Daran re hteu sich prächtige historische Gruppen, darunter die kurbrandeoburgische Renergarde Friedrichs II., die Naffau- Saarbrücker Garde, die Lützow'sche Freischaar, die Landwehr von 1813, die Erftürmer der Düppeler Schanzen und Gruppen, welche das gegenwärtige Heer darstellten. Der Vorbeimarsch ttft Zuges dauerte eine Stunde.
Weißenburg i. Els., 4. August. Bei der heute hier statt- gehabten Gedenkfeier waren etwa 700 Slritger aus allen Gauen Deutschlands anwesend, zumeist ehemalige Mitkämpfer und viele Ritter deS eisernen Kreuzes. Die Denkmäler der Kriegergräber, sowohl der deutschen wie der französischen, trugen prächtigen Schmuck. Vormittag fand ein FeldgotteS' dienst im Kaserneuhofe, sowie ein erhebender Gedächrnißact am Denkmal deS 3. Armeecorps auf dem Geisberg start. 60 OsfiziereorpS sowie eine Anzahl französischer Journalisten waren anwesend. Diele Kränze wurden an dem Denkmale ntedergelegt. DaS Wetter ist regnerisch.
Helgoland, 4. August. Die „Hohenzollern", mit Sr. Majestät dem Kaiser an Bord, Allerhöchstwelcher gestern Abend von der Matrosenstation in Potsdam aus die Fahrt angetreten hatte, und die ,Gefion" find soeben hier vor Anker gegangen. Die Vereine und die Badegäste hatten bet der Ankunft Sr. Majestät Aufstellung genommen. Die Insel ist auf daS Reichste geschmückt. - Gestern sind die Panzerschiffe „Bayern", „Baden", „Württemberg" und „Sachsen' sowie die erste und zweite Torpedoboots Division hier eingetroffen.
Helgoland, 4. August. Nachdem die „Hohenzollern vor Anker gegangen war, kam Se. Majestät der Kaiser in einem Boote allein an Land, während ein zweites Boot das Gefolge übersetzte. Se. Majestät wurde enthusiastisch begrüßt und begab sich durch den Tunnel zur Wohnung des Commandanten, CapitänS zur See Stubenrauch, wo das Frühstück eingenommen wird. Das Wetter ist herrlich.
Auffee, 4. August. Der Minister des Aeußeren, Graf GoluchowSki, traf heute Mittag 12’/4 Uhr in der Villa des deutschen Reichskanzlers Fürsten zu Hohenlohe ein, verblieb daselbst drei Stunden und reiste um 5 Uhr nach Ischl ab.
Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zett (Nachdruck verboten.)
6. August.
Die neueste Nachricht von der Armee des Kronprinzen meldet, daß sie am 5. August den Vormarsch über Weißenburg fortgesetzt hat, ohne auf ernstlichen Widerstand zu stoßen. Die französischen Ortschaften, durch welche unsere Truppen kamen, waren angefüllr mit Verwundeten. Der tiefe E'ndruck, welchen das Gefecht hinterlassen, wurde überall bemerkt.
