Samarkand, unter den Eingeborenen und Truppen ist nur in Baku die Cholera aufgetreten. Vom 6. bis zum 12. d. M. sind daselbst an der Cholera 164 Personen erkrankt und 70 gestorben. 12 Personen sind genesen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 26. Juni. Der Bürgermeister Zelle wurde vom König von Italien zum Kommandeur des Ordens der Krone Italiens ernannt.
Berlin, 26. Juni. Dem „Berliner Tagebl." wird über Zanzibar auS Usagara gemeldet: Eingeborene Krieger, zu großen Schaaren zusammengerottet, durchziehen raubend das Land. Der Ausbruch eines gefährlichen Ausstandes steht bevor. Die Karavanenstraßen sind völlig unsicher, im südlichen Küstengebiet blüht der Selavenhandel. Die Wahehe halten keinen Frieden.
München, 26.Juni. Die Serenade verlies trotz Regen- wettcr unter Betheiligung von 26 Vereinen mit 800 Sängern glänzend; ea. 5000 Mann nahmen an der Feier Theil. Die Studenten feierten Bismarck als den Mitbegründer des Reiches, als den Schützer und Förder der aeademischen Jugend. Bismarck bat, der häufigen Gelübde in Musik gebundener Rede nicht zu vergessen, worauf der Sängerbund das „Frühlings Erwachen" von Lachner prächtig executirte. Der Vorstand, Oberregierungsrath Rutz, toastete auf den unsterblichen Altreichskanzler, Rechtsanwalt Dürck aus Bismarck, der das deutsche Lied zur That gemacht. Bismarck nennt es Glück und Ehre, daß sein Name in der Vergangenheit sich identi- fieire mit den nationalen Gefühlen des Volkes. Er spricht seinen Dank aus und sagt, der Empfang erschwere ihm den Abschied von München, doch hoffe er, im nächsten Jahre wieder zu kommen. Brausende Bravos und Hochs erschallten. Nach Absingen des „Sängerspruches" und der ersten zwei Verse der „Wacht am Rhein" und der Widmung von Lorbeerkränzen der geselligen Vereinigung der Künstler-Genossen- schast ziehen die Vereine vorüber. Das Fürstenpaar zieht sich zurück unter dem Wersen von Blumensträußchen und Kränzen mit Widmung, von Eichen- und Lorbeerkränzen in riesiger Zahl. Den Besuch bei Minister Crailsheim motivirt Bismarck mit den früheren guten amtlichen Beziehungen, nach deren Aushören er persönliche an deren Stelle zu setzen wünsche.
München, 26. Juni. Gestern Abend nach dem Fackelzug sprach Bismarck in ungezwungener Unterhaltung über den Proceß der Wiedererrichtung des Deutschen Reiches und die Dankbarkeit des deutschen Volkes gegen ihn. Gestern Nachmittag besuchte Bismarck den Minister Crailsheim und die Künstlergesellschast Allotria, wo er dem credenzten Ehren- humpen kräftig zusprach. Alsdann begab er sich aus eine halbe Stunde in die Kunstausstellung, wo viele Tausende seiner harrten und ihn jubelnd empfingen. Er fuhr dann unter brausenden Hochrufen ungezählter Menschen zum Diner in die Villa Lenbach.
totales nnfc provinzielles.
Gießen, 27. Juni 1892.
— Der Ausflug des Geschichtsvereins nach Laubach verlies in so befriedigender Weise, daß der Vorstand beschlossen hat, recht bald wieder einen ähnlichen Ausflug zu unternehmen. Dieser ist nun für Sonntag den 3. Juli nach Friedberg geplant. Abfahrt von hier kurz vor 2 Uhr Nachmittags. Es bleibt genügende Zeit, Stadt und Burg, besonders auch die Kirche und das merkwürdige Judenbad zu besichtigen. Am Abend soll dann in einem geeigneten Biergarten eine Sitzung abgehalten werden, zu welcher schon zwei Vorträge angemeldet sind: 1) Mittheilungen aus dem Friedberger Malefizbuch von 1560 und den folgenden Jahren, und 2) über Friedberger Münzen, die auch dabei vorgezeigt werden sollen. Es läßt sich mit Sicherheit erwarten, daß die Beteiligung der Geschichtssreunde auch diesmal sehr rege sein wird.
