Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

§ 5.

Pfg-

20

Pfg-

Datum

10/9.

12/9.

O r t

Sogleich nach staltgefundener Wiegung sind die

vor«

ES

333142

Hamburg

213

113

3901175

344148

12

5

elitz

Erkrankungen:

ungen, 4 Todesfälle.

Er-

von

und

des

Gemeinde-Einnehmer in Ein- dem Wiegemeister an denselben

8

2

5

4

3

5

3

1

12

5

3

1

1

1

10

1

10

3

7

2

1

12

5

2

11/9.

~ c

Hamburg

Preußen

Schl'swig Lüneburg Slade Stettin

Meckl.-Str

Staat und Bezirk

Pfg.

// // //

8.

von dem Ortsvorstand aus Großh. Kreisamt verpflichtet;

9./9.

K

er unterliegt als Gemeindebeamter den für solche geltenden Disciplinarvorschristen und erhält vorläufig eine jährliche Besoldung von 25 Mark.

Gießen, den 14. September 1892.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

12. September bis zum gleichen Zeitpunkt des 13. September 333 Erkrankungen und 142 Todesfälle an Cholera gemeldet, hiervon entfallen 237 Erkrankungen und 97 Todesfälle auf Öen 12. September. Doch ist man jetzt in Hamburg wenigstens mit Aerzten und Krankenwärtern genügend versehen, sodaß auch bei einem etwaigen nochmaligen Anschwellen der Seuche ein Rückfall in die traurigen Verhältnisse nicht zu befürchten steht, wie sie sich in Hamburg während der ersten Wochen der Epidemie zeigten.

Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 13. bis 14. September, Mittags, gemeldete Cholera-Erkrank­ungs- und Todesfälle:

2

2

2!

Regierungsbezirk Stralsund: auf der Rhede Wolgast 1 Todesfall.

Regierungsbezirk Stettin: in der Stadt Grabow einem Orte des Kreises Randow 3 Erkrankungen.

Regierungsbezirk Magdeburg: in einem Orte Kreises Wanzleben 1 Todesfall.

§

Der Wiegemeister wird Widerruf ernannt und von

ersichtlich sind. Diesen Auszug hat er in beglaubigter Form der Bürgermeisterei zu überreichen. Die erhobenen Wiege­gebühren werden dann dem nähme deeretirt und dann von ausbezahlt.

bemerkten Wiegegebühren an den Wiegemeister zu entrichten. § 7.

Am Schlüsse eines jeden Vierteljahres hat der Wiegemeister das Tagebuch abzuschließen, sodann hat er einen Auszug aus dem Tagebuch über die im versloffenen Vierteljahr gewogenen Gegenstände zu fertigen, woraus sowohl das Gewicht der gewogenen Gegenstände, als auch die erhobenen Gebühren

Localer unb provinzielles.

Gießen, 15. September 1892.

I Der Schwindler, welcher seiner Zeit hier unter der I Angabe, er reise für das Waarenhaus Schepler zu Frank- I surt a. M., bei verschiedenen Wirthen Betrügereien verübte, ! wurde heute in das hiesige Provinzial-Arrefthaus eingeliefert!

