her TapitLa die Frauen und Kinder auf die andere Schiffs- feite befahl. Darauf drückte ihm die Frau ihre goldene Uhr : in die Hand und folgte dem Befehl. Auch der Knabe wurde aus dem Boote entfernt, während Hofmann im Boote verblieb. Ein anderer Paffagier, John Vevera aus Ohio, halte die Nacht im Speisezimmer verbracht. Plötzlich aufwachend, sah er eine Unzahl halbnackter Personen durcheinanderlauseu, zog darauf seinen Regenmantel und zwei Rettungsgürtel an, die ihm Umstehende mit Gewalt zu entreißen suchten, und sprang schließlich in das absahrende Rettungsboot. Ein Matrose wollte ihn hinauSstoßen, aber Vevera hielt fich an ihm fest mit dem Gedanken: Wenn ich untergehe, gehst du mit, worauf der Matrose abließ. Ein anderer Paffagier, als dessen Name Bothen angegeben ist, beschreibt den Zusammenstoß wie ein Geräusch großer, sich zermalmender EiSmaffen. — Die Morgenblätter fragen einstimmig nach den waffer- dichren Verschlügen, die entweder auf der „Elbe" gefehlt hätten oder, wie auf dem englischen Panzerschiff „Victoria", offen geblieben sein müßten. Die zweite Frage lautet, weh- halb nicht mehr als fünf Passagiere, dagegen 15 von der Schiffsmannschaft sich im Boote befanden.
Loudon, 31. Januar. Heute ist in Southampton ein Steamer angekommen, deffcn Führer erklärt, er habe die Stätte, wo die „Elbe" untergegangen, zwei Stunden nach dem Unglück passirt, aber keinerlei Trümmer oder sonstige Spuren von der „Elbe" bemerkt. Frkf. Ztg.
Rotterdam, 31. Januar. Der Capitän des britischen Dampfers „Crathie" erfuhr erst heute, mit welchem Schiffe fein Dampfer zusammengestoßen war und welches Unheil dieser Zusammenstoß zur Folge hatte. Er meldet: „Morgens zwischen 5 und 6 Uhr waren wir etwa dreißig Meilen vom neuen Wafierweg entfernt. Es war sehr dunkel. Plötzlich wurden an Steuerbord vor dem Schiffe drei Lichter eines großen Dampfers sichtbar. Sofort wurde Backbord gesteuert, jedoch vergebens. Auch nachdem rückwärts gedampft wurde, blieb der Zusammenstoß unvermeidlich. Unser Schiff lief mit dem Vordertheil in den Dampfer. Obgleich schwer beschädigt, konnten wir doch blaues Licht zeigen, zum Beweis, daß wir nicht in Noth verkehrten. Binnen einer halben Stunde zeigte auch der Dampfer blaues Licht und, da sofort nach dem Zusammenstoß das Schiff weiter sortsuhr und anscheinend seine Reise weiter verfolgte, glaubten wir, daffelbe sei nicht in Gefahr, doch blieben wir, da wir auch unter Wasserlinie ein Leck hatten, das jedoch glücklich gedichtet ward», noch zwei Stunden an derselben Stelle, ohne etwas vom Dampfer weiter zu bemerken.
Neueste Nachrichten»
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 31. Januar. Die Reichstagscommission für die Zolltarif nov eile genehmigte die Zollerhöhung auf Aether, Bernsteinwaaren, Parfümerien und Honig in Waben und lehnte mit Stimmenmehrheit die Zollerhöhung für Honig in anderer Form und für künstlichen Honig ab.
Berlin, 31. Januar. Der Kaiser erhielt folgende Antwort auf die Beileidskundgebung für den Marschall Canrobert: „Paris, 30. Jan. Kaiser Wilhelm, Berlin. Der Marschall Canrobert hätte die hochherzigen Gesinnungen tief empfunden, die Ew. Maj. zugleich iw Namen des Garde- Corps ausdrücken. In ihrem Schmerze richtet die Familie des Marschalls an Ew. Majestät die ehrerbietige Versicherung ihrer Dankbarkeit. Lieutenant Canrobert, Schiffslieutenant Nawcelle."
Magdeburg, 31. Januar. Der Geh. Commerzienrath Gruson ist in der vergangenen Nacht gestorben.
