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Neueste Nachrichten.

WolffS trlegr«phischeS Torrespondmz-Vure«.

Vera, 20. Januar. Der Ständerath hat das Gesetz, betreffend die Auslieferung politischer Verbrecher, einstimmig angenommen.

Paris, 20. Januar. Die klerikalen Blätter publiciren ein Exposö über die Lage der Kirche in Frankreich, sowie eine Erklärung der Erzbischöfe von Toulouse, Reims, Rennes, Paris und Lyon, worin sie die von der Republik gegen die katholische Religion und den CleruS durchgeführten Maßnahmen aufzählen und den Katholiken Angesichts der Lage folgende Haltung empfehlen: Achtung der Landes­gesetze, wofern sie den Forderungen des Gewissens nicht Widerstreiten, Achtung vor den Vertretern der Staatsgewalt, aufrichtige, loyale Annahme der politischen Einrichtungen, zugleich aber festen Widerstand gegen alle Uebergriffe der weltlichen Macht auf geistlichem Gebiet uud treue Erfüllung der Wahlpflicht.

Paris, 20. Januar. Dem Trauergottesdienst in der englischen Capelle für den Herzog von Clarence wohnte Ribot als Vertreter der französischen Regierung bei.

Loudon, 20. Januar. Um 10 Uhr Vormittags ging der Leichenzug des Herzogs v o n Clarence von Sandring- hamhouse über den Wolsertonbahnhos, wohin der Prinz von Wales zu Fuß, die Prinzessin Wales und Töchter, sowie die Herzogin v. Teck und Prinzessin May im Wagen folgten, hach Windsor, wo der Zug um 3 Uhr eintraf. Der Sarg .wurde unter Escorte der Leibgarde von Husaren nach der Georgscapelle getragen; die Prinzen und Vertreter der Fürst­lichkeiten folgten - den Gottesdienst verrichtete Bischof Rochester. Abends sand die Beisetzung statt, an der nur die Familien­angehörigen theilnahmen.

Stockholm, 20. Januar. Der Reichstag wurde heute mit einer Thronrede eröffnet, in der es heißt: Die Ver­hältnisse zu allen fremden Mächten seien fortdauernd befrie Digende, die unablässigen Bemühungen des Königs zu deren Erhaltung seien erleichtert, je mehr ein gutes Vertheidigungs- wesen die friedliche Unabhängigkeit des Landes bewahre. An­gekündigt werden eine Vorlage, betreffend das Vertheidigungs- wesen, die Fortsetzung der nördlichen Stammeisenbahn und erhebliche Herabsetzung der Einfuhrzölle für gewisse Getreide­sorten.

Rom, 20. Januar. Kammer. In geheimer Ab« stimmung wurden mit 177 gegen 66 Stimmen die Handels­verträge mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn an­genommen.

Rom, 20. Januar. Das Befinden des Papstes, der gestern und heute mehrere Audienzen ertheilte, ist durchaus befriedigend.

Petersburg, 20. Januar. Eine Abordnung franzö­sischer Offiziere unter der Führung des Artillerie- Obersten Bange ist behufs militärischer Studien hier ein­getroffen. Nachdem dieselben verschiedenen Einladungen seitens ihrer russischen Kameraden gefolgt waren, besuchten sie gestern die Kaserne der ersten Garde-Arttllerie-Brigade, wo das Osfi- ciercorps ihnen ein Frühstück gab. Hierbei toastete der Drigadeches, General Baumgarten, auf den Präsidenten Car­not, und Bange aus daS russische Kaiserhaus. Die Musik spielte die Marseillaise und die russische Nationalhymne. Der russische Batteriechef, Oberst Hippius, trank aus die Brüder­schaft der russischen und der französischen Armee, sowie auf die Freundschaft beider Nationen. Andere russische Offiziere toasteten aus die Feldwebel der französischen Artillerie, welche den russischen Artilleristen alljährlich Neujahrswünsche senden. Ein französischer Capitän erwiderte aus einen weiteren Toast aus die französischen Artilleristen russisch:Danke! Aus Eure Gesundheit, Brüder!"

