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die in Livland und Esthland erscheinenden lettischen und rsthnischen Bolkszeirungen ausgehoben werden sollen.

Nischni Nowgorod, 9. Februar. DaS Hotel Filimonow ist niedergebrannt. Die Frau des Besitzers und zwei Hotelgäste sind verbrannt.

Localer und provinzieller.

Gießen, 10. Februar 1892.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein haben im Einverständniß mit Seiner Majestät dem Kaiser und König Allerhöchst geruht, dem hiesigen Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm den Aller- höchsten Namenszug Seiner Majestät des Kaisers zu verleihen. Der Namenszug besteht aus einem lateinischen W, über diesem die Kaiserkrone mit Schleife, innerhalb des W befindet sich die Zahl II.

Neues Theater. Nachdem die letzte Zeit hindurch unsere Künstler nur der heiteren Muse sich gewidmet hatten, ging gestern AbendAlexandra", Drama in 4 Acten von R. Voß, über die Bretter. Fräulein Plog hatte sich dies tief ergreifende Stück zum Benefiz ausgewählt und kann man ihre Wahl als eine sehr günstige bezeichnen, denn die beliebte Künstlerin leistete in der Titelrolle wirklich Vorzügliches. Mit gespanntester Aufmerksamkeit folgte das Publikum ihrem Spiel, in dem es ihr meisterhaft gelang, den tiefsten Hatz und die glühendste Liebe, besonders aber den Uebergang von einem zum andern, zum Ausdruck zu bringen. Schon nach dem ersten Acte erscholl anhaltender Beifall und am Ende des dritten und vierten Actes mußte sich der Vorhang wiederholt heben. Mehrfache Bouquets und Kränze zeichneten Fräulein Plog aus. Hoffen wir, daß die begabte Schauspielerin, der wir schon so manchen genußreichen Abend verdankten, uns noch lange erhalten bleibe. Auch die übrigen Rollen waren gut besetzt, besonders mögen hervorgehoben werden Fräulein Lindemann (Frau v. Eberth"), Herr Ernst, der den Dr. Andrea" mit großer Würde spielte, und Herr Peickner, Erwin". Das Zusammenspiel war sehr gut. Der Besuch der Vorstellung war mittelmäßig- gerne hätten wir Fräulein Plog ein ausverkauftes Haus gewünscht, was sie ihrer Leistung nach auch in reichstem Maße verdient gehabt hätte.

Neues Theater. Wie schon in der gestrigen Nummer- erwähnt, ist es Herrn Director Reiners gelungen, den Großh. Hessischen Hofschauspieler Herrn Georg Hacker noch ein­mal zu einem Gastspiel für die hiesige Bühne zu gewinnen. Herr Georg Hacker tritt nun, einem allgemeinen Wunsche entsprechend, diesmal in einem Lustspiel aus und zwar hat '.sich der KünstlerMit fremden Federn" gewählt. Herr Hacker selbst spielt in diesem lustigsten aller Lustspiele, welches am Hostheater in Darmstadt einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen hatte, den John Helbert, eine Rolle, in welcher der Künstler unvergleichlich ist. Wir empfehlen daher diese Novität, verbunden mit dem interessanten Gastspiel, auf das Beste.

Verhaftet. Ein Bürschchen von 17 Jahren wurde gestern wegen eines Sittlichkeitsverbrechens verhaftet.

Diebstahl. Während der Hausbursche eines hiesigen Geschäfts in der oberen Ludwigstraße Maaren an Kunden besorgte, wurde ihm von seinem aus der Straße stehenden Karren weg ein Kistchen Cigarren entwendet.

