Ausgabe 
30.12.1892
 
Einzelbild herunterladen

Glauchau, 28. December.

Gestern fand Hierselbst ein

D elegirtentag

der sächsischen Textilarbeiter

. totales und ^provinzielles,

Gießen, 29. December 1892.

Neues Theater. Freitag, den 30. December, nehmen nach einer achttägigen Weihnachtspause die Vorstellungen im Neuen Theater mit dem überaus amüsanten Lustspiel von Roderich BenndixDie Banditen" wieder ihren Anfang. Herr Director R e i n e r s hat in diesen geschäftsschlechten Zeiten besonders schwer zu kämpfen und wäre es demnach sehr im Interesse unserer Theaterverhältnisse, wenn das Publikum etwas mehr wie bisher Theil an den Vorstellungen nehmen wollte. Wir sind in der Lage, mittheilen zu können, daß seit dem Klinckhammer'schen Gastspiele die Einnahmen ganz bedeutend hinter den Ausgaben zurückgeblieben sind, und daß

Rom, 28. December. Das Institut für römisches Recht ernannte Bekker (Heidelberg), Fitting (Halle), Gold­schmidt (Berlin), Leist (Jena), Lenel (Straßburg), Voigt (Leipzig) zu Ehrenmitgliedern.

Paris, 28. December. Der schweizerische Gesandte Lardy theilte Ribot die Beschlüsse des BundeSratheö mit bezüglich der für französische Waaren vom 1. Januar in Anwendung kommenden Tarife. Infolge dessen wird der französische Generaltaris gegen die Schweiz angewandt.

Newyork, 28. December. Heute Morgen acht Uhr sand eine heftige Dynamitexplosion in den in Long Island City gelegenen Werkstätten der Tunnel-Company Newyork statt. Die Häuser der Nachbarschaft wurden stark erschüttert, einige sind eingestürzt, andere in Brand gerathen. In einem nahen Postbüreau ist das Mobiliar umgestürzt, die Brief­kästen in Stücke gerissen, die Beamten zu Boden geschleudert. Zwei Einwohner wurden durch Venenzerreißung getödtet und entsetzlich verunstaltet, sechs schwer, davon drei tödtlich, ver­letzt. Viele leichter. Andere verloren einen Arm, Andere erlitten schwere Augenverletzungen. Im Umkreise einer engli­schen Meile ist Alles mit Glastrümmern bedeckt. Die Katastrophe wird der Unvorsichtigkeit eines italienischen Arbeiters zugeschrieben, der, um drei Barrels Dynamit aus- zuthauen, sie auf den Hof schaffte, wo er dicht dabei ein großes Feuer angezündet hatte- der Italiener wurde in Stücke zerrissen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 28. December. DerReichs- und Staats- Anzeiger" schreibt: Die wegen angeblicher Waffenlieferung an den König von Dahomey in Untersuchung gezogenen Deutschen und Schweizer wurden wieder freigelassen- die Untersuchung wird aber fortgesetzt.

Berlin, 28. December. DasBert. Tagebl." schreibt, der zwischen der Akademie und dem Künstlerverein bestehende Zwist betreffs der Ausstellung sei durch ein Machtwort des Kaisers entschieden worden. Nach einem Vor­schlag der Commission soll die Ausstellung vom Verein und der Akademie gemeinschaftlich veranstaltet und der Ueberschuß dem Künstlerverein überwiesen werden. \

Berlin, 28. December. Außer deö Holz- und Tabak­arbeitern werden nunmehr auch die Metallarbeiter zum Glas- arbeitercongreß nach Zürich gleichzeitig mit dem inter­nationalen Socialistencongreß einberusen.

I Punkten stehen, nach wie vor im Besitze von scharfen Patronen I bleiben.

