dem Schullehrer Johannes Eckert zu Semd eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lengfeld übertragen.
— Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Castel mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1200 bis 1400 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wettsaasen mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.
— Verkehrs-Notiz. Der Abg. Erk hat bei der zweiten Kammer der Stände einen Antrag auf Errichtung einer Gütereinlade-Borrichtung in der Station Ober- Widdersheim, Linie Gießen'Gelnhausen, der Oberhessischen Eisenbahn eingebracht. — Ein bei der zweiten Kammer der Stände vom Abg. P sann stiel eingebrachter Antrag lautet: „Hohe zweite Kammer wolle beschließen, an Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, daß der um 3 Uhr lO Min. Nachmittags von Alsfeld abgehende Zug Nr. 6 auf der Haltestelle Ehringshausen der Oberhessischen Eisenbahn wieder anhält und die dortigen Warte- und Verladeräumlichkeiten eine Erweiterung erfahren.
— Lebensmittel-Preise Ende April 1892. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralsteüe für die Landes- statistik kosteten:
Ochsen^letsch per Pfund
Rindfleisch
per Pfund 1
Kalbfleisch per Pfund
Schweinefl. per Pfund
Hammelfleisch per Pfund
Gemischtes Brod
Roggen- Brod
Butter per Pfund
Milch 1 Liter
Eier
1 Stück
Städte mit Octroi Darmstadt
76
70
70
66
66
15
14
114-128
17
5-8
Mainz
72
60
70
70
65
15,5
14,5
106-120
19
5-6
Offenbach
76
58
70
70
70
17
15
122-132
22
4-7
Worms
76
66
68
60
68
14
14
108-120
16
5-7
Gießen
74
64
56
68
65
14
13,5!
102-112
17
5-6
Städte ohne Octtoi
Bingen
75
70
60
70
75
14,5
14
113-135
19
5-6
Bensheim
66
60
60
60
60
16
14
90-100
17
6-7
Alzev Friedberg
69
64
70
70
70
18
13,5
107-118
17
6
68
60
60
60
60
15,5
15
100-110
16
5—6
Alsfeld
62
54
55
54
—
16,5
14
95-100
14
5
Lauterbach
64
64
56
60
56
18
14
100
14
5
— Der achte allgemeine BereiuStag der deutsche» land- wirthschastlicheu Geuoffeuschafteu findet, wie aus der vom Anwalt der landwirthschastlichen Genossenschaften, Kreisrath Haas in Offenbach, versendeten Einladung ersichtlich,Montag, 13. Juni und die folgenden Tage in Insterburg statt.
— Bei Beginn der sommerlichen Obstzeit ist die Frage von großer Wichtigkeit: „Wie verträgt sich Obst mit Bier?" Das ist die große Magenfrage der Saison. Die ersten Kirschen, Pfirsichen, Erdbeeren re. werden zu Markte gebracht und locken uns, aber wir wagen oft nicht davon zu genießen, denn wir wollen uns den Biergenuß dadurch nicht entgehen lassen. Aber während der Eine von solch gemischtem Genüsse mindestens die Cholera befürchtet, weist ein Anderer daraus hin, daß die beiden Nahrungsmittel so vielfach homogene Bestandtheile enthalten, daß deren Vermischung für die Verdauung nicht schädlich sein könne. Die Frage ist aber mehr eine praktische Arztsrage. Dem bekannten Grobschmiedsgesellen hals eine tüchtige Portion Eisbein von einem hitzigen Fieber, während ein Anderer an dieser Arznei zu Grunde ging. Aehnlich gehts mit Obst und Bier. Ein kräftiger, robuster und ans Biertrinken gewöhnter Magen wird einen mäßigen Zusatz von Obst leicht vertragen, trotz der vielen unverdaulichen Bestandtheile, die es enthält. Personen, die an Verdauungsstörungen leiden oder solche Nahrung nicht gewöhnt sind, mögen beim Genüsse von Obst vorsichtig sein und kalte Getränke — Milch, Wasser, Bier — nach dem Genüsse von Obst ganz vermeiden. Kinder aber sollten in jedem Falle vor dem gleichzeitigen Genuß von Obst und kalten Getränken behütet werden.
Bad-Nauheim, 6. Juni. Mit täglich 1000 Bädern und einem Gesammtbesuch von über 2000 Personen sind wir bereits mit Anfang Juni in die hohe Saison eingerückt. Von Ausländern stellt der skandinavische Norden das Haupt- contingent, aber auch England, Holland, Oesterreich, Rußland, Nordamerika rc. sind mehr oder weniger stark vertreten. Das Hotel Sprengel, das infolge seiner Neubauten 85 Fremdenzimmer zählt, ist v o l l st ä n d i g besetzt; der Besitzer des „Kaiserhos" wird im Herbst ebenfalls zu Neubauten schreiten, um dem Fremdenandrang genügen zu können- auch die übrigen Gasthöfe sind gut besetzt. Für die religiösen Bedürfnisse unserer Sommergäste ist durch evangelischen (deutschen und englischen), katholischen und israelitischen Gottesdienst gesorgt.
