-s- Nieder Mörlen, 13. October. Bei der gestern dahier
ab und einen Zweig mit rothen Beeren aus stattgesundenen Bü r g e rm ei st er w a h l wurde der seitherige Am späten Abend desselben Tages erblickte | Bürgermeister Kremer einstimmig wiedergewählt.
begicbt sich am Freitag der Untersuchungsrichter Or. Richter- an die Unsallstelle, um Zeugenvernehmungen und Augenscheinnahme vorzunehmen.
bearbeiteten Stab und einen Zweig mit rothen Beeren auS dem Wasser, r ' "
Univevsitäts - Kad? richten»
v ?£rIln' 141 October. An der Berliner Universität soll eine ordentliche Professur für Pharmacie eröffnet werden.
Loealer und provinzieller.
Gießen, 14. October 1892.
-r Oefsentliche Sitzung des Kreisausschuffes vom 12. October. Zur Verhandlung gelangt derRecursdesFriedrich Benz!er von Gießen gegen einen Polizeibefehl Gr. Polizeiamts Gießen wegen Errichtung von. Brandmauern. Benzler hat hinter seinem Hause am Asterweg eine Bretterhalle zur Aufbewahrung von Werkholz errichtet, ohne hierzu Erlaubniß nachgesucht zu haben. Durch Polizeibefehl war ihm ausgegeben worden, auf der Nord- und Westseite dieser Halle Brandmauern errichten zu lassen, wogegen Benzler Widerspruch erhoben har. Bei der heutigen Verhandlung wurde constatirt, daß aus der Nordseite mehr als 3 Meter bis zum nachbarlichen Gebäude frei liegen, während sich an der Westseite in geringerer Entfernung ein kleiner Stall befindet. Der Kreisausschuß erkannte dahin, daß der Polizeibefehl, soweit er sich auf die an der Nordseite zu errichtende Brandmauer bezieht, unzulässig, im Uebrigen aber zu bestätigen sei. — Der zweite Gegenstand der Tagesordnung: „Unterbringung des Karl Schmalz zu Grüningen ineineBesserungsanstalt" wird aus Antrag des Großh. Bürgermeisters von Grüningen ausgesetzt.
— Aus die im Anzeigetheil enthaltene Ankündigung des dritten Cursus der Kochschule des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege, der am Montag den 24. October beginnen wird, möge auch an dieser Stelle hingewiesen werden. Besonders wird gebeten, ihn nicht mit der Kochschule des Alicevereins zu verwechseln, die ganz andere Ziele verfolgt und auch noch gar nicht eröffnet ist.
— Theater. Zu den Lustspielen, die man ab und zu in Wiederholungen sehen kann, ohne sie als etwas schon dagewesenes, gewissermaßen langweiliges zu finden, gehört auch der Moser'sche Schwank „Der Bibliothekar." Bei dem Erfolg, den das Stück am Sonntag erntete, lag für unsere rührige Direction nichts näher, als dasselbe an einem Wochentage zu wiederholen, denn trotz der Sonntagsruhe gibt es noch sehr v^ele Leute, die an den Wochenabenden mehr Zeit zum Besuch des Theaters haben, als gerade Sonntags. Die gestrige zweite Aufführung des „Bibliothekar" reihte sich der ersten würdig an- es wurde von allen Mitwirkenden gesucht und auch erreicht, die in dem Stücke gezeichneten Personen im Sinne des Dichters zur Darstellung zu bringen und so blieb auch dieser Vorstellung der wohlverdiente Beifall nicht vorenthalten. — Heute Abend geht hier zum ersten Male „C ac ao" über die Bühne, ein Schwank, dem nach den darüber vorliegenden Theaterberichten aus anderen Städten ein recht zahlreicher Besuch zu wünschen ist.
— Wie aus dem Jnseratentheil der heutigen Nummer ersichtlich, findet die Eröffnung des Kaiser Panorama des Herrn
Schiff-nachrichten.
Der Poftdampfer „Waesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 11. October wohlbehalten in New- york angekommen. Alles wohl an Bord.
Wenige Stunden später, am 12. October, 2 Uhr Morgens, sah man einen flachen, sandigen Strand im Mondschein leuchtens man hatte sich dem Lande von der Seite bereits aus zwei Seemeilen genähert.
