Ausgabe 
21.8.1892 Erstes Blatt
 
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Monaten bestraft- außerdem müssen die Käufer den Preis­unterschied ersetzen, um den sie den Verkäufer übervortheilten.

Petersburg, 19. August. Nach amtlicher Mittheilung sind von gestern Mittag bis heute Mittag 92 Cholera- Erkrankungen und 13 Todesfälle vorgekommen. Auch im Gouvernement Tula sind bis zum 14. d. M. 38 Personen erkrankt und 11 gestorben.

Moskau, 19. August. Der Verein deutscher Reichs­angehöriger veranstaltete gestern zu Ehren Virchows ein zahlreich besuchtes Festmahl. Der Vicepräsident toastete aus Virchow, der mit einem Toast auf das gastliche Rußland erwiderte. Vor dem Diner besuchte Virchow mit seinem Sohne und anderen Aerzten das Friedrich Wilhelm Victoria- Stift und legte Lorbeerkränze am Denkmal Kaiser Alexander II. und Wilhelm I. nieder.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 19. August. DieVossische Zeitung" bespricht die Meldung derNationalzeitung" über die Aeußerung des Kaisers, betreffend die Nichteinsührung der zwei­jährigen Dienstzeit, und nennt die Aeußerungein klärendes Ereigniß". Die Meldung selbst sei richtig, da es ihr bereits länger bekannt sei, daß der Kaiser persönlich die zweijährige Dienstzeit bekämpfte. Die in größerer Oeffent- lichkeit erfolgte Verwerfung der zweijährigen Dienstzeit sei indeß nicht unbedenklich, weil doch eventuell die Nothwendig- keit eintreten könne, trotz der Abneigung der leitenden Stelle zu der zweijährigen Dienstzeit überzugehen. In solchen Fällen sei es immer besser, wenn die Verantwortung nicht dem Träger der Krone, sondern seinem berufenen Rathgeber zufalle. Unter den gegenwärtigen Umständen sei man frei­lich in der üblen Lage, eine Erörterung mit dem Kaiser, der persönlich spricht und handelt, nicht ganz aus dem Wege gehen zu können. Nach dieser Kaiserkundgebung seien die geplanten Militärvorlagen todtgeborene Kinder. Die zweijährige Dienst­zeit sei heute die Forderung aller Parteien mit der alleinigen Ausnahme der Rechten.

Berlin, 19. August. Auch derKreuzzeitui'g" wird die Aeußerung des Kaisers über die zweijährige Dienst­zeit in der Hauptsache bestätigt.

Berlin, 19. August. DiePost" sagt über die Aeuße­rung des Kaisers, die Nachricht sei wohl mir großer Vorsicht aufzunehmen. Heber solche Aeußerungen werde in militärischen Kreisen stets Discretion bewahrt.

Berlin, 19. August. In weiteren Kreisen wird an­genommen, daß nach der Aeußerung des Kaisers über die zweijährige Dienstzeit die Amtstage Caprivis ge­zählt seien.

Berlin, 20. August. Der Kaiser hat das nunmehr nach achtmonatlicher Arbeit vollendete gräfliche Diplom für Caprivi diesem am Donnerstag Abend nach dem Paradediner im neuen Palais persönlich überreicht.

Berlin, 20. August. DenBerliner Politischen Nach­richten^ zufolge werden in dem Entwürfe zum nächstjährigen Reichsetat die Summen für den Bau neuer Kriegsschiffe eine große Rolle spielen. Der nach der Denkschrift zum Etat für 1889/.90 vorgesehene Betrag dürfte indessen erheblich überschritten werden.

Posen, 20. August. Von den in Gnesen und Posen zur Vertheilvng gelangenden Sperrgeldern wurden dem ehemaligen Erzbischof und jetzigen Cardinal Ledochowski 180,000 Mk. zugebilligt. Der Cardinal soll diese Summe dem Erzbischof v. Stablewski zur Verfügung gestellt haben.