Tiflis, 20. Januar. Die vorgestern eingestürzte Brücke war von einem armenischen Priester erbaut. Die Bevölkerung verlang^ strenge Bestrafung des Priesters. In Folge dessen rotteten sich wiederholt Volkshausen vor dem Wohnhause des armenischen Bischofs zusammen und versuchten einzudringen, wurden jedoch von der Polizei zurückgedrängt. Bei dem Tumult wurden Fenster des bischöflichen Wohnhauses zertrümmert.

Depeschen deSBureau Herold".

Berlin, 21. Januar. DenBerl. Pol. Nachr." zufolge foll, um dem Mangel in der Organisation der Eisenbahn- Verwaltung abzuhelsen, eine besondere Eisenbahncarriöre mit speciell eisenbahntechnischer Vorbildung ein­gerichtet werden.

Berlin, 21. Januar. DieVoss. Ztg." meldet aus Wien, die Kronprinzessin Stephanie soll sich in München mit dem Herzog Miguel von Braganza verlobt haben.

Erfurt, 20. Januar. Eine amtliche süddeutsche Mit­theilung signalisirt das wahrscheinliche selbstständige Vorgehen der süddeutschen Staaten bezüglich Ermäßigung der Person en tarife.

Bochum, 20. Januar. Aus den ZechenMontcenis" und Julia" in Recklinghausen bei Herne fanden Arbeiter- Entlassungen statt. Aus letzterer wurden 100 Arbeiter entlassen.

Münster, 21. Januar. Im Proceß gegen die Bergleute Nick und Genoffen aus Buer lautet das Urtheil gegen Nick als den Rädelsführer wegen LandsriedensbruchS und Todtschlags aus 15jährige, gegen Konrad Lang ebenso, gegen die übrigen aus 14jährige resp. 10jährige Zucht­hausstrafe.

Kiel, 20. Januar. Prinz Heinrich wurde zur Dienstleistung an das Reichs - Marineamt in Berlin com- mandirt.

Posen, 20. Januar. Erzbischof Stab lew Ski traf um IOV2 Uhr, von Gnesen kommend, ein. Am Bahnhose war der ganze Provinzadel anwesend. Nach der programmmäßigen Begrüßung ertheilte der Erzbischof seinen Segen. Gegen

30,000 Personen waren zugeströmt. Einem Commandantur- befehl zufolge müssen Gemeine bis zum Stabsoffizier Vor­mittags Helm tragen.

Bremen, 20. Januar. Die Schifffahrt auf der unteren Weser ist unmöglich. Geestemünde und B,remerhasen sind eisfrei.

Wien, 21. Januar. DiePol. Corr." meldet aus Rom, im Frühjah rSconsistorium sollen 10 Cardinäle, darunter vielleicht ein Deutscher, ernannt werden.

Petersburg, 20. Januar. Der Kriegsminister hat die geplante Truppenverlegung aus dem Innern der Noth- gouvernementS an die preußische und österreichische Grenze definitiv ausgegeben.

Warschau, 20. Januar. DaS Bahnhofsgebäude der Bahn nach Iwangorod ist theilweise niedergebrannt. Der Schaden ist bedeutend.

lkocaler «n- provinzielle».

Gießen, 21. Januar 1892.

Neues Theater. Morgen Abend, Freitag den 22. d. M., wird, wie schon gestern kurz gemeldet, zum Benefiz des Herrn Stegemann, des beliebten Liebhabers unserer Bühne, der reizende SchwankSie wird geküßt" gegeben. Wir möchten an das hiesige Publikum die Bitte richten, dem jungen Künstler, der uns schon so oft mit hübschen Proben seines frischen Talentes erfreut hat, durch besonders zahl­reiches Erscheinen zu beehren. Die Vorstellung beansprucht auch deshalb ein besonderes Interesse, weil Frau Anni Reiners darin zum ersten Male nach ihrer Krankheit wie­der auftreten wird. Die gute Wahl des Stückes bürgt dem Publikum für einen genußreichen Abend, und wir wollen hoffen, daß es unseren oben ausgesprochenen Wunsch in recht ausgedehntem Maße beherzigen möge. Dem Benefizianten aber wünschen wir von ganzem Herzen Glück zu seinem Ehren­abende. Zugleich wollen wir nicht unterlassen, zu verkün­den, daß uns am Montag den 25. d. M. abermals ein sehr interessantes Gastspiel durch die Großh. Hess. Hosschauspielerin Frl. Amalie Kramer bevorsteht. Die Künstlerin wird, wie wir hören, nur an einem Abend austreten, versäume daher Niemand diese seltene Gelegenheit.

