Pari», 7. Mai. Im Quartier Lana wacht sich unter den international gesinnten Studenten eine lebhafte Bewegung geltend anläßlich der dewnächftigeu Hierher- kunfr Bebel- und Liebknecht-, denen ein herzlicher Empfang bereitet werden wird.
Madrid, 7. Mat. Nachrichten au- Tuba lassen daS baldige Ende deS Aufstande- erwarten. Martinez TampoS meldet, er fei sicher, den Aufstand bald nieder» zuwerfen.
Csceles
Gieße«, bzn 8. Mat 1895.
♦ * Ordensverleihung, st. König!. Hoheit der Großherzog baben Allergnädigst geruht, am 20. April dem Fürstlich Dienburg »Büdtngenschen Hotseeretär Wilhelm Klein zu Büdingen da- Ritterkreuz 2. Klasse deS Verdienstorden- Philipp- des Großmüthigen zu verleihen.
Zwei Künstler von Gotte» Saade», beide Söhne unserer Stadt, weilten gestern in unseren Mauern- außer Herrn Bufs»Gteßen befand sich zu gleicher Zeit der König!. General'Mufikdirector Levh» München in Gießen.
• *-g- Reue» Theater. (Direktion Pollak.) Bor auS- verkauftem Hause ging gestern Verdi- „Troubadour" in Scene. Diese herrliche Oper, die zu den beliebtesten aller älteren italienischen Opern zählt, zieht stets ein zahlreiches Publikum an, umsomehr, wenn ein hervorragender Gast in ihr auftritt. So reizend, pikant und effectreich diese Musik in Melodie, Harmonie und RythmuS ist, so birgt sie, entgegen dem Inhalt deS Textes, dem Character der wechselnden Situationen doch oft krasse Gegensätze: zu den ernstesten Scenen berückende Tanzrythmen u. s. w. Ueber die Aufführung Folgendes: Der hier aufs Beste bekannte uud gefeierte Gast, der Großh. Kammersänger vom Wiesbadener Hoftheater Herr Buff-Gießen, befriedigte in der Darstellung des „Manrico" in hohem Maße. Ein gewiffer Chic, verbunden mit Routine gestaltete die dramatische Durchführung recht wirkungsvoll. Der Gefangövortrag zeigte in technischer Durchführung viel Gewandtheit, die umfangreiche Stimme einen bestrickenden Wohlklang, virtuose Geläufigkeit und Frische, die sich in den hohen Lagen noch mit größter Sicherheit und Berve behauptete. Die treffliche Accentuirung bet manchen Recitativen, einige geschmackvolle An- und Ab- schwellungen von Tönen kamen fein und sinnig zu Gehör. Der große Beifall, verbunden mit Ueberreichung eines Lorbeerkranzes, entsprach der hervorragenden Leistung. Der Partner de- Gaste-, Herr EtlerS, war ein stattlicher Repräsentant deS Grafen Luna, den er recht gewandt und lebensvoll spielte. Gleich sein erstes Recitativ „Rings tiefe- Schweigen" sang er mit edlem Ton- die Characterisirung der Eifersucht und des Hohnes erzielte große Wirkung. Kurz, die Leistung seiner herrlichen Stimme schloß sich den vorhergegangenen würdig an. Frl. Ranco führte die „Leonore" überraschend trefflich durch. Die im Anfang bemerkbare Indisposition der Stimme schwand bei den folgenden Scenen und ihr gewandte-, verständnißvolleS Spiel gestallte sich zu einem harmonischen Ganzen. Schon ihre erste Arie „ES glänzte schon da- Steruenheer" trug sie, poetisch fein beginnend und bi« zum Liebe-Jubel leidenschaftlich steigernd, mit bedeutendem Erfolg vor, überwand auch die großen technischen Schwierig» teilen, wenngleich einige Härten der Stimme in den hohen Lagen sowie ein Zuviel in der Coloratur sich öfter ungünstig bemerkbar machten. Im letzten Act wirkte die ungemein wirkungsvoll vorgetragene Arte „In Deines Kerkers tiefer Nacht" nebst dem die Verzweiflung gut hervorhebenden Spiel und die Sterbescene ergreifend. Die Künstlerin erfreute sich lebhaften Beifalles. Frl. Krüger führte die höchst anstrengende Parthte der „Acuzena" in Spiel und Gesang gut und wirksam durch. Auch sie participtrte in hohem Maße an den Betfallsbezeugungen. Die kleinen Parthien waren gut besetzt, der Chor befriedigte. Der musikalische Theil wurde unter der trefflichen Leitung des Herrn CapellmetsterS W vlfhetm in verständnißvoller, wohlnüancirter Wiedergabe erledigt.