Bern, 31. Januar. Alle auSgewiesenen Anarchisten wurden verhaftet, ausgenommen der flüchtige Tyroler Giosesfi. Außer Zweien, die für die Regelung ihrer Geschäfte einen 24ftünblgen Aufschub erhielten, werden sie sämmtlich sofort an die Grenze geführt.
Rom, 31. Januar. Auf Antrag des Cardinal-Comites für die orientalischen Kirchen beschloß der Papst, eine höhere Studienanstalt in Constantinopel zu gründen zur Ausbildung eines griechisch-katholischen CleruS und eine Kirche erbauen zu laffen, in welcher Gottesdienst nach griechischem Ritus abgehalten werden soll.
Rom, 30. Januar. Zwei Bataillone mit 1268 Offizieren und Soldaten gehen heute Abend von Neapel mit der Bestimmung nach Massaua ab.
Loudon, 31. Januar. Nach einer Meldung der „Times" aus Kobe wurden die chinefischen Abgesandten von der Volksmenge mit feindlichen Kundgebungen empfangen. Ein großes Aufgebot von Polizei mußte zu ihrem Schutze herbeieilen. Die japanischen Blätter glauben, daß die Frie« denSoerhandlungen zu keinem Resultate sühren werden, da eS unmöglich sei, daß China im gegenwärtigen Zeitpunkte den Forderungen Japans zustimme.
Shanghai, 31. Januar. Eine Depesche aus Wei-Hai- Wei meidet: Die Japaner eroberten ein östliches Fort. Ein auf der entgegengesetzten Seite des HasenS liegendes Fort beschießt indessen daS eingenommene Fort so wirksam, daß die Chinesen hoffen, Wei Hai-Wei halten zu können.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 31. Januar. Der „Retchsanzeiger" bringt folgende Zuschrift deS RectorS der hiesigen Universität Professor Pf leiderer: In der Rede deS Reichstagsabgeordneten Herrn v. Stumm vom 9. Januar findet sich folgender Satz: Die Sache ist soweit gegangen, daß man die socialdemo- kratischen Studenten mit den übrigen Studenten in eine Art gemeinschaftliche Verbindung bringen wollte und daß der Scandal so groß wurde, daß der Rector gegen jene Profefforen einschreiten mußte. — Dieser Satz entbehrt der thatsächiichen Begründung.
Berlin, 31. Januar. In der ReichStagS-Eommission zur Berathung der Umsturzvorlage haben die Abgg.
Graf Roon, Freiherr von Hammerstein, Hüpeden, von vuchka, von Salisch (conL) beantragt, im § 353a des Strafgesetzbuches, welcher die Verletzung der Amtsverschwicgenheit von Beamten im Dienst deS Auswärtigen Amtes des Deutschen Reichs mit Gefängniß und Geldstrasen bis zu 5000 Mark bedroht, die gesperrt gedruckten Worte zu streichen, sodaß also die Strasbestimmung auf alle Beamte Anwendung finden soll. Ferner beantragten die gleichen Abgeordneten, dem genannten Paragraph folgenden Nachsatz zuzusügen: Dieselben Strafen treffen Denjenigen, welcher eS unternimmt, einen Beamten zu einer der im Absatz 1 bezeichneten strasbaren Handlungen zu verleiten oder welcher ein Schriftstück oder eine Anweisung eines Vorgesetzten oder deren Inhalt, von welcher er durch die Verletzung der Amtsverschwiegenheit von Seiten eines Beamten Kenntniß erlangt hat, veröffentlicht oder welcher auf die im § Illa bezeichnete Weise eine nach Absatz 1 strafbare Handlung anpreift oder als erlaubt darstellt.
Berlin, 31. Januar. Bei der heute in der Budget- commifsion des Reichstages stattgefundenen Berathung deS Extra-OrdinariumS beim Post- und Telegraphen-Etat wurde die Forderung zur Erwerbung eines Bauplatzes für ein neues Dienstgebäude ift Metz in Höhe von 310300 Mk. abgelehnt.
Pforzheim, 31. Januar. Ter BürgerauSschu'; nahm den Antrag, Fürst Bismarck zum Ehrenbürger zu ernennen, an.
