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warmen Töne, die er
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Friedhöfe gebracht. '
* Der Jahresbericht der deotfcheu Schule iu Apia für 1893/94 gibt an, daß die Schule besucht wurde von 54 Rin- dern. Darunter waren: Deutsche 33, Skandinavier 7, Engländer und Amerikaner 8, Samoaner 4, verschiedener Nation 2. Der Unterricht umfaßte wöchentlich deutsche Sprache 8 Stunden, englische Sprache 5, Rechnen in deutsch und englisch 4, Naturlehre 2, Zeichnen und Schreiben 2, Gesang und Turnen 2 Stunden. Die am 21. Juli im Beisein des Schulvorstandes, des deutschen Consuls und der Commandanten
zu hoch an. In beiden Fällen ist man zu bedauern.
Holzheim, 10. Januar. Wie ergiebig die Schweine- z u ch t mitunter ist, dafür dürfteFolgendes von Interesse sein. Herr Schreinermeister Peter Jung 11 r. dahier kaufte im Mai v. I. 3 Ferkel, wovon das eine um Weihnachten daS stattliche Gewicht von über 3 Ctr. aufwieS, während die beiden anderen nicht viel weniger wogen.
Zellhanfeu bet Seligenstadt, 9. Januar. Dem 5jährigen Töchterchen eines hiesigen LandwirtheS, daS sich an einer Kuh zu schaffen machte, wurde gestern von dem Thiere da« rechte Auge ausgeftohen.
Gestaltung die er t. , , . . . .
roir von seiner Partnerin nicht dasselbe behaupten können- Mit Fräulein Eggers Spiel konnten wir unS gestern nicht befreunden, nur die letzte Scene brachte sie unS etwas näher. Es scheint, dah ihr pathetische Stellen bester gelingen, als der leichte Plauderton. Alle übrigen Rollen find mehr oder weniger Nebenrollen. Sie waren gut besetzt und wurden zur vollen Zufriedenheit durchgeführt. Wir können uns daher die Aufzählung der einzelnen Vertreter ersparen. — Wie wir vernehmen, ist es Herrn Reiners gelungen, Herrn vr. Pohl auS Berlin für ein mehrmaliges Gastspiel zu gewinnen. Wir machen einstweilen ein kunstltebendeS Publikum auf das Auftreten dieses berühmten Charakterdarstellers
wehen aufgethürwt. Hier wurden auch die Hohlwege zugeweht und mußten aufgeschippt werden, um die Pastage freizuhalten. Sonst aber besteht überall die schönste Schlittenbahn. Alle Fuhrwerke, sowie die Post fahren auf Schlitten. Sogar die Frachtfuhrwerke auS Gießen kommen auf Schlitten, eine Er- scheinung, die man nicht jeden Winter zu sehen bekommt. Die Arbeiten im Freien sind durch die Schneemasten meist gehemmt. DaS Holzfällen mußte eingestellt unb b\t Holz- Hauer zum Feiern veranlaßt werden. Der strenge Frost, der seit Sonntag eingetreten, ist wieder milderer Temperatur gewichen. Wild und Bügel hat die hohe Schneedecke in Nothstand gebracht. Don ersterem sieht man nicht selten das Niederwild sich den Ortschaften nähern. Besonders schlimm ist eS für die Rebhühner bestellt, die ebenfalls sich den Dörfern genähert haben. Der tiefe schnee läßt sie nur fehr schwer ihre Nahrung finden und leicht werden sie jetzt eine Beute des Raubzeuges. Jäger und Jagdbesitzer sollten den Feldhühnern an geeigneten P.ätzen Futter htnstreuen, um sich für den kommenden Herbst den Rchhühnerbestand zu sichern. Daß den Vögeln überhaupt die Noth sehr nahe geht, zeigt ihr Kommen in die Hofraitheu und Gärten. Wo sollen sie auch sonst Nahrung finden können? Alles steckt unter einer hohen Schneedecke. So oft auch die Preffe mahnt „Gedenket der hungernden Vögel !", so viel wird hierbei noch versäumt. Entweder schlägt man den großen Nutzen der kleinen Gäste zu niedrig, oder die kleine Mühe, geeignete Fütterungsplätze herzurichten,
Cocaie« »nd provinzielle,.
