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Boa der Mainspihe, 10. März. Unterhalb Kostheim ist gestern gegen Abend ein schwer beladenes Schiff auf den Grund gerathen. Trotz der Anwendung mehrerer Remor- queure konnte dasselbe bis jetzt nicht flott gemacht werden und ist das Fahrwasser gesperrt.

abzuschneiden. Nur mit Mühe konnten ihn seine An- gchärigen von diesem grausigen Vorhaben abhalten, das dem Irrsinnigen beinahe gelungen wäre, denn das Halstuch des KindeS hatte er schon durchschnitten. Heute wurde der Mann wieder ins Irrenhaus gebracht.

Verkehr, Land, «n- volkswirthschafi.

« r .^r^orn (an KötnGteßener E'seribabn), 10. Mär». «ytkflen ^lgen Ma kt wurden gebracht: 467 Cd?kn, Kühe und Rinder, und 510 Schweine. Der nächste Markt ist am i. flprtl I. y.

10. März. Der heute hier abgebaltene erste dies­jährige Vrehmarkt war in Rindvieh gut befahren, jedoch in

Schiff»,,ach richten.

- Der PostdampserFrttSlanb" derRed Star Linie" in $ek8ramm 7' ta

- Der PostdampferSwitzerland" derRed Star Linie" in

PH.7de7/hi7aLLen^'^°^ 9 Ä

" ver^nischter.

* Homburg, 8. März. Der Bankier I. Seligmann aus Frankfurt wurde vom hiesigen Schöffengerichte wegen An­schi eßung des 81jährigen Leibjägers Schäffner zu einer Geldbuße von 3000 Mk. und zu einer Geldstrafe von 300 Mk. sowie in die Kosten des Verfahrens verurtheilt.

Katholische Gemeiude.

2. Fastensonntag, 13. März. (Beginn der österlichen Zeit).

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 7.8 Ubr Gelegenheit zur hl. B-tchte 9

Sonntag: Morgens von «/?> Uhr an Gelegenheit lur bl. Beichte; um 6 Uhr erste Frühmesse; um 7,8 Ubr zweite Früdmeste' um 7« 10 Uhr Hoc! amt mit Predigt. Nachmittags um 7,1 ubr Christenlehre; darauf Andacht. ***

Mittwoch: Abends um 6 Uhr ist Fastenandachl.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 12. März.

_ d°rab-nd 6» Ubr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 3« Uhr.

Sabbatbausgang 630 Uhr.

8. März. Ein hiesiger Geschäftsmann, der schon neun Dörfer in grausamer Weise zerstörte lieft ©taufen als

"'Sen nmrde"versuch,e°'a 'T P°»uel-Lüsche diese Gegend zu passiven

Mädchen nie L« K i9 f 7 7"'ahr,gen hatte, durch seine Sansibariten die Nachricht unter den Ein-

Mädchen, wie das schon einmal der Fall war, den Hals geborenen verbreiten, daft

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A Mainz, 10. März. Zu der gestern erwähnten Ver­haftung des angeblichen Mörders der vor vier Jahren hier erschlagenen Taglöhnerssrau Göckel wird noch mitgetheilt, daß der Verhaftete ein Taglöhner, Namens Karl Fischer, aus Ober Ramstadt gebürtig, ist, der zur Zeit des Mordes als Stallwärter bei der hiesigen Straßenbahngesellschast bedienstet war. Die Verhaftung erfolgte in Ober-Ramstadt, wo die Frau von Fischer wohnt, und zwar geschah die Festnahme aus Grund eines vor einiger Zeit bei der hiesigen Staats­anwaltschaft mit dem Poststempel Ober-Wesel eingelausenen Brieses, der die UnterschriftKarl Fischer" trug und in welchem sich der Schreiber selbst als der Mörder der Frau Göckel bezeichnete. Ob der Bries thatsächlich von Fischer herrührt oder ob man es mit irgend einer Mystification zu thun hat, läßt sich erst durch die eingeleitete Untersuchung

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kirchliche Anzeige», Ser Stadt Gietzen.

E»angelische Gemeinde.

