Nach der Bildung von 12 Abteilungen begannen diese ihre Arbeiten.
Pari-, 9. September. Der deutsche Reichskanzler trifft morgen DienStag ^Vormittag hier ein und nimmt in der deutschen Botschaft Absteigequartier. Am Abend desselben Tages findet zu Ehren deS Reichskanzlers bet dem Botschafter Fürsten Radoltn ein Abendefien statt. Ferner gibt der Minister deS Auswärtigen, Fürst Lobanow, am Mittwoch ein Diner zu Ehren des Reichskanzlers.
Paris, 9. September. Präsident Faure kam heute in Bourbon an und wurde von der Bevölkerung warm begrüßt. Bei der Abfahrt von LangreS drängte sich ein anscheinend Geistesgestörter an den Wagen heran und schrie : „Hoch Portsmouth! Hoch Earnot! Hoch Faure!" GenSdarmen entfernten'denselben.
Pari«, 9. September. Die „Ageuce HavaS" meldet au» Tanger, daß trotz der Ableugnung der Aerzte die Cholera grassire. Die Zahl der Verstorbenen betrug am Mittwoch 14, Donnerstag 9, Freitag 7, SamStag 3; am Sonntag erfolgte kein Todesfall. Die Schifffahrt nach Gibraltar und Spanien ist wegen der Quarantäne auf» gehoben.
Pari», 9. September. Ein gestern früh vor dem Justiz- palaste gefundener Behälter wird heute untersucht werden. Man glaubt an einen schlechten Scherz. Da» Gerücht, daß beim Elys6e ebenfalls eine verdächtige Büchse gefunden worden sei, hat sich nicht bestätigt.
Dijon, 9. September. Heute fand die Enthüllung des Denkmals des ehemaligen Präsidenten Caroot in Nolah, dem Stammorte seiner Familie, statt. Der Unter« richtSminister Potncare hielt eine Ansprache, in der er CarnotS Verdienste rühmte und hervorhob, daß derselbe das Ansehen Frankreichs gehoben und dem Lande werthvolle Freundschaften gewonnen habe.
Depeschen bei Bureau »Herold*.
Stettin, 9. September. Heute Nachmittag kurz vor 4 Uhr sind hier der Kaiser von Oesterreich und der König von Sachsen mittelst SonderzugeS eingetroffen. Zum Empfange waren Kaiser Wilhelm, Prinz Albrecht von Preußen, sowie die Spitzen der Militär- und Ctvilbehörden auf dem Bahnhofe anwesend. Die Monarchen begrüßten sich durch Umarmung und begaben sich nach dem Schloß. Vor dem GenerallandschaftSgebäude hatte die österreichische Colonie Ausstellung genommen, welche Kaiser Franz Josef mit freundlichen Worten begrüßte. Morgen wird die Colonie dem Kaiser eine Adreffe überreichen. Heute Abend findet im Schloß Gala-Diner statt. Um 8</2 Uhr beginnt die Oderfahrt, zu welcher großartige Vorbereitungen getroffen werden.
Trier, 9. September. In dem Orte Driesch in der Eifel wüthete gestern in der Frühe ein gewaltiges Großfeuer. Etwa 40 Häuser, darunter mehrere Stallungen, wurden ein Raub der Flammen.
Esten, 9. September. AuS bester Quelle wird gemeldet, der Kaiser werde in 14 Tagen in Coesfeld zum Besuch deS Fürsten Salm eintrcffen. Jedenfalls dürfte auch ein Besuch des benachbarten Hochadels Westfalens erfolgen.
Karlsruhe, 9. September. In einer zu Constanz abgehaltenen Versammlung von Vertretern badischer Centrifugen- und Separaroreu-Molkereien wurde ein Molkereiverband gegründet, deffen Zweck u. A. Unterstützung der Molkereien im Verkauf selbstfabricirter Butter sein soll. Der Versammlung wohnte ein Regierungsvertreter bei, der die Erklärung abgab, die Regierung stehe der Vereinigung der Molkereien sympathisch gegenüber und werde dieselbe nach Kräften unterstützen und fördern.
