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sähigungsnachweiS für daö Baugewerbe einzusühren ist, be- rathen wurden. Der Tag des Schlusses der lausenden BundeSrathS'Session ist noch nicht bekannt.

Berlin, 18. Juni. DaS Abgeordnetenhaus nahm in seiner heutigen Sitzung daS Militäranwärter-Gesetz in der vom Herrenhause abgeänderten Fassung an. Der Gesetz- entwurs betreffend das Diensteinkommen der Lehrer an den nichtstaatlichen höheren Schulen wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Das HauS verweigerte auch die Ermächtigung zur strafrechtlichen Bersolgung desVorwärts" wegen Beleidigung des Hauses. Es folgte die Berathung von Petitionen. Die nächste Sitzung ist aus Montag um 11 Uhr angesetzt. In derselben kommt die Interpellation des Abgeordneten Dr. Sattler betreffend die Entziehung des Zuschuffes für die Königlichen Theater in Hannover, Caffel und Wiesbaden zur Verlesung. Hieraus wird die dritte Berathung des Gesetzes betreffend das Diensteinkommen der Lehrer an den nichtstaatlichen höheren Schulen begonnen werden.

Berlin, 18. Juni. DerReichsanzeiger" veröffentlicht ein dem Bundesrathe vorgelegtes Abkommen zwischen Deutsch­land und der Schweiz betreffend den gegenseitigen Patent-, Muster- und Markenschutz nebst der beigefügten Denk­schrift.

Berlin, 18. Juni. Fürst BiSmarck ist um 4 Uhr 50 Min. am Lehrter Bahnhof eingetroffen und wurde per Bahn nach dem Anhalter Bahnhof übergesührt. Der Bahnhof war polizeilich abgesperrt. Die Abfahrt nach Dresden erfolgte 51/2 Uhr.

Fürst BiSmarck ist gelegentlich seiner Rette von Friedrichsruh nach Wien zur Theilnahme an der Hochzeits­feier seines Sohnes Herbert aus sächschem Boden ganz beson­ders ausgezeichnet worden. Er traf um Samstag Abend in Dresden ein und nahm im Hotel Bellevue Absteigequartier- aus dem großen Platze vor genanntem Hotel wurde dann dem Altreichskanzler, dem Ehrenbürger der sächsischen Hauptstadt, ein großartiger Fackel- und Lampionzug, verbunden mit Liedervorträgen, dargebracht. Bei der am Sonntag Vor­mittag 11 Uhr vom Böhmischen Bahnhose aus erfolgten Weiterreise des Fürsten Bismarck nach Wien war er noch­mals Gegenstand gewaltiger Ovationen seitens der ange­sammelten vieltausendköpfigen Menge. Auch in Pirna wurden dem Altreichskanzler, obwohl der Zug daselbst nur ganz kurzen Aufenthalt hatte, begeisterte Huldigungen dargebracht.

Die kleine Schweiz macht fortgesetzt bemerkens- werthe Anstrengungen, um ihre Wehrkraft möglichst zu stärken. Der neueste Schritt, der nach dieser Richtung hin bevorsteht, ist die Bewaffnung und militärische Ausrüstung des schweize­rischen Landsturms bereits im Frieden. Der Bundesrath hat soeben der Bundesversammlung eine bezügliche Denkschrift zugehen laffen, welche die Nothwendigkeit der vorgeschlagenen Maßregel mit dem Hinweis aus die fortschreitenden Rüstungen der Nachbarländer der Schweiz und überhaupt auf die poli­tische Lage Europas begründet. Freilich sind angesichts der bedeutenden Ausgaben, welche die Bewaffnung und Aus­rüstung des schweizerischen Landsturmes schon im Frieden erfordern würde, sehr lebhafte Auseinandersetzungen hierüber in der schweizerischen Volksvertretung zu erwarten.

Neiffe, 18. Juni. DerNeiffer Zeitung" zufolge sind von Emin Pascha Briefe in Neisse eingegangen, welche vom März bis December 1891 bahrten und die unsäglichen Mühsale, den Hunger und den Derrath der mitgegangenen Aequatorialleute schildern.

München, 18. Juni. Der hiesige preußische Gesandte Gras Eulenburg erhielt eine Einladung vom Kaiser zur Theilnahme an der Nord land fahrt.

