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Stuttgart, 12. Mai. Das Abschiedsgesuch des KliegSmiuisters Steinheil wurde unter der Uebersendung eines huldvollen Handschreibens und dem Bild des Königs ge­nehmigt. General Schottenstein wird sein Nachfolger. Die amtliche Veröffentlichung steht bevor.

Brüssel, 13. Mai. (Lin grober Brand wüthet in -en Antwerpener Kämpen. Da- Militär ist mit Löscharbeiten beschäftigt.

Lüttich, 12. Mai. Die verhafteten Anarchisten find vollständig geständig bezüglich der Attentate und Dynamit­diebstähle und' behaupten, die erübrigten Borräthe in die Maas geworfen zu haben. Die Nachforschungen in der Maas blieben einstweilen erfolglos. Alle Lütticher Advokaten ver­weigern die Uebernahme ihrer Bertheidigung.

Paris, 12. Mai. Eine neue Feuersbrunst in Troyes zerstörte zahlreiche Gebäude. Die Ursache der Entstehung ist unbekannt. Am Bahnhof zu Tournus wurde ein Waggon zerstört, vermuthlich durch eine Dynamitexplosion.

Petersburg, 12. Mai. Nach hier eingelaufenen Saaten- st and § berichten, deren Veröffentlichung nahe bevorsteht, ist der Saatenstand im Kaukasus und dem Gouvernement Nooorossysk sehr günstig, wo der doppelte Ertrag des Vor­jahres erwartet wird. Sehr gut seien die Saaten in den Gouvernements Nowgorod, Podolien, Wolhynien, Kiew, Charkow, Woronesch, Jekaterinoslaw, mittel in Polen, un­günstig in Tambow, Cherson, Poltawa und Kowno.

Locale- unb provinzielles.

Gießen, 13. Mai 1892.

Waldbrand. Die heute Morgen aus dem Trieb übenden Truppen bemerkten gegen V28 Uhr in der Richtung nach der Oberliessischen Bahn (hinter den Sckiebständen) Rauchwolken. Man hielt den Rauch anfänglich für Locomotiv- rauch oder vom Kaffeekochen im Walde beschäftigter Arbeiter herrührend. Als jedoch der Rauch sich weiter verbreitete, entstand die Vermuthung, daß ein Waldbrand ausgebrochen. Herr Hauptmann Weimer rückte deshalb mit seiner (der 7.) Compagnie in der Richtung des Rauches vor, liest die Gewehre zusammenstelleu und das Gepäck abkegen, und nun ergab sich, dast bereits ungefähr ein Morgen jenseits der Schießstände an der Oberhessischen Eisenbahn mit Tannen und Unterholz bestandener Wald brannte; die Flammen züngelten schon mannshoch an den Tannen empor. Dem energischen Ein­greifen der 7. Compagnie, sowie der bald einlreffenden Leib- und der 12. Compagnie gelang es, des Feuers Herr zu werden. Die in der Stadt allarmrrte Feuerwehr kam nicht mehr in Thätigkeit. Heber die Entstehung des Feuers ist bis jetzt nichts bekannt.

Vom Getreidemarkt. Der Getreidemarkt zeigte in der lausenden Woche ein seltsames, wechselvolles Bild. Auf drängendes Angebot und allgemeines Sinken der Preise folgten wieder Tage der Kauflust und der Waarenzurück- haltung. Da das Wetter andauernd günstig ist und der Saatenstand fast in allen Ländern aus eine gute Ernte schließen läßt, so kann man eigentlich nicht recht begreifen, weshalb die Preise für Weizen und Roggen wieder steigen sollen. Als Grund dafür wird das fortwährende Steigen dcs Weizenpreises in Amerika und die vielleicht in den nächsten Monaten ganz wegsallende amerikanische Zufuhr angegeben, und das Vorhandensein nur kleiner inländischen Vorräthe. Wir können indessen angesichts einer guten Ernteaussicht nicht recht an steigende Preise glauben. Weizen wurde für 188217 Mk. und Roggen für 190197 Mk. pro Tonne gehandelt.

