zu erinnern, um die schiefe Ebene zu kennzeichnen, auf welche beide Blätter gerathen seien.
Hamburg, 3. März. Wie die „Hamburger Nachrichten" melden, ist Fürst Bismarck oifiziell zur Theilaahme au den Sitzungen des SraatSrathS Ungeladen worden. Derselbe habe jedoch auS Rücksicht aus seine Gesundheit abgelehnt.
Paris, 3. März. Der ehemalige Kriegsminister General Dabazail erklärt in einem Schreiben an den „GauloiS", die friedl'chen Absichten, welche der Deutsche Kaiser seit seiner Thronbesteigung bekundet habe, macke es Frankreich zur Pflicht, an den EinwrihangSfeierltchkeiten deS NorL-Ostsee- CanalS tdeilzunebmen.
totales tmb
Gieße», den 4. März 1*95.
•• Bon der Universität. Anläßlich des achtzigsten Geburtstage» unseres Altreichskanzlers entsenden bekanntlich alle deutschen Universitäten Vertreter nach Fried- richßruh; die Lndoviciana hat ihren derzeitigen Rector, Herrn Prof. Dr. Gaffky, hierzu auSersehen.
(!) UuiverfitätS'Nachricht. Der Privatdocent W. Wetz, seither an der Universität Straßburg, hat sich für den Lehrstuhl der englischen Philologie an unserer Universität habilttirt.
** Wie wir einer von der Großherzoglichen Hosbibliothek- Dtreclion am 28. Februar d. I. erlassenen Bekanntmachung entnehmen, sind für die Beuuhuug der Bibliothek außerhalb Darmstadts neue Bestimmungen erlassen worden. Dieselben treten bereits mit dem 1. März d. I. in Kraft. Die Versendung der Bücher erfolgt hiernach innerhalb deS Groß- herzogthumsSeitenS derBibliothekoerwaltung fortan aufStaatS- kosten. DerpackungSgebühren werden nicht mehr berechnet. Der auswärtige Benutzer hat nur die einfachen Portokosten für die Rücksendung zu tragen, da das Postbestellgeld hierbei in Wegfall kommt. Durch die neuen Bestimmungen werden die Kosten der Benutzung der Bibliothek innerhalb unseres Landes auf etwa ein Drittel des seitherigen Betrags ermäßigt. Den zahlreichen auswärtigen Benutzern, welche durch die Neuerung den Darmstädter Entleihern nunmehr annähernd gleichgestellt werden, ist hiermit eine ganz wesentliche Erleichterung und Vereinfachung des Geschäftsverkehrs mit der Bibliothek geboten worden, waS von ihnen gewiß mit großer Freude begrüßt werden dürfte. So viel uns bekannt ist, liegt hier der erste Versuch vor, der von einer anderen deutschen Bibliothekeverwaltung bis jetzt noch nicht gemacht worden ist, die Bestimmungen über die auswärtige Benutzung in einer den Anforderungen der Neuzeit genügenden Weise zu gestalten.
•*h. Omnibus Abounement Fahrkarten. Der rührige Vorstand der hiesigen Omnibusgesellschaft wird mit dem heutigen Tage, um den Wünschen der Einwohnerschaft Rechnung zu tragen, eine Neuerung einführen, welche gewiß allseitig mit Freuden begrüßt und von welcher hofsenttich recht viel Gebrauch gemacht wird. ES sind dies AbonnementSfahrkarten, gültig für 12 Fahrten, beliebig verwendbar, also ohne eine bestimmte Gültigkeitsdauer und ohne daß dieselben nur persönlich gültig, zum Preis von Mk. 1.10. Dieselben sind mit 12 nummerirten Quadraten versehen und müsien beim Einsteigen dem Schaffner zum markiren Übergeben werden. Abgesehen von der Preisermäßigung ist es für daS Publikum eine Bequemlichkeit, nicht jedesmal erst den Nickelzehner flüssig machen zu müffen. Außer bei den Schaffnern sind Abonnementskarten auch bei den Herren: Ernst Balser, MäuSburg, Friseur G. Gerhardt, Lindenplatz und Conditor H. Hettler, Südanlage, zu haben.