München, 18. Juni. Nach einer Meldung aus Passau ist der dortige Donauquai überschwemmt/ weiteres Steigen des Wassers wird befürchtet. Hierselbst waren die Dämme der Isar heute noch ungefährdet, jedoch wird Steigen der Gebirgszuflüffe gemeldet.

2lu»lanö.

Wien, 18. Juni. Die Bahnpolizei und die polittschen Behörden der tschechischen Städte, besonders Kolin, welche Bismarck morgen auf seiner Fahrt hierher passirt, erhielten die Weisung, Demonstrationen gegen Bismarck energisch zu verhindern. Kalnoky begibt sich heute nach Schönburnn, um den etwaigen Besuch Bismarcks außerhalb Wiens entgegenzunehmen.

Pest, 18. Juni. Infolge häufig vorgekommener Pfändungen von Abgeordnetendiäten wurde heute ein Antrag eingebracht, nach dem die Diäten nicht mehr Gegenstand einer Pfändung bilden können. Die Verhandlung des Antrags erfolgt nächsten Freitag.

Rom, 18. Juni. Der Kassirer der Bank Viterbo wurde vom Sohne seines Dieners erdolcht. Als dieser entdeckt wurde, erhängte er sich. Durch einen in seiner Tasche ge­fundenen Zettel entdeckte die Polizei ein weit verzweigtes Anarchistencomplot, dem durchweg junge Burschen an* gehören.

Paris, 18. Juni. Heute Vormittag wurden mehrere Anarchisten, darunter ein Italiener Namens Mascara, verhaftet, welche verdächtigt sind, an dem Attentate im Restaurant Very theilgenommen zu haben.

Neueste Nachrichten.

Wolsss telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Königsberg, 19. Juni. Das gestern Abend zu Ehren der deutschen Landwirthschasts-Gesellschast in der Börse veranstaltete Concert nahm einen glänzenden Ver­laus. Justizrath Reich-Meyken brachte einen Toast aus aus das gastfteundliche Königsberg, der Oberbürgermeister einen solchen aus die Frauen und Hosrath Eydt aus die deutschen Sänger. Mittags hatte unter dem Vorsitze des Obermarschalls im Königreich Preußen, Gras zu Eulenburg - Praffen, die Hauptversammlung stattgesunden, die ein Ergebenheitstelegramm an den Kaiser absandte. Die nächste Wanderausstellung soll

im Jahre 1894 in München und sodann eine solche im Jahre 1895 in Köln stattfinden. Zum Präsidenten der Gesellschaft für die Jahre 189294 wurde Prinz Ludwig von Bayern gewählt, der die Annahme des Vorsitzes in Aussicht ge­stellt hatte.

Dresden, 19. Juni. Der Fürst und die Fürstin Bismarck sind heute Vormittag um 11 Uhr 20 Min. nach Wien weitergereist. Eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges erschien der Fürst auf dem böhmischen Bahnhofe und wurde im königlichen Wartesalon von dem Grafen und der Gräfin Rantzau begrüßt, die von Prag eingetroffen waren. General v. Kufferow hielt eine kurze Ansprache an den Fürsten, nach der das zahlreich anwesende Publikum das Lied Deutschland, Deutschland über Alles!" anstimmte. Der Zug verließ unter Zurufen des Publikums die Halle.

Dresden, 19. Juni. Aus die Ansprache des HosrathS Dr. Osterloh bei der gestrigen Ovation erwiderte Fürst Bismarck, er danke für die ehrenvolle Begrüßung. Er vertrete eine abgeschlossene Vergangenheit und werde nie wieder eine öffentliche Stellung einnehmen. DaS Band, welches das deutsche Volk umschlinge, sei von höchstem Werthe, Deutschland stehe Frankreich, England und Rußland nicht nach; im Frieden und im Kriege habe es viel Arbeit gegeben, viel habe König Albert gethan. Der Fürst schloß mit einem Hoch auf den König.

Depeschen deS BureauHerold".

Bochum, 20. Juni. Das Polizeiverbot, betreffend die Volksversammlung für Fusangel, wurde vom Re­gierungspräsidenten aufgehoben. Die Versammlung kann da­her stattfinden.