Arbeiterwohnungen. Die Polizei in Worms hat im vorigen Jahre 1604 Arbeiterwohnungen, die insgesammt von 10 400 Personen bewohnt waren, untersucht. Ueber die Ergebnisse spricht sich jetzt Herr Oberbürgermeister Küchler in dem Verwaltungsrechenschafrsbericht aus. 14 Procent aller Wohnungen wurden als feucht und ungesund und 4 Procent als in hohem Maße überfüllt ermittelt. In keiner Form, heißt es unter anderem, beute der Wucher seine Opfer so schonungslos aus wie der Wohnungswucher. Der Schluß des Berichts lautet wörtlich:Wohnungen, die auf den Wohnraum rund 5 Personen über 6 Jahre, also mit den kleinen Kindern mindestens 8 Seelen beherbergen, zerstören durch die mit dieser Menschenanhäufung unvermeidlich ver­bundene Unreinlichkeit und schlechte Luft nicht allein die Gesundheit, sondern auch alle Scham und Sitte, ganz ab­gesehen davon, daß ein Familienleben in solchen Wohnungen undenkbar ist. Es muß deshalb der Erlaß von Bestimmungen zur Verhütung ungesunden Wohnens als ein unerläßliches Bedürsniß angesehen werden." Daß es in Berlin Häuser mit acht bewohnten Stockwerken gibt, dürfte wenig bekannt fein. Die Thatsache wird aber in den Berichten der städtischen Armen Aerzte bescheinigt. In 60 Armen-Arzt- Bezirken sind genauere Ermittelungen über die Wohnungen der behandelten Arme"-Kranken angestellt worden. Von etwa 50000 Kranken wohnten 6300 im Keller die Zahl der im Erdgeschoß, eine, zwei und drei Treppen hoch wohnenden stellte sich aus bezw. 6000, 6600, 8000 und 9700, während die größte Zahl dieser Kranken, nämlich 11000, vier Treppen hoch wohnte, fünf Treppen hoch wohnten noch beinahe 1000 und sechs Treppen hoch 19 dieser Armen-Kranken.

Sparkassen Statistik. Ende 1889 betrug die Zahl der Einleger (Sparkassebücher) in den 14 Sparkassen der Provinz Starkenburg 91 742, der Betrag der Einlagen (Guthaben einschließl'ch der gutgeschriebenen Zinsen) 57 068 180,30 Mk., der Reservefonds 3 990 235,65 Mk. in den 22 Sparkassen Oberhessens: 40 614 Einleger, 20 152 092,23 Mk., respective 1 673 056,85 Mk., in den 10 Sparkassen Rheinhessens: 45 624 Einleger, 40 868 945,67 Mk., resp. 3 725 807,49 Mk. Die Zahl der Einleger im Großherzogthnm belief sich 1875 auf 93947, 1880: 108236, 1885: 164 240, 1889: 177 980; der Betrag der Einlagen 1875 auf 46 364 245 Mk.,

1880: 67 143 357 Mk., 1885: 96279873 Mk., 1889: 118089218 Mk. Es kamen auf 1000 Einwohner im Groß- herzogthum Einleger im Jahre 1870: 91,89, 1875: 107,64, 1880: 119,43, 1885: 171,69, 1889: 180,46; es kamen im Großherzogthnm auf einen Einwohner an Einlage 1870: 35,10 Mk., 1875: 52,44 Mk., 1880: 72,25 Mk., 1885: 100,65 Mk., 1889: 119,74 Mk.

Darmstadt, 12. Mai. Se. König!. Hoheit der Groß­herzog wohnten heute Vormittag auf dem Griesheimer Artillerie-Schießplatz der Besichtigung der 3., 4. und 5. Eskadron des 1. Großh. Drag.-Regts. (Garde-Drag.-Regts.) Nr. 23 bei.

Neustadt im Odenwalde, 10. Mai. Verschiedene Ge­meinden unserer Umgebung verbanden sich neuerdings zu einer Heidelbeerverwerthungsgenossenschaft". Zu derselben schossen die betheiligten Gemeinden, sowie einige Darlehenskassenvereine je 200 Mk. ä fonds perdu als Be- triebscapital. Der Genossenschaftsvorstand hat vorerst seinen Sitz in der untersränkischen Gemeinde Klein Wallstadt.