* Berlin, 28. December. Uebungsplatz sür das Gardecorps. Ein ganzes Dorf muß dem Erdboden gleich gemacht werden, wenn das Project der Militärver­waltung, zwischen Spandau und Potsdam einen Truppen­übungsplatz nebst Barackenlager für das Gardecorps anzulegen, zur Ausführung kommt. Es handelt sich um das zum Osthavelländischen Kreise gehörige Bauerndorf Döberitz nebst einem benachbarten größeren Gutsgehöst. Sämmtliche Gebäude nebst Kirche und Schule sind bereits aus ihren Werth von einer Commission abgeschätzt worden- auch über den Gemeinde­forst, der gleichfalls behufs Abholzung angekauft werden soll, ist eine Taxe ausgenommen worden.

* Dresden, 27. December. Unter dem Verdachte, sein eigenes, ein Jphr altes Söhnchen erdrosselt zu haben, wurde, demLeipz. Tagebl." zufolge, am ersten Feiertage ein hiesiger Tapezierer verhaftet. Derselbe hatte am heiligen Abend in der Wohnung seiner Geliebten, welche in der Pirnaischen Vorstadt eine Privatwohnung inne hat, verkehrt, und noch während der Nacht wurde die Leiche des kleinen Knaben entdeckt und der Fall der zuständigen Behörde ge­meldet. Die Nachforschungen ergaben so viele belastende Mo­mente gegen den Vater des Kindes, daß derselbe inhastirt werden mußte.

* Hamburg, 28. December. Auf dem SchiffWilmot" wurde durch eine Petroleumexplosion das Deck ge­sprengt. Die Flammen gingen mehrere hundert Fuß hoch.

* Eoblenz, 26. December. Einen Aussehen erregenden Selbstmordversuch machte heute Mittag ein 16jähriges Mädchen. Es sprang von der ca. 20 Meter über der Wasser­fläche sich hinziehenden steinernen Moselbrücke in den mit Eis treibenden Fluß. Ein Unterossizier sprang von dem Werste aus nach und rettete die Lebensmüde.

* Mannheim, 28. December. In dem Orte Graben wurde nach vorherigem Streite der 20jährige Landwirt h Phil. Blau von dem 20jährigen Taglöhner Gamer erstochen.

* Würzburg, 22. December. EinJäger mit dem Hut", der Oeconom Georg Hufnagel von Frickenhausen, hatte sich, nach demWürzb. QL", hier wegen Jagdfrevels zu ver­antworten. Er hatte nämlich, als vor ihm eine Kette Feld­hühner aufflog, den Hut danach geworfen, wobei es ihm gelang, ein Huhn zu fangen. Er behauptete, das Huhn sei eine Goldammer gewesen, wurde jedochwegen ungenügender zoologischer Kenntnisse" zu 6 Mark Geldstrafe verurtheilt.

* Düsseldorf, 25. December. Folgender Eu lenspiegel- streich wird derDüsseld. Bürgerztg." aus einem Nachbar­orte berichtet: Vorgestern Nacht weckte die Frau eines Land­bewohners ihren Michel mit den Worten:Ich glaube, es ist Jemand im Hause!" Michel iheilte diesen Glauben aus naheliegenden Gründen nicht, mußte sich aber auf wieder­holtes Drängen seiner Eheliebsten doch zum Aufstehen be­quemen. Er öffnete dann die Thüre und rief in den dunkeln Hausflur:Ist Jemand hier?"Nein," antwortete eine Stimme, worauf der brave,furchtlose" Michel sammt seiner lieben Frau ruhig weiter schlief. Leider stellte sich aber am folgenden Morgen heraus, daß doch Jemand dagewesen war, denn Frau Michel constatirte die Abwesenheit eines erheb­lichen Theils ihrer Fleisch- und Eiervorräthe. Der so schmählich belogene Michel soll seitdem den Glauben an die Wahrheitsliebe der Spitzbuben verloren haben.

* Metz, 27. December. Nach derLothr. Ztg." wurde ein Wagen, auf dem sich drei Unteroffiziere befanden, auf dem Wege vom Fort Manteuffel zur Stadt durch die scheu gewordenen Pferde umgeworfen. Dabei wurde Sergeant Scheel von der ersten Escadron des Dragoner-Regiments Nr. 13 getödtet- Sergeant Vollmer vom 4. bayerischen Infanterie-Regiment, gegenwärtig bei der Halbinvaliden-Ab- theilung, erlitt einen Beinbruch- der dritte Insasse kam mit dem bloßen Schrecken davon.

