letzter Zelt wieder recht still geworden. Dies liegt indessen wohl nur daran, daß diejenigen Vertreter der Reichsregierung und dxr preußischen Regierung, zwischen denen kürzlich die mehrtägigen Vorerörterungen in dieser Angelegenheit stattgesunden haben, gegenwärtig zum Theil beurlaubt sind. Es steht zu vermuthen, daß nach der Rückkehr der betreffenden Herren nach Berlin die direkten Verhandlungen zwischen der deutschen und der russischen Regierung auf Grund der gepflogenen Vorerörterungen zur Eröffnung gelangen werden.
— Der Stellvertreter des Frhrn. v. Soden, des Gouverneurs von Deutsch Ostafrika, Corvetten- capitain Rüdiger, ist in Berlin eingetroffen und sollte er dieser Tage in Potsdam vom Kaiser empfangen werden. Herr Rüdiger gilt bekanntlich als zum Nachfolger des Herrn v. Soden designirt und könnte sein Empfang durch den Kaiser diese Vermuthung nur verstärken. Ob unter der Verwaltung Rüdigers die Dinge in unserer ostafrikanischen Colonie eine erfreulichere Wendung nehmen würden, müßte freilich noch sehr abzuwarten sein, denn Herr Rüdiger war bis zu seiner vor kaum Jahresfrist erfolgten Ernennung zum Stellvertreter des Gouverneurs von Deutsch-Ostafrika ein vollständiger Neuling in afrikanischen Angelegenheiten.
Ausland.
— Während die Choleraepidemie in Rußland in manchen Gegenden Plötzlich nachläßt, grassirt sie in anderen Districten um so heftiger- auch ergreift sie immer wieder bislang seuchenfrei gewesene Gouvernements. So ist die Cholera jetzt auch in Taurien, also am unteren Dnjepr, aufgetreten und im Dongebiet fordert sie noch viele Opfer. Dagegen scheint sie in Astrachan, Baku und einigen anderen, von der Cholera ursprünglich heimgesuchten Orten endlich erloschen zu sein.
— Aus der Insel Sicilien blüht die Räuberromantik noch immer, wie einige in letzter Zeit daselbst vorgekommene freche Banditenstreiche beweisen. Der weitaus schlimmste von ihnen aber ist der Fall des reichen Gutsbesitzers Bilotti aus Caltanisetta. Bilotti wurde von Briganten überfallen und fortgeschleppt, aber dann ermordet, als sich die Herbeischaffung des verlangten ungeheueren Lösegeldes von 500000 Francs um einige Stunden über die festgesetzte Frist hinaus verzögerte- nachher versuchten die Unholde den Leichnam zu verbrennen. Der Vorgang ries in der ganzen Umgegend von Caltanisetta ungeheuere Erbitterung gegen die Mordbuben hervor und die Bevölkerung leistete dem Militär so that- kräftigen Beistand in der Verfolgung dieser Räuberbande, daß dieselbe jetzt bis aus ein Mitglied gefangen genommen worden ist. Hoffentlich wird die italienische Regierung endlich mit außerordentlichen Maßregeln zur Unterdrückung des sicilia- nischen Banditenthums vorgehen, selbst ein Dictator müßte nöthigensalls eingesetzt werden. Nach anderen Mittheilungen wäre der unglückliche Billoti von den Räubern sogar lebendigen Leibes verbrannt worden, welcher Umstand hauptsächlich die furchtbare Erbitterung der Bevölkerung hervorgerusen haben
— Aus Deutsch'Ostafrika kommt eine sehr erfreuliche Kunde. Sie besagt, daß der Compagnieführer Johann mit der von chm befehligten deutschen Expeditionstruppe die völlig unversehrte Kilimandscharo st ation kampflos wieder besetzt hat. Wie erinnerlich, war diese wichtige deutsche Station im Hinterlande der ostafrikanischen Colonie von den Ueberresten des Bülow'schen Corps schließlich geräumt worden, da die Station gegen einen ernstlichen Angriff der feindlichen Schwarzen doch nicht zu halten gewesen wäre. Wenn sie nun jetzt von den Deutschen ohne Kampf wieder besetzt werden konnte, so beweist dies hinlänglich, wie sehr die Wirkungen der Niederlage der Bülow'schen Truppe überschätzt worden sind.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 17. August. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Der Minister der öffentlichen Arbeiten bestimmte anläßlich wiederholter Beschwerden des Publikums über unzureichende Einstellung von Nichtrauchercoupes, daß in allen der Personenbeförderung dienenden fahrplanmäßigen Zügen die Hälfte der Coupes zweiter Klasse ohne Einrechnung der Frauencoupes und die Hälfte der Coupes dritter Klasse einschließlich der Frauencoupes als Nichtraucher- coupes zu bezeichnen sind.
