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aus einer verschlossenen Schublade einen Geldbetag von 25 Mark entwendet hatte. Weiter wurde verhaftet ein Hülssbriesbote, welcher ebenfalls einen Einbruchsdieb­stahl begangen haben soll.

4» Der Borstand und der Gesammtausfchuß des deutschen Hereins für Knaben Handarbeit erläßt mit dem Ortsausschuß f 4" Frankfurt a. M. gegenwärtig die Einladung zum elften Deutschen Congresse für erziehliche Knaben-Hand- arbeit, der vom 10.12. Juni d. I. daselbst stattfinden wird. Dem Ortsausschuß gehören Männer aus allen Schichten der Bevölkerung an, und steht dem Congreß daher eine be­sonders freundliche Aufnahme in Frankfurt a. M. bevor. Aus der Einladung ersehen wir, daß die deutsche Bewegung zwar in Bezug aus ihre Stärke und Vertiefung wohl derjenigen der meisten ausländischen Staaten voranschreitet, daß indeß die Erfolge in Deutschland andern Staaten gegen­über erst an achter Stelle sich anreihen. Voraus gehen Frankreich, England, Finnland, Schweden, Norwegen, die Schweiz und Belgien. Die Ursache wird vor Allem darin gefunden, daß in diesen Staaten die oberen Behörden, Ge­meinden und gesetzgebenden Gewalten bereits entschiedener die Bewegung unterstützt haben. In Deutschland selbst steht das Großherzogthum Baden allen andern Staaten voran, welches den Handfertigkeits-Unterricht bereits in den Lehrplan der Volksschule ausgenommen hat. Am 10. Juni Abends findet die Begrüßung statt, am 11. der Vereinstag. Aus der Tagesordnung desselben stehen u. A.: Soll die Knaben­handarbeit vornehmlich in den Dienst der Erziehung oder des Schulunterrichts gestellt werden? von Director Dr. Götze» Leipzig - wer soll den erziehlichen Knaben - Handarbeits­unterricht leiten, der Handwerksmeister oder der Lehrer? von Stadtschulrath Dr. Rohmeder München,- über die Verschiedenartigkeit des deutschen und des französischen Arbeitsunterrichts, von dem Lehrer Neumann Görlitz. Am Sonntag den 12. Juni findet im großen Saale des Saalbaus der öffentliche Congreß statt, mit welchem eine Comeniusseier verbunden sein wird. Als Festredner wird Rector Rißmann Berlin auftreten. Den Hauptvortrag des Congresses bildet das Thema:Die sociale Frage und die Erziehung zur Arbeit in Jugend und Volk" von dem Abgeordneten SchenkendorfsGörlitz. Vom 10.20.Juni findet in Frankfurt a. M. in den Räumen des Kunstgewerbe- Museums eine bezügliche internationale Ausstellung statt.

Weltausstellungs-Notizen. In der Nähe des Garten­baupalastes wird eine Sängerhalle von 160260 Fuß er­richtet. Daselbst wird sich Chordirector Tomlins mit 9000 geschulten Sängern vorführen. Während einer Woche wird in der Halle das internationale Waliser Eifteddfod abgehalten werden.

+ Lich, 24. April. Der hiesige frühere Fuhrmann und Gemüsehändler Johannes Eise L, welcher erst vor wenigen Tagen die Verbüßung einer längeren Freiheitsstrafe beendigt hatte, machte heute seinem Leben durch Erhängen ein Ende.

Friedberg, 22. April. Am 19. April d. I.- sand im Festsaale des hiesigen Predigerseminars, in Anwesen­heit des Oberconsistorialraths Dr. Köstlin als Vertreter der Kirckenbehörde, die feierliche Entlastung der 10 Candidaten: Dr. Dieckmann, Dr. Grein, Hosmeyer, Jakob, Koch, Krämer, Kumps, Marquardt, Schäfer und Zatzmann statt. Im Prediger­seminar verbleiben 12 Candidaten.

Laubach. 22. April. Seit einigen Wochen hat sich hier unter der Leitung des Herrn Organisten C. A. Kern ein Kirchengesangverein gebildet. Die Mitglieder, etwa 50 an der Zahl, repräsentieren die besten Gesangskräste.

Bom Main, 22. April. Im Mainthale macht sich seit Beginn besserer Witterung eine erhebliche Auswanderungs- lu st bemerkbar. Ganze Familien ergreifen den Wanderstab, um meist in Amerika ihr Glück zu suchen.

vermischtes.