Stuttgart, 9. September. In der Stadt Leonberg entstand gestern Mittag 3 Uhr in einer Scheuer ein Brand, welcher eine coloffale Ausdehnung annahm. Abends 7 Uhr bildete das ganze Stadtviertel zwischen dem Rathhause und der Kirche mit 56 Hauptgebäuden ein einziges Feuermeer. Das RathhauS wurde stark beschädigt, die Kirche ist gerettet. 70 Familien sind obdachlos. ES wird Brandstiftung ver- muthet.
Budapest, 9. September. Von den Manövertruppen, welche in der Nähe von Stuhlweißenburg concentrirt sind, sind in den letzten zwei Tagen über 300 Mann marschunfähig geworden. Von diesen sind ca. 20 bis 30 derart schwer erkrankt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wiro.
Paris, 9. September. Ueber die italienische Jubelfeier am 20. September schreibt der „Figaro": Wenn die Italiener geglaubt hätten, Kaiser Wilhelm werde persönlich der Feier beiwohnen, so hätten sie sich gewaltig getäuscht. Kaiser Wilhelm habe BeffereS zu thun, als Leo XIII. in feiner ewigen Stadt verletzen zu wollen. Es wäre unklug, den deutschen Katholiken, die man gegen die Socialisten gebrauchen müffe, einen solchen Faustschlag inS Gesicht zu geben. Die Italiener hätten allerdings die Weltlichkeit der Päpste gebrochen, sie könnten aber heute nicht mehr hoffen, den Papst zu knechten, um sich feines großen Einflusses in politischer Beziehung zu bedienen, denn noch nie sei daS Papstthum von größerem Glanze umgeben gewesen wie heute.
Paris, 9. September. Mehrere Blätter haben gemeldet, daß in Bizerta ein Anlegehafen der russischen Marine zur Verfügung gestellt werden soll. Obgleich diesbezügliche Verhandlungen zwischen Rußland und Frankreich schweben, bleibt eine Bestätigung noch abzuwarten.
Marseille, 9. September. Seit gestern wüthet bet Carassone in Südsrankreich ein großer Waldbraud. DaS Feuer hat sich bereits auf Kilometer ausgedehnt. Alle Anstrengungen der Truppen und Einwohner, des Feuer- Herr zu werden, waren bisher erfolglos. Mehrere zwischen den Wäldern gelegene Ortschaften sind in Gefahr.
Belgrad, 9. September. Sämmtliche Chri stendörfer im Bezirk Kicevo in Macedonien wurden von arnautischen Banden überfallen, geplündert und die Einwohner ermordet. Der Kaimakam von Kicewo wurde seines Amte- enthoben.
Newyork, 9. September. Gestern brach in dem reichsten Stadtv:errel von Halifax eine große Feuersbrunst aus. 15 Magazine, 20 Rentnerhäufer und eine Kirche find vollständig zerstört. Der Schaden beträgt über eine Million Dollars.
WB. Stettin, 10. September. Der Kaiser trank bet dem gestrigen Schloßdiner den erlauchte» Gästen still zu, es wurde kein Trinkspruch gehalten. Die Oderfestfahrt ist glänzend verlaufen, es fand eine herrliche Userbeleuchtung und SchiffSillumlnation statt. An den großen EtabliffementS prangten patriotische Lichttnschriften, bei der Dulkan-Werft machte ein Wickiger Schiff mit waffenschwingender Besatzung großen Eindruck. Die Rückkehr erfolgte um IQVa Uhr.
Der Krieg von 1870|71,
geschildert durch Ausschnitte aus Zeitung»-Nummern jener Zett. (Nachdruck verboten.)
11. September.
D,e Pariser sind außer fick. Der König von Preuße» har ihre Aufforderung, binnen 48 Stunden Frankreich zu räumen, nicht einmal beantwortet- er war so bestürzt, daß er in der Verwirrung den entgegengesetzten Weg, nach Parts, etngeschlagen hat. Sie haben doch so laut geschrieen und gewarnt und nun stehen diese deutschen Krieger mit den viereckigen Köpfen, die nicht sehen und nicht hören, nahe vor der Stadt. . Von den Thürmen der Notre - Dame - Kirche können sie die Pariser mit ihren Ferngläsern bereits erkennen und doch find diese Gläser nicht einmal gut, sondern haben farbige Ränder; denn diese deutschen Husaren sehen blau und roth und schwarz und gelb, grün und braun aus wie die Regenbogenfarben. Morgen find sie schon ohne Fernrohr zu erkennen.