Berlin, 17. August. Im Rittersaale des Schlosses sand heute die Nagelung der neuen Fahne des Füsilierbataillons des 3. Gardercgiments statt. Der Nagelung folgte die Weihe im Capitelsaale durch den Oberpfarrer Frommel im Beisein des katholischen Feldpropstes Assmann. Die Ueber- gabe erfolgte im Lustgarten mit einer Ansprache des Kaisers, worin er aus den 18. August 1870 als einen Ehrentag des Regiments hinwies und die Erwartung aussprach, daß Bataillon werde auch unter der neuen Fahne seine Schuldigkeit thun und falls sie einmal vor dem Feinde entrollt werde, mit ihr siegreich und mit Ehren bedeckt heimkchren. Der Oberst dankte und brachte ein dreimaliges Hurrah auf den Kaiser aus. Nach dem Parademarsch ritt der Kaiser an der Spitze des Regiments nach der Kaserne.
Berlin, 17.August. Die Deputation aus Helgoland wird heute Abend 81/4 Uhr aus der Lehrter Bahn aus Helgoland hier eintreffen und wird dieselbe während der Dauer ihrer Anwesenheit in Berlin als Gäste Sr. Majestät des Kaisers und Königs im „Hotel Continentale" Wohnung nehmen.
Breslau, 17. August. Der „Schlesis-ten Volkszeitung" wird aus Ostrowv gemeldet, vom russischen Ministerium sei einem Consortium in Kalisch die Conzession zum Bau einer Tcrtiärbahn von Kalisch nach der preußischen Grenze er- theilt worden.
Wien, 17. August. Gestern Vormittag fand in Mauer bei Atzgersdors die Exhumirung der Leichenreste der
im Jahre 1866 dort gefallenen sächsischen und österreichischen Krieger, sowie die feierliche Beisetzung derselben in einem neuen gemeinsamen Grabe aus dem Friedhöfe des Ortes statt. Die zehn Särge, in denen sich die Leichenreste befanden, waren reich geschmückt. Der Feier, zu welcher zwei Compagnien mit der Musik ai-,sgerückt waren, wohnten der deutsche Botschafter Prinz Reuß, der sächsische Brigade-Commandeur Generalmajor Zeschau, Feldzeugmeister Scudier, Feldmarschall- Lieutenant Schmidt, Generalmajor Schmedes und der Oberst Müller vom 46. Infanterie-Regiment mit dem Osfizierscorps, sowie Vertreter der Behörden bei. Die Einsegnung wurde von dem Militärpsarrer Koffer und dem Superintendenten Severini vollzogen, welche Trauerreden hielten.
Wien, 17. August. Der „Neuen Freien Presse" wird aus Salonichi gemeldet: Im dortigen Zollamte wurde eine für Belgrad bestimmte Kiste mit 5 Kilogramm Dynamit aufgefunden. Der Aufgeber der Kiste sei ein von Frankreich mit einem französischen Passe kommender Russe. Er sei verhaftet und nach Konstantinopel gebracht worden.