S o 11 e « b i e n ft.

.. Auf Anordmmg bei Großh. Obercovftstottums: Freit», ben M-r, bs.Js. Abenbs 8 Uhr in b-r Kirche: Bittgottes" bien ft für die Erhaltung des Lebens unseres Großherzogs.

ReminiScere, 2. Passionssonntag, 13 März. Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Schlosser.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann

Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser

. . ^^^ftunde am Montag den 14. März Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Romerbrief Kap 8, Vers 2S; Gewißheit Gottee fegens, der künftigen Herrlichkeit, der Gottes iebe Pfarrer vr. Naumann.

Literatur und Aunft.

Das Erscheinen eines in betn politisch bewegten Leben btr »-"«-wätzen Buches wirb von btt bekannt <«erM & Muller in Stuttgart angekündtgt ES

un? Eonversations.Lexikon^. Etn^Haod-

und Nachschlagebuch für leben Zeitungslcser. Politiker, Beamten Journalisten Kaufmann und Gewerbetreibenden, zur Kmntntß der oUsemeinen Staatslehre und detz Staatsleb,nsaller Ander, «tt besonderer Berücksichtigung von Handel und Börse, Justiz- Ktrchen-

§^dens- und Münzwesen von Dr. H. Norm ann. >n der That ein wirklich zeitgemäßes Werk, das nicht allein dem Politiker von Beruf, sondern auch den Zrttungßlesern aller Stände willkommen q °]u& es eine rasche Orienttrung und Beurtheilung der r^?nn e crnJ°8I,*f- Da der Verfasser zudem sich fernhülO von ^tfIIun0nal&mc zu irgend einer politischen Partei, so Zweifeln in ^en^meO^n' daß dieses wirklich empfehlenswerthe Buch sich rasch in den weitesten Kreisen etnburgern und überall Käufer finden wird umsomebr, als es bei einem Umfange von über 340 Seiten in eleg Leinwandband gebunden nur 2 Mk. kosten soll. 0

dochgeachteten Familtenzeitschrift versttm erscheint gegenwärtig eine meisterhafte Erzählung ^Land- fturm von Hans Hoffmann, mit welcher dem lesenden Publikum Anlaß geboten wird, einen Novellisten von allererstem Range bewundern lernen. Derselbe Verfasser veröffeatlichte in der gleich^ «d" Wrtft vor einiger Zett die NovelleDer Teufel im Sande". Sei« neues Werk gibt ihm zu noch kühnerem dichterischen Fluge Gelegen- ? In Pommern, der Heimath Hans Hoffmanns, spielt die Novelle ri*b,rbQi?aif* Menschen mit dem Sande, das Toben mensch- hrn ,rfl?nbC?>*afi <n <n ,bcr lturmbewegten Zeit der Erhebung gegnr «n cfr?cn .Napoleon gelangt mit gewaltiger Kraft zum Ausdruck

^hne schickt der Posthalter Stu!mböf7l gegen den Feinh aus nur die einige mißachtete rochter bleibt bei ihm m dem öden Haust Alle Söhne fallen auf einen Schlag, kampfesfroh un heldenmuthig; nur die Tochter bleibt dem Vater, und wenn wir nicht rreZ*' ?,r^ ^leser dem Lenker der Geschicke inbrünstig danken, daß

6 nS ^lnd gelassen hat, deffen Werth er erst schätzen lernt ®ie Novelle ist noch nicht so weit voigeschritten; das scheint aber ödteQUa? 00 £be Noblem zu sein, welches sich der Verfasse?