Wie«, 20. Juni. Fürst und Fürstin Bismarck sind gestern Abend 10 Uhr 10 Min. zur Hochzeitsfeier des Grasen Herbert Bismarck hier eingetroffen. Am Bahnhofe wurden sie von den Familiengliedern und Reichsdeutschen begrüßt. Vor dem Bahnhofe waren viele Studentenverbind­ungen, welche Bismarck begrüßten. Der Fürst nebst Ge­mahlin fuhren durch die Wallnerstraße nach dem Palais Pallfiy. Später zogen Studenten unter den RufenHoch Schönerer",Hoch Bismarck",Juden nieder", nach der ab- gesperrten Wallnerstraße. Aus die Weigerung, auseinander­zugehen, hieb die Sicherheitswache mit flacher Klinge ein und verhaftete dreizehn Personen.

CocaXe# tmt provinzieller.

Silben, 20. Juni 1892.

Wie wir vernehmen, wird unser berühmter Lands­mann Carl Vogt, ein geborener Gießener und in den vierziger Jahren Professor der Zoologie an unserer Universität, jetzt Professor in Genf, morgen mit einem Theil seiner Familie hier eintreffen, um noch einmal einige Tage in seiner Vater­stadt zu verleben.

Oberhesfischer Geschichtsverein. Der Verein unternahm am 12. Juni seinen ersten Sommer-Ausflug nach Laub ach. Die Betheiligung der Mitglieder war erfreulich, das Wetter vorzüglich, der Weg von Grünberg über die Bingmühle nach Laubach schön, aber durch Jrregehen über Gebühr lang. Nach einem gemeinsamen Frühstück versammelten sich bann im Saale ber Casino-Gesellschaft bie Mitglieber bes Vereins; auch eine größere Anzahl von Herren aus Laubach hatten sich einge- funben. Herr Dr. Röschen, ber z. Zt. mit ber Verwaltung bes gräflichen Archivs betraut ist, hatte 11 Ansichten von Laubach ausgestellt - bie älteste Aufnahme batiert von 1610. Besonbers werthvoll ist ein großes SDelgemälbe aus ber Mitte bes vorigen Jahrhunberts. Auch eine Ansicht bes Klosters Arns­berg in seiner alten Pracht unb Herrlichkeit aus den ersten Jahren unseres Jahrhunberts kurz vor bem Abbruche erregte bie Aufmerksamkeit ber Versammlung. Außerbem war eine Urfunbe 1340 (Vollmacht-Ertheilung an Ulrich von Münzen­berg) ausgestellt, worin ber frühere Bestand des Amtes Laubach zum erftenmale verzeichnet ist. Um 11 Uhr er­schienen Se. Erl. Friedrich, Graf zu Solms-Laubach, Otto, Gras zu Solms-Laubach, Max, Gras zu Solms-Rödelheim. Hierauf ergriff Herr Dr. Röschen das Wort zu seinem Vortrage über die Geschichte von Laubach. Der Vortrag gründete sich vornehmlich aus das in bem Archiv für hessische Geschichte vorhanbene Material, auf bas Hanauische Urkunben- buch unb auf bie vom Grasen Rubolph verfaßte Geschichte bes Hauses Solms, sowie insbesonbere auf bie im Gräflichen Archive vorhandenen Urkunden und Acten. Auf 11 Jahr­hunderte erstreckt sich bie Geschichte von Laubach. Zum ersten- male wirb Laubach urkunblich genannt in karolingischer Zeit, unb zwar in bem Breviarium bes (786 verstorbenen) Heiligen Lullus, bemliberi homines 10 Huben unb 3 Mansus zu Laubach für bas Kloster Hersfelb übergaben. Sobann er­scheint Laubach in den Summarien bes sulbischen Mönches Eberharb. Die Kirche zu Laubach als bem Kloster Hersfelb gehörig wirb schon 1057 genannt. Von Hersfelb erfolgte auch insbesonbere ber Anbau ber Gegenb. Dies zeigt vor­nehmlich eine IXrfunbe von 1183, aus welcher außerbem her­vorgeht, baß bie Herren von Münzenberg bie Vogtei über bie Gegenb inne hatten. Daß bas Kloster Hersfelb bas officium villicationis zu Laubach besaß, zeigen verschiebene Urkunben bes 13. Jahrhunberts. In der Folge finden wir Laubach als hersseldisches Lehen an bie Herren von Hanau. Dieselben erscheinen zu Laubach zuerst im Jahre 1278. Nach einer IXrfunbe von 1288 verpflichtet sich Ulrich von Hanau feine Befestigungen in Laubach ohne Einwilligung bes Lanb- grasen von Hessen anzulegen. 1341, 19. October, berfaufte Ulrich von Hanau Burg unb Dorf Laubach mit allem Zu­behör an seinen Eibam Philipp von Falfenstein. 1404 quittiert Abt unb Convent zu Hersfelb, baß sie an Philipp von Falfen­stein bie Rechte bes Klosters zu Laubach abgetreten haben. In ber Bestätigungsurfunbe des Papstes Jnnocenz von 1405 wirb Laubach zum erftenmale als Stabt (oppidum) bezeichnet. Redner verwies auf bie im nächsten Banbe bes Hessischen