’• Ein oberhesfischer Feuerwehrtag fand gestern hier in der Brauerei Weidtg start. Es schloß sich daran eine Besichtigung des ThurmhauseS am Brand, sowie ein gemeinschaftliches Mittagessen. Vertreten waren die Wehren von Butzbach, Klein-Linden, Rodheim v. d. H, Affenhetm, Fried- berg, Reichelsheim , Münzenberg, Ober Roßbach, Vilbel, Södel, Nieder Weisel, Gießen (Gießener Freiwillige, Frei- willige Gail'sche), Ortenberg, Heuchelheim, Annerod, Grün- berg, Hungen, Lang-Göns, Lollar, Großen-Lmden, Alsfeld, Groß-Felda, Homberg. Kirtorf, Büdingen, Nidda, Schotten.
Eine Schlägerei sand in der SamStag Nacht gegen 3 Uhr auf der Grünbergerstraße zwischen mehreren Studenten statt. ES dauerte lange, ebe der Lärm sich legte.
** Feierabeadstuuden in den Landgemeinden. Im Januar d. I. wurde der Vorsitzende der Gastwirthevereine deS Groß» herzogthumS Heffen bet dem Großh. Ministerium um Ver-
will, hockt sich der Japaner in der nur ihm möglichen Weise, oder legt sich der Europäer, so gut er kann und läßt sich in langsamem Tempo von so viel Menschen voran schleppen, i als für Fortbewegung seines Gewichts erforderlich sind. Ein Herunterrollen von dcm aller Schutzlehnen entbehrenden Brett ist nicht leichr zu befürchten, da bet der geringen Höhe über der Schneebahn der Schlikten schon sehr schief stehen muß, ehe man in den Schnee kugelt. Die beschriebene Art von Schlitten ist die gewöhnliche und dient im Winter zum Fortschaffen von allen möglichen Lebenöbedürsniffen, als Holzkohle, Reisig. Fischen usw.
Etwas mehr Bequemlichkeit und etwa« mehr Sicherheit hat man im sogenannten hako-sori, d. h. im Kastenschlitten- daS einsache Brett ist hier durch einen Kasten ersetzt, in welchem ein Japaner und sein Weib ganz bequem und angenehm sitzen kann, während ein Europäer trotz aller Bemühungen, sosern er nicht gelernter Kautschukmann oder Schlangenmensch ist, keinen richtigen Sitz findet, sich den seltsamsten Verrenkungen unterzieht und nach längerem Verweilen in einem solchen Vehikel das Gefühl hat, a.S ob ein Halblahmer ihm feine schlechten Beine gegen die eigenen, gesunden vertauscht hätte.
(Fortsetzung folgt.)
läugerung der Feierabendstunde in den Land- gemeinden de« GroßherzogthumS vorstellig. DaS Mini fterium hat nunmehr dem Gesuchfteller eröffnet, daß eS sich nicht veranlaßt sehen könne, von der bestehenden Der- fügurg abzugehen. Der Vorstand der Gastwirthevereine des GroßherzogthumS beabsichtigt nun wegen der Verlängerung der Feierabendstunde in den Landgemeinden bei den Ständekammern vorft llig zu werden.
W.»» PseudoLorch in Haft. Der Gauner, welcher, wie wir s. Zt. meldeten, unter der Vorspiegelung eines vollständigen Märchens die Wohlthätigkeit einiger unserer Mitbürger miß brauchte, ist am SamStag in Caffel dingfest gemacht worden und wird aus Requisit on unserer Staatsanwaltschaft in den nächsten Tagen nach hier geschafft werden.
Gehaltsreguliruug der Volksschullehrer. Nach einer Mittheilung des „Schulboten von H<sserll' har Staatsminister Finger vergangene Woche eine Commission des Landes- LehrervereinS empfangen, welche eine Kundgebung deS letzteren bezüglich der GehaltSregulirung der Lehrer überreichte. StaatSministerFmger eröffnete der Commission, daß die Erhebungen über die Mittel, welche zur Aufbefferung der Lehrergehalte Seitens deS Staates erforderlich sind, noch nicht vollständig abgeschlossen wären. Inwieweit bei der heutigen Finanzlage den ausgesprochenen Wünschen Rechnung getragen werden kann, sei mit Bestimmtheit nicht anzugeben, doch dürfe man sicher sein, daß die Regierung die dar» gelegten Wünsche in sorgfältigste Erwägung ziehen werde.