Die Generalversammlung des Ausschusses der Znva. liditäts. und Altersverficherungs-Anstalt des Großherzogthumr I Hessen sand am 6. d. Mts. unter dem Vorsitz des Herrn Commerzienraths Böhm zu Offenbach und in Gegenwart des Herrn Mmisterialraths Emmerling in Offenbach statt. Dabei wurde I.Off. Ztg." folgender, ein besonderes Interesse bietender Beschluß gefaßt:Ein Theil des Anstaltsvermögens, I jedoch höchstens der vierte Theil desselben darf zur Förderung I der Erbauung von Arbeiterwohnungen verwendet werden. I Zu diesem Zweck können Darlehen an Gemeinden, Arbeitgeber, I milde (Stiftungen, gemeinnützige Ballgesellschaften und Bau- I genoffenschasten gegen mäßige Verzinsung gewährt werden. Diese Darleihung an Arbeitgeber, Stiftungen, Ballgesellschaften I und Genossenschaften soll nur gegen hinreichende Sicherheit I erfolgen. Als solche ist zu betrachten: die Verpfändung von I Liegenschaften, die Session von Kaufbriefen und Hingabe von I Werthpapieren, die zur Anlage von Mündelgeldern zugelassen I sind, zu Faustpfand. Die Liegenschaften dürfen bis zu 662/3 I Prozent ihres Schätzungswerthes beliehen werden. Die Dar- I lehen können bereits während der Erbüuung der Arbeiter­wohnungen, je nachdem der Bau fortschreitet, in Theitbeträgen gegen entsprechende Sicherheit ausgezahlt werden, lieber die Gewährung der Darlehen und die dabei zu stellenden Be­dingungen hat der Gesammtvorstand unter Zuziehung einer durch den Ausschuß aus seiner Mitte zu wählenden Commission zu beschließen. Diese Commission besteht aus drei Mitgliedern,, von denen zwei in Darmstadt ihren Wohnsitz haben sollen. Sie ist als vollzählich zu betrachten, wenn mindestens zwei ! ihrer Mitglieder bei der Berathung anwesend sind. Die Commission hat die allgemeinen Grundsätze, nach denen Dar­lehen gewährt werden sollen, sestzustellen und der nächsten Ausschußsitzung hierüber Vorlage zu machen. Der Vorstand wird ersucht, die ersorderliche Genehmigung des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz zu erwirken." Da die Regierung dieser Frage wohlwollend gegenübersteht, ist an Erlangung dieser Genehmigung nicht zu zweifeln. In die bezeichnete Commission wurden gewählt die Herren Commer- zienrath Böhm in Offenbach, Wilhelm Merck zu Darmstadt und Adam Lorenz daselbst. Aus der weiter von dem Herrn Vorstandsvorsitzenden Dr. Dietz mitgetheilten Uebersicht über die Geschäststhätigkeit der Anstalt während der ersten acht Monate des Jahres 1892 seien folgende Angaben gemacht Bon den 615 zu bearbeitenden (nämlich in 1892 neu erhobenen 584 und unerledigt aus 1891 übernommen 31) Ansprüchen aus Altersrente wurden anerkannt 456, abgelehnt 135, auf andere Weise erledigt 5. Unerledigt sind noch 19. Jnvaliden- ansprüche wurden in 1892 erhoben 310, unerledigt aus 1891 übernommen: feine; anerkannt 109, abgelehnt 167, auf andere Weise erledigt 15. Unerledigt blieben 19. Die große Zahl der Ablehnungen erklärt sich daraus, daß vielfach von solchen Personen Invalidenrente beanspracht wird, die bereits bei Inkrafttreten des Gesetzes oder innerhalb eines Beitrags­jahres seitdem dauernd erwerbsunfähig waren und für die deshalb die in § 156 des Jnvaliditäts- und Altersversiche- rungs - Gesetzes erforderte Beitragsleistung während eines Beitragsjahres aus Grund der Versicherungspflicht nicht er­folgen konnte. Der Erlös aus verkauften Beitragsmarken beläuft sich für die ersten acht Monate aus rund 1,079,600 Mark, oder im Monat durchschnittlich aus 134,950 Mark. Der Reservefonds aus 1891 beträgt 269,795 Mark; an Capitalien wurden angelegt in 1891: 1,079,569 Mark, in 1892: 753,777 Mark, so daß das Anstaltsvermögen, da zur Zeit nicht angelegtes nicht vorhanden ist, sich aus 2,103,141 Mark beläuft. Altersrenten waren bis zum 1. September 1892 im Ganzen bewilligt: 2941; Invalidenrente: 136. Vor Beginn der Versammlung wurde unter Führung des

Regierungsbezirk Stade: in je einem Orte der Kreise Jork und Kehdingen insgesammt 3 Erkrankungen.

Regierungsbezirk Lüneburg: in der Stadt Harburg und einem Orte des Kreises Winsen a. L. zusammen 1 krankung, 1 Todesfall.

3. für jeden anderen zur Verwiegung kommenden Gegenstand, als Frucht, Kartoffeln, Steinkohlen, Coaks, Braunkohlen Eisen, Lumpen, Knochen, Kalk, Eisensteine, Tabak, Baumaterialien u. s. w. bis zu 10 Centner.........

für jeden weiteren Centner......

4. für Heu und Stroh bis zu 3 Centner . . für jeden weiteren Centner......

§ 6.

Vorsitzenden Herrn Dr. Dietz das Gebäude besichtigt. In dem Kellergeschoß befinden sich die Kessel zur Centralheizung u. s. w. Im Erdgeschoß die Geschäftsräume für die Anstalt selber, als da sind: ein Arbeitszimmer für den Director, ein Sitzungssaal, ein Kassazimmer mit Registratur und ein großes- Arbeitszimmer für Anstaltsbeamte. Im Obergeschosse befindet sich eine schöne Wohnung des Direetors und im Dachgeschoß die des Dieners. Verbunden mit dem Gebäude, aber abge­schlossen durch feuerseste Thüren, ist das anhängende, aus drei Etagen bestehende, gewölbte und feuersichere Kartenhaus.. Bis jetzt ist blos der mittelste Raum in Benutzung, der auch eine größere Höhe hat, um als Geschäftsarbeitsraum benutzt werden zu können, falls jemals die Unfallberufsgenossenschaften mit der Versicherungsanstalt verbunden werden sollten. Die der Anstalt eingelieferten Karten werden in eisernen Kästen nach Jahrgängen und in alphabetischer Reihenfolge geordnet, aufbewahrt. Die ganze Anlage des Gebäudes ist wohl durch­dacht, wird voraussichtlich der Zukunst genügen und ist dabei praetisch eingerichtet. Insbesondere ist die dafür verausgabte Summe, im Verhältnisse zu den von den Schwesteranstalten verwendeten Beträgen, eine niedrige zu nennen.