Heidelberg, 31. Januar. Der Bürgerausschuß der Stadt Heidelberg ernannte den Fürsten Bismarck zum Ehrenbürger.
München, 31. Januar. Der Generaldirector der Kgl. bayerischen Staatsbahnen Schnorr von Carolsfeld ist heute Morgen gestorben.
Fiume, 31. Januar. Die Bora hält an. Auf der Südbahn sind gestern die ersten Züge angelangt, während auf der ungarischen Staatsbahn jeder Verkehr unmöglich ist.
Triest, 31. Januar. Die Bora hat etwas nachgelaffen, die Kälte aber dauert fort. Aus Genua wird gemeldet, daß j daß Schneetreiben und die große Kälte fortbauert. Ebenso ist in mehreren Buchten ber ligurischen Küste, in welcher ein Orkan wüthete, großer Schaden angerichtet worben.
Brüffel, 31. Januar. Nach ber gestrigen Kammer- sitzung, in welcher ber Abgeordnete Helleput die Socialisten heftig angriff, curfirte in den Wandelgängen der Kammer das Gerücht, fünf socialiftische Abgeordnete hätten demselben ihre Zeugen geschickt.
Paris, 31. Januar. Die Beerdigung Marschall Canroberts findet am Sonntag statt.
Konstantinopel, 31. Januar. In den in Amasia von Armeniern bewohnten Häusern wurden Briefe aufrührerischen Inhalts gefunden. In diesen Briefen werden die Glaubensgenossen, welche die umstürzlerische Bewegung nicht ukiterstützen, mit dem Tode bedroht.
Petersburg, 31. Januar. Fürst Lobanow wird morgen vom Czaren in Audienz empsangeni Man glaubt doch noch, daß derselbe der Nachfolger GierS werde und den Titel eines Kanzlers erhalte.
Warschau, 31. Januar. In ganz Polen sind Ver- kehrsstörungen eingetreten infolge deS seit mehreren Tagen herrschenden Schneetreibens.
Locale» un-
Sieben, den 1. Februar 1895.
** Die Verordnung, die Ausführung deS ZagdstrafgefetzeS, insbesondere Anordnungen wegen der Heegz-it betreffend, vom 23. Januar 1895, lautet: In Berücksichtigung des Umstandes, daß die Provinz Oberhessen ganz von Königlich Preußischem Staatsgebiet, in welchem zur Zeit eine von der diesseitigen abweichende Schonzeit für Enten besteht, umgeben ist, wird ergänzend zu § 2 Ziffer 5 der Verordnung vom 2. September 1893 verordnet, wie folgt: Einziger Paragraph. Für die Provinz Oberheffen wird biß aus Weiteres die Heegzeit für Enten auf die Zeit vom 1. April bis 30. Juni, beide Tage eingeschloffen, fest- gesetzt.
*• Oberhesfischer GeschichlSverein. Vortrag des Herrn Privatdocenten vr. Sauer über „Museen in alter und neuer Zeit", gehalten am 30. Januar 1894. Anknüpfend an das Museum des Vereins sührte ber Vortragende zunächst aus, baß bie Bezeichnung Museum in letzter Linie auf baS Alexanbrinische Museum, ein an ein Musenheiligthum ungegliedertes Gelehrtenpensionat, zurückgehe, baß also der moberne Begriff sich von bem antiken weit entfernt Hube. Dagegen seien bie Vorgänger unserer Museen die, anfangs planlos, mit Bilbwerken angesüllten, ja überfüllten Heiligthümer unb Staatsgebäube mit ihren Annexen, ben Schatzhäusern unb Magazinen, ben Wanbelhallen unb Versammlungsräumen. Wissenschaftliches Interesse an biesen Schätzen unb demnach planmäßiges Sammeln unb Sichten beginne erst in ber über» roiegenb gelehrten Epoche beß Hellenismuß, von bem biese Bestrebungen aus Rom unb weiter auf Byzanz vererbt worben seien. Nachbem bie Zerstörungen ber Völkerwanberung unb der Kreuzzüge, ber Fall Konstantinopels bie letzten Reste bieser antiken Museen vernichtet hatten, regten bie zunächst zufälligen Funbe auf römischem Boden zur Gründung neuer Sammlungen an, unter denen bie ber Päpste unb ihrer Nepoten, der italienischer, aber auch beutscher, französischer unb spanischer Fürsten unb englischer Adliger bie