Darmstadt, 8. Juni. Die Kirschenernte befindet sich an der Bergstraße in vollem Gange- dieselbe verspricht eine reichhaltige und lohnende zu werden. Gestern wurde hier das Pfund Auerbacher Kirschen, große schöne Früchte, zu 20 Psg. verkauft. D. Ztg.
Bensheim, 4. Juni. Vom hiesigen Granitwerk ist wieder eine umfangreiche Arbeit fertig gestellt worden, die derzeit zum Versandt gelangt. Es ist der in der Hauptsache aus polirten Granitquadern ausgesührte Unterbau zum Krupp- Denkmal in Essen, an dem seit Jahresfrist gearbeitet wird und dessen Transport acht Eisenbahnwaggons erfordert. Zwei Figuren aus Erz, am Fuß deö Sockels sitzend, stellen Industrie und Humanität da und sind überragt von der Standfigur Alfred Krupps. Dieses großartige, von den Bildhauern A. Mayer und I. Menges in München entworfene Denkmal, ist von den Arbeitern der Krupp'schen Stahlwerke gestiftet und soll Ende Juli enthüllt werden.
Mainz, 7. Juni. In einem unserer Nachbarorte fand vor einigen Tagen eine größere Festlichkeit statt und war der Polizeidiener beauftragt worden, mittelst der Schelle
die Bewohner des Ortes auszufordern, ihre Häuser mit Fahnen zu schmücken. Derselbe entledigte sich getreulich seines Auftrages- kurz daraus, so zu sagen in einem Atbem, verkündete er, daß in den nächsten Tagen drei Zwangsversteigerungen abgehalten werden würden!
verlatschte».
* Frankfurt a. M., 8. Juni. Jägers erste Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter dauerte heute Morgen mehrere Stunden. Die Klotz ist, weil sie sich leidend fühlt, in einer Krankenzelle des Polizeigefängntsses, einem verhältniß- mäßig elegant ausgestatteten, geräumigen Zimmer, untergebracht. Ihr Aussehen ist in der Thal ein kränkliches. Heute Morgen soll wieder eine weitere Verhaftung vorgenommen worden sein, bei der es sich wieder um ein früheres Dienstmädchen der Familie Jäger handelt.
* Rödelheim, 5. Juni. In der katholischen Kirche wurde in der Nacht von gestern aus heute ein Diebstahl aus- gesührt. Gestohlen wurde ein goldener Kelch im Werthe von etwa 1000 Mk., ferner silberne Leuchter, Kannen, Platten rc. Die Sacristei war erbrochen worden, ebenso ein verschlossener Kirchenstuhl der Frau von Stumpf-Brentano.
* Halle a.d. S., 7. Juni. Zum neunten deutschen Lehrertag sind bis heute 1900 Teilnehmer eingetroffen. Die Begrüßungsversammlung war stark besucht, sie wurde von Dr. Schmeil Namens des Ortsausschusses mit einer begeisterten Rede eröffnet und nahm einen erhebenden Verlauf. Die erste Hauptversammlung wählte in den Vorsitz Claus- nitzer aus Berlin, Backes aus Darmstadt, Schmeil aus Halle. Viele Ehrengäste sind erschienen. Oberbürgermeister Staude hielt eine warme Begrüßungsrede im Namen der Stadt, Schulrath Krähe im Namen der Schul-Commission, Lehrer Tangermann im Namen der Lehrerschaft von Halle. Pastor Seysarth aus Liegnitz hielt eine Rede zur Comeniusseier. — An den Kaiser wurde ein Telegramm abgesandt.
* Geut, 2. Juni. Vier kleine Jungen stahlen gestern, wie dem „Rh. K." berichtet wird, aus einem Milchwagen eine große Flasche Wachholderschnaps. Sie begaben sich mit ihrer Beute aus das Exerzierfeld vor Gent, wo sie die Flasche vollständig leerten. In der scheußlichen Betrunkenheit, welche diesem Tranke folgte, stürzten sie sich auf einen in der Nähe weidenden Hammel und erschlugen das arme Thier mit großen Steinen- hieraus wandten sie sich untereinander gegen sich selbst und richteten sich mit Messern abscheulich zu. In dem Kampfe kamen sie, ohne es zu bemerken, einem Wassergraben nahe, in welchen die drei jüngsten der Taugenichtse fielen und ertranken, der vierte und älteste starb in Folge des starken Alkohols und der Aufregung an einem Gehirnschlag aus dem Platze. Die unseligen Knaben sind Kinder angesehener Genter Familien.
