Ausgabe 
27.3.1892 Zweites Blatt
 
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Weißbrot)

) Schwarzbrot)

Citeratur uhö A^nst.

vieheu, den 26. März 1892.

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3edes Fuhrwerk, welches seiner Natur nach nicht ausschließlich zur Beförderung von Personen bestimmt , muß an beständig sichtbarer Stelle, wenn thun- lich auf der linken oder Hinteren Seite, mit dem Namen (Firma) und Wohnort des Sigenthümers und wenn Letzterer mehrere derartige Fuhrwerke besitzt, auch mit fortlaufenden Nummern versehen sein. Diese Bezeichnung muß in durchaus deutlicher Schrift mit Buchstaben von nicht unter 3 cm Höhe ausgeführt sein.

Im Auslände hat sich wenig BemerkenSwerthes zuge- tragen. In der serbischen Skupschrina scheint es nun endlich zur Annahme der formulirten Abdankungserklärung Milans kommen zu sollen. Bon Interesse für weitere Kreise ist noch die im dänischen Folkething erfolgte

Summe von 30 bis 40 Millionen. Unendlich viel bedeut­samer als diese Angelegenheiten ist die Ministerkrisis, welche infolge der Verstimmung des Landes über den neuen vom Grafen Zedlitz-Trützschler eingebrachlen Entwurf zu einem Volksschulgesetz ausgebrochen ist. Als wir am 16. Januar d^ses Jahres die Thatsache der Einbringung des Gesetz entwurses kurz registrirten, schrieben wir unter Anderem- ,Das kann man schon jetzt prophezeien, daß das Volksschul­gesetz auf keinen Fall anders als unter heißen Kämpfen durchgesetzt werden wird." Aber das ahnten wir damals noch nicht, daß dieses Gesetz geradezu eine Krisis nicht nur in der preußischen, sondern in der gesammten Reichspolitik herbeisühren werde.

» ) Tafelbrod . . w ) Weißbrot) . . , ) Weißbrot) . . * ) Schwarzbrot) . » ) Schwarzbrod. ) Schwarzbrod.

Gießen, den 13. November 1891.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Fresenius.

politische Wochenschau.

Gießen, 26. März 1892.

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bet K- Häuser 84 «roßh. Polizeiamt Meßen. Fresenus.

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. Ephirrr", herausgegeben von vr. Hüb be-Schleid en

etf^c ty* im Verlage von E A. Schwetschke und Nnnh ^n^^^lveiS (monatttch 6 Bogen mit Kunstbeilaaen, der Band von 4 Monatshefte, 6 Mk.). Diese interessante und rtacm ba8 -Uebersmnliche" im Seelen- und Eft, sucht ihr Programm nach allen Setten der idealisti­schen Weltanschauung hin zu erweitern. Es heißt u. A. in der An- kundigung Was wir wollen":Alles, was in unserer Monatsschrift beurthetlt oder dargtftcllt wird, soll womöglich unter dem Gesichts- PnJtc höchsten Ideals betrachtet werden; und dies ist Vollendung fahren, Guten, Schonen auf Grundlage der Natur. Daß dies tedoch eine Entwicklungsstufe ist, die jede Individualität dereinst

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1 Jvflr. (2 Psd.) Tafelbrod ... .

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Polizei-Verordnung.

Grund des Art. 56 der Städtc-Ordnung wird nach .Inhörung der Stadlverordneten Versammlung und mit Ge- «f^mtgung Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und »er Justiz vom 7. November 1891 zu Nr. M. I. 29 744 fitr die Provinztal-Hauptstadt Gießen verordnet wie folgt:

S 1.

Der deutsche Reichstag erledigte in der abgelausenen Woche eine Reihe von Gesetzen in dritter Lesung, nämlich den Gesetzentwurf betreffend die Gesellschaften mit be­schränkter Haftung, die an dieser Stelle schon öfter besprochene Krankenkassennovelle und das ebenfalls wiederholt von uns charaeterisirte Telegraphengesetz. Gegen die beiden letztgenannten Gesetze stimmten aus den bekannten Gründen die Deutschfreisinnigen, außerdem noch gegen die Krankenkaffennovelle die Volkspartei und die, . ... ^ ,...