Spandau, 19. August. In der Königlichen Munitions- 1 fabrik wurde wegen der herrschenden Hitze der Betrieb ein­gestellt. Zahlreiche Arbeiter sind erkrankt.

München, 19. August. Die Prinzen Ludwig und Leopold, sowie Herzog Max Emanuel wohnen auf eine kaiserliche Einladung hin den Kaisermanövern in Lo­thringen bei.

Basel, 19. August. Ganz Grindelwald ist voll­ständig niedergebrannt,- der Bahnhof, alle Hotels, so­wie Wohnhäuser sind zerstört. Nur wenige der Paffagiere konnten einen Theil ihres Gepäckes retten. Das Feuer ist um 21/t Uhr Nachmittags aus unbekannter Ursache im dritten Stock des HotelsZum Bären" entstanden, wurde von furcht­barem Föhn angesacht und erfaßte in kürzester Frist die an­liegenden Hotels, dann den Bahnhof. Brennende Stücke flogen aus die Dächer und zündeten diese an. Die Tele­graphenverbindung ist seit 4 Uhr unterbrochen. Soeben treffen die ersten geflüchteten Passagiere hier ein. Dieselben entwerfen ein herzzerreißendes Bild und sind alle derartig kopflos und von der Panik ergriffen, daß es unmöglich ist, von ihnen zuverlässige Informationen zu erhalten. So viel ist sicher, daß ganz Grindelwald in Flammen steht. Um 4 Uhr traf der erste Hilfszug der Feuerwehr ein, vier weitere folgten. Personen wurden bisher weder verletzt, noch sind solche umgekommen.

Grindelwald, 19. August. Den letzten offiziellen An­gaben zufolge sind 45 Wohnhäuser, 55 Scheunen und andere Gebäude bis aus den Erdboden verbrannt. Der Gebäude­schaden beträgt nach der Brandsteuerschätzung 654,000 Frcs., der Mobiliarschaden 450,000 Frcs. Fünfhundert Schweizer sind obdachlos und von allem entblößt. Ein Hilfscomit^ wurde gebildet. Der Ortspfarrer Straßer ift Vorsitzender, der Gemeindeschreiber Häseler Kassirer.

Budapest, 19. August. Nach dem offiziellen Berichte be* hindern die andauernde tropische Hitze und Dürre die Feld­arbeiten. Da der Mais Regen erheischt, wird die Mais­ernte schwächer sein als im Vorjahre. Rüben versprechen eine schwache Mittelernte.

Paris, 20. August. DemTemps" wird aus Rom gemeldet, daß in Genua, um jede Verletzung zu verhin­dern, die eintreffenden Schaffe ihrer Ankunft nach auf- gestellt werden.

Petersburg, 19. August. Die amtliche Schätzung be­ziffert die Weizenernte im Reiche aus 3840 Millionen, Roggen auf 112 Millionen. Weizen somit um 7 Millionen, Roggen um 22 Millionen besser als im Vorjahre.

Warschau, 20. August. DerDniewnik Warzjawsky" meldet aus Petersburg, Rußland wünsche beim russisch- deutschen Zollübereinkommen die Aufhebung der Differentialzölle auf Getreide, sowie eine Zollermäßigung auf russisches Naphta, Aushebung der Differentialzölle aus russische Forstproducte und Zollsreiheit bei Flachs und Hans.

London, 19. August. Nach statistischen Daten beträgt die Weizenernte 93,13 pCt., Gerste 97,14 pCt., Hafer 92,4 pCt., Kartoffeln 96,9 pCt. Weizen bleibt hinter der vorjährigen Ernte zurück. Schwimmende Vorräthe werden auf 2 Millionen Quartier, Lagervorräthe auf 2 bis 3 Millionen Quartier geschätzt.

Malmö, 19. August. Der vierte scandinavische socialistische Arbeitercongreß wurde gestern eröffnet. Es sind 68 dänische, 53 schwedische und 10 norwegische Dele- girte anwesend. Unter den Theilnehmern befinden sich meh­rere Landsthingsabgeordnete und der Advocat beim höchsten Gericht, Mayer-Norwegen.