• • Rene» Theater. Einem kundgegebenen Wunsche des theaterliebenden Publikums entgegenkommend, hat Herr Dtrcctor Pollak sich entschloffen, einen 2. Platz (Parterre) zu 1 Mk. einzurichten.
• • Der zweite Vortragsabend der Baronin Osten-Sacken in Stein- Garten brachte wieder eine sehr gewählte Zuhörerschaft, aber leider keinen vollen Saal. — Ein Local inmitten der Stadt wäre für die kühlen Abende geeigneter gewesen. Die schweren, hochpoetischen Verse wurden frei nach dem Ge- düchtniß gesprochen, uud die Vortragsweise «var gleich der ersten natürlich, ohne Effecthascherei. Die Frithjof-Sage ist zum Bortrage undankbar, besonder» für eine Dame. — Morgen Donnerstag den 9. d. M. wird eine Reihe der verschiedensten Dichtungen von dem biederen HanS Sachs bis zu den neuesten Schöpfungen von Carl Reuleaux zum Vortrag kommen.
• • Oberheffischer Seschichtlnereiu. Der Ausflug am ver- stoffenen Sonntag nach Grünberg verlief, Dank sei es auch dem unerwartet günstigen Weiter, in allen seinen Theilen zur vollsten Zufriedenheit der sehr zahlreichen Theilnehmer anS Gießen, Grünberg, Laubach, Alsfeld, Lauterbach u. a. Orten. Die Besucher von Gießen wurden von den Grün- berger Freunden am Bahnhof empfangen und gleich zu Herrn Vaurath Dr. Dieisenbach geführt, der eine kleine Ausstellung von Alterthümern veranstaltet hatte. Darunter erregten der sogen. Luthertisch und Glasmalereien auS dem jetzt abgeriffenen sogen. LutherhauS ganz besondere» Intereffe. Hierauf Gang nach der Warte mit ihrer umfaffend-u Aussicht aus die weite Umgegend, den Vogelsberg und den Taunus- sie hätte klarer sein können, war aber doch schön. Im AutoniterhauS wurde unter sachkundiger Führung Kirche und Klostergebäude wieder bergeüellt und die Reste non Stein»
metzarbeiren besichtigt, von da der DiebSthurm besucht, der noch im Laufe dieser Woche abgebrochen und zu einem Hochbehälter für die Wafferleitung hergerichter werden soll, dann ; durch daS landschaftlich schöne und blüthenreiche Brunnenthal ! zur alten landgräflichen Burg aufgeftiegen und dann endlich im Gasthaus zum Hirsch eingefallen, um dem Magen auch ; etwa- zu gönnen. Im Saal waren alte Fahnen, Bilder, eine Sammlung von Steinbeilen und andere Alterthümer aufge stellt. Nach einer Erholungspause wurde die Sitzung durch den stellvertretenden Vorsitzenden,Herrn Professor Dr. Buchner eröffnet. Herr Schilling begrüßte darauf die Versammlung NamenS der Stadt Grünberg. Dann begann Herr Land- gerichtSdirector Muth seinen angekündigten Bortrag „Ueber die Stadt Grünberg und da- AutoniterhauS daselbst". Ueber den Ursprung deS Stadtnamen» kann fein Zweifel fein, obgleich mehrfach die absonderlichsten Ansichten sich geltend machten. 1186 legte Landgraf Ludwig eine Burg daselbst an, und diese gab Veranlassung zur Entstehung der Stadt. Die Burg steht zum Theil noch jetzt, ist aber verwahrlost und baufällig. In der Fehde der Erzbischöfe von Mainz und Köln gegen den Landgrafen Hermann 1195 wurde Grünberg eingenommen und zerstört, doch war sie offenbar 1222 wieder aufgebaut, Grünberg ist also eine der ältesten Städte Ober- Hessens. Gießen z. B. wird erst 1250 erwähnt. 