♦» DaS Lehrerheim in Schotten neben dem herrlichen Altenburgskopf wird, wie wir den „N. H. V." entnehmen, mit Beginn des Frühjahrs erstehen und dis Ende Juli vollständig fertig gestellt und eingerichtet, sein. DaS Gebäude wird 18 Meter lang und 10 Meter tief werden. DaS Erdgeschoß wird enthalten einen Saal für ca. 100 Personen und ein kleineres Collegzimmer von 28 Quadratmeter. Der erste Stock bekommt 6 Zimmer mit ein und zwei Betten nebst einer Veranda. Der zweite Stock, franz. Dach, enthält ebenfalls 6 Zimmer. Das Treppenhaus geht in einem Thurm auswärts, der dem ganzen Gebäude ein ernstes aber schmuckes Gepräge geben wird. Ein Bauunternehmer aus Frankfurt a. M. stellt daS Gebäude her- das Geld sch'ckt ein reicher Herr aus Frankfurt zu geringen Procentsatze. DaS Comitä aus der hessischen Lehrerschaft wird in aller Kürze zusammentretev, um zu berathen. in welcher Welse die hessische Lehrerschaft dabei sich zu betheiligen hat.
Bismarck Segeusmünzen kommen dieser Tage zum bevorstehenden 80jähngen Geburtstag des Alt Reichskanzlers in Berlin als Stlbermünzen in Fünsmarkgröße zur Ausgabe. Die eine Seite der Münze zeigt das Bildniß des Fürsten, die andere Seite weift eine Allegorie auf. Das deutsche Volk, durch eine die Kaiserkrone auf dem Haupte tragende Germania versinnbildlicht, segnet die Geburtsstätte Otto von Bismarcks, sowie das jetzige TuSkulum deS Alt- ReichSkanzlerS, also Schönhausen und FriedrichSruh. Auf dem Rande der Stücke steht eingeprägt: „Bismarck-Segens- münze". Da diese Münzen in der beschränkten Anzahl von 5000 Stück und nur mit Stempelglanz auSgegeben werden, so dürften solche bald zu den seltensten Exemplaren gehören.
*♦ Die Beköstigung der deutschen Truppen mit Seefischen, die in verschiedenen Garnisonen versucht worden ist, soll nicht Resultate ergeben haben, wie man sie erhoffte, da Fischfleisch, und namentlich solche» von Seefischen, dem Gaumen der Leute auf die Dauer nicht behagt, auch nicht, trotz der großen Portion von ein Pfund pro Kopf, dauernd sättigt. Dazu kommt, daß der Durst nach dem Genuß von Fischen gesteigert wird, was bei Truppen möglichst vermieden werden muß. Bei einzelnen Truppenkörpern in Mitteldeutschland weist der Küchenzettel noch ab und zu Seefische — Dorsch — auf; im Allgemeinen aber bat sich dieses Nahrungsmittel, durch welches größere Abwechselung in die MannschaftSmenagen gebracht werden sollte, für die Truppen nicht bewährt.
*♦ Der Getreidemarkt. Berichtswoche vom 23. Februar bis 1. März. Abgesehen von einigen Gebieten Rußlands sind erwiesene Schäden der Saaten durch abwechselnden Frost und Thauwetler noch nicht festgestellt, aber der ungewöhnlich lange strenge Winter hat doch vielfach Bedenken über den Ausfall der nächsten Ernte erweckt. Es war deßhalb in letzter Woche auf allen Getrelbemärkten eine gewisse Zurück Haltung Im Angebot und eine etwa» festere Haltung mit Neigung zur PrelSfte'gerung vorhanden. In Berlin und Leipzig wurden bezahlt: Für Weizen per 20 Centner 119 bis 139 Mk., - für Roggen 112 bis 117 Mk., für Gerste 92 bis 170 Mk. und für Hafer 106 bis 138 Mk.