Sieben, den 1L Januar 1895.
♦♦ Postpersonalnachrichten. Versetzt sind: der Postinspector Meißner von Darmstadt nach Danzig behufs Uebernahme einer PostrathSstelle bei der Kaiserlichen Ober Postdirection daselbst, die Postsecretäre Weiß gerb er von Mainz nach Offenbach (Main) und Päper von Bingen (Rhein) nach Worms. Angestellt sind der Postafsistent Fischer in Klein- Krotz-nburg als Postverwalter und der Poftanwärter Bausch in Gießen als Postassiftent. — Der Postdirector a. D.
LLngefandt.
Gieße«, 10. Januar 1896.
Während in anderen Städten der auf Straßen und Plätze, lagernde Schnee mtt Aufwand großer Kosten zur Eiletchterun, brt Verkehr« von Menichm und Thteren so rafch wie mäalich weggefwoM wird huldigt man in unterem lieben Gießen an mißaebender Stem andern Grundsätzen. W-e sich Jedermann überzeugen kann, find hier täglich Leute beschäftigt, die au« der Fahrbahn den Schnee nicht et»« weaschaffen, nein, vielmehr ibn au« den Stroh nrinnen in die M'tte der St-ahe ausb'etten, sodaß er hier, namentttch an weniger b sahrenen Stellen, B. der Ostanlage, eine geradezu unpasfirbare Höhe erreicht.
Wie wir hären, haben sich in einem der veroangenen ömtcr die Hauderer der Stadt über da« Wegschaffen de« Schnee« au« b« Straßen beschwert, mtt der Begründung, daß fie dadurch in ihre»
Bl ja bad Handelt vollzogene
1. llaüFmtzbors in der Firm: „Rat Herrn Conseclioni @eorg M zu । jirma: „®eorq optischen Gtyeniiä n Simon Klein in
der Firma.' J f. Robert Lpangenlhc
IbDl unter der Fi Iecira, V Petroleum"
;u Kietzen ein
Schiff-nachrichten,
— Der Postdampser „Noordland" der „Red Star Mtute* in Antwerpen ist laut Telegramm am 9. Januar wohlbehalten in Newyork angekommen.
zufolge von hiefigeu Stellen, die davon wissen müßten, be- ■ stritten. Soviel verlautet, habe die deutsche Regierung in dieser Angelegenheit überhaupt keinen Schritt gethan. Die Maßregel der französischen Regierung sei lediglich ein Act der Loyalität.
Berlin, 10. Januar. Die WahlprüfungS-Com° Mission erklärte die Wahl Harm^ Elberfeld für gültig, weil der Protest zu spät eingetroffen sei.
Köln, 10. Januar. Heute Nachmittag fand Hierselbst eine constituirende Versammlung der deutschen Landwirth- schaftS-Gesellschaft Berlin zwecks Abhaltung b e r bieß» jährigen Ausstellung statt, wozu die Stadt Köln ein 21 Hectar große« Terrain zur Verfügung stellte und für Preise 10000 Mark bewilligte. Die Gesellschaft selbst stiftete 53000 Mark. .
Rom, 10. Januar. In Celenza (Provinz Foggia) stürzten in Folge Schneesturmes vier Häuser ein, wobei sechszehn Personen unter den Trümmern begraben wurden, wovon acht getödtet wurden. In Ptstoja wurde eine Frau erfroren aufgefunden.
Neapel, 10. Januar. Die Civiltr auuu g derTochter CriSpis mit dem Fürsten Singnaglosfa wurde heute Nachmittag um 5 Uhr durch den Bürgermeister Delpezzo vollzogen. Außer den Eltern waren die Minister Saracco, Blanc, Baccelli, der UnterstaatSsecretär Galli, einige Senatoren und Deputirte, der Präfect und Freunde der Familie anwesend. CrtSpi und seine Gemahlin wurden auf der Straße von der Menschenmenge lebhaft begrüßt. Der König beglückwünschte CrtSpi und seine Gemahlin telegraphisch.
Brüssel, 10. Januar. Sämmtliche ö ss eutlichen Spielhäuser, deren Zahl sich in letzter Zeit erheblich vermehrt hat, wurden heute Abend polizeilich geschlossen.