Eine neue Welt war entdeckt, ohne daß, wie bereits her vorgehoben, einer der Entdecker eine Ahnung davon gehabt hätte. Columbus selbst, wie seine Mannschaft, waren der festen Ueberzeugung, die dem asiatischen Festlande vorgelagerten japanesischen Inseln erreicht zu haben.
Unbeschreiblich war der Jubel der Entdecker. Mit Freudeothränen in den Augen stimmte der fromme Columbus den Lobgesang „Te Deum laudamus“ an und alle seine Gesährten stimmt;» tiefbewegt ein. Man umringte den Führer und brachte ihm die rauschendsten Huldigungen dar. Und als die Befehlshaber der Schiffe mit den bewaffneten Booten landeten und unter fliegenden Fahnen ans Land stiegen, warfen sie sich zu Boden und küßten ihn inbrünstig.
Der große Plan seines Lebens war gelungen : Columbus hatte, wider Willen, eine neue Welt für Spanien, für die ganze Menschheit und für die Cultur erobert!
Das erste Eiland, welches die Entdecker betraten, nannte Columbus San Salvador und weihte es dadurch zu einem Erstlingsopser dem Heiland der Welt. Bei den Eingeborenen hieß es Guanaham oder Guanahani. Jene mit einem so blendenden Glanz umwobene Stätte, wo die Menschheit der alten und neuen Welt zum ersten Male einander entgegentrat, ist leider mit Sicherheit nicht genau zu bezeichnen, nur so viel steht fest, daß das Geschwader auf eines der flachen Koralleneilande gestoßen, welche unter dem Namen Bahama- Jnseln bekannt sind- wahrscheinlich die Watlings-Jnsel.
(Schluß folgt.)
Schmidt, welcher sich vor zwei Jahren mit seinen ausgezeichneten landschaftlichen und architectonischen Länder-Serien ein gutes Renommee erworben, morgen Samstag im Ladenlocal Bahnhofstraße 23 (Ecke Löwengasse), statt. Als erste Serie ist die sächsisch-böhmische Schweiz angesetzt. Diese Serie soll in der Farbenbeleuchtung und Plastik alles bis jetzt Gezeigte übertreffen. Dieselbe ist den-letzten Sommer ausgenommen und noch nie ausgestellt worden. Der Besitzer setzt einen Preis von 1000 Mark aus, daß Keiner mit dieser Serie in der Farbenbeleuchtung concurriren kann. Nach dem, was Herr Schmidt uns früher geboten, bedarf es bei dieser Serie keiner besonderen Empfehlung. Der Besuch stellt sich im Abonnement sehr billig, auf 20 Pfg., namentlich da die gediegensten Serien zur Ausstellung gelangen.
— Eine schöne Handschrift ist eine schöne Empfehlung für Jedermann! Dieser Wahrspruch hat auch in unseren Tagen noch immer seine alte Geltung, und nicht wenig Aerger verursacht es jedem, der eine schlechte Handschrift hat, wenn er Schriftstücke von andern in zierlichen, gefälligen Zügen in die Hand bekommt und sich seiner eigenen schauderhaften „Krähenfüße" erinnert. Diese „Krähenfüßler" werden es nun gewiß mit Freuden begrüßen, daß Herr Gottlie b, der bekannte Schönschreib - Lehrer, hier wiederum einen Kursus zur Erlernung einer besseren Handschrift veranstalten wird. Das Nähere besagen die betreffenden Ankündigungen im Jnseratentheil, aus welche wir hiermit ganz besonders im Interesse aller, welche schlecht schreiben, Hinweisen.
— Patente und Gebrauchsmuster von im Großherzogthum Heffeu wohnenden Erfindern. Gebrauchsmust er-Eintragung. Corset mit Knopsvorrichtung zum Tragen der Unterkleider, Koch & Eichenauer in Gießen, 6. August 1892.
— Thierschutz . Verein für das Großherzogthum Hefien. Die diesjährige (18.) Generalversammlung soll am 19. d. M. in Ober-Ingelheim stattfinden.