Bestätigung von Stiftungen und Vermächtniffen. Im Lause des 4. Quartals 1891 sind vom Grobherzog u. a. nachstehende Stiftungen und Vermächtnisse bestätigt und hiernach die betreffenden Behörden zu deren Annahme er­mächtigt worden: Schenkungen an die evangelische Kirche zu Homberg: a. von Seiten der Familie Schenk zu Schweinsberg- Wäldershausen, bestehend in Kirchengeräthen und Geld im Gesammtbetrage von 600 Mk., b. von Seiten des Gerichts­schreibers Becker zu Homberg, bestehend in einem Oelbild Luthers im Werthe von 500 Mk.; Vermächniß der früheren Jndustrielehrerin Karoline,Henry zu Gießen an die Stadt Gießen zu Gunsten von ledigen oder verwittweten Jndustrie- lehrerinnen an den Schulen daselbst, welche in ihrem Berufe dienstunfähig geworden sind, im Betrage von 50006000 Mk.- Schenkung eines Ungenannten zum Baufond einer Capelle zu Bad-Nauheim an die dortige katholische Kirche im Be­trage von 800 Mk.

Die Gehalte der Schulverwalter und Schulgehilseu betreffend, ist von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz (Abtheilung für Schulangelegenheiten) unterm 1. d. M. das nachstehende Ausschreiben erlassen worden: Wir sehen uns veranlaßt, mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz zu bestimmen, daß die Schulverwalter und Schulgehilfen und beziehungsweise die Schulverwalterinnen und Schulgehilfinnen, neben der ihnen gesetzlich zustehenden Wohnung oder Miethentschädigung, künftig a. vor bestandener Schlußprüfung einen Gehalt von jedenfalls 700 Mk., b. nach bestandener Schlußprüfung einen Gehalt von mindestens 800 Mk. zu beziehen haben. Diese Bestimmung hat mit Wirkung vom 1. April 1892 an ins Leben zu treten und erstreckt sich auch aus solche Gemeinden, welchen auf Grund des Art. 17 Abs. 3 des Gesetzes vom 9. März 1878 gestattet ist, nur den Gehalt eines Schulverwalters (in der bisherigen Höhe) aufzubringen. Wir beauftragen Sie hiernach, wegen Auszahlung der erhöhten Gehalte vom 1. April 1892 an, insoweit diese Gehalte aus den Gemeindekaffen zu entrichten sind, das Erforderliche zu veranlassen und ein Verzeichniß derjenigen Schulgehilfen und Schulgehilfinnen, welche ihren Gehalt aus der Staatskasfe beziehen, baldthunlichst ein­zusenden.

Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Offenbach mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalt von 1200 bis 2400 Mk. Dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Dem zu ernennenden Lehrer können die

Functionen eines Oberlehrers an gen. Schule gegen eine Remuneration von 400 bis 600 Mk. jährlich übertragen werden. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Alzey mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährl. Gehalte von 1100 bis 1200 Mk. Dem zu ernennenden Lehrer können die Functionen eines Oberlehrers an gedachter Schule gegen eine Remune­ration von 200 Mk. jährlich übertragen werden. An der Volksschule zu Worms drei Lehrerstellen, von denen zwei mit evangelischen Lehrern zu besetzen sind und die eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzen ist, sowie eine mit einer ev. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle mit einem nach dem Dienstalter sich bemeffenden jährlichen Gehalte von je 1200 bis 2400 Mk.