Eoeialisten und gegen das Telegraphengesetz ein Theil des Ablehnung der beantragten Staatsunterstützung für den auch Centrums und der Nationalliberalen. Der Gesetzentwurf I in Deutschland wohlbekannten Schriftsteller Georg Brandes über die Unterstützung der Familien zu Friedens- ----

Übungen eingezogener Mannschaften wurde in netter Lesung trotz des Widerspruchs der Regierung mit den von der Commission erhöhten Unterstützungssätzen angenommen. Außer mit diesem Gefolge hat sich der Reichstag nunmehr -m Wesentlichen nur noch mit dem eben erst eingeganqencn Weingesetz zu befassen, welches bereits in zwei unmittelbar nacheinander angenommenen Lesungen im Plenum ohne vor- hergegangene Commissionsberathung beratheu worden ist Der Schwerpunkt des Gesetzes liegt in den Paragraphen 3 und 4 von denen der erstere bestimmt, was in Zukunft als Ver­fälschung oder Nachahmung des Weines im Sinne des Nahrungsmittelgesetzes nicht zu betrachten ist, während der letztere dte Voraussetzungen für die Annahme einer Verfälschung genau umschreibt. Wichtig ist, daß fürderhin der Zusatz von Alkohol oder mechanisch wirkenden Klärungsmitteln zum «rotcf der sogenannten Kellerbehandlung, ferner die Vermischung von Wein mit Wein, sodann die Entsäuerung des Weines mit reinem gefällten kohlensauren Kalk, endlich der Zusatz von gewissen Zuckersorten, auch in wässriger Lösung, gestattet sein . , "ber das Prineip des Gesetzes ,m Reichstage kemerle, Meinungsverschiedenheiten herrschen, Differenzen im Einzelnen aber mit Rücksicht auf die Geschäftslage des Hauses nicht geltend gemacht werden sollen, so ist an der Annahme

Brovpreise

vom 37. März bis IO. April 1893.

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Euch m den engen, von der Lust abgesperrten Schlafzimmern, in den durch Vorhänge verdunkelten Wohnzimmern umgibt, ?atm fpät 'st- dann heißt e§:Doetor, bus! Und der gute Dveior half auch diesmal und brachte es richtig dahin, daß Frau Lieschen, nachdem fle von einer ernften Halsentzündung genesen, ihren Deeorateur kommen ueß und ihm austrug, zunächst das nach rückwärts belege,ie Schlafzimmer dahin zu verlegen, wo jetzt der Salon war, in aQ seinen Aenderungen nach Dr. Rolfs Anweisung vorzugehen. Die seither dunkel verhängte Wohnung wurde in eine lichte, freundliche umgewandelt, die Polstermöbel mit lichter Lein­wand bezogen, die kunstvoll geschnärkelten Holzsachen in jene Jiaume versetzt, die nicht täglich benutzt wurden, die fest an den Boden genagelten Teppiche so eingerichtet, daß sie täg- lich gehoben und geklopft werden konnten u. dgl. mehr.

D,e guten Freundinnen sanden zwar, daß die Frau Rathin eine unverzeihliche Sünde begangen, ihre stilvolle Ein­richtung so zu verwüsten, die Gesellschaftsräume in die halb- dunklen Hofzimmer zu verlegen, das schöne clair obscur zu ftoren, das dem Ganzen ein so trauliches Ansehen verliehen, indessen, als nach etlichen Monaten die Familie sich ver- grdßene, und statt des erwarteten Kronprinzen gar zwei Kron prätendenten ihren Einzug hielten, da sah man ein, daß öer alte gute Doetor doch Recht gehabt, denn Frau Lieschen hatte setzt kaum Zeit mehr gefunden, ihre Schnitzmöbel gewissen­haft täglich zu reinigen und die Herren Jungen, die von der Mama genährt, gehegt und gepflegt sein wollten, hätten sich auch schwerlich in dem halbfinsteren Schlaf- oder Fremden­zimmer so gut entwickelt wie vorn in de« lichten, drei- fensterigen Salon, dem ehemaligen Billardzimmer, das ihnen