Paris, 10. Januar. Castmir-Perier gab heute dem diplomatischen Corps ein Festmahl; zur Linken der Frau Casimir Perier saß Gras Münster, zur Rechten Ferrate. Auf daS Festmahl folgte ein glänzender Empfang.
Bueuos-Ayres, 10. Januar. Der Verkehr im hiesigen Hafen ist durch einen Srrike der bei der Küstenschifffahrt beschäftigten Verlader und Seeleute lahmgelegt.
Hirofchima, 10. Januar. (Reuter.) Eine Depesche des Generals Nodzu aus Schugan vom 8. d. Mts. belaßt, daß die chinesischen Truppen, welche der dritten japanischen Division im Westen gegenüberstanden, sich auf Kokan zurückgezogen haben. Dagegen ist die Vorhut der Chinesen in der Nähe von Liaojang mit zwei Kanonen bis Kasenhio vorgedrungen. Der Rest der Division steht einige Meilen nordöstlich von dem durch die Japaner besetzten Haitschiyg.
Yokohama, 10. Januar. Die japanischen Blätter veröffentlichen das Gerücht, daß der König von Corea ermordet worden sei. Nach einem anderen Gerüchte liegt derfe^e infolge eines epileptischen Anfalles darnieder. — Einige Tausend Mann des ersten japanischen Armeeco rpö sind durch Frost leidend geworden. — Die Bemühungen CoreaS, eine innere Anleihe aufzunehmen, find gescheitert.
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§ Ans be« BogelSberg. 10. Januar. Die Schneedecke hat jetzt da, wo fie gleichmäßig liegt, eine Höhe von zwei Fuß erreicht. Rur im oberen Gebirge, wo sauf den
Vermifd?t€s-
• Frankfurt a. M., 10. Januar. Im Haufe Finkenh os- straße 36 ersiickten heute infolge von KohlengaSvergiftung durch einen Ofen eint 70jährige Dame und zwei Kinder im Alter von drei und vier Jahren. Aerzrliche Hilfe, die sofort zur Stelle war, kam zu fpät. Die Lerchen wurden nach dem
mit vorläufig 12 Kindern.
♦ Auch eine Satisfaktion. Folgende „Ehrenerklärung" war kürzlich, wie man aus Thüringen berichtet, in de« Dorf Schwarza im Gasthof „Z-m Stollberger Hof" auS- gehängt. Sie hatte folgenden lakonischen Wortlaut: „Ich Endesunterzeichneter nehme die gegen den F. W. gethaue Aeußerung, daß derselbe der größte Spitzbube ist, als unwahr zurück und erkläre, daß er nicht der größte Spitzbube ist. A. K."
. er anzuschlagen versteht, machen unS die I fung zeigte die besten Ergebnisse. In der deutschen Sprache verkörpert, stets sympathisch. Schade, daß I haben die Schüler sehr gute Fortschrittegemacht und sich - ' - . I eine reine Aussprache angewöhnt. Wahrend deS Jahre«
gingen viele Spenden aus der Heimarh ein, darunter der jährliche von dem Kaiser bewilligte Beitrag. Desgleichen haben aber auch die in Samoa ansässigen Deutschen in an- erkennenswerther Weise das ihrige zur Erhaltung der Schule beigetragen. Ein Kindergarten ist errichtet worden
Depeschen de« Bureau „Herold"
Berlin, 10. Januar. Es verlautet, daß anläßlich der Erklärung deS Kaisers beim vorgestrigen Paria mentarlscheu Herrenabend, wonach der Monarch das Fehlen der Inschrift „Dem deutschen Volke" am Portal deS Reichs- tagSgebäudes erst durch die Zeitungen erfahren habe, in der Budget-Commi'sion Gelegenheit genommen werden fall, zu erforschen, auf wkssen Veranlaffuug die Inschrift fortgeblieben sei. Es heißt, diese Inschrift werde unverweilt angebracht werden. (S. Depesche des Wolff'ichen Bureaus.)