Welt«Uuiverfitäts Statistik. DemJahrbuch der Universitäten der Welt" ist Folgendes über das Alter der Universitäten zu entnehmen: Voran gehen die drei altehr­würdigen Universitäten des 12. Jahrhunderts: Bologna, Montpellier, Paris; nach einiger Zeit erst begegnen uns die ersten deutschen Universitäten, nämlich Prag (1347 oder 1348), Krakau 1364, Wien 1365, Heidelberg 1386. Weiterhin chließen sich an, immer in die große Zahl der außerdeutschen Universitäten eingestreut, die Hochschulen von Würzburg, Leipzig, Rostock, Greifswald, Freiburg, München, Tübingen (15. Jahrhundert) - Halle, Breslau, Marburg, Königsberg, Jena, Straßburg, Braunsberg (16. Jahrhundert)- Gießen, Kiel (17. Jahrhundert) - Göttingen, Erlangen, Münster (18. Jahrhundert)- endlichlast not least* als jüngste Schwestern Berlin (1809) und Bonn (1818). Die jüngste aller Universitäten ist die im Jahre 1891 in Gothenburg gegründete. Eine weitere Tabelle theilt für die größte Zahl der Hochschulen deren Hörerzahl mit. Wieder steht Paris an der Spitze mit 9215 Hörern, es folgt Wien mit 6220, Berlin mit 5527, ferner unter anderen: München (3551), Leipzig (3458) u. s. w. Immer kleiner werden die Zahlen, aus den Tausenden kommen wir in die Hunderte, und sechs von den aufgeführten Hochschulen müffen sich mit einer zwei­teiligen Zahl von Hörern begnügen, darunter Braunsberg mit 41 an drittletzter Stelle - in Barbados unterrichten die vier Prosefforen nur 22 Studenten, in Sierra Levone müssen sich die 5 Lehrer in 12 Schüler theilen.

B Müuzeuberg, 6. Februar. Bei der heute hier statt­gehabten Bürgermeisterwahl wurde von den beiden Herren ® Candidaten Wilh. Gorr IV. und Konrad Hitzel III. Ersterer mit 50 Stimmen Mehrheit gewählt.

Hungen, 7. Februar. Heute Nachmittag hielt der Vor­sitzende der Versicherungsanstalt für das Großherzogthum Hessen, Herr Dr. Dietz- Darmstadt, auf Veranlassung des hiesigen Örtsgewerbvereins vor einer recht zahlreich besuchten Versammlung einen Vortrag über das Jnvaliditäts-und Altersverficherungsgesetz.

Schotten, 7. Februar. Das hiesigeAnzeigeblatt" ver- öffentlicht folgenden Aufruf: Es ist der Wunsch vieler Kameraden, die den Feldzug 1870/71 mitgemacht haben, einen engeren kameradschaftlichen Verein zu gründen, in dem die kameradschaftlichen Beziehungen gepflegt und die noth- leidenden Kameraden unterstützt werden sollen, unter dem NamenVeteranenverein der Kreise Schotten und Büdingen". Alle Krieger dieser Kreise werden daher ausgesordert, zwecks Gründung des Vereins zu^einer eingehenden Besprechung und Entwurf von Statuten Sonn­tag, den 6. März l. I., Morgens 10 Uhr, in Gedern in der Bergwirthschaft zu erscheinen.

Q Aus dem Kreise Alsfeld, 8. Februar. In den Ge­meinden des Kreises tritt seit einigen Tagen die Influenza stärker aus und gewinnt an Verbreitung. Allerdings so stark tritt die Krankheit nicht allgemein aus, wie vor zwei Jahren, auch ist der Krankheitszustand der Patienten viel günstiger als damals, dessen ungeachtet sind ihr aber doch schon Leute, namentlich im vorgerückten Alter, zum Opfer gefallen.

O. Nieder Moos, 7. Februar. Dem Kaufmann Isaac Rosenberg aus Lichenroth, weicher hier ein unbewohntes Wohnhaus besitzt, wurden vor Kurzem Nachts sämmtliche Fensterscheiben eingeschlagen.

Stockhausen, 6. Februar. Spätes Glück. 15000 Mk., sage und schreibe sünszehntausend deutsche Reichsmark, erhält in der nächsten Zeit ein hiesiger mehr als achtzig Jahre alter Weber von dem Staat Mexiko baar ausbezahlt, weil er zu den wenigen noch lebenden Veteranen gehört, die ehe­mals die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit dieses Landes als junge mexicanische Soldaten haben mit erringen Helsen. Möge dem alten Manne der Genuß eines sorgenfreien Lebens, das er nie gekannt hat, noch recht lange bescheert fein.