— Zwischen Oberhörgern und Münzenberg an der Straße steht ein Stein mit der folgenden räthselhasteu Zuschrift:
Z G B 30
Z R B 45 Z F B 1 G 30 X St Mas bedeutet das?
D. M. Musik. Seitdem unsere Regiments-Capelle von ihrer Hamburger Kunstreise wieder zurückgekehrt ist, hat auch in unserem Gießen wieder ein regeres musikalisches Leben begonnen. Die beiden ersten Abonnements-Coneerte legten Zeugniß ab, wie schneidig unsere Regiments-Musik dort an der nördlichen Elbe gewirkt, und mancher Gießener hatte die Freude, Augenzeuge des Triumphes zu sein, welcher derselben gespendet wurde. —- Wir machen nun an dieser Stelle auf das morgen, Dienstag den 28. Juni, stattfindende Concert zum Besten des Unterstützungsfonds deutscher Militär musik er aufmerksam. Die Pflicht des Wohlthuns ist eine angenehme und um so mehr segensreiche, wie dieselbe recht lohnend ist. Solchem Zweck entspricht das morgige Concert unserer Regimentsmusik, dessen Ertrag dem Unter- stutzungssond kranker deutscher Militärmusiker zufließt. Das Programm ist ein sehr interessantes und bietet u. A. die Ouvertüren z. Op. „Don Juan" (Mozart), „Tell" (Rossini), „Orpheus" (Offenbach), „Spanische Tänze" (Moskowsky), Finale a. „Rienzi" (Wagner), Fantasie a. d. „Folkunger" <Kretschmer), „Mondnacht a. d. Alster", Walzer (Fotras) und als Schlußnummer „Unsers Kaisers Geburtstag!" Tongemälde in Form eines Potpourri von Lewe. Es ist dies eine jener patriotisch gehaltener Piecen, mit welchen untere Regimentsmusik in Hamburg stets großartige Erfolge erzielte. Verschiedene Solovorträge würzen das reichhaltige Programm. — Da ja unsere herrliche deutsche Militärmusik so oft Gelegenheit bietet, sei es aus dem Marsche ober im Concert oder bei sonstigen Gelegenheiten, die Herzen von Jung utnd Alt höher schlagen zu lassen, so wird gewiß der bekannte
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Temperatur der Lahn und Lust gemeffen nach Reaumur am 27. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr^ Wasser 15*/r Grad, Luft 21 Grad im Sckatten. Rübsamen'sche Badeanstalt.
WohlthätigkeitSsinn unserer Gießener ohne Unterschied der Stände sich auch morgen Abend durch regen Besuch auSzeichnen. Die oben angedeutete angenehme Pflicht des WohlthunS, welche unsere brave Capelle kranken Kameraden dadurch zusühren will, wird gewiß zu einer segensreichen werden, wenn der Besuch ein so entsprechender ist, daß Herr Musikdirector Krauße dem Unterstützungssond ein annehmbares Schärslein beitragen kann. Daß Herr Musikdirector Krauße mit seiner Capelle nicht nur in diesem Falle, sondern jederzeit für allgemeine Wohlthätigkeit gern die Hand bietet und schon geboten hat, ist hinlänglich bekannt, und wünschen wir auch für morgen „guten Erfolg!", damit Gießen anderen gut patriotischen deutschen Städten in diesem Sinne nicht nachsteht.
