Ausgabe 
7.3.1895 Zweites Blatt
 
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Schneewasseo, feie überal tm Felde lager», nicht durch Regenwetter aufgelöst, soodera voa der FrRhlingSsonne hin- »egbrateu sollen, bau» tlnaen mir noch Schoer am Osterfest haben.

na. Darmstadt, 5. März. Unter dem Borfitz deö Decari» Walter «Ingelheim trat heute Morgen um 10 Uhr die fünfte evangelische LandeSsynode zu einer sechs bi» achttägigen Session zusammen. Bor Eintritt in die Tagesordnung wurde zunächst die Wahl de» DecanS Reichel für daS Deeanat Wöllstein, sowie de» Stellvertreters des­selben, Pfarrers Schröder zu Eichloch, für giltig erklärt. Eine lange Debatte wurde veranlaßt Über die in der ersten Sitzung der fünften Synode für ungtltig erklärte Wahl de» DecanS Röe tm Decanat Büdingen, fow'e des geistlichen Stellvertreters, Pfarrers Schuster. DaS Oberconsistorium hatte eine Beroollständignng der angefochtenen Wahl ange- ordnet, welche am 6. Februar d. I. vollzogen wurde und die Wiederwahl des DecanS R6e zur Folge hatte. Bon Seiten der Synodalen Wahl-Schlitz und Genofien wird nun verlangt, daß noch Art. 91-92 der Kirchenverfoffang die Einberufung der gewählten Stellvertreters stattfinden müsse, da eine Wiederwahl nur dann giltig fei, wenn auch die Wahl des Stellvertreters für ungtltig erklärt und dieser weggefallen sei. Der Ausschuß ist in dieser Frage getbeilter lÄetnung. Die Mehrheit desselben beantragt die Giltigkeit«- erklärung der Wahl des DecanS 9?6e, welche am 6. Februar stattfand. Die Minderheit stellt fich zu dem Antrag Wahl- Schlitz. Für den Antrag der Majorität sprechen die Syno­dalen Rohde, Hempel, Weiffenbach, Hildebrandt, HallwachS und Prälat Habicht und vom Kirchenregiment Präsident Goldmann, für den Antrag Wahl die Syno­dalen Stamm, Lucius, Bogel u. A. Wegen vor- g rückter Stunde wird die Verhandlung um l/t2 Uhr ab­gebrochen. Heute Mittag Uhr Fortsetzung.

vermischte».

* Kassel, 2. März. DaS hier in Garnison liegende Hessische Husaren Regiment Nr. 14, Landgraf von Hessen- Homburg, unternahm zur Erinnerung an den Einzug der deutschen Truppen in Paris im Jahre 1871 am gestrigen Tage einen großen UebungSmarsch in die Umgegend von Waldau, BergShausen usw. Bei dieser Gelegenheit setzte daS ganze feldmarschmäßig ausgerüstete Regiment über baß Ei S der Fulda. Daß die Fulda am ersten deS FiühlingS- monatS eine solch starke Eisdecke besaß, daß ein ganzes Regiment Eavallerie darüber Hinwegsetzen konnte, wie dieses Jahr, ist seit Jahrzehnten nicht vorgrkommen.

Berlin, 3. März. Wegen einer abfäll gen, im Restau­rant gethanen Aeußerung über die bekannte Dichtung

und Compasitisn de» Kaiser» haben tret angesehene hiesige Bürger auf eine Denmtciotion hin eine sehr e m- p fiadlich e Strafe erhalten. Der eine Angeklagte erhielt wegen MajestätSbeleidignng anderthalb Jahre »nbictirt und wurde sofort in Haft genommen, seine Freunde, die thm bei­gestimmt hatten, kamen mit mehreren Monaten davon.

Posen, 4. März. Bei einer Ucbung der 6. Comp. deS 47. Jnfanterieregtmeut» ging beim Gewehrentloden eine Platzpatrone lo», welche einen Gefreiten schwer verletzte. Derselbe ist bereits im Garvisonlazareth gestorben.