* Leipzig, 20. April. Congreß für innere Me­dizin. (Fortsetzung- Anfang s. Nr. 95, 1. Bl.) Herr Prof. Dr. Birch Hirschfeld behandelt die Frage der schweren anämischen Zustände vorzugsweise vom allgemeinen klinischen, patho­logisch-anatomischen und ätiologischen (d. h. ihre Entstehungs­ursachen ins Auge fassenden) Gesichtspunkt aus. Die schweren anämischen Zustände sind characterisirt durch Verminderung der Zahl und Degeneration der rothen Blutkörperchen (Aus- tceten abnormer und kernhaltiger Formen und Ablagerung von Blutfarbstoff in den verschiedensten Organen), mit daraus hervorgehendem Zerfall im Gewebe (fettige Degeneration in den verschiedensten Organen, vermehrte Harnstoffausscheidung und Peptonurie). Als Veranlassung des Zerfalls rother Blutscheiben können verschiedenartige Schädlichkeiten in Be­tracht kommen, die durch Zersetzung des Blutplasmas (mit Verminderung der Gerinnbarkeit des Blutes) oder durch directen Einfluß zerstörend aus die rothen Blutkörperchen wirken. Die eben berührten Schädlichkeiten können von außen stammen (toxische Schädlichkeiten) oder durch specifische Mikroorganismen im Körper gebildet sein (insectiöse Noxen) oder endlich durch regressive Veränderungen aus den Körper­geweben- entstehen (Autointoxication). Demnach wird für die hier besprochenen schweren anämischen Zustände eine ein­heitliche Krankheitsursache nicht vorausgesetzt, sondern die in ihrem Wesen analoge, in ihren Folgen gleichartige Blutver­änderung aus verschiedene ätiologische Momente zurückgesührt. Betreffs der Therapie erwähnt der Vortragende, daß Arsen­behandlung in eittkr Anzahl von Fällen von Erfolg begleitet sei, daß die Transfusion zwar Besserungen zu erzielen, aber im Allgemeinen nur palliativ zu wirken im Stande sei. Besonderer Werth dagegen sei in allen Fällen aus die diätetische und besonders auch klimatische Seite der Behandlung zu legen. Der Correserent über das in Rede stehende Thema, Herr Pros. Ehrlich (Berlin), berücksichtigt in seinen Aussührungen vorzugsweise die Blutanomalien, wie sie schon am lebenden

Menschen zu constatiren sind, und wie sie sich anatomisch und chemisch analysiren taffen. Von rothen Blutscheiben kann man nach ihm Regenerations- und Degenerationsformen unterscheiden. Zu den letzteren gehören die mannigfachsten Spaltungssormen sowie die Formen, bei denen innerhalb des Leibes der rothen Blutscheiben Veränderungen in der Structur und chemischen Zusammensetzung vorkommen. Letztere characterisiren sich besonders durch Beeinträchtigung der Färb­barkeit, erstere durch Auftreten eigenthümlicher Körperchen im Innern der Blutscheiben, sog. hämoglobinämischer Jnnen- körper. Es handelt sich bei diesen um ein allmähliches Schwinden des Blutsarbstoffs bis zum völligen Erblaffen der Blutscheiben zu sog. Schatten. Die Regenerationsformen sind kernhaltige rothe Blutkörperchen, von denen der Refe­rent zwei Arten unterscheidet, eine kleinere (Normoblasten) mit äußerst stark tingirbarem Kern, und eine sehr große Art (Megaloblasten) mit sehr wenig färbbarem Kern. Die ersteren sind normaler Weise in den blutbereitenden Organen vorhanden, treten aber im treibenden Blute der Erwachsenen nur bei Veränderungen des Blutes durch bestimmte Ver­giftungen oder bei einfachen secundären Anämien auf. Die Megaloblasten sind die embryonalen Entwicklungstypen der rothen Blutscheiben und treten als regenerative nur bei den schweren perniciösen Anämien, und zwar in geringer Zahl, im Blute auf. Sie sind jederzeit Characteristicum der ernstesten Erkrankungsformen. Im Knochenmark hat ein compensatorischer Neubildungsvorgang bei schweren Anämien statt (characterisirt durch das sog. rothe Knochenmark), der aber bei den allerschwersten Formen der perniciösen Anämie ausbleibt. Der Referent geht dann noch auf die Leukocytose ein, die nach seinen Untersuchungen auf dem Auswandern der polynucleären (vielkernigen) Zellen des Knochenmarks beruht. An der Discussion über das Thema betheiligten sich die Herren Troje (Berlin), Litten, Fürbringer (Berlin), Klebs (Zürich-Berlin) und Dehio (Dorpat).