1272 bestätigte Kaiser Heinrich I., daß Grünberg fränkisches Recht genießen solle. Der Gallmarkt ist noch bis jetzt zur Erinnerung an die Ausstellung der erwähnten Urkunde in Ehren gehalten, wenn er auch früher bedeutender war. Dabei wurde auch stark verliebt und verlobt und des Weinkaufs und BerlobungStrinkenS war kein Ende. 1272 hatte Grünberg auch schon einen Pfarrer. ES bestand eine Marienkirche in der Altstadt. Sie könnte heute noch stehen, aber infolge der Nachlässigkeit in der Bauunterhaltung stürzte sie 1816 ein. Außerhalb der Stadt lag noch die PeterSkirche und ein Spital, die beide vom AvtoniterhauS ’ abhängig waren. ES ist unbekannt, wann dieses gegründet ' wurde - 1242 wird eß zuerst erwähnt. ES war daS älteste ’ und reichste der hessischen Klöster und bestand, biS 1527 | Philipp der Großmüthige seine Güter einzog und sie der ' Universität Marburg zuwtes. Später kamen sie an Gießen. I Allmählich sank mit dem Handel und den Gewerben auch . der Wohlstand, große Brände schädigten die Stadt noch mehr und doch stieg der LuxuS, sodaß 1492 dagegen einge- j schritten wurde. Die der Allgemeinheit zu leistenden , Dienste und Abgaben waren beträchtlich. Die städtischen ' Beamten waren zahlreich, aber bei Hochzeiten und Kind- ; taufen ging S oft über Gebühr lustig zu. Für die Verbesserung der Schulen wurde viel gethan. Durch den, 30 jährigen Krieg verlor die Stadt über die Hälste an Bewohnern und Häusern und nach dem Frieden mußten noch 140 Häuser als baufällig oder verseucht umgerissen werden. Auch tn den folgenden Kriegen erduldete die Stadr Schweres und so ist der Wohlstand gegen früher sehr zurückgegangen. Die Besprechung beß Vortrags war sehr lebhaft und anregend - eß beteiligten sich daran besonder- die Herren Dekan Pullmann, Dr. Röschen, Dr. Ebel, Dr. Schilling u. A. und j wurden noch wohlthätige Stiftungen, da- sog. LutherhauS, die Hessenfurt beim Hessenbrücker Hammer, der Gallusmarkl, die Wüstungen der Umgegend, die Reitersiegel von Alsfeld, Grünberg, Marburg und Gießen, die Farbe deS Pferdes darin und andere Punkte besprochen. Hierauf machte Herr Prof. Dr. Buchner Mittheilung über einige Ergebn-sse seiner Forschungen in Acten deS Wetzlarer Staatsarchivs. Die Wetterfelder Chronik ist für die Geschichte der Gegend von Laubach und Grünberg in der langen Zeit des 30jährigen Kriege- von der größten Bedeutung. In derselben ist auch mehrfach von dem Zerwürfniß zwischen der Gräfin Katharine Juliane und der Bürgerschaft von Laubach die R.'de. Es war veranlaßt durch die angemaßte Vormundschaft der Gräfin über ihren sechsjährigen Sohn Karl Otto und die Milvormundschast der zwei Grafen von SolmS-Greifenstetn, die alle resormirt waren, waS tn dem streng lutherischen Ländchen böseS Blut setzte. Der Widerstand von Rath und Bürgerschaft rief Gewaltmaßregeln seitens der Gräfin hervor; in der genannten Chronik werden mehrere derselben genannt und beseufzt. Die Strafeinquartierung von 1644 ist aber nicht zu verwechseln mit einer zweiten, die im Februar 1649 stattfand. Diese letztere ergiebt sich in Ursache und Folge au- einem Bündel Acten im König!. Preuß. Staatsarchiv zu Wetzlar, daS u. A. eine Reihe von Proceßschriften de» Reichs- kammergerichtS in Speyer enthält. ES ist bezeichnet mit: „Bürgermeister, Rath und Bürgerschaft deS Gräflich Solm» fischen StädtleinS Laubach und Gons., Kläger gegen Herrn Wilhelm und Lutzen beide Gebrüder Grasen zu SolmS» Greifenstein et Cona., Beklagte." Der Hauptkläger, der ältere Bürgermeister Conrad Pauli von Laubach erzählt darin, daß, nachdem die Bürgerschaft die vorherigen Streitigkeiten für erledigt gehalten, die beiden Greifensteiner Grafen in der Nacht vom 14. Februar 1649 mit 150 wohlbewaffneten Männern die Stadt überrumpelten, sich der Thore : bemächtigten, Wachen außstellten, die Wohnung des Bürger- ! meisterS Pauli stürmten, die Thüren erbrachen, den Mann aus dem