— Freiwillige Gesellenprüfungen. Der Orts-Gewerbe- Verein Schotten hat, dem Beispiele anderer Gewerbevereine folgend, beschlossen, freiwillige Gesellenprüfungen zu veranstalten. Der Verein ersucht alle Handwerkslehrlinge, welche bereits ihre Lehrzeit beendigt oder bis Ende Juni 1893 beendigen werden, sich behufs Theilnahme an den Prüfungen zu melden.
— Zn Amerika verstorbene Heffen. In Newyork: Carl F. Wagner, 58 Jahre alt, aus Mainz. I. Wilh. Becker, 52 Jahre alt, aus Friedberg. In Fairhaven : Heinrich Seim, 78 Jahre alt, aus Sellnrod. In Wyrock: Conrad Plock, 82 Jahre alt, aus Schmitten. In Chicago: Philipp Butron, 53 Jahre alt, aus Utphe.
— Die Erhöhung der Tabakbesteuerung, so führt die „Weserztg." aus, wird infolge des nothwendig eintretenden Minderconsums nicht Tuusende, sondern Zehntausende von Arbeitern brotlos machen. Schon heute können die Arbeiter von den Tabaksabrikanten nur mit größter Mühe beschäftigt werden- vielfach wird nur fünf Tage in der Woche gearbeitet, im Moment der Zollerhöhung aber müssen Tausende von Arbeitern ihre Beschäftigung verlieren und die Zahl der Unzufriedenen vermehren, eine willkommene Beute der Socialdemokratie.
V Garbentkich, 14. October. Vorgestern stahl ein Handwerksbursche in Steinberg eine Taschenuhr, welche er in Garbcnteich für drei Mark verkaufte. Dem Polizeidiener Schöck von hier gelang es bald, den Dieb in Hausen zu fassen und dem Gericht zu überliefern.
+ Lich, 12. October. Bei der heute stattgefundenen Beigeordnetenwahl erhielt der Candidat der Arbeiterpartei^ Herr Christian Heller II., die Majorität mit 137 Stimmen. Der seitherige Beigeordnete Zimmer erhielt 118 Stimmen.
Literatur und Aunst.
v — Keine deutsche Zeitschrift ist dem Wandel der Zeitströmunaen und des Geschmackes in künstlertschen und literarischen Dingen mit dem gleichen Glück und Geschick begegnet wie ^lieber Land und Meer". Mit dem weltmännischen Tact, welcher seine Leitung aus- zeichnet, hat „lieber Land und Meer" sich stets von allen Uebertreib- ungen fern gehalten, ist aber zugleich mit klugem, offenem Auge allem neuen Lebensfähigen gefolgt, um seinen Leserkreis damit bekannt zu machen. So ist es stets das erste deutsche Unterhaltungsblatt grotzen Stils geblieben. Die soeben erschienene uns vorliegende erste Nummer des neuen Jahrgangs bestätigt dies auf das Glänzendste. Den Reigen der Darbietungen eröffnet A. von der Elbe mit dem Roman „Eigenart", die als unterhaltende, gemüthvolle und phantasie- reiche Erzählerin ja längst bekannt ist, eine geistreiche Novelle, „Das Kind", von Ernst Eckstein, und eine satirische Charactersctzze von Rudolf von Gottschall: „Der Vereinsmensch" schließen sich ihm als erzählender Thetl an. Ida von Brun-Barnow plaudert über die (Sralebunfl der Mütter, C. Falkenhorst berichtet über Hexenspuk in der Pflanzenwelt, Max Margot über die Geschwindigkeit der Schnellzüge usw., während die Rubriken „Notizblätter", „Unter uns" und Stunden" Wissenswerthes und Amüsantes in Hülle und Fulle^bieten. Einzelne der prächtigen Illustrationen hier anzufuhren, müssen wir uns versagen; wir empfehlen dafür die Durchsicht der Nummer, die jede Buchhandlung auf Wunsch kostenlos liefert, doch möchten wir wenigstens noch des dieser Nummer extra beigegebenen Kunstblattes „Dornröschen" kurz gedenken, das sicherlich überall eine willkommene Überraschung bilden wird. Wenn wir nun noch darauf Hinweisen, daß „lieber Land und Meer", trotz dieser Reichhaltigkeit, nur 3 Mark vierteljährlich kostet, so dürfte wohl mancher unserer verehr!. Leser, der noch nicht zu den Abonnenten dieses vornehmen Journals zählt, sich veranlaßt fühlen, ins Abonnement einzutreten, wozu jetzt die beste Gelegenheit gegeben ist.