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Röntg von Preußen, geboren 18. October 1831, gestorben salm", Su

15. Juni 1888. Um den Rand des Sockels aus dem tauf ? !

Marmorboden zieht sich eine Guirlande von frischen Blumen, die letzte Gabe der kaiserlichen Wittwe. Es ist ein gewaltiges Werk: im Ausbau bedeutend höher als der Sarkophag Friedrich Wilhelms III. im Mausoleum zu Charlotenbirg, gewaltig durch die Mamormasse, gewaltiger noch durch dte edle lebensvolle Form, die der Künstler der Steinmasse zu geben verstanden hatte. Rings über den dunklen Shenitsäulen in den Zwickelseldern der romanischen Bogen sind die Weihe­gaben angebracht, die einst auf der dunklen Granitplatte lagen, die vordem den Gruftraum schloß und an deren Stelle sich der Sarkophag erhebt. Einige Stufen höher in der Apsis ist die Gruppe der PietL Rietschels ausgestellt, rechts von ihr, immer vom Sarkophag aus gesehen, an die Wand gebaut der weiße Mamorsarkophag für den ver­storbenen Prinzen Sigismund, links für den Prinzen Waldemar, jeder mit Namen, Geburts- und Todesdatum, die goldene Inschrift tragend: Des Kronprinzen Friedrich Wilhelm des Deutschen Reiches und von Preußen und der Kronprinzeffin Victoria innigst geliebtes Kind, -lieber erstere erhebt sich eine in weißem Mamor gearbeitete Engelsgestalt Aus der Vorderseite ruht im Hauterelies das Kinderhaupt des verstorbenen Prinzen. Auf den weichen Lineamenten dieser sind die charakteristischen Züge der Kinder Kaiser- Friedrichs ausgebildet. Der Sarkophag gegenüber, in dem der Sarg des Prinzen Waldemar eingeschlossen, ist von einer Mamotbüste des 11jährigen Prinzen gekrönt. In treuer Portraiiahnlichkeit deutet diese in der starken Stirn, in dem energischen Ausdruck der Züge die Charaktereigenschaften an, die m dem Prinzen schon deutlich zu Tage getreten waren.

Die Anschrift am Sarkophag des Prinzen Sigismund lautet: Selig sind die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Nun ist das Mausoleum vollendet, dem Publikum der Zutritt gestattet, aber noch fehlt eine Bestimmung über die Tagesstunden, von welchen an der Zutritt gestattet ist.

* Wiener Blätter berichten über einen Vortrag, den der bekannte schwedische Asrikareisende Herr Theodor West, mark im Wissenschaftlichen Elub zu Wien dieser Tage über seine Erlebnisse am oberen Kongo gehalten hat. Herr Westmark stand im Dienste Stanleys und hatte so Gelegenheit, zahlreiche Bcobachtungen über die rücksichtslose Grausamkeit Stanleys zu machen. Der Neuen Freien Pres e entnehmen wir über die Ausführungen Westmarks folgendes: Namentlich beleuchtete Herr Westmark das unschöne Vorgehen Stanleys gegen Pros. Pechuel-Lösche. Als Hauptmann Hansen

Schweinen gering. 2lugetrieben waren 330 Stück Rindvieh und

<öfuct Schweine. Dei Hanbcl war im Ganzen flau. An Rinb- oteb waren meistens zwei- unb ittelMrige Stiere unb ftflbe vor- b.nben. Das Paar bttijährlqe Stiere kostete 400 bis 550 Mk., baS Van iineijlbrige Stiere 300 bi« 400 Mk. Frilchmelkenbe Kühe waren ,ehr gesucht unb würben mit 250 bis 350 Mk. b-zablt. Kalber

" nur w^,g vorbonben unb würben verkauft mit 40 bis 80 Mk. fvrhftf.rf.i maVni^1 "lnlbanben. An Schweinen waren meistens Twa <n««. ,würben nut wenige baoon verkauft, nn* Äri ?C,t 45 618 ? Mk. Nur einige junge F-tk-l waren 30*bie 45 TOf,nh e8.®u,tl= bo8 Paar ca. 7 bis 8 Wochen alt- mit ph. ( Ftftc Schweine waren nicht vorbanben,

«t LÄk Zuchtschwein-. Datz der Handel sebr geblücki war, asae?e?tt »Ä 2/? (9runb darin, datz di- Winiervorrätde bald