Bombay, 19. August. Die Weizenernte Ost­indiens ergab 54,42 Millionen Metercentner gegen 68,76 Millionen Metercentner im Vorjahre.

Konstantinopel, 19. August. Nachrichten aus Persien melden, daß dort in Folge der fieberhaften Thätigkeit der Anarchisten große Gefahr drohe. Die Behörden fliehen vor der Cholera, da deren Aushalten unmöglich sei. Sämmtliche an der türkischen Grenze gelegenen Zollstalionen sind mit Aerzten und Apotheken versehen.

Washington, 19. August. Die Regierung beschloß, kein Schiff in den Häfen der Vereinigten Staaten landen zu lassen, wenn nicht von der Behörde constatirt ist, daß es ch olerafrei ist.

Cocatc» und j-rovinzkeller.

Gießen, 20. August 1892.

Vom Wetter. Nach einer Reihe recht heißer Tage, von denen sich besonders der 17., 18. und 19. August hervor- thaten, schien es gestern Abend, als ob eine Aenderung eintreten sollte. Leider war dies nicht der Fall, denn dem zu beobachtenden Wetterleuchten folgte nicht der gewünschte Regen, sondern ein heftiger Sturm. Derselbe hat einen großen Theil des durch' die andauernde Hitze ohnedies recht locker hängenden Obstes abgeschüttelt, so daß der Artikel Fallobst" in diesen Tagen viel Angebot erfahren dürfte. Wie es scheint, hat die afrikanische Hitze nun etwas nach­gelassen, sie ist aber immerhin noch groß genug, um das Suchen nach Kühlung erklärlich zu machen. Der Eisverbrauch der letzten Tage scheint ein ganz ungeheuerer gewesen zu sein, derselbe läßt aber auch aus einen großen Bierverbrauch schließen, und so sind neben den Eisverkäufern die Bierwirthe diejenigen, die eigentlich nicht unter der Hitze zu leiden hatten. Wie groß das Kühlungsbedürsniß in den heißen Tagen der verflossenen Woche war, zeigte sich auch an den Ufern der Lahn. Sowohl unsere schönen Badeanstalten wie das Freibad waren unausgesetzt das Ziel der von der Tages Last und Hitze erschöpften Menschheit. Besonders an den Abenden war der Weg nach der Lahn von Groß und Klein, Alt und Jung stark belebt. Möge der ersehnte Regen zum Wohle von Mensch und Thier, Wald und Flur bald eintreten; dieamerikanische Hitzwelle", der wahrscheinlich keine Eisberge auf dem Ocean in die Quere gekommen sind, hat uns Allen recht zugesetzt.

Verhaftet wurden gestern zwei Leute wegen Bettelns und Landstreichens.

Waldbrand. Ein gestern Nachmittag im Crum- bacher Wald ausgebrochener Brand hat sicherem Vernehmen nach circa 40 Morgen 20jährigen Nadelholzbestand vollständig vernichtet. Nur dem energischen Einschreiten, besonders der Förster, ist es zu danken, daß der Waldbrand nicht noch viel größere Dimensionen annahm. Man vermuthet Brand­stiftung durch Jungen.

Tränkt die Thiere! DieWorms. Zrg." schreibt: Bei der eben herrschenden tropischen Hitze ist es nothwendig, Thier­halter zu erinnern, denThieren doch das nöthigeTrink- wasser nicht vorzuenthalten. Außer der großen Hitze verursacht auch die jetzige Pflanzenkost großen Durst, da bei dieser Dürre dem Futter der gewöhnliche Wassergehalt abgeht. Viele Landwirthe haben zweckmäßig Selbsttränker eingerichtet, aber bei denkleineren Leuten" sieht es in dieser Beziehung oft schlimm aus. Auch die Kettenhunde sieht man oft lechzend vor Durst, den heißesten Sonnenstrahlen ausgesetzt, was beides außer einer großen Thierquälerei auch oft die Ursache sich einstellender Tollwuth ist. Zweckmäßig dürfte es sein, das zu verabreichende Wasser nicht zu kalt zu geben.