Berichtigung. In dem gestrigen Bericht über den Fest-Commers des Alten-Herren-Verbandes deutscher Burschen' schaster muß es aus der fünften Zeile anstatt: eine intim burschenschastliche heißen:eine intern burschenschastliche".

Das am 20. Januar ausgegebene Großherzogliche Regier vugSblatt Nr. 4 enthält: 1. Gesetz, die nachträgliche Aufnahme der von der früheren Oberhessischen Eisenbahn- Gesellschaft übernommenen Beamten und Bediensteten in den Staatsdienst betr. Vom 6. Januar 1892. 2. Gesetz, die Ab­lösung i et ZBa erfallzinsen betr. Vom 13. Januar 1892.

Bei der eivgetretenen strengeren Kalte wollen wir nicht unterlassen, zur Erlangung einergemüthlich warmen Stube" darauf aufmerksam zu machen, daß vor allem der Ösen richtiggereinigt" sein muß, nur in einem ruß- und aschefreien Ofen kommt das Brennmaterial vollständig zur Verbrennung und thut dann auch seine Wirkung, ferner ist darauf zu achten, daß die Ofenrohre ganz sind und die ein­zelnen Theile derselben richtig ineinander passen, jeder, auch der geringste Lustzug durch dieselben hindert den Zug des Ofens und läßt nur zu leicht Rauch und Dunst in das Zimmer gelangen. Eine weitere Hauptsache ist ferner daS Lüsten" des Zimmers. Vor dem Heizen lasse man durch die geöffneten Fenster so viel als möglich frische Lust in die Stube, je reiner und frischer die Zimmerlust ist, um so fröh­licher brennt daß Feuer im Ofen und um so rascher ist daS Zimmer wieder erwärmt und der Kohlenverbrauch ein gerin­gerer als in einem dunstigen Zimmer.

Die Handelsverträge und die landwirthschaftlichen In» tereflen ia Deutschland. Der Vorstand des deutschen Land- wirthschastsraths hat betreffs der Handelsverträge ein Rund­schreiben an die Mitglieder erlassen,- es wird darin dem Bedauern über die Herabminderung der landwirthschaftlichen Schutzzölle Ausdruck gegeben und am Schluffe bemerkt: Wir glauben, daß die landwirthschaftlichen Vertretungs-Körper­schaften in Zukunft eine ihrer wesentlichen Ausgaben darin werden erblicken müssen, sowohl jedem weiteren Preisgeben landwirthschastlicher Interessen entgegenzuwirken, wie auch bestrebt zu sein, aus anderen Gebieten und als Ersatz sür die zugemutheten Opfer geeignete Maßnahmen zur Kräftigung und Sicherung der deutschen Landwirthschast zu erweitern. Aus diesen Gründen beabsichtigen wir, auch nachdem in­zwischen die Handelsverträge zum Abschluß gelangt sind, die Berathung derselben dennoch auf die Tagesordnung der nächsten Plenarversammlung zu setzen und bitten wir die Herren Mitglieder, auf die Verhandlung hierüber sich ins­besondere nach der Richtung hin vorbereiten zu wollen, um der aus der allgemeinen Lage der deutschen Landwirthschast, wie aus den besonderen Verhältnissen der einzelnen Landes- theile heraus nothwendig erscheinenden Maßnahmen zur Sicherung und Förderung der landwirthschaftlichen Inte­ressen seststellen und an geeigneter Stelle befürworten zu können.