Kirchliche Dienstnachrichteu. Am 30. November wurde dem Pfarrverwalter Berthold Schwabe zu Stumpertenrod, Decanat Alsfeld, die evangel. Pfarrstelle daselbst übertragen. Durch Entschließung Großh. Ministeriums d.s Innern und der Justiz vom 18. November ist die Erhebung der kathol. Kirchengemeinde zu Butzbach zu einer selbstständigen Pfarrkuratie genehmigt worden.

Die Heizung der Persouenzüge mit Dampf, der durch Schläuche von der Locomotive aus in die Coupees geleitet wird, bedeutete, wie jeder Reisende an sich erfahren haben wird, einen wesentlichen Fortschritt gegen die frühere Heizung mit Preßkohlen. Ein Uebelstand war nur, daß bei stärkerer Kälte und langen Zügen der Dampf unterwegs zu sehr ab­gekühlt wurde und schließlich nicht mehr ausreichte, die mittleren und letzten Wagen genügend zu erwärmen Um diesem Mangel zu begegnen, hat die preußische Staatseisen­bahnverwaltung versuchsweise besondere Dampskesselwagen eingerichtet, die an den Schluß des Zuges gestellt werden, so daß im letzteren der erstere Theil von der Locomotive aus, der letzte Theil vom Dampfkesselwagen aus geheizt wird. Die Einstellung der Dampskesselwagen erfolgt, wenn die Außentemperatur aus Minus 10 Grad Celsius gesunken ist. Das Publikum hat das Regulieren der Wärme in den Coupees selbst in der Hand. Die in den letzteren ange­brachten Vorrichtungen zum Abstellen und zur Zuführung der Wärme wirken vortrefflich und fast unmittelbar, wenigstens ist man damit im Stande, sich vor zu großer Wärme un- bedingt zu schützen. Die aus dei Eingangs gedachten Gründen bisher oft mangelhafte und nicht ausreichende Zu­führung von Wärme wird voraussichtlich durch die neue Ein- richtung der Dampskesselwagen zu beseitigen sein.

Lauterbach, 27. December. Vorigen Donnerstag kam ein Reh in mächtigen Sätzen an der Cent zur Stadt herein. Es gerieth daselbst in solche Angst, daß es mehreremals so heftig widerrante, daß es zusammenstürzte. Allmählich sammelten sich auch viele Menschen, welche die Verfolgung des ge- ängstigten Thieres ausnahmen. Nach mehreren vergeblichen I Versuchen es festzuhalten, wobei sogar eine Vertreterin des schönen Geschlechts einen unfreiwilligen Ritt aus demselben I mitmachen mußte, stürmte es in das offenstehende Haus des j Färbermeisters Pistorius. Jedenfalls hatte es das gutmüthige I Gesicht dieses Thierfreundes hinter den Scheiben erblickt I und suchte nun vertrauensvollen Schutz bei ihm. Es war I auch an die richtige Adresse gekommen, denn daselbst wurde I es eingefangen und ans Forstamt geliefert, woselbst es nun | die kalten Tage in geschützter Behausung verlebt.

Reichelsheim i. b. W-, 26. December. Der Bau unserer I Molkerei ist so weit vorgeschritten, daß mit dem Auf- I stellen der Maschinen begonnen werden konnte. Bis zum ] 15. Januar n. I. hofft man den Betrieb derselben eröffnen I zu können. Int benachbarten Staden wurden durch den { dortigen Geistlichen am heiligen Abend nach der Christmette | an die dortigen Wittwen aus einer alten Stiftung G e-- I schenke im Werthe von je über 5 Mark vertheilt, jeden- j salls den Betreffenden eine willkommene Gabe für die I Feiertage. D. Ztg. I