r. Großen Linden. 19. August. Der seitherige Bürger­meister I. Leun wurde bei der heutigen Wahl einstimmig wiedergewählt. Mit dieser Wiederwahl geben ihm seine Bürger ein Vertrauensvotum, das mehr als genug beweist, daß sie mit den Erfolgen und Bestrebungen seiner Amts- thätigkeit zufrieden und einverstanden sind. Herr Leun hat durch die Weiterentwickelung aller communalen Verhältnisse auf fester Basis, sowie durch zielbewußte Leitung aller Gemeindeangelegcnheiten sich das Vertrauen und die Achtung der gesummten Bürgerschaft erworben,- Kirche und Schule erkennen dankbar seine Fürsorge an. Am Abend brachten sämmtliche hiesige Vereine durch einen Fockclzug und Musik dem Herrn Bürgermeister eine Ovation.

r. Großen-Buseck, 18. August. Gravelotteseier im Veteranenverein. Den Gedenktag dieser Entscheidungs­schlacht feierten die Kameraden des Vereins in herkömmlicher Weise. Am Abend versammelten sie sich, festlich gestimmt und militärisch decorirt, im VereinSlocal. Alsbald wurde ein stattlicher Zug aufgestellt, der sich unter den Klängen der

Musikcapelle durch die Ortsstraßen bewegte und dem Herrn Ehrenpräsidenten eine Ovation darbrachte. Im VereinSlocal angekommen, unterhielten sich die Kriegskameraden im Beisein ihres Herrn Ehrenpräsidenten und der Spitzen der Orts­behörde aufs trefflichste. Declamatorische und musikalische Vorträge wechselten mitHochs" auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Königl. Hoheit unsren Großherzog und wurden öfters durch feurige Ansprachen unterbrochen. So verlief der Jahrestag dieser Riesenschlacht, an dessen Feier sich auch die Frauen der Mitglieder betheiligten, in herz- erhebender Weise, gewürzt durch die innige Freundschaft und den offenkundigen Patriotismus aller Kameraden.

M. Herbstem, 19. August. Seit einigen Tagen herrscht hier eine fast tropische Hitze. Das Thermometer zeigt im Schatten Morgens gegen 7 Uhr circa 24 Grad R, um 12 Uhr Mittags circa 34 Grad und Abends gegen 10 Ubr circa 25 Grad. Heute am 19. August war die Hitze derart unerträglich, daß eine aus dem Felde gegen Mittag heirn- kehrende Frau in Folge eines Hitzschlages ohnmächtig zusammenstürzte. Auf einem Schubkarren wurde dieselbe in ihre Wohnung gebracht, woselbst sie jetzt schwer krank darniederliegt.

C. Ettingshausen, 19. August. Bei der am 16. ds. Mts- stattgefundenen Gemeinderathswahl wurden mit großer Majorität gewählt: Heinrich Keil V. mit 97 Stimmen, Kaspar Brock mit 94 Stimmen, Johannes Opper IV. mit 92 Stimmen. Einstimmig wurde Herr Ludwig Jox gewählt.

Mainz, 18. August. Gestern Nachmitkag vermißte ein fremder Herr, der die Strecke Darmstadt-Mainz befahren hatte, bei dem Ankommen im Bahnhof eine Brieftasche mit etwa 1000 Mk. Inhalt - zwei fremde Herren in Reise- costüm, die gebrochen deutsch sprachen, sind verdächtig, den Diebstahl verübt zu haben. Auf der gleichen Strecke verlor gestern ein Reisender eine Brieftasche mit 6000 Mk. Inhalt.

vermischtes.

* Frankfurt a. M., 19. August. Wie ein Berichterstatter derFrks. Ztg." zu melden weiß, ist die Lage der Familie Jäger eine derartig traurige, daß die Erziehung des 6 Jahre alten Sohnes durch das Waisenhaus in Erwägung gezogen wurde,- das 13 Jahre alte Mädchen ist über die Jahre der Waisenhauserziehung hinaus.