— Im Verlage der I. C. Hinrtchs'schen Buchhandlung in Leipzig hat eine neue Hausbibel zu erscheinen begonnen, die wir allen unseren Lesern auf das Wärmste empfehlen möchten. Das ein stimmige Urtheil von dreißig der hervorragendsten deutschen Theologen welches aus dem Prospect ersichtlich ist, haben auch wir bei Einsichtnahme der ersten Hefte voll bestätigt gefunden. Die .Sternbibel" ist wirklich eine Hausbibel, wie sie in einer solchen Vereinigung von Druck, auf bestem Papier, mit wirklich erbaulichem, edlem Btlderschmuck in stattlichem aber noch handlichem Format bisher nicht vorhanden war Sie ist ein herrlicher Schmuck für jedes Haus. Durch ihre Schönheit ist sie geeignet, auch einen sehr verwöhnten ^schmeck zu befriedigen, andererseits gewährleistet das vorzügliche Material die denkbar größte Dauerhaftigkeit auch bei sehr starker
" vermischtes.
* Berlin, 13. October. Der Director der Neuen deutschen Oper, des früheren Belle-Alliance-Theaters, Junkermann, ist verschwunden. Näheres ist noch nicht bekannt.
* Ansbach, 12. October. Das Landgericht hat, dem „Fränk. Courier" zufolge, den Pfarrer Bögel von Burgoberbach, der seiner Zeit eine kirchliche Trauung vor der Civiltrauung vorgenommen hatte, weil letztere in Abwesenheit des Standesbeamten zur festgesetzten Zeit nicht stattfinden konnte, zu 10 Mark Geldstrafe und in die Kosten verurteilt.
* Aus der Schweiz, 11. October. Dem „Schafft Jntelligenzbl." ist eine von Posthalter Wanner in Sch lei t- hcim gelieferte Kartoffel im Gewicht von 1270 Gramm übergeben worden, mit der Bemerkung, derartige Stücke seien bei ihm dieses Jahr durchaus keine Seltenheit, er habe einiae Centner solcher Colosse.
* Havre, 13. October. Ein nach Boulogne gefahrenes Schiff berichtet, an der Küste trieben fünfzehn Leichen. Ein unbekanntes großes Schiff sei untergegangen.
* Ueber den merkwürdigen Umzug eines Lieutenants aus Frankfurt a. d. O. nach Berlin wird der „Berl. Ztg." berichtet : Am 25. September wurde die Ueberführung der Einrichtung des Lieutenants o. L. von Frankfurt nach Berlin durch den dortigen Spediteur B. bewirkt und hier der Firma S. übertragen. Als die Arbeiter die Ausladung vornehmen wollten, fanden sie zu ihrem Erstaunen etwa 80 schwere Kisten vor, deren jede über einen Centner wog! Auf eine bezügliche Anfrage wegen der im Ganzen 150 Centner ausmachenden originellen „Einrichtung" erfolgte durch die Eisenbahnbehörde die Antwort, daß die Wagennummer und der Adressat stimme, man möge nur ruhig ausladen. Die Ladung wurde auch nach der neuen Wohnung des Lieutenants befördert. Als der Offizier später eintraf, war er nicht weniger über die Kisten erstaunt, als es die Arbeiter gewesen waren. Bei näherem Nachsehen ergab sich, daß der Inhalt aus Shrapnels und Patronen bestand, die für die Spandauer Munitionsfabrik bestimmt waren. Die beiden mit Möbeln und Munitions- zuthaten beladenen Wagen waren beim Zeichnen und Plombieren gewechselt worden, so daß die Mumuonsfabrik die Wohnungseinrichtung erhielt, während Herr v. L. sich sein neues Heim mit Patronen und Shrapnels ausstatten sollte.