Bette riffen und kaum bekleidet ins Gefänguiß im । Schloß schleiften. Die Stadt wurde dadurch in dcn größten j Schrecken versetzt - viele Bürger entflohen noch mitten tn der ' Nacht. In ihre Häuser wurde Sirafeinquartierung gelegt mit dem belouderen Befehl, sie sollten sich von den zurückgelassenen Weibern und Kindern nach Belieben tractiren lassen. Darauf- < hin entflohen auch viele von diesen. Als Alles ausgezehrt, zogen sie wieder ab, nahmen aber noch zwei Paar Ochsen mit. Pauli aber wurde gefänglich nach Grüningen geschleppt. Angeführt wurde der Zug durch den Oberamtmann Dr. Cau- fentuS, der der Hauptanstifter und Mitthäter war. Dieser ließ den Pauli an eine Kette anschmieden und zwang ihn trotz anfänglichen Widerstände- durch die abscheulichsten und unmenschlichsten Quälereien während einiger Tage einen ReverS zu unterschreiben, in welchem er bekannte, gegen die Gräsin ungeborinm vem-fen iu Hn und Re bat, ibn wieder
in Gnaden aufzunehmen. Aber kamst war der Streit nicht zu Ende, der Proceß dauerte vielmehr noch viele Jahre, bi» wohl durch da» Mündigwerden de» Grafen Otto allmählich da» Interesse an der Weirerführung de» sehr kostspieligen Processe» erlahmte und einschlief. Graf Karl Otto starb 1676 in Trübsinn, ohne einen Sohn zu hinterlassen. Mir ihm starb die Altlanbacher Grafenlinie au». Bei der Be- fprechuvg wurde besonders die Frage ei örtert, ob der Thurm, in dem Pauli ebenfalls die schwersten Qualen erdulden mußte, die jetzige sog. Gtüninger Warte gewesen fei. SS ergab sich, daß die- nicht wahrscheinlich, daß die Wane eine Windmühle gewesen, daß aber die Burg in Grüningen ewige Thürme gehabt habe, von denen einer der fragliche Thurm gewesen sein kann. Daraus wurde der offizielle Theil der Sitzung mit Dank für die freundliche Aufnahme in Grünberg geschlossen. Die Betheiligung von Damen und Herren an dem darauf folgenden Abendessen war sehr stark und die Unterhaltung sehr angeregt. Leider wurden die auswärtigen Gäste schon zeitig wieder durch die Bahnzüge in ihre Heimath entführt.
* • Ter zwölfte Telegirtentag bei Rhein Mai» «aft»irthe Verbände» sand, wie bereits kurz erwähnt, gestern Vormntag hier im „Gießener Festsaal" statt- außer den Delegirten, die 20 Vereine mit ca. 1800 Mitgliedern vertraten, nahmen an den Verhandlungen Theil zahlreiche Collegen vou hier und der wetteren Umgegend, a!S Gäste waren erschienen Herr Proviuzialdirector Frhr. von Gagern, Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Amtmann Dr. Wallau, Herr RegterungS-Assessor Wolsf, sowie einige Vertreter benachbarter Vereine. Der Vorsitzende deS Gießener Vereins, Herr Schnell, begrüßte zunächst die Erschienenen, dabei der Genugthuung Ausdruck gebend, daß Gießen die Ehre zu Theil geworden, die Gäste hier begrüßen zu können, er betonte die Ziele deS Verbandes und schloß mit dem Wunsche, daß die Gäste einen guten Eindruck mitnehmen möchten. — Sine weitere Begrüßung der Erschienenen liefe der Vorsitzende deS Verbandes, Herr R e i n e m e r-Darmstadt folgen - er sprach der Collegenschaft Gicfeen» den Dank au» für den Empfang und wünschte, unter Hinweis auf die große Tagesordnung, der Versammlung guten Verlauf. — Nach der vom Schriftführer vorgetragenen Präsenzliste waren vertreten die Vrreine Mainz, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Gießen, Kreuznach, Höchst a. M., Langen, Groß- Gerau, Lorsch, Bensheim, Nieder • Ingelheim, sowie der Verein Wetterau. — Hierauf erhielt Herr Oberbürgermeister Gnauth daS Wort, um Namens der Stadt die