Mainz, 9. Mai. Das in den Tagen vom 2. bis 10. August dahier stattfindende Festungsmanöver größeren Stils wird sehr interessant werden, da es sich um eine Ueberrumpelung der Festung, welche vorher kriegsmäßig armirt wurde, handelt. Am interessantesten dürsten sich die Pionierübuugen gestalten, an welchen das 10., 11. und 15. Pionierbataillon theilnehmen. Aus zusammengebundenem Schilf, aus Sprit- und Petroleumsäffern, aus zusammen­genähten Thierhäuten, aus wasserdichten Wagendecken werden Flöße hergestellt, um damit eine Brücke über den Rhein von Kastel nach Mainz zu schlagen.

Wörrstadt, 8. Mai. In der letzten Sitzung des hiesigen Schöffengerichts wurde u. A. ein Weinfälfchungsproceß verhandelt. Ein Weinhändler von A. war angeklagt, aus Rosinen, Zucker und Wasser ca. 16 StückWein" fabricirt und denselben unter Verschweigung der Bestandtheile verkauft zu haben. Der Mann zahlt 100 Mk. Geldbuße.

A Lampertheim, 12. Mai. Ern schreckliches Unglück versetzte gestern Nachmittag unseren Ort in Aufregung. Zwei aneinander gekoppelte schwere Bauernwagen fuhren durch die Hauptstraße, als ein etwa vier- bis fünfjähriger Knabe zwischen die Deichsel und Langwied sprang und sich an die Letztere anhängte. Nach wenigen Schritten stürzte der Junge herab, der schwere zweite Wagen fuhr ihm über den Leib und zerquetschte ihm die Eingeweide. Man brachte den unglücklichen Knaben seiner Mutter, welche seit einigen Tagen Wöchnerin ist und vor ihr verhauchte das bedauernswerthe Kind sein junges Leben. Die schmerzliche Scene, welche sich da abspielte, ist schwer zu schildern. Wie viele blühende Leben sind der bösen Gewohnheit der Kinder, sich an die vorüberfahrenden Wagen zu hängen, nicht schon zum Opfer gefallen. So tiefschmerzliche Fälle, wie der vorliegende, sollten alle Alter und Stände 'anspornen, den Unarten der Kinder mit größter Entschiedenheit entgegenzutreten.

Vermischtes.

* Crefeld, 12. Mai. Bei einem Brande in dieser Nacht fand das Ehepaar Strumpfwirker Drösser nebst sechs Kindern den Tod durch Erstickung. Drei andere Kinder wurden schwer verletzt.

* Die Offiziere des deutschen Heeres. DieMilitär- Zeitung" enthält eine dctaillirte Zusammenstellung der deutschen Offiziere des Friedens- und Beurlaubtenstandes, der die vor Kurzem erschienene Anciennetätsliste der Offiziere des deutschen Heeres und die vom Verfasser bis Ende April dieses Jahres berichtigten Ranglisten zu Grunde liegen. Nach dieser Be­rechnung zählen 1. die königlich-preußische Armee: 15,477 active, 7507 Reserve- und 8225 Landwehroffiziere, 2. die königlich bayrische Armee: 2382 active, 1167 Reserve- und 1272 Landwehroffiziere, 3. das 12. (königlich sächsische) Armeecorps: 1222 active, 691 Reserve- und 675 Landwehr­offiziere, 4. das 13. (königlich württembergische) Armeecorps: 849 active, 424 Reserve- und 399 Landwehroffiziere. Das deutsche Herr zählt demnach 19,930 Offiziere des Friedens­und 20,360 (9789 Reserve- und 10,571 Landwehr-)Offiziere des Beurlaubtenstandes, insgesammt also 40,290 Offiziere.

* Zur Weltausstellung in Chicago. Die Gesammtheit der auf der Weltausstellung zu Chicago in Thätigkeit treten­den Maschinen wird von amerikanischen Blättern auf 24 000 Pferdekräfte angegeben. Vergleichsweise sei hinzugefügt, daß auf der Weltausstellung zu Paris im Jahre 1889 die Zahl der Pferdekräfte sich auf 6000 und auf der Weltausstellung zu Philadelphia im Jahre 1876 auf 2456 Pferdekräfte belief.

* Gin eigenartiges Ehehinderniß ist einem Bräutigam zu Schnierlach in Elsaß Lothringen in die Quere gekommen. Als er seine Geburtsurkunde verlangte, stellte es sich heraus, daß er im Register als Mädchen figurirte. Er muß nun warten, bis das Standesamt seine Umwandlung ins männ­liche Geschlecht auf dem vorgeschriebenen Wege vollzogen hat.