Der deutsche Wald. Mehr als ein Viertel des deutschen Bodens ist auch heute noch bewaldet. Von den rund 54 Millionen Hectaren Land, welche das Deutsche Reich umfaßt, sind nach dem Forst- und Jagdkalender des Geh. Oberforstraths Dr. Judeich 14 Millionen Hectare Waldboden. Von dem deutschen Walde sind 32,7 pCt. StaatSsorsten, 15,2 pCt. Gemeindesorsten, 1,3 pCt. Stistungssorsten, 2,5 pCt. Genoffensckaftssorsten, 48,3 pCt. Privatsorsten. Die wald­reichsten deutschen Länder sind SchwarzburgRudolstadt, in welchem der Wald 44pCt. des Bodens bedeckt, und Sachsen- Meiningen. Am wenigsten Wald hat Oldenburg, nämlich nur 9,2 pCt. seiner Fläche. Preußen bleibt mit 23,4 pCt. etwas unter dem Durchschnitt.

Die Zahl der Toderfllle hn Jahre 1891, ausschließlich der Todtgeborenen, betrug in Mainz mit Kastel 1528, davon 471 im ersten Lebensjahre (19,0 Todesfälle pro Jahr unfr 1000 Einwohner), in Darmstadt 1107, davon im ersten Lebensjahre 279 (19,6), in Offenbach 756, davon im ersten Lebensjahre 236 (21,5), in Worms 587, davon int ersten Lebensjahre 200 (23,0), in Gießen 509, davon im ersten Lebensjahre 96 (24,7). Die Todesursache anlangend, ver­stürben an Masern und Rötheln: in Mainz mit Kastel 3, in Darmstadt 14, in Offenbach 1, in Worms 3, in Gießen 4; an Scharlach: in Mainz, Darmstadt und WormS je 4, in Offenbach 5, in Gießen; an Rachenbräune: in Mainz 94, in Darmstadt 35, in Offenbach 53, in Worms 16, in Gießen 45; an Halsbräune, Croup: in Mainz 4, in Darmstadt 7, in Offenbach 15, in Worms 10, in Gießen 2; an Keuch­husten : in Mainz 11, in Darmstadt 7, in Offenbach 5, in Worms 20, in Gießen 1; an Unterleibstyphus: in Mainz 8, in Darmstadt 2, in Offenbach und Worms je 3, in Gießen 1; an Flecktyphus und Rücksallfieber; an Ruhr; an Diarrhoe und Brechdurchfall: in Mainz 129, in Darmstadt und Offenbach je 89, in Worms 67, in Gießen 16; an Wochenbettkrankheiten: in Mainz 8, in Darmstadt 1, in Offenbach und Worms je 5, in Gießen; an Lungen­schwindsucht : in Mainz 232, in Darmstadt 145, in Offen­bach 109, in Worms 72, in Gießen 76; an acuten entzünd­lichen Krankheiten der Athmungsorgane: in Mainz 144, in Darmstadt 136, in Offenbach 97, in Worms 49, in Gießen 64; an Gehirnapoplexie: in Mainz 77, in Darmstadt 64, in Offenbach 36, in WormS 19, in Gießen 17; an acutem Gelenkrheumatismus: in Mainz 3, in Darmstadt, Offenbach und Worms je 1, in Gießen; gewaltsamen Tod erlitten : in Mainz 53, in Darmstadt 42, in Offenbach 13, in Worms 28, in Gießen 18.

Affenheim bei Friedberg, 18. Januar. Gestern Nach­mittag verschied hier, an den Folgen der Influenza, Ihre Erlaucht Thekla Gräfin zu Solms-Rödelheim, Gemahlin Sr. Erl. des Grasen Max zu Solms-Rödelheim, eine geborene Gräfin zu Solms-Laubach.