Delegirten zu begrüßen- er danke, daß sie Gießen als Sitz der heutigen Versammlung erwählt und hoffe, daß sie diese Wahl nicht baeucn würden, die im herrlichen Grün prangende Umgebung Gießen- möge de» Erschienenen Manche- ersetzen, wa» größere Städte ihnen geboten, durch die Thetlnahme an der Versammlung sei ihm die Möglichkeit gegeben, sich über die Verhältnisse des Gewerbe» und die die Stadtvertretung herantretenden Fragen zu unterrichten,- er constatirte ferner, daß Gießen einen Verein besitze, den die Stadtvertretung um Rath angehen könne, wenn e» sich um Angelegenheiten de» Gewerbe» handle, die öffentlichen Interessen seien dieselben wie die Interessen de- soliden Gastwirthestande» . er gab dem Wunsche Ausdruck, daß ein guter Geist walten möge sowohl über den Verhandlungen wie über den dann folgenden geselligen Veranstaltungen. — Der Vorsitzende dankte Namen» de» Verbandes für diese Worte und ersuchte die Versammlung, sich zum Zeichen de- Danke» für die Bewillkommnung Seiten- der Stadt zu erheben.—Hierauf erstattete der Bor- sitzende eingehend Bericht über die Thätigkeit des Central- Vorstände- im vergangenen Jahre; eß ging darau» hervor, daß der Vorstand eine recht vielseitige und auch ersprießliche Thätigkeit entfaltet hatte in all den wichtige» Fragen, die den Gastwirthftand angehen- cß galt vor alle» Stellung zu nehmen zur Frage Über die Regelung der Feierabendstunde, die tn manchen Gemeinden infolge Einführung der mitteleuropäischen Zeit beschnitten worden, als weitere wichtige Frage wurde behandelt die beabsichtigte comm.inale Wein» und Bier de steuer ung, daS Plakatwesen. wozu die Erhebung einer Gebühr für da- Aushängen der Plakate in den Winhschafien, und zwar unter Zuwendung de- Ertrag- an Wohlthätigkeit-anstalten u. f. w., in Erwägung gezogen wurde- ferner war Stellung zu nehme» gegen die Au-dehnung der Berein-wirthschafren, gegen die geplante Einführung einer Steuer auf Musikautomaten- wa- der Thätigkeit de- Centralvorftande» für die Folge zur Prüfung und Bearbeitung unterliegen würde, wurde vom Vorsitzenden ebensall- bargelegt, und dem Verein empfohlen, sich mit den näher bezeichneten Fragen recht eingehend zu beschäftigen, damit der demnächst stattfindenden Versammlung de- Süddeutschen Gastwirthverbande- möglichst vollständige- Material vorgelegt werden könne- die Bestrebungen de- Vere n» auf Schaffung eine- soliden Gastwirthestande-, die Bekämpfung von Schäden im Gewerbe, die Agitation gegen völlerei und Unsittlichkeit, gegen die Zulassung fragwürdiger Existenzen zum Gewerbe u. s. w., hätten die Sympathieen der Regierungen Neben Wahrung der Jntereffen beß Staube» nach außen, sei nach Innen anzustreben der Au-bau beß Kaffenwesen», bie Grünbnng von ver- einen (öieCollegen Gießen- würben zur Grünbung eine» weiteren Bezirk-Verein- iu Oder Hessen, etwa für bie Umgebung von Büdingen, aufgeforbert), die Heranziehung bestehenber ver- eine zum verbände- besonder- fegen-reich würde sich für die Mitglieder die Errichtung von Sparkassen erweise« (der Verein Darmstadt verfügt bereit- über 15,000 Mk.), ber verbaud-sterbekasse müßten alle Collegen beiireten, sie habe seit ihrem Bestehen 258,000 Mf Sterberente ausgezahlt, 132,000 Mk. zurückgelegt, 8075 Urkunden ausgestellt, angestrebt sei auch ibreAu-kehnung aus die Frauen - be- Weiteren lenkt Rebner da- Augenmerk aus da- verband» org an, zog in den Bereich seiner Betrachtunge» die Unsallgesetzgebung mit Bezug aus da- Ganwitth- qewe.be, de Regelung ber Arbeitszeit *ür Kellner