Nidda, 9. Februar. Der Director der Spar- und Leih­kasse macht bekannt:Die Einlagen jeder einzelnen Person bis zu 1000 Mk. werden mit 4pCt., weitere Einlagen von ein und derselben Person, welche diesen Betrag von 1000 Mk. übersteigen, dagegen nur mit 8^/2 pCt. verzinst."

Büdingen, 6. Februar. Der Vorstand des Mathilden- Hospitals bringt im Interesse der Gemeindekranken­versicherungskassen und der gemeinsamen Ortskrankenkassen Folgendes zur öffentlichen Kenntniß: Bisher sind die von den genannten Kassen dem Spitale zugewiesenen Kranken für täglich 60 Pfennige verpflegt worden, wobei den betreffenden Kassen noch die Kosten für ärztliche Behandlungen und für Medikamente verblieben. In der Vorstandssitzung vom 23. Januar d. I. ist aber nunmehr beschlossen worden, daß von den betreffenden Kassen nur noch Kranke gegen ein täg­liches Pflegegeld von Einer Mark ausgenommen werden sollen. Bezüglich der übrigen seitherigen Bestimmungen bleibt es beim Alten, sodaß also auch sernerhin von den betreffenden Kassen die für ärztliche Behandlung und für Medicamcnte entstehenden Kosten bestritten werden müssen.

Friedberg, 8. Februar. Obstbaucurse an der land- wirthschastlichen Winterschule zu Friedberg während des Früh­lings und Sommers 1892. 1) Obftbaucursus für Baum­

und Straßenwärter in der Gesammtdauer von 9 Wochen- Der erste Theil beginnt Dienstag den 15. März und dauert 6 Wochen (ausschließlich der Osterferien). Der zweite Theil findet im Juli oder August für die Zeit von 3 Wochen statt. 2) Repetitionscursus für Baum- und Straßenwärter vom 9. bis 14. Mai. Der Cursus ist honorarfrei. 3) Obstbau- cursus für Lehrer und Freunde des Obstbaues. Erster Theil vom 25. bis 30. April, zweiter Theil von 10 Tagen nach Uebereinkunst im Lause des Sommers. Honorar für Hessen 10 Mk., für Nichthessen 15 Mk. 4) Obstbaucursns für Freunde des Obstbaues vom 16. Mai ab.. Dauer desselben nach Uebereinkunst. Wöchentlich zwei bis drei Vorträge und circa vier Stunden Hebungen und Demonstrationen. Honorar 10 Mk. für Hessen, 15 Mk. für Nichthessen.

Bad Nauheim, 7. Februar. Hier wird in Verbindung mit der im Spätsommer stattfindenden Generalversammlung des Landesgewerbevereins eine Ausstellung von Zeich­nungen und Schülerarbeiten aus den Handwerkerschulen der Provinz Oberhessen abgehalten werden. Im Anschluß hieran gedenkt man eine Ausstellung selbstversertigter Arbeiten hie­siger Lehrlinge zu veranstalten. Es war auch eine Aus­stellung von Pro ducten der localen Industrie in Anregung gebracht worden, doch hat das Project die wünschenswerte Unterstützung des hiesigen Handwerker- und Fabrikantenstandes nicht gesunden. (D. Ztg.)

Vom Main, 8. Februar. In der Umgegend von Groß- Steinheim, Seligenstadt und Babenhausen lagern noch bedeu­tende Kar 10 f fei men gen. Die Bauersleute, die im Spätherbste bis zu 8 Mk. pro Doppelcentner erzielen konnten, aber auf Preissteigerungen rechneten, würden die Kartoffeln jetzt gerne um 7 bis 6 Mk. abgeben, wenn sich nur ein Käufer fände. Die bisherigen Absatzgebiete, Westfalen und Rheinlande, sind vollständig verschlossen und die Zwischen­händler suchen vergeblich nach anderweitigen Absatzquellen.

vermischtes.