* Gifhorn, 26. December. Der Handarbeiter Lange von hier begab sich heute mit seiner Ehefrau, zwei Söhnen I und einem Enkelkmde nach Triangel, um dort bei einer da­selbst verheiratheten Tochter das Weihnachtsfest zu verleben. Da der Bahnzug nach Triangel bereits abgegangen war, so gingen die fünf Familienglieder dem Bahndamme entlang. | Bei der Allerbrücke, welche von der Bahn überschritten wird, i schnallte der 19jährige Wilhelm Lange Schlittschuhe an, nahm das sünsjährige Kind seiner Schwester auf den Rücken und lies Schlittschuhe. Er brach auf dem breiten und tiefen Allerflusse ein und versank mit dem Kinde. Sein 16jähriger Bruder Gustav eilte zur Hilfe herbei, brach aber ebenfalls ein, ebenso die Mutter, welche nachlief, und auch der Vater. Die Insassen des in diesem Augenblicke von Triangel nach Gifhorn fahrenden Personenzuges waren, wie derHann. Cour." berichtet, Augenzeuge des entsetzlichen Vorfalles.

* Zum Verständniß des Eides! Große Heiterkeit, der sich trotz allen Ernstes selbst die Richter nicht entziehen konnten, rief in München eine vor dem Königl. Landgericht München II. als Zeugin vernommene Bäuerin aus dem Bezirke Ebersberg hervor. Dieselbe machte nämlich nach der Belehrung über die Heiligkeit des Eides ein Kreuz und begann dann:Im Namen Gottes des Vaters" rc. Als der Vorsitzende bemerkte:Nicht bekreuzigen sollen Sie sich, sondern die Hand erheben und den Eid nachsprechen," fuhr die Zeugin weiter:Die Hand sollst Du erheben und den Eid nachsprechen." Mit Mühe konnte der Frau die Eidesformel beigebracht werden, und auch darauf schien sie noch nicht zu wissen, was mit ihr vorgegangen war.

* Das feinste LogirhauS der Welt dürste dasjenige sein, welches der Londoner Grasschaftsrath demnächst für die Londoner Armen eröffnen wird. Das Schlasgeld für die Nacht beträgt 39 Pfennig nach deutschem Gelde. Das Haus ist electrisch beleuchtet, besitzt warme und kalte Bäder, eine Dampfwaschanstalt, Speise- und Conversationszimmer und eine vortreffliche Bibliothek. Außerdem ist eine billige Restauration da für Diejenigen, welche sich ihre Mahlzeiten

wir es nur der Ehrenhaftigkeit des Herrn Director Reiners verdanken, wenn wir hier in Gießen von einem Theaterkrach verschont bleiben. Sonntag, den 1., Dienstag, den 3. und Freitag, den 6. Januar, setzt Herr Hacker von Darm­stadt inAnna Liese",Goldfische" undZopf und Schwert" sein Gastspiel fort, während uns vom 15. Januar ab abermals ein bedeutender Kunstgenuß bevorsteht, indem es Herrn Director Reiners nach vieler Mühe gelungen ist, den von seinen Gastspielen vor drei Jahren beim hiesigen Publikum noch in sehr hoher Erinnerung stehenden Königl. Württembergischen Hofschauspieler und Regisseur Herrn Wilhelm von Hoxar auf vier Abende zu verpflichten. Gewählt hat derselbe nachstehende intereffante und hier sehr beliebte^Mücke, wie:Krieg im Frieden",Durch die Intendanz",Der Königslieutenant",Der russische Kriegsplan". Man sieht, Herr Director Reiners macht möglich, was möglich zu machen ist, es liegt nun an dem verehrten Publikum, ehrliches Streben zu be­lohnen.

Hirschhorn, 27. December. Aus einem zu Berg fahrenden Kettenschlepper wurde einem Matrosen zwischen hier und Eberbach von dem Drahtseile eines anhänqenden Schiffes ein Fuß abgeschlagen.

