Ausgabe 
7.8.1895 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Mannschaften mit der Bataillonscapelle nach Wörth begeben, um dorr morgen die EnthüüungSseier des Denkmals, weiches daS Bataillon seinen Gefallenen gestiftet hat, zu begehen.

Saarbrücken, 5. August. Der Sroßherzog von Baden, der das Protektorat über die hier stattfindende Gedenkfeier übernommen hat, ist heute Nachmittag gegen 1 Uhr hier eingetroffen. Zur Begrüßung yatren sich am Bahnhofe die Spitzen der Militärbehörde, der Oberpräsident der Rheinprovinz Dr. Nasse, Regierungspräsident Heppe und die Bürgermeister von Saarbrücken und St. Johann ein­gefunden. Dem Großherzog ward ein begeisterter Empfang durch die nach Zehntausenden zählende Menge zu Theil. Nachdem der Großherzog sich durch die Hauptstraße St. Johanns nach dem Schloßplatze in Saarbrücken begeben hatte, fand daselbst eine Parade der Spicheren Kämpfer und der 4500 Mann starken Kriegervereine statt. Nach der Besichtigung hielt der Großherzog eine kurze Ansprache über die Bedeutung der Feier und schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser.

Portsmouth, 5. August. Fünf deutsche Kriegs­schiffe find in Lower eingetroffen. Als dieselben Splthead pasflrten, wurden Salutschüffe auSgetauscht. Anläßlich deS Besuches Sr. Majestät de- deutschen Kaiser- ist zahlreiches Publikum aus allen Theilen de- Lande- zusammengeströmt.

PortSmouth. 5. August. DieHohenzollern" mit Sr. Majestät dem Deutschen Kaiser an Bord ist Spithead p-sfirr. Wegen deS nebeligen und regnerischen Wetter- wurde dieHohenzollern" erst kurz vor der Rhede sichtbar. Ats der Salut von PortSmouth gegeben wurde, legten die Seadt, da- Flaggschiff und die Schiffe im Hafen überall fest­lichen Fahnenschmuck an und hifften die Deutsche Flagge. Lord Sali-bury rraf ungefähr um dieselbe Zelt aus London hier eia und fuhr darauf weiter nach O-borne zu einer Audienz bei der Königin.

Lowes, 5. August. Die YachtHohenzollern" kam um 3 Uhr NachmutagS bei ziemlich dichtem Nebel, der von einem feinen Regen begleitet war, hier an. DaS deutsche Panzergeschwader und daS englische WachtschiffAustralia" gaben Salutschüffe ab. Der Prinz von Wale- und der Herzog von Connaught begrüßten Seine Majestät den Kaiser an Bord derHohenzollern". Sodann traf Seine Majestät der Kaiser Anstalt, zu landen, um die Königin in O-borne zu besuchen.

Depeschm de- Surteu .Herold".

Berlin, 5. August. DerReichsanz." veröffentlicht das Gesetz betreffend d>e Ausdehnung verschiedener Bestimmungen deS Allgemeinen Berggesetzes vom 24. Juni 1865 auf den Stein- undKalisalzbergbau in der Provinz Hannover.

Berlin. 5. August. Finanzminister Dr. Miquel, welcher sich gegenwärtig in Harzburg aufhält, erklärte dort in einem Gespräche, daß er, entgegen den bisherigen Blättermeldungen, auf keinen Fall daran denke, eine Con- vertiruiig der vieiprozentigen Consols ohne Mitwirkung des Landtags durchzusühren, wenn es einmal zu dieser Con- vertirung komme sollte.

Berlin, 5. August. In einer gestern in dem Vororte Friedrich-berg für den WahlkreiS-Niederbarnim ab­gehaltenen socialdemokratischen VolkSversamm- tung sprach Abgeordneter Stadthagen in durchaus abfälliger Weise über den Agrarentwurf. Schließlich wurde der Be­schluß gefaßt, den Abg. Stadthagen als Correserent gegen Quarck auf dem Breslauer Parteitage aufzustellen und den Agrarentwurf in allen Punkten abzulehnen. Die Thätigkeit der Agrarcommission und die in Frankfurt auf dem vorigen Parteitag angenommene Resolution seien als erledigt an- zusehen. Auf dem Breslauer Parteitage soll die Agrarfrage eingehend behandelt werden. Sämmtliche Redner sprachen sich gegen den Entwurf auö.