bedeutenbsten würben. Der Name Muieum wirb allgemeiner seit bem Anfang beß 18. JahrhunbertS, seit ber Giünbung von StaatS- sammlungen, ber beiben päpstlichen, beß capitolinischen unb beß vaticanischen, in Rom, beß Britischen MuseumS in Lonbon, mit bem auch ber Begriff beS Museums sich erweiterte, sobaß ber Name heute jebe Sammlung von Anschauungsmaterial bezeichnet. DaS Fürstenmuseum würbe nun seltener, trat aber in der Münchener Glyptothek noch einmal in seiner edelsten Gestalt auf. Ein Muster für StaatSmuseen wurde daS Berliner, besten Organisation sich in ben StaatSsamm
lungen aller Culturstaaten in ben Hauptzügen wieberfinbet. Den jüngsten MuseumSthpuS stellen die Provinzial- unb Localmuseen bar, zu benen auch bie bescheidene Sammlung beß Verein- gehört. Sie sollen Ergänzungen der groß n Museen, zugleich aber Lehrapparate für engere Bezirke fein, sie verdienen also, so unscheinbar ihr Besitz oft sein mag, sorgfältige Pflege unb eine Organisation, die ihren Zusammenhang nut den reichen StaatSmuseen nie auS den Augen verliert.
*♦ Theater Verein. Zuerst sprechen wir dem Dorstarbe beS Vereins den gebührenden Dank dasür auS, bie neulich hier (unbgegebenc Bitte erfüllt unb für bie dritte Vorstellung ein beutscheS Stück gewählt zu haben. War baS französische Lustspiel pikant, so war baS beutsche „historische Schauspiel" harmlos- war jenes voll Esprit, so war dieses voll Gemüth; dem prikelnben Sect trat bie Milch ber frommen Denkungsart gegenüber; ben etwas fragwürbigen französischen Charakteren bie Wucht von beutfcher Liebe, Treue, Hingebung, Rührung, Aufopferung, Solbatenthurn mit obligatem Dessauer Marsch. Unb welches beutsche Herz könnte bem Dessauer Marsche wiberstehen? Das Stück war frisch, munter, humorvoll, unb so war baS Spiel. Frl. v. Le grenzt (diesmal aber wirklich unb wahrhaftig bie Dame, bie am ersten VereinSabenbe nur auf bem Zettel erschienen war) entzückte burch bie Anmuth ihrer Erscheinung wie ihres Spiels; ganz besonbers fein nuancierte sie bie verschiedenen Seelenzustänbe im britten Acte, vom neckischen bis zum tragischen Tone. Herr Barthel als Leopolb, von prächtiger Figur unterstützt, wußte vortrefflich bie Entwickelung vom jungen Liebhaber zum Helben, zum künftigen „alten Dessauer" herauszuheben; in ben beiben ersten Acten wurde er bem leisen Humor gerecht; im letzten hob er ben solbatischen Ton kräftig heraus. Mama Fürstin und Papa Apotheker schloffen sich in erster Linie ben Beiden an; Frau Ernst und unb Herr Roll suchten ihre etwa« stiesoäterlich bebadjien elterlichen Rollen möglichst zu beleben; sie blieben di« Dichter nichts schulbig. Auch Herr Müller that bem Hof- marschall alle Ehre an. Herrn Herrmann haben wir früher bereits einmal hier als Riccaut be la Marltniöre gesehen ; wie versteht cS bieser Künstler bei gleicher Gewandtheit beß gebrochenen Französisch Deutsch, dort ben Abenteurer zu charakterisieren, hier bie in komischer Hülle verborgene Innigkeit brr Empfinbungen zu betonen! Herr Herrmann schafft aus bem Vollen heraus, seine vollenbeten Leistungen riffen baß Publikum zum Beifall auf offener Scene fort. — Eine Kleinigkeit sei noch erwähnt: Dem Dichter Hermann Hersch sinb, wissentlich ober unwissentlich, am Enoe beß vierten Acteß manche kothurnhohen, fünffüßigen Jamben in ben bramatisch bewegten Dialog gerathen. Ich glaube, die Damen thätcn bester, biese kleine Geschmacklosigkeit mit bem Mantel christlicher Liebe zu verhüllen, als bem Zuhörer bie Füße zuzuzählen. — Daß Gesamrntspiel war flott, baß Publikum animirt, ber Betfall reich.