Zum Untergang der r6He. Da» Wrack derölbt" soll nun doch durch Taucher ausgesucht werden. Die D>rec- t'on deSNorddeutschen Lloyd" hat die hervorragendsten Taucher bestellt und sich n. A. auch an den deutschen Martne­verein gewendet. Acht Taucher sind in Dienst genommen worden- drei Engländer, zwei Franzosen und drei Deutsche. ES handelt fich dabei vorwiegend nicht um die Bergung von Leichen, sondern um die Auffindung der Postwerthsachen, die auf 360,000 Mark Werth geschätzt werden. Für die Taucharbeit sind acht Tage in Aussicht genommen. Jeder Taucher hat vertragsmäßig täglich neun Mal» in die MeereStiefe hivabzusteigen und erhält für jede Fahrt 20 Mark, also täglich 180 Mark. Auf die Auffindung de» Geldes ist eine Gesammtprämie von 10000 Maik ge­setzt. Ueber den Beginn der Taucharbeiten konnte Nähere» noch nicht bestimmt werden, da die See zur Zeit noch zu stürmisch ist. Eine ergreifende Episode zum Untergang der Elbe" wird noch gemeldet: Mit dem Schnelldampfer ^EmS" kam am 21. v. M. in Nordenham ein Herr an, der beim Untergang derEibe" seine Ehefrau und drei Kinder ver­loren hat. An ter Unglücksstätte ließ der Cap tän den Dampfer langsam fahren, und der seiner Familie Beraubte versenkte einen großen, mit Blei beschwerten Kranz in die See.

* Venedig, 4. März. In Porto Maurizio stürzte sich ein elegant gekleideter Fremder in einen Abgrund, wo er tobt liegen blieb. Nach oorgefunbenen Papieren bürste biefer ein russischer Graf fein, ber wegen großer Spielverluste in Monte Carlo Selbstmord verübt hat.

Citcratur tmfc ICnnfL

«oarßtabeOcn (brr Berliner FondsvSrse, Jahr­gang 1894. Die von ber Berliner Bankfi ma itlfreb Neumann herausgegedenen Courstabellen, die sich gleich bei ihrem ersten Erscheinen im Jihre 1889 einen ftst.n Platz in ber CapUalistenwelt erobert hrben, liegen un» heute in ihrem sechsten Jahrgang in aber­mals erweilerter Form vor. Das Buch gibt neben den höchsten, l niedrigsten und l.tzien Coursen jeden Monats für jedes an der I Berliner Fondsbörse notiite Object auch die höchsten, niedrigsten i und letzten Course der Jahre 1890 bi» 1894 an und erhält dadurch

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Da» Jahrhundert de» Dampse» und der EleetricitAt da« ist die richtige Bezdchnung tut Den j ht fernem Ende fich zuneigenden Zeitabschnitt. Wa» ist Zeit und Raum heute? Eisen­bahnen und Dampfer vermitteln ben Verkehr in soviel Stunden, al« man früher Tage brauchte, der Teleg aph ermöglicht blitzschnell Verständigung pon Pol »u Pol. All' die« wird un« aber erst fv recht klar vor Augen geführt, wenn wir un« die eben von der un ermüclichen kartographischen Verlagßanftalt G. Freytaa & Berndt, Wien Vfl/i deren Erzeugnifie in ber kürzlich in Pari« ftattge. labten ,Exposition da livre mit der goldenen Medaille au«g zeichnet wurden herausgegebene ,Weltverkehr«karte' etwa« näher besehen. Wir finden sämmtliche Etsenbahn-, Dampfer-, Post und Telegraphen-Linien der Erde, die General-Eonfulate und Eonfulate de« Deutschen Reiche« in den verschiedenen Ländern, ferner 4 Car ton«, die un« in sehr gelungener, vollkommen neuer Daifleöiirg zeigen: Die Beförderungsdauer von Briefen, Brief-, Packet-, Post­anweisung«- und Telegramm-G bühren, Daten, die jeder Kaufmann tätlich braucht. Aeußerst intereffant geben uns weiter Diagramme in farbenreicher Aus'ührung eine vergleichende Hebe-sicht der Größe und B.-völkerung aller Staaten, der Länge ber Eis-nbabnen und Telegraphen, ber Bodenoerwertbung. Ferner ist gleich'all« in wirklich anregender Form die Entwicklung und gegenwärtige Länge der Etfenbabnen in ben Hauptländern ber Erde geg den, die un« die fortschreitend" Civilifation in den einzelnen Zeitabschnitten erkennen läßt. Etn sehr hübscher Schmuck der Karte sind die panbeleffaaflen aller Staaten, die in ben richtigen Farben sämmtlich vertreten sind. G. Frrylag's: ,Der Weltverkehr" ist daher, wenn wir da« oben Gesagte tefumlren und noch ben geringen Preis von Mk. 2 bi Betracht ziehen, in jeder Hinsicht eine brillante Leistung ber Firma, die alle Anerkennung verdient und unteren Lesern zur Anschaffung zu empfehlen un« verpflichtet.