— Zur Anwesenheit des Herrn Carl Vogt. Der an die Einwohnerschaft Gießens ergangenen Einladung zufolge hatte sich am Samstag Abend in Leibs Saal eine zahlreiche Schaar Freunde und Gesinnungsgenoffen des berühmten Gelehrten und Politikers eingesunden. In welchem Maße der Gast geehrt wurde, zeigte sich bereits bei seinem Erscheinen in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saale: ein brausendes Hoch und Beifallklatschen empfing ihn, als er, geleitet von den Vorstandsmitgliedern des deutsch-freisinnigen Vereins, den Saal betrat. Herr Fabrikant und Stadtverordneter Georgi begrüßte zunächst Herrn Vogt und die Versammlung und brachte am Schluffe seiner Ansprache ein Hoch auf das deutsche Vaterland aus. Herr Rechtsanwalt Grünewald feierte Herrn 53ogt als Politiker, Vergleiche mit der früheren politischen Thätigkeit Vogts, den Bestrebungen der 40er Jahre und der Jetztzeit und der deutschen freisinnigen Partei anstellend. Die mit Beifall aufgenommene Rede schloß mit einem Hoch auf Herrn Vogt, in das die Versammlung begeistert einstimmte. — Herr Prosessor.V o g t (mit Beifall begrüßt) entwarf ein Bild eines ersten politischen Auftretens, von den Verfolgungen, denen er ausgesetzt gewesen und die ihn zwangen, seine Heimath zu verlassen. Er ermahnte die Deutschen, einig zu "sein in ihren Bestrebungen zur Erreichung der Einheit und Freiheit des deutschen Vaterlandes, betonte, daß die Deutschen im Auslande nirgends beliebt seien, besonders wegen des in Deutschland zu Tage tretenden Antisemitismus, der ein Schandfleck auf dem Ehrenschild des deutschen Volkes sei. Besonderes Lob zollte Herr Vogt der Entwickelung Gießens, dem Wunsche Ausdruck gebend, daß es fort und fort blühen und gedeihen möge. Sein ebenfalls jubelnd aufgenommenes Hoch galt seiner lieben Vaterstadt Gießen. — Herr Oberbürgermeister Gnauth dankte dem Herrn Vorredner für das der Stadt Gießen gezollte Lob, sein Hoch galt dem großen Sohne Gießens und dem berühmten Mann der Wissenschaft Carl Vogt. — Herr Dr. Gutfleisch hob den Kampsesmuth und die Ueberzeugungstreue des Herrn Vogt und der vielen alten Achtundvierziger hervor- sein Hoch galt den alten Achtundvierzigern. — Herr Louis Hornberger rühmte die von Herrn Vogt und seiner Gemahlin geübte Gastfreundschaft, die allen Gießnern zu Theil werde, die in Gens vorsprächen. Er brächte ein Hoch auf die Frau Vogt aus. Die Pausen zwischen den Anreden wurden von den Gesangvereinen „Liederkranz" und „Sängerkranz" durch teilweise gemeinsam vorgetragene Lieder auss Vortrefflichste ausgefüllt. Herr Vogt wird sicherlich befriedigt über den ihm bereiteten Empfang aus Gießen scheiden |unb wohl auch ein Wort, daß er glaube, das letzte Mal in Gießen gewesen zu sein, zurücknehmen.
— Verhaftet wurde am vorigen Samstag eine Dienst- magd, die eine ganze Reihe von Diebstählen zum Nachtheile rüherer Herrschaften verübt hatte, und ein junger Bursche, ebenfalls wegen Diebstahls. — Gestern wurden verhaftet ein Bettler, zwei Trunkenbolde und zwei Frauenzimmer.
— Berichtigung. In dem letzten Schwurgerichtsbericht ist aus Versehen Paul Heinrich Alt als derjenige bezeichnet, der durch Urtheck des Schwurgerichts zur dauernden Unsähig- keit als Zeuge ober Sachverstänbiger eiblich vernommen zu werben, verurtheilt würbe. Nicht ben Paul Heinrich Alt, sonbern benHeinrichFrank trifft bie vorerwähnte Nebenstrafe.