Kirch-Brombach, 27. December. Gestern Mittag wurde der 50 Jahre alte Landwirth und Sattler Johann Georg Rippert von seinen Angehörigen todt in der Scheuertenne aufgefunden. Der Schädel war zertrümmert und ist Rippert, der Heu für das Vieh holen wollte, jedenfalls aus den oberen Scheuerräumen abgestürzt und hat in dieser be­dauerlichen Weise den raschen Tod gesunden.

Mainz, 27. December. Auf der Ludwigsba hn wurde während der Weihnachtsseiertage zum erstenmal die Sonn­tagsfeier im öffentlichen Verkehr eingeführt, indem eine Anzahl fahrplanmäßiger Güterzüge eingestellt wurden.

Worms, 28. December. Bei der heute stattgehabten Ergänzungswahl zur Handelskammer wurden die ^Crmnfe^rC^err bon Hehl / W. Koelsch, Commerzienrath D. Valkenberg und K. Werger mit großer Stimmenmehrheit gewählt. Von 351 Wahlberechtigten machten 186 von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

statt. Aus den Berichten ging hervor, daß die Lage der Textilarbeiter bezüglich Lohn und Arbeitszeit nicht günstig ist. Es wurde beschlossen, Agitation und Organisation eifrig zu betreiben und sich an den Deutschen Textilarbeiterverband einzeln als Mitglieder anzuschlieIen.

Hamburg, 28. December. Heute erfolgten zwei Neu­erkrankungen und ein Todesfall an derCholera.

Altona, 29. December. Den Soldaten der hiesigen Garnison wurde das Betreten Hamburgs wegen der Cholera- gefahr untersagt.

Bremen, 29. December. Hier starb der bekannte volks- wirthschaftNche Schriftsteller August Lammers im Alter von 61 Jahren.

Stuttgart, 28. December. Der König bestätigte die Wahl Rümelins zum Oberbürgermeister trotz der scharfen Proteste.

Budapest, 28. December. Das G e t r e i d e g e s ch ä f t ist sehr schleppend. Die Preise sind so niedrig, daß Kaufleute trotz des großen Angebotes der Producenten keine Käufe entriren. Bisher wurden 5 940 000 hl Weizen, 1 240000 hl Gerste, 4 500 000 hl Mais, zumeist nach England, theilweise auch nach Deutschland,' Belgien, Holland, Italien und Schweiz exportirt.

Paris, 28. December. Das Cop ir buch der P an am a- gesellschast wurde ausgesunden- es enthält die Corre- spondenzen der Panamagesellschaft mit Cornelius Herz und Arton, betreffend die Unterhandlungen mit zahlreichen Sena­toren und Abgeordneten, welche direct Geld gefordert haben und die Angabe über die gezahlten Summen. Die Einleitung einer Untersuchung gegen die compromittirten Personen vor dem Zusammentritt der Kammer wurde angekündigt.

Dublin, 28. December. Der als attentatsver­dächtig verhaftete Kevans behauptet, unschuldig zu sein und will sein Alibi nachweisen. Die Belastungsmomente sind schwach, zumal Kevans keiner bekannten anarchistischen Organi- sation der Fenier angehört.

Dublin, 29. December. Das Begräbniß der bei dem Dynamitattentat verunglückten Polizisten ist unter ungeheuerem Volksandrange und in Gegenwart aller Behörden großartig verlaufen. Bis jetzt hat man keine Spur des Attentäters entdeckt.

Warschau, 28. December. Wegen Betheiligung an re­volutionären Umtrieben wurde hier eine große Anzahl junger Leute verhaftet.

Newyork, 28. December. Seit Weihnachten herrscht hier anhaltende furchtbare Kälte. Einzelne Personen sind erfroren.

vermischtes.

* Berkin, 27. December. Die Militär post en ziehen letzt auch in Berlin ohne scharfe Patronen auf. Gutem Ver- ?* 6at man in militärischen Kreisen längst eine solche Bestimmung für Berlin erwartet, nachdem in anderen Städten bereits eine derartige Einrichtung getroffen worden tsi. Freilich werden diejenigen Wachtposten, die vor und in Gesangenenhäusern und an anderen besonders wichtigen