»- m-ä'. !!»?kal;Ä« nicht"-b'i'm»?/. «kV4* munbern' datz man ftch derselben

® rtln Eheilhaftig zu werden sucht. Es ist ja allei dings richtig daß man den Fruchtwechsel um so strenger einhalten muß !' die Menge der Pflanzennäbrftoffe im Boden ist, dieses schließt aber nicht aus, daß man auch im Garten, trotz des hier vorhandenen höheren Nährstoffcapitals feine Erträge durch einen wÄu11?'«'1 "dcblich steigern kann. Ganz besonders ist Ht10'1 dtt Fall, wo nicht allzu g-otze Mengen von Dünger zur hnniÜfAlr'i?( s edtti unb man mehr reisende, samentragenbe Früchte ®Dbsnen! Kartoffeln -c.). Wo man anbauernb Hülftn- h,7,7?^ * 'inand-r folgen laßt, gehen die Erträge oft trotz der 'f! 31 verträglichsten mit sich selbst sind unsere SXrmS«" JA* S»en wechsel erreicht man, wenn man das Wurzelvermogen mit in Betracht zieht und mit Tief- und ^loch- ^-r Me"rbi°i^^ unb praktisch für ben Gemüsegarten fft

9 t^h^n m a L krautartigen Gemüsepflanzen als . Kohl, Salat rc' Rüben P-ikrsitte'SL/' 3 aBut«dftü»te: Mährens

3. Wochenpasfionsandacht am Mittwoch den 16 «är, Abends 6 Uhr. Pfarrer Dingeldey.

Sonntag den 20. Marz: Beichte und heilige« Abend­mahl im Vormtttagsgottesdienst.

, , in der Woche vom 13. bi« 19. Mär»

besorgt Pfarrer Schlosser. ®

w ein neuer Europäer, Professor Pechuel, sehr bald jene Gegend besuchen und die Verwüstungs- I ar^cit Hansens sortsetzen werde. Die Einwohner M'Mowaß, I erregt durch diese Berichte, bereiteten der Expedition Professor I PkchuelS einen feindseligen Empfang, bei welchem zwei Sansibariten getödtet und der Professor selbst schwer ver- I mundet wurde. Professor Pechuel hat vor einigen Monaten Herrn Westmark die Richtigkeit dieser Darstellung bestätigt. I Als weiteren Beweis der Grausamkeit Stanleys sührte der Vortragende das Vorgehen desselben gegen einen ungarischen Ofsizier, Lieutenant Luksich, an. Dieser, welcher mit noch zwei anderen österreichisch ungarischen Offizieren an der Expedition Stanleys theilnahm, war an Fieber erkrankt, als sein Chef aus Europa zurückkehrte. Stanley befahl den Kranken zu sich, und als man ihm erklärte, daß dieser nicht ausgehen könnte, gab er den Befehl, Lucksich eventuell ge­fesselt vorzusühren. So mußte der Schwerleidende sein Krankenlager verlassen und in der tropischen Hitze seine Arbeit aufnehmen. ES ist kein Wunder, sagt Westmark, daß das unglückliche Opfer diese brutale Behandlung nur wenige Tage überlebte, nachdem überdies ihm nicht einmal die ersorder- ltchen Medikamente, welche die Expedition in hinreichender Menge mit sich führte, zur Verfügung gestellt worden waren. Aber nicht genug daran, ließ Stanley dem unglücklichen Lucksich nicht einmal ein anständiges Begräbniß zu Theil werden, sondern die Leiche in den Congo werfen, wo sie Krokodilen und Fischen eine willkommene Beute war. Auch die zweihundert Kabinda-Sklaven, welche Stanley gekauft hatte, wurden gefesselt und in grausamster Weise behandelt. So wurde einer derselben, John, zu Tode geschlagen.