— LebeusmittelPreise Ende Mai 1892. Nach einer Zusammenstellung ber Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten:
der Theologie, welche sich um eines der am 1. October
Ochsenfleisch per Pfund
Rindfleisch per Pfund
Kalbfleisch per Pfund
Schweines!, per Pfund
Hammelfleisch per Pfund
Gemischtes Brod
Roggen- Brod
Butter per Pfund
Milch 1 Liter
Eier 1 Stück
Städte mit Octroi Darmstadt
76
70
70
66
66
16
14
109-116
17
5-7
Mainz
72
60
70
70
65
15,5
14,5
109-116
19
5-6
Offenbach
76
58
70
70
70
17
15
119-128
21
5-7
Worms
70
66
69
60
69
13,5
13,5
99-114
16
5-7
Gießen
74
64
56
68
65
14
13,5
104-115
17
5-6
Städte ohne Octrot
Bingen
75
60
50
70
75
14
13,5
106-115
19
5-6
Bensheim
66
60
60
60
60
16
14
100-110
17
6-7
Alzey
69
64
70
70
70
18
13,5
114-126
17
6-7
Friedberg
68
60
60
60
60
15,5
15
110-120
16
5-6
Alsfeld
62
54
55
54
—
16,5
14
95-100
14
5
Lauterbach |
64
64
56
60
56
17,5
14
100
14
5
— Hessisch«
Lutherstistung. t
Diejenigen ©tubi
renden
1. I. frei werdenden Stipendien ber hessischen Lutherstiftung bewerben wollen, sinb aufgeforbert, ihre Gesuche bis zum 31. Juli l. I. bei bem Schriftführer bes Vorstandes, Herrn Dekan Wahl in Wieseck, einzureichen. Die hessische Lutherstistung ist bestimmt, solche Stubirenbe ber Theologie, welche sich verbinblich machen, ber hessischen Lanbeskirche zu bienen unb sich durch erwiesene Tüchtigkeit würdig gezeigt haben, durch Stipendien bei ihrem Studium, vorzugsweise bei solchem aus der Landesuniversität Gießen, zu unterstützen. Die Stipendien betragen 350, beziehungsweise 700 Mk. unb werben in ber Regel auf zwei Jahre verliehen.
— Eine Briefkasten-Notiz ber „Darmst. Ztg." checkt auf Grunb an maßgebenber Stelle eingezogener Erkundigungen in Beantwortung mehrer Anfragen mit, daß der NamenSta- Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wie bisher am 25. August gefeiert wird.
— AuS Altenstadt. 24. Juni, wird uns mit Bezug auf bie Notiz aus Himbach in voriger Nummer geschrieben: Als heute bie vor einigen Tagen plötzlich verstorbene 27 jährige Frau eines israelitischen Wirths in dem benachbarten Ort Himbach beerbigt werben sollte, sand bie bie Leiche ankleibende Tobtensrau einen Bries in den Kleibern ber Verstorbenen, uiha.ltlich desselben sie freiwillig ben Tob gesucht hat. Das Gericht von Bübingen unb ber hiesige Arzt stellten noch in später NachmittagSstunbe ben Thatbestanb fest, wobei con- statirt würbe, baß bie Verstorbene sich mittels Vitriol öl vergiftet hat.
Darmstadt, 25. Juni. Die erste Kammer ber Stäube hält ihre 11. Sitzung Freitag ben 1. Juli, Vor- uüttags 91/2 Uhr ab. Aus der Tagesorbnung stehen u. A.: Die Rückäußerung ber zweiten Kammer bezüglich der Vorlage Großh. Staatsministeriums, ben Gesetzentwurf über bie Ergänzung bes Gesetzes vom 27. November 1874 wegen Revision ber Bestimmungen über Versetzung ber Civilbeamten in ben Ruhestand betreffend — Mittheilung ber zweiten Kammer bezüglich ber Eingabe bes Lanbtagsabgeorbneten Herrn Philipp Müller zu Darmstabt, seine Vorlabung unter Androhung ber Verhaftung, bezw. Vorführung im Falle seines Ausbleibens in ber Strafsache gegen ihn wegen Vergehens gegen § 130 bes Strafgesetzbuchs betr.; besgl. bezüglich des Antrages ber Abgeorbneten Herren Haas unb v. Rabenau, bie gesetzliche Regelung bes Dieheinstellungswesens betreffend — Eingabe ber Großherzogi. Bürgermeisterei Grünberg um Wieberherstellung bes früheren Kreises Grünberg- beSgl. bezüglich bes Gesuches ber am 4. Mai 1891 zu Langsbors getagt habenben Generalversammlung bes mitteldeutschen Bauernvereins wegen Erlasses der Grundsteuer für das Ja-r 1891 von solchen Grundstücken, auf welchem der im Herbste 1890 bestellte Weizen ausgegangen ist. — Bitte der Großh. Hauptsteueramtsrendanten um Verwandlung des widerruflichen TheilS ihres Gehaltes in definitiven. — Gesuch der Psand- meister des Großherzogthums um Erhöhung der Beitreibungsgebühren oder Bewilligung eines den derzeitigen Zeit- und Lebensbedürfnissen entsprechenden fixen Gehalts. — Mit- theilung der zweiten Kammer in gleichem Betreff, besgl. bezüglich bes Antrages bes Abgeorbneten Herrn Pfannstiel, die Weitersührung ber Bahn Nieber-Gemünben—Homberg bis Zur Lanbesgrenze betr.; besgl. bezüglich ber Vorstellung bes Wilhelm Anthes zu Lich wegen seiner Heranziehung zur Einkommen- unb Capitalrentensteuer.