* * Neues Theater. Wie uns mitgetheilt wird, kommt heute Freitag Abend wegen Erkrankung des Frl. Egger baß Sensations-Schauspiel „Heimath" von H. Subermann zur Aufführung.
• * Staatsmiuister Finger. Die Januar-Nummer ber in । München erscheinenben „Akademischen Monatshefte"^ beS Or- ; ganß Der deutschen Corp-rstubenten, bringt auf Seite 416 ■ bis 417 einen sehr anerfennenben Artikel über bie Feier bes 70. Geburtstages Seiner Excellcnz beS Herrn Staats- Ministers Finger. Der Artikel schließt mit den Worten: „DaS beutsche CorpSstubententhum barf stolz barauf fein, einen als Staatsmann wie als Mensch gleich ausgezeichneten Mann zu ben ©einigen zählen zu bürfen." Der hohe Herr gehörte nämlich zu feiner Stubienzeit in Gießen bem damals dort bestehenden Corps „Rhenania" als Mitglied an.
* • Unfall. Gestern Vormittag fiel in der Neustadt ein * mit MilchauStragen bcfchäitigteS Dienstmädchen zur Erde unb erlitt einen Knöchelbruch. Die Verletzte wurde in die Klinik gebracht.
• • Feuer. In einem Hause der Wilhelmstraße entstand - gestern Nachmittag ein Brand in ber Slube eines Dienst- 1 mädcheuS. Demselben verbrannten sämmtliche Kleiber. Die Ursache des BranbeS ist noch unbekannt.
* * Pevfious-, Wittwen- unb Waiseuversorgung, Krankengeld bei vollstäubig freier Aerztewahl, Unterstützung in unverschul- beten Nothlagen und dergleichen mehr leistet Kaufleuten, Bureaubeamten, Ingenieuren, Chemikern, Lehrern u. f. w., kurz allen im privatwirthschaftlichen Erwerbsleben Angestellten, aber auch selbstständigen Personen, der Deutsche Privat- Bcamten-Berein, wenn sie sich diesem zielbewußten^ ; über ganz Deutschland auSgebehnten Verein und feinen , Raffen zu Schutz und Trutz gegen bie Nothlagen beß Lebens ! anschließen. Der Verein berühr auf dem Princip ber Selbst- . hülfe, und wenn er auch die Arbeitgeber um Unterstützung seiner segensreichen Bestrebungen ersucht und ihnen dringend : an s Herz legt, auch ihrerseits für bie Zukunft ihrer Privat- ; Beaunen durch Einkauf derselben in die Versicherungskaffen 1 zu sorgen, so richtet er doch immer und immer wieder an alle Privatbeamten die dringliche Mahnung, nicht zu warten ! auf fremde Hülfe, die ja vielfach bei den heutigen Verhältnissen in Handel und Gewerbe auch bei bem besten Willen Seitens ber Arbeitgeber nicht gewährt werben kann, sondern, ber eigenen Kraft vertrauend und in engem Zusammenschluß an alle Berufsgenossen, Fürsorge zu treffen für die Familie unb für baß eigene Alter. Prospekte versendet kostenlos ber Deutsche Privat Beamten-Berein, Zweigverein Offenbach a. M. (Vorsitzender: Herr Oberrevisor K. Ihrig.)
* * Die Sterbekasse deS süddeutschen Gastwirlhe-BetbaudeS \ (juristische Pe.son) hat nach zweijährigem Bestehen vorzügliche Resultate zu verzeichnen. Die Zahl ber außgeferiigten Ur- kunben hat nahezu 8000 erreicht, währenb für 171 Sterbe- fälle 195 683 Mk. außbezahlt würben. DaS nach § 749* beß Civilgesetzbucheß unpjäaöbare Sterbegeld beträgt 1250 Mk., ber Monatßbeitcag 3 Mk., ber Reservefoud mehr als 130000 Mk.; äußerst humane Bestimmungen zeichnen biese.