Paris, 17. August. Nach einer Meldung aus Havre von heute wurden dort mehrere Fälle eines cholera- artigen Durchfalles constatirt- man schreibt dieselben der herrschenden tropischen Hitze zu.
Petersburg, 17. August. Dem Vernehmen nach beschloß die Getreidecommission in ihrer am Montag abgehaltenen Sitzung die Aufhebung aller noch bestehenden Getreide- aussuhrverbote. Die hierauf bezügliche Publikation ist in den nächsten Tagen zu erwarten.
Petersburg, 17. August. Amtlich. Gestern erkrankten an Cholera in Petersburg 70 Personen- fünf genasen und fünf starben.
Rewyork, 17. August. Die Weichen st eller der Newyork Centralbahn, der Buffalo Rochester und der Buffalo- Pittsburg-Eijenbahn sind in den Strike getreten. Die Miliz von Rochester und Elmira hat Befehl erhalten, nach Buffalo abzugehen. Die Bergleute der Gegend von Oliver- spring legten Dynamit unter die Schienen, nm die Miliz am Passiren durch die vom Strike berührten Strecken zu verhindern. Die Miliz wird deßhalb den Marsch über die Berge nehmen. Der Personenzug wurde von den Bergleuten am Coalcreek angehalten. Man glaubt, alle in Buffalo mündenden Eisenbahnen werden den Betrieb einstellen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 17. August. Auf den hiesigen Fernsprechämtern wurden am 15. d. M. 40 Telephonarbeitern per 1. October gekündigt. Dieselben sollen durch Arbeiterinnen ersetzt werden. Für October stehen weitere zahlreiche Kün- d gungen bevor.
Berlin, 17. August. Nach dem „Confectionär" wird in Stadtverordnetenkreisen die Candidatur des Reichstagsabgeordneten Schrader für den Posten des Berliner Oberbürgermeisters in Erwägung gezogen.
Berlin, 17. August. Hier herrscht eine Hitze von 35 Grad, ebenso wird aus den östlichen Provinzen eine ungewöhnliche Hitze gemeldet.
Köln, 17. August. Laut der „Köln. Volksztg." hält der Rheinisch-Westfälische Roheisenverband am Samstag eine Sitzung ab, wobei eine Preiserhöhung von einer Mark für Thomasschienen zu erwarten ist.
Beuthen, 17. August. In Koßtow bei Myslowitz wurden gestern drei französische Offiziere und eine Dame als Spione verhaftet und in das Myslowitzer Gefängniß eingeliefert. In derselben Nacht wurde ein Luftballon über dem Grenzfluß Pozemsa in der Richtung von Sosnowice mit -Wei Insassen gesehen.
München, 17. August. Der Magistrat der Stadt beabsichtigt eine Eingabe an die Kreisregierung und den Reichstag behufs Genehmigung der Erhebung eines Localweinaufschlags durch die Gemeinden.
Paris, 17. August. Gestern herrschte hier eine Hitze von 37 Grad.
Paris, 18. August. Der „Tempö" meldet aus Rom, der Besuch Stambulosss beim Sultan habe den Eintritt der Türkei in den Dreibund zum Zwecke gehabt.
Charleroi, 18. August. Das Feuer in der Grube 3 in Anderlues nimmt stetig zu. Es wird die Weiterverbreitung aus die anderen Gruben befürchtet.
. Locales unö jArovinzrclles.
Gießen, 18. August 1892.
— Ansmarsch ins Manöver. Heute Vormittag 9 Uhr ist das Regiment „Kaiser Wilhelm" zu den Manövern ausgerückt. Das Regiment fuhr in zwei Extrazügen zunächst nach Darmstadt, in dessen Umgebung Brigade Hebungen stattfinden. Die Schlußmanöver finden in dem durch gute Quartiere bei unseren Soldaten beliebten Rheinhessen statt.