△ Mainz, 26. Juni. Laut Verfügung bes Kreisamtes hat bie Sonntagsruhe im Hanbelsgewerbe für Mainz vom 1. Juli ab solgenbe Regelung erhalten. Die Stunben, während welcher Sonn- unb Festtags Gehülfen rc. im Hanbelsgewerbe in Mainz beschäftigt werben bürfen, sind im Sommer von 6—9 Uhr Vormittags unb 11—1 Uhr Nachmittags, im Winter von 7—9 Uhr Vormittags unb von 11—2 Uhr Nachmittags festgesetzt worben. Die Bestimmungen über das Offenhalten der Ladengeschäfte, die jüngst durch einen Ministerialerlaß getroffen worden sind, haben bei ber hiesigen Geschäftswelt nur gecheckten Anklang gefunben, und hegen eine ganze Reihe Geschäftsleute ber verschiedensten Branchen die Ueberzeugung, daß sie bei ftricter Durchführung ber betreffenben Bestimmungen einen beträchtlichen Gewinn- aussall erleiben unb haben baher unter Hinweis aus die Sonntagsseier bei dem Steuercommissariat Reclamationen gegen ihre Steuereinschätzung erhoben. Der Inhaber eines flotten Ladengeschäftes hat in einem hiesigen Blatte vorgerechnet, baß er durch Schließen seines Geschäftes an Sonn- und Feiertagen einen jährlichen Gewinncmssall von mindestens 3000 Mk. habe. — Wie das „Mainzer Tageblatt" erfährt, ist für ben bemnächst in Pension tretenben Oberlanbes- gerichtspräsibenten Dr. Görz Lanbesgerichtspräsibent Conradi I von hier zum Senatspräsidenten am Oberlandesgericht in ' Darmstadt ausersehen.
Spielplan der vereinigten Iranksurter Ltadttheater~
vptimharr-.
Dienstag den 28. Juni: Josephine Bonaparte. Mittwoch ben 29. Juni geschlossen. Donnerstag ben 30. Juni: Die Blut- Hochzeit. Freitag den 1. und Samstag den 2. Juli geschloffen. Sonntag den 3. Juli: Letzte Schauspiel-Vorstellung vor den Ferien. Die Bluthochzeit. (König Karl IX. Herr Posfart.)
Echauspielharrs.
Dienstag den 28. Juni geschloffen. Mittwoch den 29. Juni: Doctor KlauS. Donnerstag den 30. Juni geschloffen. Freitag ben 1. Juli: DeS Königs Befehl. Freund Fritz. Samstag den 2. Juli: Letzte Abonnements-Vorstellung vor den Schauspiel- Ferien. Alt-Frankfurt.
Verkehr, Land- nnd Volkswirthschaft.
«rünberg, 25. Juni. Frachtpreise. Weizen X 20.20, Korn X 20.90, Gerste X 17.00, Hafer X 13.20, Erbsen X —, Linsen X —, Wicken X Sein** ——, Kartoffeln X 9.10,
Sarnen X ——.
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