* Frankfurt a. M., 23. April. Wie dieFrankfurter Zeitung" erfährt, sind aus Anlaß der Jäger'schen Defrau­dation durch das hiesige Syndicat der beeidigten Wechsel­sensale Ermittelungen auf Jahre zurück vorgenommen worden, wobei festgestellt wurde, daß von beeidigten Maklern der hie­sigen Börse keiner für Jäger Geschäfte vermittelt hat. Auch eine Untersuchung der Behörden auf Grund von Gerüchten, nach denen Jäger in einer hiesigen Wirthschast mit einigen unbeeidigten Maklern häufig verkehrt hätte, sollen bisher kein greifbares Resultat ergeben haben.

* Frankfurt a. M., 23. April. Die Hessische Ludwigs- bahn hat in voriger Woche 60,000 Tonnen prima Loco- motivkohlen in der seitherigen Qualität mit 662/3 pCt. Stückgehalt aus Jahresliefecung zum Preise von 116, bezw. 114 Mk. franco Waggon Gustavsburg, bezw. Bingen ver­geben. Für weiteren Bedarf liegt der Ludwigsbahn eine ganze Reihe gleicher Offerten vor.

* Görlitz, 22. April. Durch den Scharfrichter Rein del in Magdeburg wurden heute Früh die Arbeiter August Knoll und Wilhelm Heidrich, die in der Nacht zum 22. December 1891 die Wittwe Buchelt in Leopoldshain ermordet und beraubt hatten, hingerichtet.

* Berlin, 22. April. Drei Arbeiter wurden am Anhalter Bahnhof verhaftet, weil sie Nachts beim Rangiren einen Güterwagen beraubten, nachdem sie die Plomben ab­gerissen hatten. Sie gestanden, daß sie bereits 150 derartiger Diebstähle ausgeführt hatten.

* Stuttgart, 22. April. In Brackenheim zerstörte ein furchtbarer Brand sieben Häuser und fünf Scheunen.

* Gumbinnen, 23. April. Der Rendant Wenghöfer von hier hat sich in Berlin erschossen. In der Kreis- sparkaffe fehlen 19,000 Mk. Wie viel in der Kreiskaffe noch fehlt, ist unbestimmt.

* Wien, 23. April. Heute Mittag sand der festliche Empfang derBerliner Liedertafel" durch den Bürger­meister Dr. Prix, durch die beiden stellvertretenden Bürger­meister, durch die Stadträthe und Obmänner der Clubs des Gemeinderaths im hiesigen Rathhause statt.

* Wien, 24. April. Dem heutigen Concerte der B e r- linerLiedertaselim Arkadenhofe des Rathhauses wohnten etwa 3000 Personen bei. Der Bürgermeister Dr. Prix be­grüßte die Berliner Gäste mit einer herzlichen Ansprache. Sämmtliche Gesangsvorträge wurden mit brausendem Beifall ausgenommen. Der Vorsitzende der Berliner Liedertafel, Canzleirath Weiße, sprach seinen Dank für die gespendete Anerkennung aus und schloß mit einem Hoch auf die Stadt Wien. Vor der heutigen Vorstellung im Deutschen Volks­theater, zur welcher die Mitglieder der Liedertafel Einladungen erhalten hatten, fang der Verein mehrere Chöre, die jubelnden Beifall ernteten.

* Fahrkarteu-Automaten. Nach derTägl. Rdsch." hätte jetzt das Betriebsamt der Berliner Stadt- und Ring­bahn sich entschlossen, den Fahrkartenverkauf an den Schaltern durch Ausstellung von automatischen Apparaten zu entlasten. Von jetzt ab wird aus dem Schlesischen Bahnhof ein solcher Automat, vorerst allerdings nur versuchsweise, in Thätigkeit treten. Die Fahrkarte sällt ohne Zuthun des Kaufenden in -eine große Schale, aus der sie bequem herauszunehmen ist. Der Automat verkauft 40 Karten in der Minute. Der erste Apparat ist für eine Füllung mit 500 Fahrkarten eingerichtet, kann aber leicht vergrößert werden. Auf Anweisung des Betriebsamts wird der Automat zunächst Stadtbahnkarten dritter Klasse verkaufen, die zwischen den Stationen Schlesischer Bahnhof und Lehrter Bahnhof giltig sind.

