in Betracht kommen werden. Wegen dieser beiden, die wir vor fest aufgestellter Candidatur nicht nennen wollen, wird dem Anschein nach ein hitziger Wahlkampf entbrennen. Da nun in den Landgemeinden der Bürgermeister von der gesammten wahlfähigen Bürgerschaft gewählt wird und dadurch die Stimme eine» jeden Wahlberechtigten von Werth ist, so lassen eß bte Candidaten bekanntlich schon vor der Wahl nicht an Freitrunk und Freiesten fehlen, um sich Sympathien resp. Stimmen zu erwerben. Gewöhnlich wird von jedem Candtdaten ein bestimmter Wirth beauftragt, den Wählern — wobei auch Weib und Rmb nicht auSgeschloffen sind — mitunter schon wochenlang vorher, nur recht tüchtig aufzutischen auf Rechnung deS splendiden Streber» nach einer amtlichen Würde. Freilich sollen schon in manchen Gemeinden derartig beaus-
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Gießen, den 11. Februar 1895.
* Sitzung der Großherzoglichen Handelskammer Gießen vom 7. Februar 1895. Anwesend die Herren Koch, Gail, Heichelheim, Katz, Klingspor, Kraatz und Wort- mann. Die Handelskammer Straßburg i. E. theilt der Kammer abschriftlich ihre Eingabe an das Ministerium für Elsaß - Lothringen mit, in welcher sie die Bestimmung der Proviantamts-Ordnung vom 9. Februar 1893, der zufolge: „die Proviantämter Verpflegungsmittel, welche im Jnlande erzeugt werden, soweit irgend möglich, von Producenten kaufen müssen", in ihren Consequenzen auf den Getreide- Handel, den kleinen Landwirth und daS fiscalische Interesse einer eingehenden Beleuchtung unterzieht. Nach gründlicher Berathung dieser Angelegenheit schließt sich die diesseitige Kammer der Resolution Straßburg an: „daß jene Bestimmung neben der Schädigung des Getreidehandels zugleich in vielen Fällen nachtheilig sei für den kleineren Landwirth, zudem für den Staat auf die Dauer keine Vortheile biete", und sie wird sowohl bet dem Ministerium für Elsaß-Lothringen die Eingabe der dortigen Handelskammer unterstützen, wie auch unter eingehender Mottvirung bet dem Reichskanzleramt vorstellig werden. — Sodann wurde beschlossen, nachstehende Anträge der Handelskammer Offenbach an den deutschen Reichstag zu unterstützen: a) Ablehnung des ihm vorliegenden Antrages aus Er Höhung deS EingangSzollS vonBaumwoll- samenöl von 4 Mk. aus 10 Mk. für 100 kg; und zwar au» Rücksicht auf die Schädigung der Consumtions'Jnteresten durch Deriheuerung der Herstellung von Margarine und schmal-artiger Fette; b) Herabsetzung diese- Ein-
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△ Reiskirchen. 10. Februar. Heute hielt Herr Land- wirthschaft»lehrer Leit Higer von Alsfeld einen Vortrag über die „Errichtung von Stammzuchtvereinen." Redner schilderte die Nachtheile, die der Viehzucht durch Kreuzung verschiedener Rassen entstanden seien und betonte, daß durch Reinzucht der für die hiesige Gegend wohl am besten geeigneten Vogelsberger Raffe recht befriedigende Resultate erzielt werden könnten. Nachdem er ausführlich erläutert, wie die Reinzucht einer Rasse zu erzielen sei, ersuchte er die Anwesenden durch Gründung eine» Stammzucht. Vereins seinen Ausführungen Verwirklichung zu verschaffen.
Griedel, 9. Februar. AIS seltenes Dorkommniß dürfte zu erwähnen fein, daß die Kuh deS Landwirth» Heinrich Andreas Reuhl dahier kürzlich drei vollkommen ausgebildete Kälber zur Welt brachte, welche aber alsbald wieder verendeten.
Nieder-Weifel, 7. Februar. Durch die Unsitte, Petroleum ins Feuer zu gießen, zog sich der Wirth »zum Adler", K. Häuser Hierselbst, schwere Brandwunden zu, namentlich find die Augen schwer verletzt, sodaß er in bte Augenklinik nach Gießen verbracht werden mußte.