Friedberg, 10. September. Mit Anfang der nächsten Woche beginnt die hiesige Zuckerfabrik ihre diesjährige Campagne. Heute werden bereits die ersten Fuhren Rüben in Empfang genommen. Nach der chemischen Fest­stellung wird der Zuckergehalt der Rüben in diesem Jahre zwischen 1315 pCt. schwanken und wahrscheinlich etwas größer sein, als in den vorausgegangenen Jahren, da das anhaltende gute Wetter das Gedeihen der Rüben nach dieser Seite hin sehr gefördert hat; andererseits wird jedoch die Quantität infolge der Regenlosigkeit des diesjährigen Sommers hinter derjenigen anderer Jahre zurückstehen. Demzufolge wird die Campagne wahrscheinlich schon Anfangs Februar beendigt fein.

Die Cholera.

Die täglichen Cholerafälle in Hamburg gehen rivch immer in die Hundene. So wurden vom Mittag des

Regierungsbezirk Potsdam: in einem Orte des Kreises Niederbarnim 1 Todesfall.

Berlin, 14. September. Der gestern früh erkrankte Sohn des hier ankernden Schiffers Lindemann starb nach achtstündigem Leiden unter Zeichen asiatischer Cholera. Nicht nur die Leiche, sondern auch die gesammte Familie und die Schiffsmannschaft wurde nach dem Moabiter Lazareth gebracht.

Berlin, 14. September. Aus Einladung des Bürger­meisters Zelle waren heute Mittag eine Anzahl Berliner Bürger im Rathhaussaale versammelt, die beschlossen, ein Comite zu Sammlungen für die Nothleidenden in Hamburg zu conftituiren.

Hamburg, 14. September. Die Cholera-Erkrankungen zeigten in letzter Nacht eine geringe Abnahme; am heutigen Vormittag desgleichen. Die auf morgen angesetzte Eröffnung beider Theater dürfte aus Schwierigkeiten stoßen. Eine Anzahl hervorragender Kräfte des Stadttheaters ist bisher nicht eingetroffen. Das Personal des Thaliatheaters ist vollständig. Man erwartet in der heutigen Sitzung der Bürgerschaft eine Interpellation wegen der Theater, die möglicherweise ein Eingreifen der Behörde hervorruft. Der Polizeichef erklärte, er werde die sofortige Schließung der Theater verfügen, sobald ein einziger Krankensall eintreten würde.

Hamburg, 14. September. Geheimrath Dr. Koch ist heute hier eingetroffen.

Hamburg, 14. September. Die hiesige Handels­kammer hat an sämmtliche deutschen Handelskörperschaften ein Rundschreiben gerichtet, in dem diese ersucht werden, gemäß dem ministeriellen Erlaß in Preußen in ihren Bezirken dahin zu wirken, daß von weiteren, über jenen Erlaß hinaus- gehenden, thatsächlich als überflüssig und nutzlos erwiesenen Beschränkungen des Verkehrs Abstand genommen und baldigst diesbezügliche Verordnungen der Handelskammern erlassen werden. Die Hamburger Handelskammer weist auf die Thatsache hin, daß, obgleich der Verkehr von Hamburg nach England vollständig aufrecht erhalten worden sei und der Güterverkehr daselbst keinerlei Beschränkung erfahren habe, dort keine Choleraerkrankung vorgekommen sei.

Hamburg, 14. September. Der vom Senat bei der Bürgerschaft beantragte Credix in Höhe von einer Million ist, wie verlautet, nicht für die Nothleidenden bestimmt, sondern für nothwendige Maßnahmen zur Bekämpfung der Cholera; der größte Theil dieses Betrages ist bereits verausgabt.

Erfurt, 14. September. Die Vorsteherin des städtischen Krankenhauses ist an der asiatischen Cholera e r kran ft. Cs ist dies in Erfurt der erste Fall von Cholera; dieselbe wurde von Hamburg eingeschleppt.

Thorn, 14. September. Der Regierungspräsident von Marienwerder hat wegen der Choleragesahr den Zuzug russischer und polnischer Arbeiter über die Grenzen des Regierungsbezirks untersagt.