Berlin, 10. Januar. Die Budget-Commission deS Reichstags berieth heute den Etat für die Verwaltung deS ReichSheereS. Eine längere Debatte entstand bei der Postiion „Ausgaben für die Militärintendanturen", bei welcher für Verstärkung deS Beamtenpersonals 118,950 Mk. mehr gefordert werden. Nachdem von der gegnerischen Seite ausgeführt wurde, daß bei der letzten Militärvorlage bet* sichert worden sei, man komme mit dem vorhandenen Personale auS, wurde die Position mit 13 gegen 12 Stimmen abgelebnt.
Berlin, 10. Januar. Morgen findet zu Ehren Schuwalows bei dem OlfiziercorpS deS Kaiser-Alexander- Grenadierregiments ein Abschiedsdiner statt, welchem auch der Kaiser beiwohnen wird.
Berlin, 10. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." d em en- rirt die Nachricht, wonach d>e Regierung die Conver- tirung von vierprocentigen ConsolS beabsichtige.
Berlin, 10. Januar. Graf Schuwalow hat fich heute früh nach FriedrichSruh begeben, um dem Fürsten BlSmarck feinen Abschiedsbesuch zu machen.
Berlin, 10. Januar. In der WahlprüfungS-Com- mifsion des Reichstags wurde heute die Wahl der Abgeord- ncten Pichler (Centr.), Gretß (Centr.) und Meist (Soc.) für uugiltig erklärt.
Berlin, 10. Januar. Die Socialisten und Anarchisten halten heute Abend eine Volksversammlung ab, in welcher berathen werden soll, ob der „Socialist" trotz der behördlichen Maßnahmen, Confiscattonen und Verhastungen der Redacteure, Expedienten noch weiter erscheinen soll.
Hamburg, 10. Januar. DaS Wasser der Unterelbe ist fortgesetzt so niedrig, daß die unterhalb Altona fest- gefahrenen neuen Postdampfer der Packetfahrt • Gesellschaft „Patria" und „Cordia" leichtern müffen.
Wien, 10. Januar. Die Eröffnung deS ReichSraths soll am 1. F bruar erfolgen.
Wien, 10. Januar. Seit der letzten Nacht wüthen anhaltend furchtbare Sch nee stürme, welche weitere Verkehrs- störungen herbeiführen. Man befürchtet, daß sämmtliche Eisenbahnzüge auSbleiben.
Prag, 10. Januar. Die Staatsbahn hat den gesammten Frachtc nverkehr zwilchen Prag unb Dien infolge der Schneeverwehungen eingestellt.
Universität». Nachrichten.
Leipzig. 10. Januar. Der Historiker Profeffor Wilbel» Arndt ist plötzlich verstorben. Er.war am 28. Februar 183» |i Lobfens geboren.
— An den drei bayrtfchen LandeSuniverfitLien br finden sich gegenwärtig 5950 Siudirende, an der technifch*n Hochschule 1415, an der thi-rä-ziltchen Hochschule 198. an den ‘JWte 719 an den 37 humanistischen Gymnafien 17039, an den 25 Pro gymnasten 2628. an den 16 tfollrien Lateinschulen 888.
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Lochmann in Darmstadt ist gestorben.
H. Neues Theater. Das Lubliner'sche Lustspiel „Auf der Brautsahrt" ist nicht gerade sehr unterhaltend- die Fabel, daß eine Tochter, die mit ihrem Erbthetl ihre Mutter in eine Rentenversicherung einkauft, um ihr Einkommen zu vermehren, diese That als Gehetmniß behandelt und dadurch in einen falschen Verdacht kommt, ist ein magerer Vorwurf. Der Ausbau des Stückes leidet noch dazu an hohen Unwahrscheinlichkeiten, der Dialog ist sehr mäßig mit Witz auL- geftattet. Kein Wunder also, daß das Stück nicht recht wirken will. Wenn es sich dennoch auf einigen Bühnen hält, so ist das sicher einer guten Darstellung zuzuschretben. Auch bei unS fand eS gestern Abend eine recht gute Wiedergabe. Unzweifelhaft war es das Spiel des Herrn Otto, daS ihm ... einem oewiffen Erfolg verhalf. Die weltmännisch sichere , -------- — -- ■ • • r c .