Wien, 5. August. DasNeue Wiener Tagebl." meldet auS Belgrad, daß zwischen Belgrad und Sofia ernste Unterhandlungen wegen einer serbisch-bulgarischen Personal-Union stattgefunden haben. Beim Zusammen­tritt der Sobranje soll die Ausstellung der Candtdatur des Königs Alexander für den bulgarischen Thron erfolgen.

Ischl, 5. August. Die Zusammenkunft deS Königs von Rumänien mit Kaiser Franz Joseph wird wegen deS eingetretenen heftigen Kegenwetters jedes äußeren Gepränges entbehren. ES verlautet, Fürst Hohenlohe werde sich vielleicht gar nicht in Ischl einfinden, sodaß nur Graf Eulenburg den Festlichkeiten beiwohnen dürfte.

Budapest, 5. August. Fürst Ferdinand hat einer hiesigen, ihm befreundeten, hochgestellten Persönlichkeit mit- getheilt, daß er nicht daran denke, abzudanken.

Taraopol, 5. August. In den Grenzorten von Russisch- Polen und Wolhynien breitet sich die asiatische Cholera in erschreckender Weise auS.

Rom, 5. August. Ein neuer AuSbruch des Vesuv hat staltgcsunden. Die auS drei Oeffnungen hervorströmende Lava verwüstet die umliegenden Felder. Man vermuthet, daß dieser AuSbruch mit den neuerlichen Erdbeben in Ferrara und Florenz in Zusammenhang steht.

Rom, ä. August. Der Bürgermeister von Rom hat dem König ein Programm unterbreitet zur Gedenkseier der 25 jährigen Wiederkehr der Einnahme RomS. Der König hat seiner Umgebung versichert, den Festlichkeiten in Rom beizuwohnen.

Paris, 5 August.Petit Journal" veröffentlicht einen längeren Artikel seines Special Correspondenten in Sofia, dem zufolge es keinem Zweifel unterliegt, daß Stambulow do- Opfer einer Rache für die Hinrichtung PanitzaS ge­worden sei. D'eS gebe auS dem Umstande hervor, daß alle verhafteten Macekonler LandSleure PanitzaS seien.

Loudon, 5. August. AuS Teheran wird gemeldet, daß in TabriS wegen Mangels an Brod unter der Bevölkerung große Unzufriedenheit auSgebrochen ist. Am SamStag waren der Vorsicht halber die Bazare geschloffen, waS großen Unwillen und ernste Unruhen hervorrief. Die

Menge wurde durch Militär auseinander getrieben, wobei mehrere Personen getödtet sein sollen. Erst nachdem der russische Generalconsul versprochen hatte, auf eme Herab- setzung deS BrodpreiseS hmzuwirken, trat Ruhe ein. aber gestern die Lage noch unverändert war, forderte Ne Menge sofortige Abberufung deS Gouverneurs. . ES kam abermals zu einem heftigen Zusammenstoß mit den Soldaten.

Loudon. 5. August. Nach Meldungen aus Shanghai bestätigt sich die Nachricht von der Ermordung fünf weiblicher Missionare, dreier Amerikanerinnen und zweier Engländerinnen in Kuchcng. Zugleich werden Einzel­heiten über die Greuelthaten mitgetheilt. Darnach wurden an den Damen die scheußlichsten Greuelthaten verübt- hierauf wurden sie förmlich abgeschlachtet. Andere Fremde, darunter Frauen und Kinder, wurden gepeitscht und mißhandelt. Die chinesischen Beamten haben nichts gethan, diese Schändlich- keiten zu unterdrücken. Man schreibt hier allgemein die Wiederaufnahme der Chriftenverfolgungen der Apathie der englischen und amerikanischen Gesandten zu.

Sofia, 5. August. DieNarodny Slava" erhielt einen Brief auS Petersburg, worin die Mission Clement besprochen wird. Schreiber des Briefes versichert, durch hochgestellte Personen erfahren zu haben, daß Clement sich verpflichtete, für die Thron-Entsagung des Fürsten Ferdinand zu Gunsten des orthodox zu tausenden Prinzen Boris zu wirken. ES seien jedoch Gründe für die Annahme vorhanden, vaß nach Abdankung des Fürsten Ferdinand und nach Ein­setzung einer russischen Regentschaft für den minderjährigen Boris die russische Regierung gegen die Abtretung deS Thrones protestiren und die Regentschaft bestimmen werde, Boris zu seinen Eltern zurückzusenden.