Halle, 6. August. Unser Bahnhof bot in der heutigen Mittagsstunde einen ebenso intereffanten, wie herzerfreuenden Anblick dar. Ein Zug mit ungefähr 400 französischen Gefangenen, worunter 10—12 Offiziere, traf gegen 12 Uhr, von Nordhansen nach Berlin gehend, zu einem kurzen Verwe len hier ein. Die Offiziere in Wagen erster und zweiter Klasse waren ernst und schweigsam, während mit den Mannschaften, welche in geöffneten Güterwagen fuhren, sich bald ein sehr reger und freundlicher Verkehr entwickelte. Die meisten Gefangenen, in blauen Röcken, rothen Hosen und rothen Käppis, gehörten der Linie an, daneben war aber auch ein gefangener Husar und eine Anzahl TurkoS in blauen, mir gelben Treffen besetzten Jacken und rothem Fez zu schauen. Diese wilden Söhne Afrikas waren übrigens sehr beiter und nahmen die Gaben an: Bier, Brod, Wurst und Cigarren, welche von dem ErfrischungS-Comitv den Gefangenen verabreicht wurden, mit freundlichem, fast ehrerbietigem Kopf-
strebcnd, eine Pappel erklettert hatte, auf dem Baume vom Blitze getroffen und zu Boden geschleudert wurde. Auf seiner Brust war deutlich das Bild der Pappel gezeichnet sammt dem Vogelnest auf einem Aste. Alle diese Wundergeschichten rühren davon her, daß sich in der Thal auf der Haut häufig ausgedehnte, mitunter ganz auffallend baumartig verzweigte gcrölhete Streifen finden, die offenbar den Weg bezeichnen, den der Blitz auf der Körperoberfläche genommen hat. Man hielt eben diese Blitzfiguren für die Abbilder irgend welcher Gegenstände, die der Blitz auf der Haut „abphotographirt" hätte. Bei solchen unbestimmten Formen ist ja der Phantasie und dem Aberglauben ein weiter Spielraum gelassen. Aber anch jetzt ist noch nicht sicher festgestellt, ob diese Blitzfiguren, welche entweder nur einen Kürpertheil betreffen, oder sich vom Kops bis zur Fußsohle erstrecken, durch Verbrennung entstehen, ober als örtliche, dnrch Lähmung der Blutgefäße bewirkte Röthungcn der Haut aufzufasfen sind. Am besten verbürgt und am interessantesten von allen Blitzschlägen dieser Art ist der von Dr. Schescik berichtete. Eine Frau hatte sich vor dem herannahenden Gewitter vom Felde in ihre Wohnung geflüchtet und in eine Ecke des Zimmers gesetzt. Im nächsten Augenblick schlug der Blitz in das Gebäude ein nnd drang, in vier Strahlen gctheilt, die hölzerne Wand von außen durchbrechend, in'S Innere der Wohnung. Da die Frau dicht an der Wand lehnte, sprang der in dieser Rich- tling gleitende stärkste 'tstralil ans ihren Körper über, verlief an der rechten Schläfe, dicht unter den Haaren beg'nnend, an der ganzen rechten Seite entlang und sprang schließlich an den Fersen ab, zwei etwa krenzergroße Löcher in den Kleidern zurucklassend. Die Frau fiel tobt zur Erde. Alle WicbcrbelkbnngSversnche blieben erfolglos. Die Stellen der Haut, an welchen der Blitzstrahl hinabgeglitten war, hatten bläulichrothe Striemen, die an der Anschlagstelle der Schläfe vier Erniimetcr breit, sich im weiteren Verlause allmählich verschmälerten und endlich an den Fersen kaum die Brene von fünf Millimeter behielten. Der Hauptstamm und die Verästel- ungen sahen wie mit ©Int unterlaufen aus.
Solche Blitzfignrcn bleiben weder am lebenden noch am tobten Körper lange bestehen, sondern vergehen meist ziemlich
nicken dankbar an. Dasselbe geschah auch von den ubrrgen Gefangenen, unter welchen nur bet wenigen Traurigkeit zu bemerken war. Einer der begleitenden preuß'.fchen soibaten üußerre: „Die haben mehr Verlangen, Berlin zu sehen, als wir." Bei der Abfahrt fand ein gegenseitlgeS freundliches Veravschteden statt, so daß selbst zurückbletbende preußische Soldaten mit den Abfahrenden ein herzliches Hande- schütteln wechselten. Bon Nationalhaß war nichts zu bemerken, so daß alles Unglück dieses Krieges auf das Haupt deS Schurken Napoleon und seines kriegsdurstigen Anhanges fallen muß. Der Humor dieser Slunoe war selbst in unsere Droschkenkutscher gefahren, indem einer derselben äußerte: „Die müffen sich wohl in der Zeit versehen haben, sie wollten ja erst den 15. August in Berlin sein."
Cscafc* tut» p-soiMktt«*.
Steffen, den 5. August IMS
•• Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 3. August u. A. den Generalmajor z. D. Rau, den Major Winter ä la suite des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Ab- theilungSvorstand bei der Gewehr-PrüfungscommiisionSpandau, den Pfarrer Dr. Grein von Gießen, den Amtsrichter Steinberger von Ulrichstein.
Auszeichnungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Obercommandantep der freiwilligen Feuerwehr zu Offenbach und Stadtverordneten Conrad Hermann V. die Krone zum Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, dem Commandanken Kreisieuerwehrinspector Johann Joseph Karl Müller das Ritterkreuz 2. Klaffe, dem ersten Adjutanten Albert Thomson das Silberne Kreuz mit der Krone, den Oberführern (Compagnieführern) Casimir Rudorf und Jean Geyer das Silberne Kreuz dieses Ordens, dem Führer (Zugführer) Jacob Leucht, sowie dem ältesten Wehrmann Georg Hinkel und dem Signalisten Philipp Jacob Mehl das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" zu verleihen.
♦♦ Von der Universität. Der am Samstag beendigten mündlichen Prüfung für das höhere Lehramt hatten sich 9 Aspiranten unterzogen. Davon wurden 5 für bestanden erklärt (3 mit Zeugniß 1. Grades, 2 mit Zeugniß 2. Grades), 2 für bedingt bestanden, 2 für nicht bestanden.
** Militärdieustuachrichteu. Die Unterärzte der Reserve Dr. Illig und Dr. Büchner vom Landw.-Bezirk Gießen, Dr. Keller und Dr. Braden vom Landw.-Bezirk I Darmstadt, Dr. Ktßner vom Landw.-Bezirk Gießen — zu Assistenzärzten 2. Klasse befördert. Dr. Dassow, Oberstabsarzt 1. Klaffe und Garn.-Arzt in Mainz, ein Patent seiner Charge verliehen. Dr. Kolb, Stabsarzt der Landwehr 2. Aufgebots vom Landw. Bezirk I Darmstadt, der Abschied bewilligt. Nitzschke. Roßarzt vom Großh. Hess. Feld-Art.- Regt. Nr. 25 (Groß. Art.-Corps), auf feinen Antrag zum 1. Juni b. I. mit Pension in ben Ruhestanb versetzt.
*♦ Die Oberheffifche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde hielt am Sonntag ben 21. Juli ihre Sommer-Generalversammlung in Wetzlar im Römischen Kaiser ab. Nachbem ber Vorsitzende, Herr Professor Dr. Hansen, die Sitzung um 11 Uhr mit einer Begrüßung der Wetzlarer Mitglieder, die mit ihren Damen zahlreich erschienen waren, eröffnet hatte, wurde zunächst dem Rechner der Gesellschaft seitens der Versammlung Entlastung für die Aufstellung der Rechnung für 1894 ertheilt. Ein Antrag deö Herrn Profeffor Dr. Spengel, zur Herstellung einer Marmorbüfte des 1855—1870 an der Gießener Universität und in der Oberhessischen Gesellschaft thätigeu Zoologen Leuckart 50 Mk.
schnell wieder. Zuerst sind sie bläulichroth, werden dann rosenroth, erblassen bald und verschwinden nach einigen Tagen spurlos. Sehr charakteristische Blitzwunden sind die Löcher am Kopfe und an den Fußsohlen, den Ein- und Ausschlagsstellen des Blitzes. Seltener sind Schädelbrüche, Zerreißungen und Quetschungen des Gehirns ober anberer Organe, und in den allerseltensten Fällen treten Abreißungen ganzer Gliedmaßen ein. Die Folgen des Blitzschlages können auch in Bewußtseinsstörungen bestehen, welche dann kürzere oder längere Zeit andauern. In leichteren Fällen erholen sich die Betroffenen schon nach wenigen Augenblicken, ohne weitere Störungen darzubieten- in schwereren dagegen kann die Bewußtlosigkeit selbst tagelang dauern und in einen mit Phantasieren verbundenen Zustand heftiger Aufregung übergehen. Für diese Zett besteht vollständige Erinnerungslosigkeit, und eS ist eigenthiimlich, daß selbst in leichteren Fällen die betäubt Gewesenen weder den Blitz gesehen, noch den Donner gehört zu haben sich erinnern. Häufig bleiben Lähmungen einzelner Körpertheilc und sogar ganzer Körperhälften zurück, die aber im Allgemeinen günstige Aussicht auf Wiedergenesung bieten. Auch Schwerhörigkeit und Verlust des Sehvermögens treten fast immer nur als vorübergehende Folge des Blitzschlages ein. Blutungen aus einem oder aus beiden Ohren werden sowohl bei am Leben Gebliebenen, als an der Leiche beobachtet.