AuS dem Kreise AlSseld, 19. Januar. Die Preise für Brenn-, Nutz- und Werkholz bei den gegen­wärtigen ersten Holzversteigerungen in den Domanialwaldungen stehen nicht aus der Höhe, wie man glaubte befürchten $u müssen, sondern haben einen ganz normalen Stand. Der ungewöhnlich strenge Winter des vorigen Jahres hatte natur­gemäß eine Steigerung der Brennholzpreise im Gefolge, aber auch die Preise des Nutz- und Bauholzes erreichten eine bemerkenswerthe Höhe. Bei den damaligen ersten Holz­versteigerungen betrug der Preis für vier Raummeter Buchen- Scheitholz 2836 Mk., gegenwärtig bewegt sich der Preis hierfür zwischen 20 und 23 Mk. Vier Raummeter Buchen­prügel galten 17 bis 19 Mark und der Haufen Reisig (6 Raummeter) 3 bis 4 Mk. Der Festmeter Bauholz wurde mit 10 bis 12 Mk., der Festmeter Werkholz (Schneidholz) mit 15 bis 18 Mk. bezahlt. Es ist wohl nicht ausgeschlossen, daß diese Preise bei den weiteren Holzversteigerungen auch wieder steigen können, aber gerade die ersten Holzversteige­rungen, bei denen naturgemäß die Nachfrage, namentlich im Brennholz, am stärksten sind, sind oft bezeichnend für die Holzpreise überhaupt. Bei den gegenwärtig so theuren Lebensmitteln ist ein normaler Stand der Holzpreise um so willkommener.

Mainz, 20. Januar. Der Stadtverordnete Schäfer har vor einiger Zeit in dem Stadtvorstande den Antrag gestellt, daß allen Kindern, welche die Volksschule besuchen, die Schreibhefte unentgeltlich, d. h. auf städtische Kosten geliefert werden sollen. Sowohl der Schulvorstand als auch neuerdings der städtische Finanzausschuß haben diesen Antrag mit Rücksicht aus die dadurch der Stadtkaffe erwachsenden bedeutenden Kosten abgelehnt. Die Stadtverordneten-Ver- sammluug wird sich nun mit diesem Anttag zu befassen haben, doch dürste eine andere Entscheidung als die der Commissionen nicht zu erwarten sein.

Dermifcbtcs.

* Berlin, 20. Jan. Der erste Hauptgewinn (600000 Mk.) der Antisclaverei-Lotterie fiel aus Nr. 24 291, das L00S soll in Danzig gekauft und erfreulicher Weise nurkleine Leute" daran betheiligt fein. 125000 Mk. fielen auf Nr. 124368, 100000 Mk. auf Nr. 69091, 30000 Mk. aus Nr. 147 501.

* Kreuznach, 19. Januar. Heute wurde hier em Deserteur vom 69. Infanterie - Regiment (Trier) de» Bezirkscommando überliefert, der sich seit dem Jahre 1885 theils in Belgien, theils in Frankreich und zuletzt in Algier ausgehalten hat. Er kam nach Deuschland zurück, um sich behufs Verheirathung die nöthigen HeimathSpapiere zu holen. In Hergenfeld, seinem Heimathsorte, wurde er sestgenommen und seinem Regimente wieder zugeführt.

*Wie können unsere Frauen zur Ausschmückung Met Wohnräume beitragen?" Dieses Thema stellt neuerdings die Schristleitung der bekannten illustrirten kunstgewerblichen Zeitschrift für JnnewDecoration" in Darmstadt in einem Preisausschreiben" zur feuilletonistischen Bearbeitung und ladet alle Interessenten, Männlein und Weiblein, zur Con- currenz ein. Das Manuscript soll nicht unter zwei und nicht über vier Druckspalten Gartenlaube - Formats umfassen ua> sind für die drei besten Arbeiten Preise von je 80 Mk., 60 Mk. und 40 Mk. ausgeworfen, welche nach Maßgabe deS UrtheilS dreier hervorragender Schriftsteller und des Herausgebers der die Concurrenz ausschreibenden Zeitschrift zur Auszahlung kommen, wodurch die Verlagshandlung in den unumschränkten Besitz der Manuscripte gelangt. Der Endtermin für Ein­lieferung der Arbeiten, welche nach dem bekannten ModuS mit einem Motto versehen sein müssen, während ein bei­gegebener Briesumschlag mit gleichem Sinnspruch den Namen des Autors enthält, ist der 1. April 1892. Für nicht prämiirte, aber doch zur Veröffentlichung geeignete Arbeiten