V L v.iUm ®omiciI angewiesen. Die jungen Herren ge leben hier prächtig, obschon das Zimmer weder Doppel- b'- F-nster mußten Tags über L A'ben, sogar Nachts eine Spalte weit. Wenn setzt llr. Rolf die sauge Frau besuchte, sagte er oft scherzend: 34 komme als Hausfreund, nicht als Hausarzt; wenn Ihr oernunftgetnaB lebt, ist der Arzt ein ganz unnöthiges Haus- inbentar. Ob er wohl Recht hat? Ja! Und dankcns- werth wäre es, wollten unsere Hausfrauen diese Winke beherzigen. -

des Gesetzentwurfes noch in dieser Session nicht zu zweifeln. Nach der Erledigung des Weingesetzes und der Beendigung der dritten Lesung des Etats wird der Reichstag voraus­sichtlich zwischen dem 1. und 8. April geschlossen werden. Demgemäß werden die Entwürfe eines Trunksuchtsgesetzes, eines Checkgesetzes, eines Gesetzes über den Verrath militärischer Geheimnisse und sogar die vielbesprochene Novelle zum Straf­gesetzbuch, die gemäß der direclen Willensäußerung Seiner Majestät des deutschen Kaisers anläßlich des Falles Heinze beantragt worden war, sozusagen unter den Tisch fallen.

In Preiße» hat sich das Abgeordnetenhaus nicht dazu verstanden, die von der Regierung verlangte Vollmacht zur Aufhebung der Beschlagnahme des Welsenfonds auf dem Wege königlicher Verordnung, statt durch Gesetz ohne Weiteres zu ertheilen, vielmehr die betreffende Vorlage trotz des Wider­spruchs des Finanzministers einer Commission überwiesen.

- .. . m 3n Bezug auf das vor etwa einem Jahre angenommene neue

ausgenommen von dieser Verpflichtung sind die preußische Einkommensteuergesetz ergibt sich schon jetzt, Kaiserlichen Posten und die städtischen Sprengfäffer. daß der Mehrertrag in Folge der scharfen Bestimmungen itn Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen Gesetze weit über den Voranschlag des Finanzministers Miguel werden mit Geldstrafen bis zu 30 Mark ober mit I hinausgeht und denjenigen Betrag erreicht, welchen Eugen entsprechender Hast bestraft. Richter von vornherein in Aussicht gestellt hatte, nämlich die

Diese Polizeiverordnung tntt mit bem 1. April 1892 | Summe von 30 bis 40 Millionen. Unendlich viel bedeut- in Kraft.

bafr wirklich, ich habe seit lange keine stilvollere Einrichtung gesehen! Ach, diese herrliche Mosaikarbeit, diese Plüsch- Applikattons und der malerische Faltenwurf an den Drape- Sieben, Di. kannst stolz auf Dein Heim

letn.Ich möchte es gern," sagte die junge Frau, die Fr^ndm in ihr mit gelbem Atlas drapirtes Boudoir führend, nur hat mir Doetor Rolf gründlich die Laune verdorben: denke Dir, er findet die ganze Einrichtung gefehlt, spricht p°n krankmachenden Organismen, die sich in den Seuipturen festsetzen, von Ptlzketmen und Bacterien, die sich entwickeln muffen, west d.e FensterAch, hör doch auf den alten 5'carren mcht, unterbrach die junge Frau,was versteht der denn davon, "'- man sich eine Wohnung stilvoll emridjtet! Was >hm unnutzes Geschnörkel, ist uns werthvoller Zierrath was thm ganz überflüssig erscheint, ist"St' St'" unter­brach Frau Lieschen,ich glaube, er ist ins Rauchzimmer gegangen,- daß er uns nur nicht hört!"

h ®tr 8tc ,Dr-JRo[f °ber hatte längst die Wohnung verlassen und, die (stiege hmabschreitend, sagte er zu sich ^Auch so eine Modenärrin, die nicht die blasse Idee von Hygiene und rationeller Lebensweise hat! Werden da heut «och etliche Dutzend Freundinnen kommen, die entzückt von den Butzenscheiben Fenstern und ciselirten Möbeln sind, jeden Vorsprung, jede Kehlung, jedes Schnitzwerk bewundern, jede Drapene anstaunen und mich höchstens auslachen, wenn ich nicht m den allgemeinen Chorus einstimme!" Niemand lt?nL oben die hellerleuchteten Gesellschastssäle sich Junten, die Schleppen über Parket und Teppiche geschleift wurden und die Paare sich bald hernach im Tanze drehten Die junge Wirthin strahlte im Vollgefühl ihrer Haus! srauenwürde und schien es kaum zu bemerken, daß der alte 01) nfi At. C k. X »n v a , b / da sie einige

Monate spater an einer Halsentzündung erkrankte, zu sich bitten ließ, sagte er kopsschüttelnd:Da haben wir es! Krankheitskeime, b,e tn den Kehlkopf gedrungen sind!"Aber bester Doetor, w,e ist das möglich!" erwiderte die junge grau,ich war ja fett vier Wochen nicht aus dem Hause'" Gerade dadurch ist eS möglich geworden," sprach der Arrt in der Wohnung wirbelt Ihr beim Reinmachen den Staub auf, schluckt ihn em, erkennt die »rankheitsgesahr nicht die

Große Partien und «f'wUL

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«ebr. Stamm, Markt und Stbulftraften-ffrfe runs y Anl-rligung nach M»h in bester und hmtfl,ter AussÜbruirn 7|rtM burd) »t< groß», fad».