* Nürnberg, 19. August. Der Magistrat hat insbesondere wegen der herrschenden Hitze und Trockenheit eine Reihe sanitärer Vorkehrungen gegen die Choleragefahr angeordnet.

* Bremen, 19. August. Der neue Stahlviermaster Aschdank", nach Australien unterwegs, ist derWeserztg." zufolge sechs Wochen überfällig und gilt mit der Besatzung für verloren.

* Wien, 19. August. D e nun den dritten Tag währende außerordentliche Hitze verursachte heute zahlreiche Un­fälle. Heute Nachmittag allein sind sieben Personen vom Hitzschlage betroffen worden, die auf offener Straße zu- sammenfielen- zwei starben, die übrigen erholten sich bald.

Schisssnachrichten.

Bremen, 19. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Ter Schnelldampfer Trave, Capitän W. Reimkaften, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. August von Bremen und am 10. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Br em en, 19. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer München, Cavitän C. Steencken, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. August von Bremen abgegangen war, ist gestern, 1 Uhr Mittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Auszug aus den Sfan6csamtsregiftcm

der Siadi Gießen.

Aufgebote.

August: 18. Friedrich Ludwig Zimmer, Großh. Brant ver- sicherungs-Jnspector zu Gießen, mit Kathinka Sophie Louise Will- mann zu Wald-Michelbach. 18. Friedrich Martin Emil Julius- Pausch, Lacktrer zu Gießen, mit Anna Caroline Christiane Kramer hierselbst.

Eheschließungen.

August: 16. Heinrich Theodor Gustav Schmidt, Kaufmann dahier, mit Justine Johanna Timpe zu Wetzlar. 17. Heinrich Lust, Hilssheizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen dahier, mit Johannette Eleonore Fay hierselbst. 18. Johann Jost Bergener, Kutscher dahier, mit Maria Neudeck hierselbst

Geborene.

August: 7. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Reeh eine Tochter. 9. Dem Maschinisten WUHelm Balser eine Tochter. 10. Dem Gütn arbeiter Karl Weber IV. ein Sohn, Joh. Heinrich. 11. Dem Bäcker Johann Jost Scheid eine Tochter, Marie. 14. Dem Maurer Gemg Dietz Zwillinge, ein Sobn, Heinrich Ludwig, und eine Tochter, Eltsabeih Caroline. 14. Dem Fabrikanten Hermann Eichenauer eine Tochter. 14. Dem Kaufmann Wilhelm Mades eine Tochter. 16. Dem Glasermeister Heinrich Gröninger ein Sohn, Heinrich Friedrich. 17. Dem Maschinenmeister Lorenz Odert ein Sohn, Ludwig.

Gestorbene.

August: 13. Mathilde Helene Klinkerfuß, 5 Monate alt, Tochter von Tapezier Johannes KlinkeNuß dabier. 14. Caroline Mayer, aeb. Reis, 61 Jahre alt, Ehefiau von Religionslehrer i. P Salomon Mayer dahier. 14. Sophie Kath. Balser, geb. Horn, 74 Jahre alt, Ehefrau von Ackersmann Leonhard Balser dahier. 15. Adam Fachtnger, 28 Jahre alt, Maurer von Lindenbolzhausen. 18. Lina Dörr, 21 Jahre alt, ledig, von Annerod. 19. Paula Kahn, 8 Monate alt, Tochter von Handelsmann Isaak Kahn zu Euskirchen.

Auszug aus den TLircheubucheru

-er Stavt Giesten.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 14. August. Ludwig Horn, Schlosser und Margarethe Nuhn, Tochter des Schuhmachers Philipp Nuhn zu Treis a. d. Lda.

Den 16. August. Heinrich Theodor Gustav Schmidt, Kauf­mann, ein Wittwer, und Justine Johanna Timpe, Tochter des Bau­unternehmers Johann Joachim Friedrich Timpe von Wetzlar.

Den 17. August. Heinrich Luft, Hilssheizer und Johannette Eleonore Fay, Tochter deS verstorbenen Schreinermetsters Wilhelm Christian Fay II. von Grüningen.