Bei der Unterredung, welche der König Wilhelm mit Napoleon nach der Schlacht bei Sedan hatte, erkannte der König an, daß die französische Armee mit großer Tapferkeit gekämpft habe. — „Ja, aber die Truppen Ew. Majestät besitzen eine DtSciplin, welche den meinigen in der letzten Zeit fehlte. Ihre Artillerie gewann die Schlacht, preußische Artillerie ist die beste der Welt. Prinz Friedrich Carl," fuhr der Kaiser fort, „entschied da- Schicksal deS TageS. Seine Armee nahm unsere Stellungen." — „Sire, ich verstehe Sie nicht," antwortete der König, „nur meines Sohnes Armee focht bei Sedan." — „Und wo ist Prinz Friedrich Carl?" — „Er ist mit seiner Armee vor Metz." — Da fuhr der Kaiser zurück und erblaßte. — Während des Ruhetages am 3. September in Vendreffe hatte der König alle höheren Offiziere seines Hauptquartiers zur Tafel geladen und ausnahmsweise gabs Champagner. Dabei brachte der König folgende Gesundheit aus:
„Wir müssen heute aus Dankbarkeit auf das Wohl meiner braven Armee trinken. Sie, Kriegsminister v. Roon, haben unser Schwert geschärft- Sie, General v. Moltke, es geleitet, und Sie, Graf v. Bismarck, haben durch die Leitung der Politik Preußen auf den jetzigen Höhepunkt gebracht. Lasten Sie uns also auf daS Wohl der Armee, der drei von mir Genannten und jedes Einzelnen unter den Anwesenden trinken, der nach seinen Kräften zu den bisherigen Erfolgen mit beigetragen hat."
Die Festung Metz ist so gut eingeschlosten, daß Bazaine seit dem 25. August keine Nachricht herausbringen konnte, die letzte durch einen als Priester mit dem Allerhetltgsten verkleideten Bauer. Die Regierung in Paris hat Demjenigen 5000 Francs zugesichert, der eine Nachricht von Bazaine bringt und eine Antwort zurückbringt. Einer versuchte eS, wurde aber ergriffen und erschosten.
ntt»
Siehe», den 10. September 1896.
** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs dem Mityliede der Fabrikfeuerwehr der Firma Dörr & Reinhart zu WormS, Fabrikaufseher Paul BallaS.
** Zur laudwirthfchaftlichen Ausstellung in Gixßeu vom 19. bis 22. September 1895. Bekanntlich findet am 19. Sep tember, Morgens 10 Uhr, also vor der Eröffnung der Ausstellung, im großen Saale dcs Gesellschaftsvereins in Gießen, Sonnenstraße, die gemeinsame General- Versammlung der drei landwirthschastlichen Provinzial- Veretne deS GroßherzogthumS Heffen, statt. Zu derselben hat jedes Mitglied der landwirrhschaftlichen Vereine freien Zutritt. Diese General-Versammlung findet bekanntlich nur je nach Verlauf einer bestimmten Reihe von Jahren statt. Auf der diesjährigen werden zwei wichtige Fragen zur Be- rathung stehen, nämlich: 1) Welche Maßnahmen müssen zur Förderung der Rindviehzucht ergriffen werden, damit dieselbe mit der Zeit in die Lage versetzt wird, den einheimischen Bedarf an Zucht- und Milchvieh zu decken. Referent: Herr Dr. Rodewald, Generalsekretär des Landes-AuS- schusteS der landwirthschastlichen Vereine und 2) Di- genossenschaftliche Organisation zum Verkauf des Getreides. Referent: Herr vr. Müller, LandwirthschaftSlehrer in Alzey. Um 12 Uhr desselben TageS findet dann die feierliche Eröffnung der Ausstellung statt, der sich um 2 Uhr Nachmittags daS Festesten in der Festhalle anschlteßt. Karten L Mk. 2.50 für daS Festesten sind von Herrn KreiSamtmann Dr. Wallau in Gießen erhältlich. Am Abend vor der Eröffnung der Ausstellung, also am 18. September, 8 Uhr, findet in dem großen Saale des „Hotel Einhorn" die constituirende Versammlung der Preisrichter statt. ES find ca. 100 Herren, welche sich den ebenso wichtigen als schwierigen Arbeiten deS PreiSrichtenS unterziehen werden.