Oran, 5. August. In der Umgebung von Oran wüthet ein heftiger Waldbrand. 400 Soldaten find thätig, um des Feuers Herr zu werden. Der Palmenhain steht in Hellen Flammen. Dicke Rauchwolken lagern Über der ganzen Stadt und verursachen bet den Einwohnern Athembeschwerden.

Der Krieg von 1870|71,

geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit.

(Nachdruck verboten.)

7. August.

Unsterblichen Ruhm haben sich das Bataillon des 40. Infanterie - Regiments und drei Schwadronen des 7. Ulanen Regiments in Saarbrücken erworben. Was ihnen gelungen, klingt wie ein Märletn und ist unerhört in der Kriegsgeschichte. Er ist aber derPreußische StaatS- anzetger" selbst, welcher diesem Häuflein deutscher Krieger vor aller Welt ein Denkmal setzt. Dem kleinen Häuflein gelang eS durch unermüdliche Thätigkeit und glänzendste Ausdauer, vierzehn Tage lang den Feind zu täuschen und die deutsche Grenze in der gefährlichsten Zett, da die Armee noch nicht fertig war, zu hüten. Jeder Mann schien sich zu verhundertfachen, sie hielten drei französische Divisionen, den Kaiser und seinen General Frossard im Schach und al» end- ltch zwei CorpS anrückten und der König die winzige Schaar abrief, um sie nicht zu opfern, da bat der Commandeur, Oberstlieutenant v. Pestel, ihn auf diesem Ehrenposten zu laffen, indem er hinzusügte:Das Benehmen der Franzosen zeigt, daß sie sich vor uns fürchten." Der König willigte mit Freuden ein, schickte ihm zwei Bataillone zur Unter­stützung und nun schlug der Kaiser dieberühmte Schlacht von Saarbrücken". Die ganze militärische Welt gerieth in ungeheuere Heiterkeit und das kleine Häuflein bereitete sich neuen Ruhm, denn eS zog sich nach Befehl fechtend langsam zurück und zwang den Feind, seine ganze Stärke zu ent­wickeln und zu zeigen. Und weiter hatte es keinen Zweck. Jeder Einzelne hat sich das eiserne Kreuz verdient.

Ein Schrei der Entrüstung geht durch Deutschland. Die Franzosen haben die nach der berühmten Schlacht vom 2. August besetzte Stadt Saarbrücken wieder geräumt, vor ihrem Abzüge aber diese offene, vertheidigungSlose Stadt in Brand gesteckt, ja auf ihrem Rückzüge von den nahen Bergen berab dem angelegten Feuer noch durch Brandkugeln nachgeholfen. Diese zum Himmel schreiende Gewaltthat läßt recht deutlich erkennen, daß in der französischen Armee die chlimmsten Traditionen aus den Zeiten der furchtbaren Ver­wüstung der Pfalz u. s. w. noch heute fortleben, und sie zeigt unS in entsetzlicher Klarheit, was unser ltebeS Deutsch­land zu erwarten hätte, wenn es diesen französischen Bluthunden gelänge, als Sieger über unsere Grenzen zu rücken.

An die Trauernachricht von Saarbrücken knüpft sich glücklicherweise noch eine Siegesbotschaft. Die Spitzen der preußischen Heersäulen hatten sich am 6. August der Saar genähert. Am 6. August früh traf der General v. Kameckc westlich von Saarbrücken den Feind in starker Stellung auf den Bergen bei Spichern und ging sofort zum Angriff über. Auf den Kanonendonner eilten Ab theilungen der Divisionen Barnekow und Stülpnagel eben dahin. ES gelang nach sehr heftigem Kampfe, die von Seiten deS französischen CorpS Froffard besetzte Stellung zu erstürmen. DaS Ende deö Kampfes erfolgte erst bei völliger Dunkelheit. Der Feind deckte seinen Rückzug durch starkes Geschützfeuer von Spichern Ker. General FranyoiS ist gefallen, der Verlust, namentlich an Offizieren, stark. Vom Feinde zahlreiche Tobte.