Archivs in Regesten erscheinenben stäbtischen Urfunben. Nach dem Aussterben ber Falfensteiner (1418) kam Laubach an bas Haus Solms, unb zwar an bie Johannes-Linie. Sobann ging Rebner genauer aus ben Bestaub unb bie Rechtsverhält- nisse ber Grasschast Solms-Laubach ein. Ebenso würben die Kriegsereignisse ber letzten Jahrhunderte genauer dargestellt. Insbesondere wurde hierbei auf die vom Grafen Friedrich und W. Matthäi herauSgegebene Wetterselder Chronif ver­wiesen. Auch die Ereignisse des siebenjährigen Krieges wurden ausführlicher behandelt. Vier Gefechte fanden während dieses Krieges bei Laubach statt (vgl. 5. Jahresbericht und Bd. III der Mittheilungen des oberbeff. Geschichtsvereins). Auf Grund der im Gräfl. Archiv vorhandenen beschworenen Angaben der Gemeindevorsteher beliefen sich die gefammten Kriegsschäden von 175862 auf die Total - Summe von 354,323 fl., 22 albus. Ebenso waren die französischen Revolutionsfriege für Laubach verhängnißvoll. Hierbei machte Redner inter­essante Mittheilungen aus ber Corresponbenz bes Grasen Friebrich Lubwig Christian (bes letzten souveränen Grafen). Die Wunben sinb jetzt vernarbt- zum Schluffe behanbelte Rebner Pie alte Lateinschule in Laubach, bereu Schul-Protofolle noch vorhanben. 1597 erreichte sie eine Schülerzahl von 104. Rebner fnüpste hieran bie burch bie Opserwilligfeit beö Grasen Friebrich 1875 erfolgte Grünbung bes Gymnasiums, von welcher Zeit an ein sichtliches Aufblühen von Laubach batiert. Rebner schloß mit bem Wunsche, baß bas freuubliche Stäbtchen in gleicher Weise weiter blühen unb gebeihen möge. Im Anschluß baran sprach Herr cand. C. Ebel von Gießen über bas Herrengeschlecht berMüuzenberger, bas nicht in ber Wetterau, sonbern in ber Dreieich wurzelt. Eberharb von Hagen, beffen Familie bie Reichsvogtei über biefen Forst besaß, heirathete Gertrub, bie Erbtochter Konrabs von Arns­burg unb beffen Gattin Mathilbe v. Bilstein. Konrab war ber letzte seines Stammes - sein Eufel, ber Sohn Eberharbs unb Gertruds, nannte sich Konrab von Hagen unb ArnSburg. Er war es, ber ben Berg Müuzenberg vom Kloster Fulba eintauschte unb sehr wahrscheinlich ben Bau ber Burg begann. Die Vollenbuug bes Münzenberger Schlosses fällt jebeusalls vor 1166, ba von ba an sich Konrabs Sohn, Cuno, Herr von Müuzenberg nennt. Dieser hebt bas von seinem Vater gestiftete Kloster Altenburg auf unb grünbet bie Cistercienser- abtei Arnsburg. Er war Reichserbfämmerer, wirb in ben Urfunben vir potens genannt unb besaß bie Vogtei in ber Gegenb von Laubach unb ber von Nierstein. Seine Gattin, eine Geborene v. Nüringen, gebar ihm zwei Söhne, Cuno II. unb Ulrich. Der erstere staub in bem Kamps zwischen Fried­rich II. unb Otto IV. auf feiten Ottos, währenb Ulrich zu Friebrichs Partei trat. Cuno II. starb kinberlos, Ulrich ba- gegen, ber zweimal vermählt war, hinterließ acht Kinber, von denen ber eine Sohn, Cuno III., bei Lebzeiten bes Vaters mit biefem in ©üterftreitigfeiten gerieth. Cuno III. unb sein Bruber Ulrich II., bie letzten männlichen Sprossen bes Hauses Hagen Arnsburg, starben beibe kinberlos, so baß mit ihrem Tobe bie Münzenbergische Erbschaft eröffnet wurde (1256). An ber Discussion über bie beiben nahe verwanbten Vor­träge beteiligten sich S. E. Gras Friebrich, Oberbibliothefar Dr. Haupt, Dr. Röschen unb cand. Ebel. Herr Dr. Haupt legte noch bas Stubeuteualbum bes Joh. Schräg, Solmensis, vom 16. unb bem Anfang bes 17. Jahrhunberts vor, in welchem auch zahlreiche Einträge ber Mitglieber bes Solms- 'schen Hauses vertreten sinb. Schräg machte große Reisen, hielt sich in Gießen, Marburg, Straßburg, Paris, ben Nieber- lanben, Prag unb in Italien auf. S. E. Graf Friebrich bemerkte barauf, baß ein ähnliches Album in ber gräflichen Bibliothek zu Laubach sich befinde. Daraus wurde mit Dank für das Erscheinen ber Gäste bie Versammlung geschlossen. Nach bem gemeinsamen Mittagsmahl in berTraube" begab sich bie Gesellschaft in das gräfliche Schloß, um unter gütiger Führung bes erlauchten Besitzers bie Schätze ber Bibliothek unb bes Archivs zu besichtigen. In ersterer waren es be- sonbers kostbare Pergamente mit wunbervollen Silbern unb Initialen, sowie neuere Bilbwerke, in letzterem bie Hanauer unb Falfensteiner Urfunben, sowie bie Solmsischen von 1420 | bis 1627. Auch werthvolle Kaiserurfunben, sowie verschiedene ältere Karten, Kricgspläne unb Abbilbungen würben gezeigt. Besonbers banfenswerth war auch, baß bie Biiberschätze in ben gräflichen Familienzimmern betrachtet werben fonnten. Mit allerverbindlichstem Danf verabschiedete sich daraus ber Gießener Verein von seinen Laubacher Mitgliedern, um recht­zeitig über Hungen zurückzufehren. D. Ztg.