Bad Nauheim, 27. Februar. Der berühmteste Namen, den das Bad feit seiner im Jahre 1835 «folgten Gründung in seiner Kurliste zu verzeichnen hat, ist nämlich der DiS- m ar cf 8. In der „Nauheimer Kur- und Badelifte" vom 28. August 1859 findet sich in dem Derzeichniß der anwesen den angenommenen Fremden vom 19. biß 26. August 1859 folgender Eintrag: „Parkftraße. Bei Herrn Martin Hart mann: Se. Exzellenz Freiherr v. BiSmarck Schönhausen, k. preuß. Gesandter mit Gemahlin und Dienerschaft, St. Petersburg." Auch Herbert v. Bismarck, der bekanntlich in der Schlacht von Gravelotte verwundet wurde, weilte vom 26. August bis 11. October 1870 in unserer freundlichen Badestadt, um zu feiner Wiedergenesung die hiesigen Thermen zu gebrauchen. D c Fürstin-Mutter und die Comteffc Marie waren zur Pflege des Verwundeten hierher geeilt. Die Familie hatte in dem Schuckhardt'schen Hause am Aliceplatz Wohnung genommen.
Friedberg, 27. Februar. In unserer Stadtkirche wird soeben daS gewaltige Gerüst gezimmert, das zu den Reparatur- arbeiten nothwendg ist. Die Bauarbeiten werden etwa drei Jahre in Anspruch nehmen und kann die Kirche während dieser langen Zeit nicht benutzt werden.
Aus dem südlichen Oberheffeo, 28. Februar wird der „Darmsi. Zig." geschrieben. „Schlechte Zeiten für die Landwirthschaft und deshalb auch für da» Handwerk" so
lautet die Klage allenthalben und auch bei unß; aber nicht im Emk.ang hiermit steht da» Verhalten vieler Klagende« in der gegenwärtigen Zeit. „Fasching" kannte man sonst in unserer Provinz nur in größeren Städten, und da waren bessere Zeiten. Dieses Jahr ist kein Städtchen, daS n cht eine oder gar mehrere Fastnacht-beluftigungen hätte, und zwar auch solche, an denen sich auch der geringe Handwerker und Ackerbautreibende beteiligt und Aufwendungen macht, die nicht im Einklang mit feinen Verhältnissen stehen. Wohl will jeder sein Vergnügen haben und das mag ihm auch werden, aber man spanne dann auch die Klagesaiten nicht -u ft raff.
N. Aas dem oberen Nidderlhnle, 28. Februar. Da auS unserer Gegend die Nachrichten selten find, dürfte e» Inter» eifiren, daß die bei unß kürzlich abgehaltene Brennholz- Versteigerung, wobei Buchen«, Eichen- und Fichtenholz zum AuSgebote kam, recht gute Prelle erzielte. 6« wurden circa 20 Procent über den TarifpreiS erzielt, wozu da» anganbauernbe Winterwetter jedenfalls die Veranlassung gab. Der heute zu Ende gehende kürzeste Monat de» Jahre» hat mit feinen starken Kältegraden ganz coloffal unter den Brennmaterialvoriäthen aufgeräumt.
K. Danernheim, 1. März. Heute Mittag gegen 1 Uhr ertönten hier die Sturmglocken. ES brannte in der Hofralthe des Landwirth« Wilhelm Reh, welche total m Asche gelegt wurde, außerdem brannten noch drei Scheuer« und einige Nebengebäude nieder. Bei dem herrfchenden Winde ist eß ein Wunder zu nennen, daß nicht noch mehr Gebäude davon ergriffen wurden.
L. Leidhecken, 28. Februar. Eß ist zwar etwa» milder geworden, daß aber die Noth bei den Thieren und Vögeln beß WaldeS und Feldes noch immer nicht vorüber ist, beweist folgende hier vorgekommene Thatfache: Eine Reh» geiS kam Morgen» vor Tagesanbruch in baß hiesige Dorf und wurde sogleich von einem Hunde gewittert, der ba» ausgehungerte Thier verfolgte und in einen Winkel zwischen zwei Häusern trieb, wo eS von Leuten, die durch da» Hunde» gebell aufmerksam gemacht, ergriffen und in den Fafelftall tranßportirt wurde. Man kann hieran» auf die Mattigkeit de» Wilde» schließen, da» sich unter normalen Verhältnissen nicht von Menschen hätte greifen lassen. Man gab der Reh» geiß, welche trächtig zu sein scheint, Futter und freute sich, baß Letztereß mit großer Begierde aufgenommen wurde. Der Pächter der hiesigen Jagd, Herr H- auS Stadrn, hat baß Reh mit nach Hause genommen. — Die im hiesigen Orte geborenen Drillinge, über welche der „Gießener Anzeiger" feiner Zeit berichtete, befinden sich noch am Leden und gedeihen gut, maß ein seltener Fall bet Drillingen ist.