— Abermals Feuer in Heuchelheim. Heute Vormittag 2/46 Uhr brach daselbst wieder ein Brand aus, der eine Scheune und einen Stall einäscherte. Die Brandstelle ist in der Nähe derjenigen von der vorigen Samstag-Nacht.
— Das am 16. d. M. ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 22) enthält u. A.: Verzeichnis; der Vorlesungen auf der Großherzoglich Hessischen Ludewigs-Universität zu Gießen im Winterhalbjahr 1892—93.
— Erledigte Lehrerftellen. Erledigt sind: Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu Semd, Kr. Dieburg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist ein Theil des Organistendienstes verbunden. Zwei mit evangel. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Dudenhofen, Kr. Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von je 900 Mk.
— Von hessischen Ausstellern wurden bei der diesjährigen Geflügel- und Vogel-Ausstellung der Gesellschaft der Vogel
freunde in Frankfurt a. M. prämiirt: für die beste Gesammtleistung in Tauben und Brieftauben B. Schwan jun. in Gießen mit einer silbernen Staatsmedaille- für die beste Nummer Fasanen oder Zierenteu derselbe mit einer broncenen Medaille des Clubs deutscher und österr.-ungar. Geflügelzüchter- A. Lust in Offenbach a. M. mit einer broncenen Medaille des Leipziger Geflügelzüchtervereins. Die beiden Genannten befinden sich auch unter den Ausstellern, die noch Ehrenpreise im Werthe von 10 bis 60 Mark erhielten.
— Heber den gesteigerten Sountagsverkehr seit Einführung der Sonntagsruhe berichten Frankfurter Blätter: Der Sonntagsverkehr ist, wie ein Berichterstatte'r zu melden weiß, um 42 pCt. stärker als im Vorjahre. Die letzten Züge führen meist zahlreich Güterwagen mit sdch, in welche man Bänke gestellt hat. Die Restaurateure 'der Taunusortschaften sind in diesem Jahre zufriedener und z.inige erzählen, daß sie seit zwanzig Jahren so gute Geschäfte nicht gemacht hätten. Ein Wirth in Eppstein z. B. schätzt seinen Umsatz auf das Fünffache wie im Vorjahre. Am letzten Sonntag wurden gelöst nach Eppstein 2800 Karten, nach Cronderg 1900, nach Homburg 3100, nach Mainz 1300, nach der Bergstraße 1800, nach Wilhelmsbad 600, nach Wiesbaden 900 und nach den Stadtwaldstationen etwas über 2000. Die Züge in den Odenwald und Taunus waren schon frühzeitig dicht besetzt, die Hessische Ludwigsbahn mußte eine große Anzahl Güterwagen heranziehen und mit Bänken ausstatten. Der Abendzug um 9 Uhr von Soden war so stark besetzt, daß die Bahn alles verfügbare Material in Dienst stellen mußte. Aehnlich war es in Cronberg und Homburg v. d. H. Am Nachmittag war Bornheim, wo Kirchweih stattfand, das Ziel eines ununterbrochenen, dorthin wallfahrenden Menschenstromes, welcher dafür sorgte, daß den Wirthen von den vorräthigen Eß- und Trinkwaaren nichts übrig blieb. Wo in der Nachbarschaft ein Fest gefeiert wurde, so in Bonames Kirchweihe, Homburg Velocipedwettsahren, Heppenheim Gesangsfest, Cronberg usw., fand man Frankfurter, und zwar überall in sehr starker Vertretung. — Hoffentlich trägt dieser gesteigerte Verkehr nicht zu einer Verteuerung der Restaurationspreise bei, sondern die Wirthe sollten billigerweise eher das Gegentheil im Auge haben, da ihnen der größere Verdienst sozusagen in den Schooß gefallen ist.