* Schlechte Dächer können den Besitzern recht theuer zu stehen kommen. Die Gemeinde Lausanne hat dies jüngst unangenehm erfahren müssen. Vor einiger Zeit wurde dort ein junger Metzger durch einen vom Dache der Kirche St. Francois berunterfaüenben Dachziegel getödtet. Die Mutter des Getödteten strengte gegen die Gemeinde einen Prozeß an. DaS Gericht stellte fest, daß der Unfall von einem Bausebler und von mangelhaster Unterhaltung herrühre. Die Gemeinde Lausanne wurde als verantwortlich erklärt und verurtbeilt, der Klägerin eine Summe von 2000 Frcs. und eine jährliche Lebensrente von 400 Frcs. auszuzahlen; der Gemeinde wurden ferner die Proceßkosten aufgebürdet.

* Amerikanische Honorare. Aus Newyork wird be­richtet,^ daß die Herren Abbey und Gran Herrn Anton Rubin­stein für fünfzig Concerte in Amerika unter folgenden Be­dingungen engagirt haben: Das Honorar für jedes Concert beträgt 2500 Dollars, was einer Summe von über einer halben Million Mark für fünfzig Concerte entspricht. Stain- way, der Besitzer der größten amerikanischen Claviersabrit,

zahlt den Herren Abbey und Gran für jedes Concert ?(nton Rubinsteins 1000 Dollars dafür, daß Rubinstein in feinen Concerten einen Stainway Flügel benutzt.

Schiffsncrchrrchten.

Der PolldampferNoordlcmd" herRed Star Line" in Ant- inerpen ist laut Telegramm am 11. Mai wohlbehalten in Rtiryork aogtkommen.

verkehr, Land, unö volkrwirthschast.

? WMmtfcnto», 12. Mai. Unter gtllria-rFrÜhjahrSmarkt" roar sehr Uark mit Schweinen, namentlich Jungschweinen befahren und von Käufern gut besucht. Die sehr hohen Preise für die Ferkel überstiegen diejenigen des Herbstmarktes um das dreifache. Durch diese hohen Preise wollte anfangs der Handel nicht recht in Fluh ^mmen zeigte später aber doch regen Verkehr. Angefahren waren ca. 500 Stuck Schweine; bezahlt wurde für das Paar Ferkel 2. Qua­lität im Durchschnitt 38-45-50 Mark, für das Paar 1. Qualität 50 6° 70 Mark. Läufer waren nicht begehrt und standen im Preise billiger, das Paar zu 70-80-90 Mark. Fette Schweine waren, da sie stets von den Händlern aufgekaust werden, nicht auf­gefahren. Trotz des schönen Frühlingswetters, daS nur etwas von einem Sturm beeinträchtigt wurde, war der Besuch des Krämer- Marktes geringer wie in siüheren Jabrcn. Manche Krämer machten in Folge dessen nichts weniger als glänzende Geschätte.

~ eiebenfeldrige Fruchtfolge. Nach den Erfahrungen, welche in einer Anzahl Landwlrthschaften in Sachsen gemacht worden sind, hat sich die siebenseldrige Fruchtfolge sehr bewährt. Die Reihen- s°lge beider Aussaat ist: 1. Klee, 2. Roggen, 3. Hafer, 4. Gemenge und Erbsen, 5. Roggen und Weizen, 6. Kraut, Rüben, Kartoffeln, 7. 72 Gerste und Hafer, Vs Roggen.

- Mey'S verbesserte StoffwLsche. Kein vernünftiger Mann wird emGigerl" sein wolle.., jeder Gebildete aber wird es als Pflicht erachten, seinem äußeren Menschen eine gewisse Sorgfalt zuzuwenden. Der Mann braucht ja nicht so peinlich Toilette zu machen wie die Frau; aber woraus jeder zu den besseren Ständen Zahlende besonders achtet und mit Recht, das ist die Wäsche. In allen anderen Dingen darf sich der Mann ein Bischen gehen lassen, nur in der Leibwäsche sind Nachlässtgkeiten unverzeihlich. Darum ist auch bei jedem Junggesellen und in jedem gut geleiteten Haushalt das CapitelStatt-Wäsche" eines der heikelsten. Der Mann ist übler Laune, wenn er nicht stets tadellose Kragen und Stulpen bekommt; die Frau hat entweder mit derGlanzplätterin auf neu" harte Sträuße auszufechten, ober sie zieht sich, falls sic selbst plattet und es mal versieht, stumme, vielleicht auch laute Vor­wurfe ihres Herrn und Gebieters zu. Auch sind die Anschaffungs­kosten und der bei Leinenwäsche gebotene tägliche Wechsel von Kragen und Stulpen gar kein bill ges Vergnügen.