** Z»r landwirthschastlichen Ausstellung in Gießen. Die Tage, an denen der hessische Landwirth die Früchte seine» Fleißes in Gießen im friedlichen Wettstreit zur Schau stellen wird, rücken immer näher. Die Einlieferung der Maschinen
beginnt schon am 14. September, dann reihen sich am 16. September die Producte des Pflanzen- und Obstbaues, die landwirthschastlichen Hilfsstoffe, die Abtheilung für Wisten- schafrlicheS, die technischen Gewerbe, dann folgen die Fische, die forftwirthschaftliche Abtheilung. Die Thiere können noch bis 12 Uhr Mittags am 19., dem ersten Tage der AuS- stellung, aufgetrieben werden. Die verschiedenen Eisenbahn- Verwaltungen habe» in dankenSwerther Weise nicht nur freie Rückfahrt für nicht verkaufte AuSstellungS-, Thier und Gegen- stände gewährt, sondern sie gewähren den Beiuchern der Ausstellung auf einfache BilletS freie Rückfahrt, doch wüsten die betreffenden BilletS auf der Ausstellung im Bureau, daS sich in der Festhalle befindet, abgestempelt werden.
♦♦ Ihre Königliche» Hoheiten der Großherzog und bit Großherzogin werden gelegentlich Ihrer Anwesenheit a» 21. diS. MtS. folgende Rundfahrten unternehmen: 1) vom Bahnhof nach der Ausstellung, Vormittag- 11 Uhr: Bahnhofstraße, Liebigstraße, Franksurterstraße, SelterSthor Selrer». weg, Kreuz, MäuSburg, Marktplatz, Marktstraße, Neustadt. 2. Bon der Ausstellung (Stadiknabenschule) nach der Bahn, Nachmittags gegen 2»/, Uhr: Nordanlage, Ostanlage, Gartenstraße, LudwigSplatz, Ludwigöstraße, Wilhelmstraße, Frankfurterstraße, klinikftraße, Fraukfurrerftraße, ßiebig« straße, Bahnhofstraße.
*• Bon hiesiger Handelskammer vernehmen wir, daß in Folge ihres Antrag-, welchen die König!. Eisenbahn Directio» Frankfurt a M. bei dem Herrn Minister für öffentliche Arbeiten unterstützt hatte, die Einführung von Sommerkarten von Gießen nach Norderney, Borkum und Helgoland von demselben genehmigt worden ist. Mit dem 1. Mai nächsten JahreS werden dieselben auf der Station Gießen zur Ausgabe kommen.
♦♦ Ehrensold. ES find Zweifel darüber entstanden, wie die Bestimmungen hinsichtlich deS sogenannten Ehrensoldes, wonach von der Theilnahme an deffen Wohlthaten diejenigen KriegSthellnehmer ausgeschlossen sind, welche auS Reichs- Mitteln gesetzlicheJnvalidenpensionen oder entsprechende sonstige Zuwendungen beziehen, auSzulegen find. Dazu wiro osficiö» bemerkt, daß hierunter die auf Grund der ReichSgesetze über die JnoaliditätS-, Unfalls- und Altersversicherung gewährten Renten nicht zu verstehen find.
n. Friedberg, 9. September. Die Ac tien-Zucker- fabrik Wetterau beginnt ihre diesjährige Campagne am 23. d. M. Da der Sommer vorherrschend trocken war, wird der Zuckergehalt der Rüben etwas höher sei», al» in 1894, die Quantität wird dagegen Himer der des vorigen Jahre» zurückftehen. — Auf dem Offenheimer Wäldchen, einem bekannten und beliebten Ausflugsort in unserer Nähe, fand heute eine vom Ausschuß der nationalliberalen Partei und vom Bunde der Landwirthe einberusene Versammlung statt, in der unser ReichStagSadgrordneler, Herr Graf Ortola aus Büdesheim, über se ne Thätigkeit lm Reichstag referirte.