Ar. unseres ersten Lkbh°b-r-, lein, guter Humor und di- S M »reuzer Bussari. und,Fulke
Bnbaveß, 10. Januar. Die Mission des Grafen Shuen-Hedervary gilt überall als gescheitert. Die sro^hnnaen daü Szlarb «der Banffy die CabinetSbildung über* , . v-w ------- , _ , , .
mhmen «erde, w°.den °°n zuständiger Seite al« unbegründet Platten der Sturm segt. haben sich ?i°ck-°«kh°h° Schuee- erklärt. Die Lage der Krisis wird immer verworrener und ‘ —fc-* —A,,r murbcn au* bte Aoblrocac »uaeweht beginnt nach außen hin peinlich zu wirken, umsomehr, als eingeweihre Persönlichkeiten die Gefahr voraussehen wollen, daß die Krone einen politisch völlig farblosen Mann mit der Constituirung deS Ministeriums betraut, wodurch die Liberalen
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gänzlich ignorirt werden.
Rom, 10. Januar. Man ist der Ansicht, daß Crispi nach feiner Mckkehr von Neapel, wohin er fich zur Vermählung seiner Tochter begeben hat, de mi s sio nir e n werde. AIS Grund wird angenommen, daß Crispi ohne Vorwiffen deS Königs den Botschafter Reßmann abberufen habe.
London, 10. Januar. Em in den letzten Jahren von den hiesigen Anarchisten aufgenommener, anscheinend in trauriger Lage befindlicher junger Franzose entpuppte sich als der berühmte Polizeispitzel Polin. Derselbe wurde in einer geheimen Zusammenkunft seitens der Anarchisten mit so* fortigem Tode bedroht, wenn er nicht ein volles Geständniß ablege und ein wichtiges Document von dem französischen Ministerium des Innern ausliefere. Die Anarchisten, mißhandelten den Franzosen mit Stöcken ic. Derselbe reifte nach Pari» zurück.
London, 10. Januar. Wie auS Tokio gemeldet wird, brachte die japanffche Regierung gestern in der Kammer eine Vorlage wegen Bewilligung von E r g ä nz u n g S cr e dit e n zur Fortsetzung d*s Krieges ein.
Füttert die Vöglein bei Frost, Reif, Eis und
Lchueel
Sie dankens im Sommer, der Hunger thut weh!
aufmerksam.
** Befitzwechsel. Verkauft wurde die Hofraithe deS Herrn L. Flett, Wallthorstraße 28, „Gasthaus zum Schwanen", nebst einigen Morgen Land an Herrn Gastwirth Koch, Asterweg 7, zum Preise von 42000 Mark.
•» Unfall. Als gestern Abend ein Frachtfuhrwerk am SelterSweg an einem Omnibus vorbeifuhr, kam letzterer inS Rutschen und prallte gegen eine Gaslaterne, wobei vier Scheiben bemoltvt wurden.
»» Streit. Gestern Mittag geriethen am Neuenweg zwei Frauen wegen einer geringfügigen Sache in Streit, wobei eine der andern einen Topf an die Stirn warf und derselben eine 3 Cm. lange Wunde beibrachte. Anzeige wegen Körperverletzung wurde erhoben.
•» Raturaloervfiegnng. In der Zeit vom 1. Januar 1894 bis dahin 1895 wurden von der hiesigen Natural-.Verpfleg station 5654 Handwerksburschen verpflegt. Dieselben erhielten auf der Herberge zur Heimath Nachtlager, Abendeffen, Kaffee und Frühstück zum Preise von 62 Pfg. pro Mann, waS einen Kostenaufwand von 3505,48 Mk. erforderte. Außerdem wurden an 70 Personen Baarunterstützungen für Eifenbahn- fahrt rc. im Gefammtbetrage von 93 Mk. abgegeben. Infolge dieser löblichen Einrichtung hat die HauSbettelei be« deutend nachgelassen- nur noch Gewohnheitsbettler ober solche, bie bet Polizei nicht unter bte Augen gehen wollen, und die Schnapsbrüder gehen noch streichen.
Bab-Rauheim, 8. Januar. Es sind Schritte im Gange behufs Erbauung einer Eifenbahn von Braunfels nach Bad-Nauheim resp. Friedberg in einer Länge von 40—45 Kilometer. Durch eine solche Bahn würde eine Verbindung hergestellt zwischen dem TaunuS und dem Lahnthal mit der Wetterau.