Mey's Stoffwäsche Eigenfabrtkat der bekannten Stofswäsche- Fabrik Mey & Edltch, Leipzig-Plagwitz schafft hier gründlichst Wandel und Abhülfe. Kein feiner Mann braucht sich mehr zu geniren, Stoffwäsche zu tragen; denn die verbesserte Mey'sche Methode, die das Papier mit einem prachtvollen weißen, leinenartig piapa- rirten Webstoffüberzug herstellt, macht es überhaupt unmöglich, diese neuesteStoffwäsche" vom feinsten Linnen zu unterscheiden. Der Träger dieser Wäsche sieht also zunächst allezeitpatent" aus; er entgeht sodann allen Weiterungen mit der Gattin ober bei Wasch: frau unb spart ferner nicht unerheblich; benn erstens fallen die Ar schaffungskosten für die Leinenwäsche fort, zweitens sind die Auslagen für die Stoffwäsche durchaus nicht höher als sonst das Walchaeld für leinene Kragen und Manschetten, und endlich nimmt em Mer; scher Stoffkragen infolge der schon erwähnten eigenartigen Stoff- imprägnirung Schmutz und Schweiß nicht leicht an, sondern bleibt immer mehrere Tage tadellos weiß. Die unübertroffene Eigenschaft der Mey'schen Stoffkragen unb Manschetten liegt in ber Thatsache, daß sie infolge ber höchst exacten Fabrikation untabelhaft passen;, die Kragen schmiegen sich, ohne irgenbroie zu kratzen, zu reiben ober zu brücken, an die Form des Halses an, vorausgesetzt natürlich, daß man die richtige Weite nimmt, die Manschetten zeichnen sich trotz ihrer Stärke durch eine angenehme Geschmeidigkeit aus.

Treten diese Vorzüge der Mey'schen Stoffwäsche, von ber wir uns burch Eigengebrauch überzeugt haben, schon im Alltagsleben stark hervor, so erscheint biese Neuerung gerabezu unentbehrlich auf der Reise und in ber Sommerfrische. Wer viel reist, ber weiß, wie die Plättwäsche in den Hotels behandelt wird mit Eblor gewaschen unb bann im Nu trocken geplättet, unb die wackere Hauefrau sieht mit Schrecken, wie ber Gatte brüchige Kragen und au? gefranzte Manschetten von der Reise unb aus dem Bade heirnbringt. Also keine leinene Plättwäsche mehr auf ber Reise! Hier ist die Mey'sche Stoffwäsche ganz eminent praktisch. Ein paar Cartons etnaepackt unb nach dem Gebrauche weggeworfen unb habet sieht ber Träger allezeit aus wie aus dem Ei geschält. Solche Vorzüge sprechen für sich selbst. Mey's Stoffwäsche ist hier zu haben bei H Kühn E. Balser, I. Hoos unb C. Steinhäuser.

kirchliche Anzeige« -er Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag Cantate, 15. Mai:

Vormittags 9Vi Uhr: Professor Stamm.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Am Sonntag Rogate, 22. Mai: Beichte unb heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdlenft.

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 15. bis 21. Mar besorgt Pfarrer Schlosser.

Katholische Gemeinde.

4. Sonntag nach Ostern, 15 Mai:

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr unb Abenbs um '/»8 Uhr Gelegenheit zur hl- Bttchte

Sonntag: Vormittags von 8/46 Uhr an Gelegenheit zur hl- Beichte; um 6 Ubr erste Frühmesse; um V$8 Udr zweite Frühmesse; Militärgottesbienst mit Pr.digt; um 3/<10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um Vj3 Uhr Christenlehre und Andacht

Dienstag und Freitag: Abends um |y#7 Uhr Maiandackt.

Gottesdienst in der Synagoge.

SamStag den 14. Mai:

Vorabend 700 Ubr, Morgens 8°° Uhr, Nachmittags 400 Uhr, Sabbathausgang 885 Uhr.

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