Tritt ber Tob bei ben Getroffenen nicht sofort ein, so ist er auch später fast nie mehr zu befürchten. Nur Dr. Taylor berichtet zwei Fälle, von benen ber eine nach 4, ber anbere erst nach 57 Stunben töbtlich verlief, bem auch noch Dr. Bugge einen Fall vom Jahre 1874 hinzufügt, wo ber Tod sogar erst am 33. Tage eintrat. Oft wirb bie bestimmte Feststellung beS Tobes burch Blitz sehr schwierig, wenn sich toeber Verwundungen am Körper, noch Verletzungen an ber Kleibung vorfinden. Dann müssen bie Nebenumstänbe zu Rathe gezogen werben. Wirb beispielsweise Jemanb unter einem Baume ober in einem Gebäude, an benen sich Zeichen deS Blitzschlags finden, tobt angetroffen, ober nach einem Gewitter irgendwo tobt aufgefunden, so glaubt man sich in ber Regel Zur Annahme ber Tödtung burch ben Blitz berechtigt. Jeboch
aus Mitteln btt Gesellschaft zu bewilligen, würbe nach Befürwortung durch Herrn W. Seibert (Wetzlar) einstimmig avge. nommen. Diese Büste soll dem Jubilar zur 50 jähriger Wiederkehr seiner Doctor-Promotion am 13. December 1895 überre cht werden. Fünf neue Mitglieder sind der Gesellschaft beigetreten. ES hielten darauf Anträge: 1. Herr Wilhri, Seibert (Wetzlar) über „die Grenzen der Sichtbarkeit tteL.tr Körper." Redner entwickelte zunächst die Theorie deS MikroStcrz und gab bann Aufklärung über bie Fortschritte in der Herstellung von Mikroskopen, 'insbesondere auch in fei.-r eigenen optischen Anstalt. Daraus sprach Herr Dr. Ryj Herster, Kurarzt zu Braunfels, über „HypnotiSon- und Hexenwesen". Dieser Vortrag wird in den nächste Tagen ausführlicher abgebrueft werden. Endlich führte Hw Profeffor Dr. Hansen (Gießen) die neuesten Untersuchunge, über „Leuchtende Pflanzen" vor. Er berührte zunächst bai Leuchten faulen HolzeS, daS durch Ptlzwycelien hervorgerufe, wird, bemerkte bann, daß auch bie Hüte mancher Pilze leuchte.-' namentlich tropischer unb eines subtropischen, in Italien vor. kommenden PilzeS, Agaricus olearius und führte tal PhosphoreSciren auf eine langsame Verbrennung zurück, b:e durch Sauerstoffzufuhr hervorgerufen wird und bei Beseitigung derselben verschwindet. Auch faulende Fische leuchten info',e deS Auftretens von Bactericn. Der Zweck deS Leuchten» mag bei ben Pilzhüten bie Anlockung von Jnsecten unb o;i0 । die Verbreitung ber Pilzsporen durch diese sein. Eine andere i Gruppe von Erscheinungen ist auf die Reflexion gewöhnlichen i Tageslichts zurückzuführen, z. B. bet Leuchtmoofen m j Höhlen unb Klüften - an Blumen von anderen gemadte j Beobachtungen hält Redne- für optische Täuschungen. Uh I 2 Uhr fand ein Mittagessen im Römischen Kaiser statt, an | dem etwa 30 Personen, barunter 10 Damen auS Bräunst!», Gießen unb Wetzlar theilnahmen. Sobann wurde i» heiterer Stimmung ber Kalsmunt erstiegen, von befia ! Zinnen ber bei bem herrlichen Wetter Überaus lohnens . Ausblick auf das Lahnthal genoffen wurde. Ern ut= '
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gezwungenes Zusammensein im Schützengarten beschloß bi- j Versammlung.