Haag, 14. September. Das Verbot der Einfuhr und Durchfuhr von Maaren aus Hamburg und Altona ist aus alle Eldhäfen ausgedehnt.

Bern, 14. September. Der Bundesrath hat die von der Nordost- und der Centralbahn angesichts der Cholera­gesahr gegenüber Deutschland beobachtete Praxis der Nicht­weiterbeförderung von direeten Wagen ins Innere der Schweiz auch auf die französischen Bahnanschlüsse ausgedehnt.

Deutsches Reich.

Berlin, 14. September. Gegenüber den sich vielfach widersprechenden Nachrichten über den Zeitpunkt des Wieder­zusammentritts des Reichstages und des preußi­schen Landtages wird jetzt in einer anscheinend offiziösen Berliner Notiz versichert, daß letzterer Anfang November, der Reichstag aber in der zweiten Novemberhälfte zusammen­treten werde. Voraussichtlich wird darum auch in den nächsten Tagen die Sitzung des preußischen Staatsministeriums stattfinden, in welcher der vorläufige Arbeitsplan für den Landtag festgeftellt werden soll, was zugleich auch die Ent­scheidung über die ferneren Steuerreformpläne Dr. Miquels in sich schließen würde.

Die Gerüchte über einen möglichen Besuch des Deutschen Kaisers aus der Chicagoer Welt­ausstellung im nächsten Jahre scheinen doch nicht un­begründet zu fein. Von verschiedenen Seiten wird überein­stimmend berichtet, daß Kaiser Wilhelm in einer dem bekannten Pianosortefabrikanten Steinway aus Newyork erteilten Audienz diesen Besuch als durchaus nicht unmöglich be­zeichnet habe.

In der brennenden Frage der Seuchenabwehr sind seitens des Reichskanzlers die ersten entschiedenen Schritte erfolgt. Zunächst hat Graf Caprivi auf Grund von Art. 4 der Reichsverfaffung (Oberaufsichtsrecht des Reiches in Sachen des Medicinalwesens) einen Reichscommispr für die Gesund­heitspflege im Stromgebiete der Unterelbe in der Person des preußischen Ober - Regierungsrathes v. Richthofen ernannt. Derselbe ist angewiesen worden, unverweilt mit den Behörden derjenigen Amtsbezirke, welche durch seine Thätigkeit berührt werden, in Verbindung zu treten. Hoffentlich wird die Wirk­samkeit des neuen Reichscommissars den aus sie gesetzten Er­wartungen entsprechen. Weiter aber ist das Reichsgesund­heitsamt vom Reichskanzler mit der Ausarbeitung eines Reichsseuchengesetzes beauftragt worden, eine Maß­regel, die man nur mit aufrichtigster Genugtuung begrüßen kann; die schauderhaften Zustände in Hamburg haben gezeigt, wie dringend nöthig wir in Deutschland eine reichsgesetzliche, also einheitliche Regelung der Abwehr von Menschenseuchen haben.

Heeicftc 21ad>rieben.

Depeschen de4 BureauHerold".

Berlin, 15. September. DieKreuzzeitung" wendet sich in einem Leitartikel, welcherdie Anklagepflicht des Staats­anwaltes und das Polizeiunrecht" überschrieben ist, gegen die Ueberhandnahme der polizeilichen Strafandroh­ungen und Polizei strafen und verlangt die Ausdehnung der in § 416 des R.-St. G. enthaltenen Bestimmung auch auf die eigentlichen Polizeiübertretungen.

Budapest, 14. September. Die Vertreter der Haupt­stadt wählten Ludwig Kossuth anläßlich feines 90. Ge­burtsfestes mit großer Majorität zum Ehrenbürger.

Genua, 14. September. Ein Ausschuß italienischer Arbeiter begab sich an Bord desFormidable", um eine Adresse zu überreichen, konnte aber den Admiral Rieunier nicht sprechen. Die Adresse wurde einem Offizier überreicht, welcher dankte, woraus der Ausschuß sich zurückzog.

London, 15. September. Reutermeldung aus Zan­zibar: Gestern räumten die englischen Missionare frei= willig die Station Moschi am Kilimandjaro.

Altona Wilhelmsburg Bützfleth Stettin Lübztn Schönberg

Gebühre ntarif.

An Wiegegebühren sollen erhoben werden:

1. für Kleinvieh, als Schweine, Schafe, Kälber, Ziegen u. f. w. von jedem Stück .... 10

2. für Großvieh, als Ochsen, Kühe, Rinder u. s. w. von einem jeden Stück.......

Vereinzelte

Regierungsbezirk Schleswig: in den Städten Wands- beck, Lauenburg, Rendsburg und in fünf Orten der Greife Stormarn, Steinburg, Segeberg und Kiel (Land) 4 Erkrank-