R. Reichelsheim. 9. September. Gegen die hiesige Ge meinderathSwahl ist RecurS bei dem KreiSauSschuffe zu Friedberg erhoben und der RecurS wegen vorgekommener Formfehler für begründet erachtet worden. Die Wahl wurde deshalb für nichtig erklärt, und eS wird darum nächsten- noch einmal gewählt werden müssen.
W.M. Aus der mittleren Wetterau, 9. September. Im Obstgeschäfte fängt eS an lebendig zu werde». Eine große Frankfurter Aepfelweinfabrik gab Auftrag, etliche Tausend Centner Kelterobst zu 10 bi- 12 Mk. pro Doppel» centner anzuschaffen. DieS ist jedenfalls ein schöner Preis, aber eS wollte kein rechter Zug in das Geschäft kommen. Erst wenn die Preise gemacht sind, gehen die Leute auS sich heraus. Solche Zögerungen haben in der Regel dann ihren Nachtheil, wenn die Anfangspreise hoch einsetzen, wie e« diesmal der Fall war. Die Verkäufer wollen dann mehr und immer mehr haben, aber waS zu viel ist, zerreißt den Sack. Richtig trat gistern der Rückschlag em, eS kam ein Telegramm mit dem Auftrage abzubrechea und nicht mehr über 9 Mk. zu kaufen, da genügende- Angebot vorhanden. — Ueber die voraussichtliche Güte des 1895er Hohenastheimers läßt sich bemerken, daß sie sehr befriedigend sein wird- eine Probe hat un- dies bewiesen. Wir haben Fall« äpfel sorgfältig sammeln, alle Fäulniß auSschneiden und ein Fünfzigliterfäßchen Most Herstellen laffen, welcher bei dem warmen Wetter schnell in» Rauschen kam. Jetzt ist er gerade recht.
E. Echzell. 9. September. Ein nachahm ungS- wertheS Beispiel hat der Vorstand der hiesigen Handwerker- und Zeichnenschule gegeben, indem rr mit seine» achtzehn Zöglingen gestern die Gewerbeausstellung in Alsfeld besuchte, und die Eisenbahnfahrkoften der Zöglinge auf die DereinSkasse übernahm. Den Schülern schloffen sich noch 15 hiesige Bürger und Gewerblreibende an. Alle Besucher sind sehr vefriedigt von der Ausstellung zurückgekommen und bedauern nur, daß die Zeit zu kurz war, um alle interessante» Ausstellungsgegenstände gebührend zu würdigen.
§ Herchenhain, 7. September. Bei der hier stattgefundenen Ergänzungswahl deS Gemeinderaths wurde Heinrich Alt wieder-, Heinrich Komp V. und Konrad Strauch IL neugewählt.
§ HartmannShai» (Kreis Schotten), 7. September. Heu« fand hier die Ergänzungswahl deS Gemeinderathstatt, wobei wiedergewählt wurde Johannes Ahlbrandt, neu gewählt warben Heinrich Schultheis und Heinrich Mohr. Hier war die Wahl eine sehr lebhafte.
§ Gedern, 7. September. Herr August Vonalt hat kürzlich am hiesigen Platze eine Buchdruckerei errichtet.
Darmstadt, 9. September. In der Leichenhalle deS HauptfriedhoseS find in letzter Nacht unglaubliche Rohheiten von noch unbekannten Thätern verübt worden. Man öffnete mehrere Särge gewaltsam und trieb/ an den Leiche» allerhand Unfug. Außerdem wurden auf den, Friedhöfe Grabsteine und Kreuze demolirt. Frkf. Ztg.