Telegramm des Kronprinzen:

Siegreiche Schlacht gegen Mac Mabon bei Wörth, dessen CorpS verstärkt war durch die D'vifionen deS CorpS de Failly und Canrobert. 2 Adler, 6 Mitrailleusen und einige 30 Geschütze genommen. Ueber 4000 Gefangene find vorläufig gezählt. Beiderseits starke Verluste."

Nachrichten aus Paris bekunden, daß über daS am 4. August stattgefundene Gefecht von Weißenburg die fran­zösische Regierung am 5. . ugust noch nichts veröffentlicht batte. Trotzdem war die Kunde von der erlittenen Nieder­lage am Freitag bereits in Paris bekannt geworden, und

man kann sich vorstellen, welche fabelhafte Aufregung dadurch in die Bevölkerung der, Hauptstadt gekommen fein mag. Spät in der Nacht fühlte die Regierung doch daS Bedürfwß, , ihr befremdendes Schweigen zu brechen, und sie machte nun ! mit der an ihr gewöhnten Lügenhaftigkeit bekannt, de Franzosen seien bei Weißenburg von der ungeheuer über, legenen Macht derPreußen" zurückgedrängt worden vnz hätten sich in der Richtung nach Bitsch zurückgezogen. Deutschs Locale von Dreher, Hirsch u. f. w. wurden vom Pudlikr, : bedroht- an die Thüren wurden Zettel geklebt mit bei renomrniftischen Worten:Geschloffen biS zur Einnahme b* Berlin!"

Cscefc* rmd prdHwsUOe»

Gieße», den 6. August 1S95.

* Laudwirthschaflliche Ausstellung. Wir erhalten die Nachricht, daß Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog Allergnädigst geruht haben, für die Landwirthschast. liche Ausstellung in Gießen zwei Ehrenpreise (Gegenstände w Silber) zu stiften und dem AuSstellungS-Comilv die Bestimmung I über deren Verwendung zu übertoffen.

* Laudwirthschaflliche Ausstellung. DieWormser Ztg.« theilt über die Verhandlungen de» Fi sch e r e io e r ein ß für daS Großherzogthitm Hessen u. A. Folgendes mit: AlS zweiter Punkt der Tagesordnung war bte Betheiligung bei Vereins bet der landwirthschaftlichen Ausstellung ! in Gießen vorgesehen. Frhr. v. Hehl berichtete, daß | auf Antrag S. D. des Fürsten v. Birftein und S. E. bei Grafen v. SolmS Laubach ein Betrag von 15,000 Mk. von den Ständen für diese Ausstellung überwiesen worden sei. Schon in der Kammer habe der Redner darauf hingewiesen, | daß die Ueberweisung eines Geldbetrags auS dieser Summe ' an den hessischen Fischereiverein die Möglichkeit ergebe, die landwirthschastliche Ausstellung durch eine übersichtliche * Fischerei-Ausstellung und damit auch diesen zur Land und Forstwirthschaft gehörigen Tdeil der Production zu hebe» i Seitens des Gießener ComilsS erging alsdann eine Sin* ladung zur Betheiligung an den fSe-ie n. Der Vorstand de» | letzteren beschloß in einer besonders anberaumten Sitzung : eine Betheiliguug in Aussicht zu nehmen, wenn ein finan­zielles Risico ausgeschloffen sei. Derselbe beschloß aber ferner, daß die Ausstellung des Vereins eine würdige, ähnlich derjenigen in Mainz werden und daß insbesondere alle Karpfenfamilien, auch die galizischen und übrigen auslän­dischen, vorgeführt werden müßten. Es wurde für einen solchen Plan eine genaue Berechnung ausgestellt, mit den | Fischern wegen der Ausstellung verhandelt und ein Sach- i verständiger für die Leitung des Unternehmens gewonnen. Nach diesen Vorarbeiten wurde eine entsprechende Mtttheilung an das Gießener Gomite mit dem Hinzufügen gemacht, baß die landwirthschaftliche Ausstellung einen Betrag von 1700 bis 2000 Mk. als Garantiesumme zurückstellen müsse, rod die großen Verluste deS Fischereivereins auf der Ausstellung I in Mainz, wo die Fischereiausstellung schließlich Ueberschüffe herbeigeführt habe, welche der landwirthschaftlichen Vereins- kaffe zugeflossen seien zur größten Vorsicht mahnen müßten. Private könnten diese Verluste nicht nochmals tragen, ber Verein sei aber für sich zu unbemittelt, um ein Risico za übernehmen oder seine Gelder wichtigeren Aufgaben zu ent­ziehen. Das ComitL in Gießen habe aber nur eine Garantie­summe von 1000 Mk. geboten, wonach die Verhandlungen abgebrochen worden seien. Die Vorstandsmitglieder, Herren Oberftlieutenant v. D erschau und Wal lau von Mainz, erklärten ihre volle Zustimmung zu dem Entschlüsse des Fischereivereins, weil mit einer so geringen Summe von 1000 Mk. eine würdige Ausstattung, mit welcher man 6a» 1 rein decorative Gebiet Überschreiten wolle, nicht tntiät 1 werden könne. In ähnlichem Sinne sprach sich noch Herr I Schulrath Dosch au».