* Gegen die Gefangswettstreite. Der geschäftsführende Aus­schuß des deutschen Sängerbundes in Nürnberg erklärt, daß er auf dem Boden des Beschlusses von 1883 stehe, in welchem das Ueberhandnehmen der Gesangswettstreite beklagt und die Sängerschaft dringend ersucht wurde, diese fremdländische In­stitution nicht bei uns einzuführen. Der Ausschuß gibt diese Erklärung ab im Hinblick daraus, daß auch in diesem Jahre

wieder ein solcher Wettstreit von einem Gesangverein im Großherzogthum Baden veranstaltet wird.

* Das kostspieligste Bahnhofs Empfangsgebäude der Welt befindet fich, nach derSchles. Ztg." auf dem vor Kurzem eröffneten neuen Bahnhofe in Bombay. Der Bau soll zehn Jahre gedauert und an Kosten die erhebliche Summe von fast 70 Millionen Mark verzehrt haben. Dieser Aufwand findet seine Erklärung in der Größe der Bauanlage, in der künstlerischen Ausstattung, die dem Gebäude in allen hervor­ragenden Theilen gegeben ist, sodann in dem Werthe des Materials, das zur Errichtung und Ausschmückung Verwendung gefunden hat. Die Mittelkuppel des Gebäudes wird von einem riesigen Kunstwerk gekrönt, das den Fortschritt darstellt. Den Hauptschmuck des Innern der großen Halle bildet eine von allegorischen Figuren umgebene Colossalstatue der Kaiserin Victoria Königin von England. Außen und innen zeigt daß Gebäude eine reiche Ausstattung in kunstvoll bearbeitetem, verschiedenfarbigem Marmor, die im Innern durch werthvolle Holzschnitzereien ergänzt wird.

Das Vorkommen von Diehseuchen in Hessen

während des Monats März 1892.

Milzbrand wurde festgestellt am 12.März in Eudorf, Kreis Alsfeld, bei einem creptrten Rinde.

Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Dornheim, Kreis Groß-Gerau, in Unter-Hambach, Kreis Heppenheim, in Maulbach, Kreis Alsfeld, in Ortenberg, Kreis Büdingen, in Staden und Steinfurth, Kreis Friedberg, in Weisenau, Kreis Mainz, in Hackenheim und Flonheim, Kreis Alzey, in Rieder-Ingelheim, Kemplen und Dietersheim, Kreis Bingen, in Partenheim, Dolges­heim und Selzen, Kreis Oppenheim, in Kriegsheim, Mörstadt und Abenheim, Kreis Worms.

Die Seuche herrscht fort in Lorsch, Kreis Bensheim, in Biebesheim, Kreis Groß-Gerau, Heppenheim, in den Orten des Kreises Alsfeld: Altenburg, Eudorf, Liederbach, Unter-Sorg, Alsfeld, Billertshausen und Hopfgarten, in Mombach, Kreis Mainz, in Volx­heim , Kreis Alzey, in Guntersblum und Biebelnheim, Kreis Oppenheim.

Die Seuche wurde im Monat März feftgestellt und war am Schlüsse desselben wieder erloschen in Kocherbach, Kreis Heppen­heim, in Offenbach, auf dem Btehhofe in Mainz, in Bornheim, Kreis Alzey, in Bingen, in Weinolsheim, Kleis Oppenheim, in Westhofen und Osthofen, Kreis Worms.

Die Seuche wurde im Monat März feftgestellt und herrschte am Schlüsse desselben noch fort in Darmstadt, in Großhausen, Kreis Bensheim, in Ernsthofen und Herchenrede, Kreis Dieburg, in Erfelden und Bischofsheim, Kr. Groß-Gerau, in Klein-Welzheim, Kr. Offenbach, in Trais-Horloff und Langsdorf, Kreis Gießen, in Selters und Wenings, Kreis Büdingen, in Ober-Erlenbach, Kreis Friedberg, in Laubenheim, Kreis Mainz, in Fürfeld, Flomborn und Eckelsheim, Kreis Alzey, in Ober-Ingelheim, Kreis Bingen, in Eimsheim, Dal­heim, Dexheim und Hahnheim, Kreis Oppenheim, und in Alsheim, Kreis Worms.

Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh ist erloschen in Bockenrod, Kreis Erbach, in Rieder-Roßbach, Kreis Friedberg, in Lörzweiler, Kreis Oppenheim. In Lindenfels, Kreis Bensheim,' und in Diebach a. H., Kreis Büdingen, herrscht die Seuche fort Festgestellt wurde dieselbe in Eberbach, Kreis Erbach, am 1. März, im Kreise Gießm in Weikertheim am 4., in Lollar am 29. und in Münster am 31. März, im Kreise Büdingen in Rinderbügen am 6., in Büdingen am 8. und in Michelau am 10. März, in Uffhofen, Kreis Alzey, am 16., in Uetzhausen, Kreis Lauterbach, am 23. und in Dorn-Assenheim, Kreis Friedberg, am 31. März. In Ederbach und Büdingen ist die Seuche bereits wieder erloschen.

Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Lauter und Grünberg, Kreis Gießen; in Ober-Ohmen, Ober-Breiden­bach und Brauerschwend, Kreis Alsfeld; in den Orten des Kreises Büdingen: Usenborn, Michelau und Leidhecken; in Ilbenstadt, Kreis Friedberg.

Verkehr, Land- rin- Volksrvlrthschaft.

^rünberg, 23. April. Fruchtprei.se. Weizen X21. Korn vH. 19.00, Gerste X 16.40, Hafer X 13.00, Erbsen X 22., Linsen X Wicken X Lein^L, Kartoffeln X 8., Samen X.

Berficherirngßsache. In den ersten drei Monaten der laufenden Jahres wurden bei der Lebensversicherungs- und Ersparniß-Bank in Stuttgart neue Verftcherungs-Anträge über 10483060 Mk. eingereicht, gegen 6646100 Mk. in derselben Zeit des Vorjahres. Das laufende Jahr brachte also ein Plus von 3836960 Mk. Die Sterblichkeit hält sich in mäßigen Grenzen Die im Jahre 1892 an die Versicherten zur Rückvergütung kommende Dividende beträgt 40oCt. der lebenslänglichen und extra 20pEt. der alternativen Zusatzprämie oder 3pEt. aus der Gesammtprämien- zahlung (steigende Dividende). Versicherungsstand derzeit rund 350 Millionen Mark.

Rach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahltndustrieller belief sich die Roheisenproduetio« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat März 1892 aus 413 644 Tonnen, darunter Puddelrohetsen und Spiegeleisen 161169 Tonnen, Bessemerroheisen 34 668 Tonnen, Thomasroheisen 169 593 Tonnen und Gießereiroheisen 48 214 Tonnen. Die Production im März 1891 betrug 370018 Tonnen, im Februar 1892 378 700 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. März 1892 wurden producirt 1200719 Tonnen gegen 1050033 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres.

Literatur und ICunft.

Die Erschließung der Oftalpen. Unter Redaction von Prof. Dr. Ed. Richter. Herausgegeden vom D. u. Oe. Alpenverein. 1. Heft. Unter diesem Titel gibt der D. u. Oe. Alpenoerein, welcher dermalen 25800 Mitglieder in 192 Sectionen zählt, ein reich mit Illustrationen in Heliogravüre und Karten ausgestalketeS Prachtwerk heraus, welches eine für Touristen wie für Geographen gleich inteitssante Geschichte der Bergbesteigungen bietet. Das Werk erscheint in 20 Lieferungen (zu 4 Bogen) zum Preise von 1 Mk. für VcretnS- mitglieder. (Im Buchhandel 1.40 Mk.)

Spielplan der vereinigten frankfurter Ltadttheater.

OveruhauS.

Dienstag den 26. Apru: Der Prophet. Mittwoch den 27. April geschlossen. Donnerstag den 28. April: Mignon. Freitag den 29. April: Faust (1 Theil.) Samstag den 30. April: Walküre. Sonntag den 1. Mat: Der Wildschütz. Vorher: Cavalleria rusticana.

Schauspielhaus.

Dienstag den 26. Ap l: Stiftungsfest. Der sech ste Sinn. Mittwoch den 27. Apiil: Farinelli. Donnerstag den 28. April geschlossen. Freitag den 29. April: De, Fall Cle- menceau. Samstag den 30. April: Der Schatten. Hierauf: Das Stiftungsfest. Sonntag den 1. Mai: Ihr Eorporal. Montag den 2. Mat: V'lla Friedclsruh.