Die Nr. 12 bes im Auftrage bes Evang. Pfarr­vereins im Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenenHessischen KircheublatteS" hat folgenbett Inhalt: 1. Wahr unb wahrhaftig allerwege! 2. Die Pfarrvereine. 3. Zur Katechismusfrage. 4. Die vierte orbentliche evangelische Lanbessynobe: 12. bis 15. Sitzung, 10. bis 13. November 1891. IV. 5. Pfarrwittwenpensionen. 6. Das erste Halbjahr bes Hessischen Kirchenblattes für 1892. 7. Mitglieber bes Evang. Pfarrvereins im Großherzogthum Hessen. 8. Psarrverein unb Kirchenblatt. 9. Die Vertrauens­männer. 10. Zusammenfünste ber Pfarrvereinsmitglieber. 11. Anzeigen.

-h Wieberum hat bie hiesige Rudergesellschaft einen hervor­ragenden Sieg auf der gestrigen Franfsurter Regatta errungen, indem dieselbe um den vom Ministerium gestiftetenStaats­preis" (ein silberner vergoldeter Pofal) ruderte und mit Ueberlegenheit gegen die Vereine von Franfsurt a. M., Offenbach a. M. unb Mainz als erste burchs Ziel ging. Im zweiten Rennen fuhren bie Gießener Junioren gegen bie Senioren von Mainz, Hanau, Mannheim, Höchst und liefen bei vorzüglichem Styl aus ben zweiten Platz. Das Rennen würbe zweifellos auch von Gießen gewonnen worden sein, wenn nicht unb zwar im letzten Augenblick vor bem Start angesichts ber Leistungen unserer Junioren bie Mainzer zwei ihrer bewährtesten Senior-Ruberer inS Boot gesetzt hätten. Die errungenen Preise unb Ehrenzeichen Isinb in ben Schau- , fenstern bes Herrn Wilhelm Reiber ausgestellt.