** Kammermusik. Im Anschluß an unsere bereits gebrachte Notiz über Veranstalt), ig von Kammermusikabenöen durch das Quartett Kruse wird uns noch mitgetheilt, daß Frl. Schulz, Opernsängerin, für dieselben den gesanglichen Theil übernommen. Frl. Schulz hat ihre AuSbildu g an dem Conservatortum zu Weimar bei Frau Hosopern« fängerin Milde genossen unb ist die Tochter deS berühmten Hofopernsängers Franz Schulz. Erfolgereich trat dieselbe in Weimar, sowie am Casseler Hostheater als Gast auf und ist jetzt als jugenblich-dramarische Sängerin am Streicher Stadttheater engagirt. Frl. Schulz weilt gegenwärtig wäh- > renb ihrer Ferien bet Verwandten in unserer Stadt.
♦* DaS Sommerfest de8 tzeffifcheu FechtvereiuS Watfeufchih war gestern von 1000 Personen besucht. Trotz des schlechte- Wetters amüfirte man sich dort oben auf ber Aussicht tetr gut. Am Nachmittag waren es besonders die Arrangemer./ ! für unsere Herren Jungens: Wurstschnoppen, KletterbauL und Sackhüpfen, welche selbst das Interesse der E.wachseneu I in Anspruch nahmen. Die abendliche Kühle brachte rS wohl zu Wege, daß daS Tanzpodium besonders stark benutzt wurde. DaS von Herrn Bourgeois gegen 11 Uhr abgebrannte Feuerwerk war vorzüglich gelungen und fand allgemeine Anerkennung. Heute findet, rote schon angefünbigt, eine Nachfeier statt - wünschen wir im Interesse des guten Zwecke-, daß in ben Nachmittagstunden daS Wetter sich aufhelle, Mn
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im Rett (Provinz 6r|rg 12, (i 5 9t.)
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kann man sich hierbei sehr irren. Dies beweist jener Fall, wo ein 17 jähriges Mädchen während eines heftigen Ge« witters dadurch ums Leden kam, baß bie Glasscheiben eine» vom Sturme zugeworfenen Fensters zerbrachen unb von den ins Zimmer geschleuberten Scherben zwei fingerlange, meffer- klingenartige Glasfplitter dem Mäbchen unter bem Schlüssel' bein in die Brust drangen unb eine Verblutung herbeiführtcn. Der Arzt bescheinigte ben Tob burch Blitzschlag, unb erst später würbe bie wahre Todesursache entdeckt.
Ist Jemanb vom Blitze getroffen, so sind für bie An» gehörigen bis zur Ankunft bes Arztes folgende Regeln zu beachten: Gegen bie erhöhte nervöse Reizbarkeit helfen am besten Brausepulver ober Sobawasscr, äußerlich Abreibungen mit Wasser ober noch besser mit verdünntem aromatisch« Essig. An den gelähmten Partien werden ganz leichte mech» nische Hebungen vorgenommen. In allen schwereren Fäll^> beginne man sofort mit ben gebräuchlichen Wiederbelebung-' versuchen.
ist immer noch auf einen Ueberschuß für hessische Waisenkinder zu hoffen.
** Diebstahl. Es wirb uns mitgetheilt, baß am vorigen Samstag Abenb einem jungen Mann in ber Männerbade- anstatt, während) er sich im Wasser befand unb feine Kleider
Stets haben die Menschen der Witterung unb ben äußeren Tcmperaturverhältnissen große Bedeutung als Krankheitsursachr beigelegt. Wer hat sich nicht schon überzeugt davon gefügt, daß er Erkältung oder Rheumatismus, Magen- ober Darmkatarrh burch Einwirkung von Kälte ober Wärme sich zuge- zogen habe? Unb in ber That sehen wir in ber kälteren Jahreszeit bie größte Zahl Erkältungen, in ber wärmeren Jahreszeit eine Menge Verbauungsstörungen auftreten. Viele Krankheiten haben sogar ihre bestimmte, regelmäßig wieder- kehrende Saison. Lungenentzünbungcn sinb am häufigsten von Tlärj bis Mai; ber akute Gelenkrheumatismus von Februar bis Aprils Ruhr, Magen- und Darmkatarrh im August- Cholera von August bis October. Daher theilen auch manche Hygieniker die Krankheiten nach den Jahreszeiten ein in Sommer- unb Herbstkrankheiten, in Winter« unb Frühjahrskrankheiten.
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Die Drsnkhkilen des Sommers.
Von Dr. Otto Gotthilf.
(Nachdruck verboten).
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