* Der Apotheker als Rathsellö'ser. Man schreibt den Münch. N. N.": Unlängst, bei der Reichstagsdebatte über die Apotheken erwähnte der Abg. Wurm, in Berliner Apo- t^efen seien schon öfter auf völlig blödsinnige Namen Maaren abgegeben worden. Daß auch bei scheinbar ganz sinnlosen

* Thora. Neunundzwanzig Jahre in einem hohlen Baum I Forderungen von Seiten der Kunden die Absicht besteht, ein gesteckt hat die Leiche eines Mannes Rosowski aus Blamudy Heilmittel zu erhaltens mögen nach-

an der rufsisch polnischen Grenze. Derselbe hatte 1863 in LS a Apothekerpraxis entnommene Fälle

einer ausständigen polnischen Truppe gekämpft- wahrscheinlich S J,./ Wurzburgischen in die

»tft er vor den Verfolgern in der, Baum geflüchtet und ist S Sui r ' T°t fÜn<l Vfcnni9 «er*c,A- aus demselben nicht wieder herausgekommen.^ Man fand erst ^rLtTfnmmt s £ fraflt baS $lible '° lan9e' bis

vor Kurzem das Skelett des Unglücklichen, das noch mit SrV S' bcr ®*Et"ec cmen " --Herrgott", das ist Flinte, Säbel und Feldflasche behängt war. I ',OblatEn - Um 10 Pfennigkrabbl die Wänd' nauf"

«DAiitnr»..*. k o k I verlangte m derselben Gegend eine Frau; der Apotheker

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u n[ ftömer in zuruckgeschlagenen Mantel G'sraft" sagt der altbayerische Bauer, wenn er Saftasraholz

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d" Ruhmes ran° mit Weickern ^-r" °-rst-ht -rOxYcrociPflaster (Emplastr. oxycrocltum);

worden M Den unteren "tt "7 ,ft au* bie BezeichnungKruzitürkenpflaster" schon vor-

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' - Salbe gegenLohseuer", anfliegendes Feuer, Roth- I Das ist nur eine kleine Sammlung solch merk- I

| würdigerRecepte"; ähnliche Räthsel bringt der Tag im I | Leben eines Apothekers gar viele und es gehört oft eine I ziemliche Dosis Geduld dazu, das Richtige zu errathen.

* Die Ostbucht von Men tone ist durch eine steil ins ! Tteer abfallende Felsgruppe begrenzt, die landschaftlich schönen I Kochers rouges, aus deren Kamme sich die Grenze hinzieht. I Ihr Inneres durchbohrt ein Tunnel, der das französische und I das italienische Schienengeleise verbindet. Aus der italienischen Seite befinden sich verschiedene Steinbrüche, bei deren Be­arbeitung am 14. v. Mts. der Eingan« zu einer höhle offen gelegt wurde, die mit einer feinen schwarzen Erde gefüllt war. Diese Erdart ist hier in der Gegend sonst nicht bekannt. Einige Fuß tief in sie eingebettet sanden sich drei neben« einanderliegende Gerippe, ein männliches und zwei weibliche. Das männliche, dessen Kops beschädigt wurde, hat ohne ben Kopf eine Länge von 8 Fuß, die weiblichen 7 Fuß. Letztere liegen mit dem Oberkörper seitlich gekehrt, der Kopf auf die flach gegeneinander gedrückten Hände gelegt. Um den Hals des Mannes hängt eine Kette von Thierzähnen (welches Thieres ist noch nicht sestgestellt). Auch verschiedene Stein­waffen und Werkzeuge, sowie eine Kette ganz kleiner Knochen hat man gesunden doch sind die Steine ungeschliffen und von ganz urwüchsiger Form. Diese Merkmale und die un- gemeine Größe der Gerippe veranlaßten die aus Paris, Mailand und Florenz dort eingetroffenen Gelehrten zu der Annahme, daß dieses Geschlecht einer weit früheren Zeit an­gehöre als die beiden Gerippe, die man vor 7 und 9 Jahren in Höhlen derselben rothen Felsen sand. Herr Riviere aus Paris besitzt eines davon, das andere war durch die Unacht­samkeit der ausgrabenden Arbeiter zertrümmert worden,- nur ber Kopf, der erhalten blieb, ist in dem kleinen naturhistsri- schen Museum des Herrn Bonfils in Mentone zu sehen. Es heißt, die italienische Regierung behalte sich das Recht vor, den Verbleib der eben gefundenen Troglodyten zu bestimmen und wolle sie für das Museum in Rom erwerben. Auch der Fürst von Monaco hat dem Finder, dem Steinbruchbesitzer, eine bedeutende Summe geboten.