Theater-V er ein.

Donnerstag den 7. März e., Abends 7!/2 Uhr präcise

im Fentitaal (Leibwcher Saal) Wallthor*tra*se

Gastspiel des Darmstädter Hoftheaters.

Wehe den Besiegten!

Drama in drei Aufzügen von Richard Voss.

Billots in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nacht.j, sowie m der Abendkasse: 1. Parquet M. 3.50, 2. Parquet und Balcon 1. Reihe M. 2.25, Btudentenkarten M. 1, Gallerie M. 1. 1746

Omnibusverkehr nach Schluss des Theaters.

Kunstverein.

Die Gemäldeausstellung im Thurmhaus am Brand ist

Werktags von 11 dis 1 Uhr, Sonntags von 11 bis 3 Uhr geöffnet.

Mitglieder des Kunstverein» und deren Familienangehörige genießen freien Eintritt, für Ntchtrnitglieder beträgt der Eintrittspreis: Sonntags 20 Pfg., an Werktagen 50 Pfg. 127

Der Ausschuß.

Zur Saison!

Meiner werthen Kundschaft und Gönnern zur gefälligen Kenntniß- »ahme, daß ich mein Geschäft in Uniformen und Herrengarderobe nach Maaß, sowie Lager in sämmtlichen Militärcffekten und Aus­rüstungstuchen nach wie vor in meinem Hause Tonncnftr. 9 »eiterführe Durch directe Verbindung mit Fabrikanten bin ich in die Lage versetzt, sämmtliche Aufträge in solider Arbeit bei billigster Berech­nung zu erledigen. Hochachtungsvollst

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Fünftes Concert

(103. Vereinsjahr)

| Sonntag den 10. Jläii 1895,

Abends 5 Uhr,

im Saale des Gesellschaftsvereins

unter Leitung

des Gr. Univ.-Musikdirektors Herrn Ad. F! oh n er und Mitwirkung des Herrn 1 J ulius Spen gel, Musikdirector in Ham­burg (Pianoforte), sowie des durch aus­wärtige Künstler Terstärktea Ver­einsorchester.

Programm.

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> I. Ouvertüre zurZauberflöte*

von W. A. Mozart.

2. Claviereoncert in C-moll op. 87

von L. van Beethoven.

8. Zwischenaktsmusik zuRosamunde" von Frz. Schubert.

4.Carneval, für Pianoforte

von Rob. Schumann. II.

5.Wanderung, Suite von Character- stücken für Orchester op. 74

von Beruh. Scholz

(Unter persönlicher Leitung des Compo- nlsten) 1829

Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.5n, (Sperrsitz Mk. 8.60) sind In der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachf.). fOr Stu- dirende auch bei Herrn Hausverwalter Storck zu ermässigtem Preise zu haben.

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