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*ifldrrtn.St,.cialfl<fd,MtCTnflPhili^p0,Wenerb»arkT; °0MrCftIÖa fff VVaUfrP' al§ "on aufwärts. Die non Versandt- geschafteu offerirten Cigarren in j der Preislage werden in dunlf- T" °b'rttoffen.° ÄtJ M vulch einen Versuch zu übetzeugen.

erreichen muß, diese Erkenntnih, welche d m ält.ren Idealismus unb ^hlt, ist der Grundstein unseres Ideol- ^uESmuS . - .Wie in der Religion und Wissenschaft, so snchm

!1 - " anderen Formen alles Menschenleben« nur da« "NS überall im guten Wollen und im wahren fiKLW Mr N'hm-n in b,r Dichtung, so »ie in ber a bbn»n,n der Muük lebhaften Antheil en jeder g»,t-

ba träaen aft' bU mil S-nialer Selbständigkeit von

,??mnL8 c-noentioneller Formen und »nlchauung.n Mich m dUb-'->U die Wabrbeit in w.hrh.sier Darstellung l«tür*bie ' irn ?l btC a5?br,Vi2er ichmutzigen, gemeinen bi?fe fein unh . * a>Urb * 8 Muster «uffteUen. Wiikltchkeit mag Un? EuchNatur nach Shakespeares allbekannter Fassuna st^"^0g/^Wahr^bett Natur" aber.^di^ uns^alS'ZZ

Ä'to .S'b,b,"ÄS*

Otto oon Leixne^ Fritz Lemmermayer, Hermann von Lingg EmU Pescbkau.P.K. Rosegger, Julius Stinde^Hani^von^^WolzogmÄ iU8(fbagt.rÜnft 3lueft<nun0 Gabriel Max seine Mitwirkung

Y.& ^lE^echis««» de- Darwini-»«- oonvr. Otto 8acka- vorträ?D.rwws" 30*be'?'

% uontÄSn ^inOrigiu..dLeinenband W&

-Universums illuftririe Famtlienzeitschrifl, Dreeden M^nh?C^Hn"tDecfUmQ (aJlreb ^uschild). Das neueste Heft enthält folgende Beitrage:Landsturm", Novelle »on Hans Hrsfmann Für Krieg und Frieden". Wanderungen durch die Ausstellung xm Ms °°n E- F-lkenborst. Mit Oiiginal-JlluNrationen von Otto ra.räSnirT "Der Freund aus der vierten Dimension", »on B.Milar- "®,n Millionengeschenk deS Meeres" von ß. Stabt). ffl®zfi6nR,et£ummcIuni bei liieren", von W. Marshall. -Frau sSta« T t?0".C°r «!°'bS-n- - .Der Aberglaube in 5,CJ ~ Ereigniß am Himmel". _Die Stranduna der !!!?£ ',WeltausstellungS-Thürme" - rc. Als hervorragend! A?u^ra»°nen sind,u erwähnen:Gefunden" von O. Becker.Im gleich Bruningen.Strauchritter" von W. Die,. 50^SPfamigi||Ztlt°n ^anS Bachmann. Preis des Heftes

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Md.) Tafelbrod

_phroih, . D!® FachzeitungDer deutsche Steinbildhauer m lhrj' Vj-28 TOm L October 1891 in einem Artikel Wanderungen durch die süddeutschen Syenit- und Marmor-Industrien Firma F HXei^r nkfhr/- \-gi UnSer er9ter Besuch der V, Hofme|Ster. Durch diese Firma ist die Ausführung von Grabdenkmälern zu einem enormen Aufschwung gelangt Die flotte. AussteHungsraume des Geschäftes, die Art des Arrangements, X,' die Ausführung der ausgestellten Arbeiten sind musterhaft Wie nur wenige b riedhofe Deutschlands bietet aber auch der Friedhof brankfurts eine geradezu kostbare Mense herrlicher Grabdenkmäler in jedem denkbaren Material. (Siehe Annonce der Firma in heutiger Nummer). 1785

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