* Marburg, 7. Februar. Auch unsere Stadt ist reicher, als man bis jetzt annahm. Bei der neuen Selbst- sch ätzung soll sich herausgestellt haben, daß hier nicht weniger denn 10 Millionäre wohnen.

* Aus der Mark. Der zehnte Knabe ist, wie der N. A. Z." mitgetheilt wird, dem Schmiedemeister Schmidt zu Brielow geboren; der siebente hatte den hochseligen Kaiser Wilhelm L, der achte den hochseligen Kaiser Friedrich III. und der neunte Seine Majestät den Kaiser Wilhelm II. zum Pathen.

* In der Nähe von Rummelsburg werden größere Holzplätze von bissigen Hunden bewacht. Der etwas an­getrunkene Tischler Wolff wollte die Hunde necken und kletterte deßhalb^ms den Zaun des Grundstücks. Dort verlor er das Gleichgewicht, stürzte hinunter und wurde von den Bestien in einer solchen Weise zerfle ischt, daß er innerhalb einer Stunde seinen Geist ausgab.

* Wien, 8. Februar. Wegen Entwendung eines Porte­monnaies mit einem Inhalte von 2 8 Kreuzern (= 50 Psg.) wurde heute ein Mann vom Schwurgericht zu acht Jahren chwercn Kerkers, verschärft mit einem Fasttage in jedem Monat, und zur Abgabe in eine Zwangsanstalt nach verbüßter Hast verurtheilt. Dieser Mann, Franz Bixer, mußte nämlich als Gewohnheitsdieb qualificirt werden. Er steht im 41. Lebensjahre, wurde zum ersten Male schon vor 27 Jahren und seither noch neunzehnmal, zumeist wegen Dieb­stahls, gerichtlich bestraft und hat bis heute schon neunzehn Jahre im Zuchthause verbracht.

* Antwerpen, 9. Februar. Die Auswanderung über Antwerpen betrug im Jahre 1891 insgesammt 48,788 Personen mit directen Dampfern. Hiervon gingen 43,260 nach den Vereinigten Staaten mit Dampfern der Red Star Line, 3624 nach Südamerika mit Dampfern des Norddeutschen Lloyd, 1503 nach Australien, 139 nach New-Orleans, 243 nach Kanada, 19 nach verschiedenen Richtungen. Jndirect über England reiften 2631 Aus­wanderer.

* Eine anonyme Kunstausstellung^ ist in Kopenhagen vor einigen Tagen eröffnet worden. Sie enthält 120 Bilder, deren Meister man nicht kennt, so daß das Publikum genöthigt ist, sich eine selbstständige Meinung über die Kunstwerke zu bilden und dieselben nach ihrem inneren Werthe, nicht nach der Etiquette, zu beurtheilen. Besonders für jüngere Künstler, die oft nicht wagen, mit ihren Werken öffentlich hervorzutreten, bietet diese Art Ausstellung große Vortheile. Die Idee ist aus Schweden, wo sie entstanden ist, hier eingeführt und hat guten Anklang gefunden.________________________

Wöchentliche Aeberficht der Todesfälle in Gießen.

5. Woche. Vom 31. Januar bis 6. Februar 1892. Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 45,42 «/ogbezw. 20,19nach Aussch^. der Ortsfremden.

ES starben an: Zufammen:

Erwachfene:

l.L

tot vom

ebenSjahr: 2.1b. Jahr 1

Diphtherie 3 (3)

3 (3)

Lungcnschwindfucht 2 (1)

2 (1)

Acute entzündliche Er­krankungen der Ath- mungs-Organe 3 (1)

2 (1)

1

Gehtrnschlagfluh 1

1

Andere bekannte Krankheiten 7 (4)

5 (3)

2 (1)

Unbekannter Krankheit 1

1

Verunglückung in einem Bergwerk 1 (1)

1 (1)

Summa: 18 (10) 11 (6) 4 (1) 3 (3)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.

Vorbereitung zur Kinderkirche: Donnerstag 4 Uhr.