§ AuS dem Ohmthal, 28. Februar. Die Holzmacher, die sonst um diese Zeit ihre Walbarbeit halb beenbet, haben seit vorgestern zum ersten Male wieder ihre Arbeit begonnen. Daß war eine lange Zeit unfreiwilligen Feiernß und der Verdienstlosigkeit, welche der harte Winter ihnen aufgelegt. Wohl entgeht ihnen der an und für sich bescheidene Verdienst ja nicht, aber die Zeit ist verloren gegangen und andere, in der bessere Verdienste zu machen wären, muß aufgewendet werden. In manchen geschützten Waldbistr cten hat man zeitweise zu arbeiten vermocht, meist aber mutzte die Arbeit eingestellt bleiben. Durch die sehr verspäteten Holzarbeite« werden hier auch die Holzversteigerungen weit hinauSgeschoden. Wenn man in anderen Gegenden schon solche gehabt, so konnte hier damit noch nicht begonnen werden. Durch den verspäteten Termin der Holzversteigerungen ist eine Steigerung der Brennholzpreise nicht außgeschloffen, weil eben, je weiter dieser Termin liegt, je mehr die Holzvorräthe aufgebraucht werden. Wie die Holzarbeiten, so muhten auch die Chauffeearbeiten b ß heute unterbleiben. Daß Anfahren der Steine war schlechterdings dis jetzt nicht möglich und dürfte auch wegen den hohen Schneewehen, die auf de« Straßen liegen, so bald noch nicht möglich sein. Hierdurch aber mußten die Steinschläger ebenfalls bi» heute feiern und verdienstlos bleiben. Da diese Arbeiten saft immer von geringen Leuten auSgesührt werden, so war der strenge Winter gerade für sie doppelt hart.
X Elpenrod, 1. März. Die Befürchtung, die man in roaibmännifdjen Streifen gehegt, daß nach Eintritt mil^rer Temperatur die Folgen beß NothstandeS beim Wilde sich bann noch besser zeigen würben, scheint sich zu bestätige«. So sand man vorgestern ganz in der Nähe beß Orteß einen verendeten Rehbock, der mehrere Tage vorher sich mehrmal» dem Dorfe genähert hatte. Den Hafen scheint der Noth» stand weniger geschadet zu haben- man sieht sie eben gegen Abend sehr häufig im Felde. Allerdings verursacht auch der jetzt erwachte Paarungstrieb oft eine Zusammenrottung derer auß dem Geschlecht Lampe».
Lauterbach, 1. März. Heute feierte der Freiherrlich Riedefel'iche ForstamtSgehilfe G i u n ew a l b sein 50jährige» Dienftjubiläum, indem er am 1. März 1845 zum Forst wart in Altenschlirf ernannt wurde, von seiner Herrschaft wurde er durch ein sehr anerkennenSwertheS Schreiben und durch Verleihung eine# namhaften Geldgeschenkes geehrt. Von Seiten Seiner Königlichen Hoheit beß Grohderzog» ist ihm daß Allgemeine Ehrenzeichen für 50jährige treue Dienste verliehen worben. Möge der Jubilar noch einen glücklichen Lebenßadend haben.
Laubach, 28. Februar. Der diesjährigen Reifeprüfung, die heute am hiesigen Gymnasium Fridericianum unter dem Vorsitz de» Herrn Geh. Oberschulrath Sol bau ftattfanb, unterzogen sich 12 Ab turienten. Sämmiliche Prüflinge bestanden. Zwei waren auf Grund sehr guter uni guter Stiftungen in der schriftlichen Prüfung vom mündliche« Examen ganz befreit worben, während fünf andere wegen guter Leistungen von einzelnen Theilen der Piüfung dispensiert wurden. 5 der Abiturienten wollen Medicin, 3 Juri»' prudenz, 1 Philologie, 1 Theologie studieren; 1 will zur Marine, 1 yim Postsache gehen.
A Mainz, 3. Marz. Da» durch die gewandte Dress« aller möglichen Thierarten weiten Kreisen bekannte Mitglied
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