— Die Communalsteuer-Ausschläge für die Gemeinden des Großherzogthums für das Jahre 1892/93 sind nun nahezu vollständig veröffentlicht. Die communale Besteuerung derjenigen sechs Städte unseres Landes, in welchen die Städteordnung gilt, gestaltete sich für genanntes Jahr l. „D. Tgdl." folgendermaßen, wobei zur Vergleichung die betreffenden Ziffern des vorhergegangenen Jahres 1891/92 in Klammern beigefügt sind:
Steuersumme Ausschlags-
1892/93 coesficient 1891/92
Mk.
Pfg.
Mk.
Pfg.
Alzey
75 600 mit
22,613
(
73 600
mit
22,923
)
Darmstadt 1040000
//
25,0
(
994 596
//
25,0
)
Gießen
342 997
//
26,4
(
317 584
//
25,5
)
Mainz
1 665 090
//
29,4
(1 411212
1#
25,8
)
Offenbach
585 739
//
25,74
(
510000
//
23,37828)
Worms
412 500
Kl
■ //
25,101
(
350000
//
22,603
)
Daraus ergibt sich, daß mit Ausnahme von Alzey, das eine ganz geringe Ermäßigung des Ausschlagscoesficienten aufweist, und von Darmstadt, welches seinen vorjährigen Coefficienten von 25 Psg. beibehalten konnte, alle Städte zu Steuererhöhungen schreiten mußten, die bet Mainz am stärksten hervortritt, indem dort die Erhöhung 3,6 Psg. aus die Mark Communalsteuercapital beträgt, während sie sich bei Offenbach und Worms auf etwa 2,5 Psg., bei Gießen nur auf 0,9 Psg. beläuft. Durch diese Erhöhungen steht nun Alzey als die Stadt da, welche die niedrigste Commnnalsteuer erhebt, dann folgt Darmstadt, das im vorigen Jahre erst an vierter Stelle gestanden.
Büdingen, 16. August. Heute wurden aus dem Weinberg des Herrn Briefträger Gut hier reife Trauben vorgezeigt.
Darmstadt, 17. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 17. August dem Präsidenten des Oberconsistoriums Wirklichen Geheimerath Dr. Theodor Goldmann aus Anlaß feines an diesem Tage stattfindenden 50jährigen Dienstjubiläums das Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.
Mainz, 13. August. Schnell gefreit. Der „Neue Mainzer Anzeiger" schreibt unter vorstehender Spitzmarke: Kam da dieser Tage zu einem Weinwirth, der zwar eine gut* gebende Wirthschast, aber noch kein Weibchen hat, ein Ladenmädchen aus der Nachbarschaft/ um ein Fläschchen Selterswasser zu holen. Das Mädchen machte auf den Wirth einen so guten Eindruck, daß er dasselbe fragte, ob es Spaß an einer Wirthschast habe. „Warum nicht!" lautete die Antwort, woraus die Gegenfrage: „Wollen Sie mich heirathen?" — //Das geht doch nicht so schnell." — „Warum nicht? Wollen Sie?" — „Nun, es käme daraus an." — „Wo wohnen Ihre Eltern? Ich spreche sofort vor. Meine Schwester zieht nämlich fort von mir, und kurz und gut, ich brauche eine Frau!"--Jetzt sind beide nach eingeholter
Erlaubniß der Eltern des Mädchens ein Brautpaar und ganz bald ist Hochzeit. Wir könnten auch Namen und Straße nennen, aber wozu? Wir geben die Versicherung, daß das Paar, das sich auf so seltsame Art gefunden, in Wirklichkeit hier existirt."
Aus dem Kreise Bingen, 16. August. Die Roggenernte übt in vielen Orten unseres Kreises einen sehr günstigen Einfluß auf die Brv.dpreise aus- so tft der Preis des sechspfündigen Laib Brodes, welcher seither 75 bi- 70 Psg. kostete, bereits auf 60 Pfg. herabgegangen.