* Stimmungswechsel. In der Weißenburger Straße in Berlin hält ein Möbelwagen. Ein kleiner Junge steht bei dem Pferde und füttert es mit Brod. Schmunzelnd sieht der Fuhrmann zu. „Det is brav," wendet er sich an den kleinen Pserdesreund, „bet Du so ne Liebe zu die Thiere hast. Sieh nur, wie ’t dem Braunen schmeckt. Aber jiebt Dich denn Deine Mutter immer so mächtije Stullen?" — „Nee," antwortet der Kleine, „die is ja nich von meine Mutter." — „Wo hast se denn her?" — „Nu, die hat da uffm Wagen jelegen." — Zornig stürzt der Fuhrmann aus den Knaben los: „I, denn is det ja meine Frühstücksstulle — Du infamichter Bengel..." Der arme Bursche,, der schon in so zarter Jugend den jähen Wechsel menschlicher Gunst erfahren sollte, ergriff schreiend die Flucht.
liner Tabakenquete zusammentreten, um dem diesbezüglichen ReichSprojecre entgegenzutreten.
Wien, 13. October. Kaiser Wilhelm sicherte dem ungarischen Cabinetsches einen baldigen, aber kurzen Besuch in Budapest zu. Die Hoskreise folgern hieraus, der Monarch beabsichtige den Dermählungssesten des rumänischen Thronfolgers in Bukarest beizuwohnen und auf der Hin- oder Rückfahrt sich in Budapest aufzuhalten.
Wien, 13. October. In Hoskreisen verkehrende Offiziere versichern, der deutsche Kaiser richtete von Schönbrunn an den Oberst seines in Ungarn liegenden Husaren-Regiments ein herzliches Glückwunsch-Schreiben gelegentlich des Distanz- ritt-Sieges des Grasen Starhemberg. In dem Briefe spreche er die Hoffnung aus, das Regiment bald zu besichtigen.
London, 13. October. In hiesigen Hofkreisen verlautet, Kaiser Wilhelm gehe im Winter nach Rom, um die Gerüchte von einer Erschütterung des Dreibundes zu widerlegen.
Ober-Hörgern, 13. October. Bei der am 3. October dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl fielen sämmt- liche 58 abgegebenen Stimmen aus den seitherigen Bürgermeister Herrn Alles.
tt Villingen, 13. October. Bei der heute dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Koch einstimmig wiedergewählt. Es ist dies gewiß ein sehr ehrendes Zeichen, sowohl für den Gewählten, als auch für die Gemeinde.
§ Breungeshain, Kreis Schotten, 10. October. Bei der hier stattgefundenen Gemeinderathswahl wurden gewählt: GeorgWeitzel, Georg Li n ke r X., Johannes Gaul, Georg Linker VIII.
§ Eschenrod, Kreis Schotten, 8. October. Heute fand hier Bürgermeisterwahl statt. Gewählt wurde der seitherige Bürgermeister Herr Kunkel mit 70 Stimmen. Der Gegenkandidat erhielt 20 Stimmen.
§ Crainfeld, 10. October. Bei der heute hier stattgesundenen Bürgermeisterwahl wurde unser seitheriger Bürgermeister, Herr Heinrich Schmalbach, einstimmig wiedergewählt.
§ Freiensteinau, 10. October. Als Bürgermeister wurde bet der heute hier abgehaltenen Bürgermeisterwahl wiedergewählt unser seitheriger Bürgermeister Herr Caspar Rasch und zwar einstimmig (mit 126 Stimmen). Derselbe ist letzt zum dritten Mal wiedergewählt.
nn. Darmstadt, 13. October. In Sachen des Gustavs- i ^isenbahnunsalls, wobei Truppentheile des 115. Infanterie Regts., welche vom Manöver zurückfuhren, m großer Lebensgefahr schwebten, hat die Hess. Ludwigsbahn- Direction ihre Erhebungen nunmehr beendigt und das Er- gebniß ihrer Untersuchungen der Staatsanwaltschaft übermittelt. Angeklagt wird das gefammte Fahrpersonal des betr. Zuges wegen Gefährdung eines Eisenbahn-Transports und '
Columbus einen Lichtschein, der sich fortwährend zu bewegen I schien. In der That befand man sich in der Nähe des Landes.