* KriegSeriuneruug Heute sind eS 25 Jahre, daß bte ersten bei Weißenburg gefangenen Franzosen, darunter mehrere TurkoS, den Bahnhof Gießen passirten.

* Der jüngste Krieger von 1870 ein 116er! Auf eine vomDarmst. Tägl. Anzeiger" dieser Tage gestellte Anfrage, wer 1870/71 der jüngste Soldat der hessischen Division gewesen, wird genanntem Blatte mitgetheilt, daß der in Erbach i. O. wohnhafte Barbier Philipp Schmidt den Feldzug 187071 im Alter von 17 Jahren witmachte. Derselbe ist geboren am 31. Mai 1853 und war am 5. Oktober i| 1869 beim Infanterie-Regiment Nr. 116 eingetreten.

* LaudeS-Waiseuaustalt. Der verstorbene Buchhändler G. W. KÜchler in Darmstadt hat den in die Großh. Landei- | waisenanstalt aufgenommenen 2B aif en deS Großherzogthums i Hessen ein Capital vermacht, deffen Zinsen lt.Darmsf. Ztg.* ' alljährlich an seinem TodeStage unter die noch nicht aus­getretenen Waisen derart verloost werden, daß auf jedes Loos ! 171 Mark fallen. Die Zinsenerträgniffe auS dem Rechnungs- i jahre 1. April 189495 sind bei der am Todestage statt- gehabten Verloosung an 19 Waisenkinder vergeben wordett. 1

Nidda, 4. August. Der Landwirth Joh. Kaul I. za I OberMockstadt erhängte sich gestern auS Lebensüberdruß I in einem Holzstalle.

X Ober Ohmen, 5. August. Gestern Nachmittag begab sich das sieben Jahre alte Söhnchen des hiesigen Schmiede- Rausch in die Scheune und stieg die große Tennleiter hinaus. Hierbei glitt cS aus, stürzte herab in die Tenne und brach die b eiben® eine und den ein en Arm. Man fürchtet für daS Leben deS schwer verletzten Knaben, der heute tu die Klinik nach Gießen verbracht wurde. In Billerts­hausen fuhr dieser Tage ein dortiger Landwirth zum Walde, um Holz zu holen. Auf dem Heimwege stürzte derselbe vo« Wagen vor die Räder. Diese gingen ihn über den Kopf weg und er blieb auf der Stelle eine Leiche.

AnS dem Kreise AlSfeld, 5. August. Ein wirklich miserables Wetter herrscht zur jetzigen Erntezeit. Fast

<rofl ohne 1 p 111 6t W u"b

>

L d'« i« M« sut

* * ti »an ttat« '

eil m"'f

cwWtoJ

jtönl1 .u# ,-riaif<8 LfoUW !«"< (t ri SW fijran»wfr ftatrdfr W

E ver

* ßmks

Rtty Mtn drei vrrirr

o« 3L

-aSgrsch v Irtt Madche -inderherbei ün Rausch s 'fiel in bin ä

Ms. ba ijjU Ehren bei ' fimMcheo f geßno Aden

Oanznikschll ' wat natürlich

nb

tziltctor St t'Sßnete it HenrtalLieu t'ti k'ptuch o lpauffon tuen btx tf) .1irt jiint &d)l rhtiitt. Tpä 1 llikinlti

m Tust nnt

Die 6 ^dtgelber ba Tiribung Tttlnt.

Bom 1

TG im Hach' Gies

U31

Mi

,n

K-54r( IRneibniaf^it me

L . ^4 bin ufen- worin 1623

Stilen

aOe aitbe