Bon der Nidda, 7. Februar. Heute Nacht sank da» Thermometer biß zu 191/*0 R Mit der herrschenden Kälte hängt es auch zusammen, daß der Kartoffelhandel eben voll- ständig ruht. Dagegen ist seit einigen Tagen daS Geschäft in Getreide, bei schwach steigenden Preisen, lebhaster geworden. Man sieht jetzt doch ab und zu wieder einmal hoch- beladene Fruchtwagen auS den Dörfern fahren. Der Weizen gilt eben 12,25 Mk , die Gerste 12 Mk., der Hafer 11 Mk.,
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 10. Februar. Wie die „Poft" hört, ist der Gesetzentwurf betreff» Abänderung des Branntweinsteuergesetzes vom 24. Juni 1887 nunmehr fertiggestellt. Der BundeSrath dürfte sich in feiner nächsten Sitzung damit . beschäftigen.
Berlin, 10. Februar. Der „Post" wird auS Thorn gemeldet: Wie in Schippenbeil in Ostpreußen ein Schwager des Capitän v. Gössel mitgetheilt hat, hat letzterer am Unglücksmorgen, auf der Commandobrücke stehend und den Untergang der „Elbe" vor Augen, noch Zeit gefunden, ein paar Abschiedsworte auf ein Stück Papier zu werfen und sie dem Lotfen, der gerettet wurde, mit dem Auftrag zu übergeben, den Zettel persönlich seiner Gattin zu überbringen.
Berlin, 10. Februar. Heute Vormittag sprachen die Abgeordneten Ahlwardt und Dr. Böcke! vor etwa 600 Personen über die letzten Vorgänge innerhalb der Fraction. Beide recapitulirten wesentlich die Reden au» der letzten Versammlung, wobei sie erklärten, daß sie von ihren Aeuße- yiingen über die Abgg. Liebermann von Sonnenberg und Zimmermann kein Wort zurücknehmen. Böckel tadelt besonder», daß die Fraction lediglich nach „oben" schiele, die Adgeord- nrten die Diners bet den Ministern besuchten und nach Orden und Titel strebten. Die Versammlung nahm schließlich folgende Resolution an: „Die Versammlung mißbilligt entschieden baß Verhalten der Fraction den Abgg. Ahlwardt < und Böckel gegenüber und ersuch^ sobald als möglich einen Parteitag zur Gründung einer freiheitlichen antisemitischen Partei einzubrufen. Die Versammlung nimmt mit Begeisterung bte von den Bayern gereichte Bruderhand auf und verspricht für die Zeitung „Deutsches Volksrecht" mit allen Kräften einzutreten. Zudem wurde eine 15 gltedrige Commission gewählt, der u. A. Ahlwardt, Böckel und von Mosch angeboren, welche die Vorarbeiten zum Parteitag und Gründung der neuen Partei sowie die Durchberathung des Programms übernimmt.
Köl», 10. Februar. Bei einem in der verflossenen Nacht in einem Schuhwaarengeschäft auSgebrochenen Brande ist eine 24jährige Dame verbrannt. Drei Personen sprangen von der obersten Etage in die Tiefe und wurden schwer verletzt ins HoSpital befördert. Bei der ungeheuren Kälte waren die Lösch- und Rettungsarbeiten sehr erschwert. Die Feuerwehr rettete die übrigen im Hause befindlichen Leute und verhütete ein weiteres Umsichgreifen des Brandes.
Pari», 10. Februar. Bis heute früh 9 Uhr war noch keine Nachricht über den vermißten Dampfer „GaScogne" eingelaufen. Die fechStägige Verzögerung über die Normal- Reisezeit von neun Tagen steigt die Panik aufs höchste.
Petersburg, 10. Februar. Nach hier vorliegenden zuverlässigen directen Nachrichten ist die Meldung, daß der Kaiser von China abzudanken gedenke, als vollständig unbegründet zu bezeichnen.
eine» Musterlager» deutscher Handelsartikel an eigentlich in die UniversitätS Augenklinik wollen. Um nun einemHandelScentrum der Schweiz hm, der andere für die Zukunft derartigen Mißverständniffen und Berwechfe-
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gangSz olles auf 2 Mk. per 100 kg für diesen Import in benaturirtem Znstand im Interesse der deutschen ©elfen« Industrie; c) Ablehnung deS beantragten EingangSzollS auf Quebrachoholz im Interesse der deutschen Lederindustrieen.
Der Hessische Handelskammertag wird am 17. d. Mt». eine Sitzung an dem Vororte Mainz abhalten, um in eine Borberathung der Fragen einzutreten, welche auf der Tagesordnung der am 22. und 23. d. MtS. in Berlin stattfindenden Plenarversammlung dc» deutschen HandclStagS stehen. Als dieSseitlge Dclegirte werden der Vorsitzende und Herr Commerzienrath Heichelheim erwählt. — Großh Ministerium deS Innern und der Justiz .heilt der Kammer zwei Consularberichte deS Kaiser!. Consuls in Genf mit. Der eine derselben weist auf die Bortheile der Errichtung