* Pittsburg, 5. Juni. Die Städte Titusville und Oil City sind heute in Folge eines Wolkenbruchs überschwemmt worden. Gleichzeitig wurden die Petroleumrasflnerien durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt. Titusville soll zur Hälfte ein Raub der Flammen geworden sein. Die Zahl der ums Leben gekommenen Personen wird aus 150 geschätzt. In Oil-City sollen 11 Personen in den Flammen umgekommen sein. Nach weiteren hier eingegangenen Meldungen bemächtigte sich der Bevölkerung von Titusville und Oil-City beim Eintreten der Katastrophe eine unbeschreibliche Panik. Die Einwohner flüchteten nach den hochgelegenen Stellen der Umgegend. Zahlreiche Personen, darunter Frauen und Kinder, sind theils im Wasser, theils in den Flammen umgekommen. Die Zahl der Tobten wird auf mindestens 150 Personen angegeben. In Oil-City allein sollen bereits gegen 100 Leichen ausgesunden sein, zahlreiche Personen werden noch vermißt. Der verursachte Schaden wird aus mehrere Millionen Dollars geschätzt.
* Frankreichs Verluste an Menschenleben durch die Kriege 1791—1890. In einer Arbeit, die Dr. Lagneau der Akademie der Wissenschaften vorgelegt hat, sucht er nach amtlichen Quellen Frankreichs Verluste an Menschenleben durch die Kriege des abgelauseren Jahrhunderts von 1791 — 1890 zu berechnen. Die Zahlst, die er findet, sind grauenhaft. In Betreff der Verluste von 1791—1799 ist man aus Schätzungen angewiesen. Zu den Fahnen wurden in jenem Zeitraum 2080000 Franzosen berufen. Von ihnen fielen dem Grafen Garnier zufolge 720 000 Mann, nach anderen Demographen aber 1500000. Von 1799—1815 dienten 3 153 598 Mann. Vor dem Feinde blieb eine Million, doch kam eine andere Million in )en Krankenhäusern und Lagern um. Von 1815—1851 warm die Verluste trotz des Feldzuges in Griechenland und Algrien gering. Im Krimkriege starben 95615 Franzosen, 1(240 aus dem Schlacht- selde, 85 375 in den Krankenhäusern Der italienische Krieg kostete 12173 sranzösische Leben. Dr Verluste des mexikanischen Feldzuges wurden nie bekannt gegeben. Doch läßt sich berechnen, daß alle Abenteuer des Käserreichs von 1851 bis 1869 356000 Leben hinrafften. Dn Verlust des 1870er Krieges findet Dr. Lagneau mit sollender Methode: 1866 hatte Frankreich 38192064 Einwohhr, von denen auf die verlorenen Gebietstheile 1597 238 kamen. 1872 wurden 36102921 Einwohner gezählt. Vot 1866 vermehrte sich die Bevölkerung jährlich um 3,6 aus 000. Die Vermehrung hätte also von 1866—1872 816 900betragen müssen, statt dessen zeigte die Zählung eine Abnahme um 491905. Der Verlust von 1308 805 Menschenleben ist auf-Rechnung des 1870er Krieges und CommuneaufstandS zu setzen. Wie man sieht, hat Frankreich in seinen Kriegst während der letzten hundert Jahre ein wahres Meer stnes eigenen Blutes vergossen. !
* Revanche. Wirthin eines kleitzn Landstädtchens zu ihrem Manne: „Du, Mann, der HerLPostassistent ißt nun schon zwä Johr lang regelmäßig bei fang zu Middag, da muscht Du jetzt doch aach emol e paq Briefmarke bei ihm hole lasse!" , 1
* Studenten - Scherz. Ein Student wohnte in einem Gasthause und hatte durch seine lustigen Schwänke viele andere Gäste herbeigezogen und dem Wirthe bedeutenden Nutzen verschafft. Er wollte abreisen- der Wirth brachte ihm die Rechnung und sagte: „Damit Sie sehen, wie dankbar ich bin, so streiche ich die Hälfte der Rechnung." — „Und damit auch Sie sehen, daß ich nicht hinter Ihnen zurückbleibe, so streiche ich die andere Hälfte," sagte der Student. Der Wirth lachte und war es zufrieden.
Itnivcrfitäts • Nachrichten.
— Dieser Tage wurde von Berlin aus die große Virchow- Medaille an alle deutschen Universitäten versandt. Die Medaille auS broncirtem Kupfer hat einen Durchmesser von 20 Ctm. und ist ein Abguß von der großen goldenen, die der Gelehrte vom Virchow- Festausschuß zu seinem 70jährigen Geburtsfeft erhielt.
— Während die drei oberen Facultäten der Universität Göttingen in Sachen des Frauenstudiums einen ablehnmdm Standpunkt einnehmm, hat die philosophische Facultät sich für Zulassung der Frauen zu den Universitätsstädten zunächst als Hospttante» ausgesprochen.
Berlin. Ein langjähriger Universitätslehrer, Dr. Wilhelm Krause, trat am 1. Juni bei dei hiesigen medicintschen Facultät alS — Prtvatdocent ein. Der Forscher ist, so wird der „N. A. berichtet, von der Anatomischen Gesellschaft hierher berufen, um eine einheitliche anatomische Nomenklatur feftzustellen, und gleichzeitig zum Laboratortumsvorstand in WaldeyerS Institut ernannt worden. Der „jüngste" Berliner Prtvatdoeent ist ein alter Gelehrter, am 12. Juli 1833 zu Hannover geboren. Sein Vater, K. F. Krause, stand an der Spitze detz hannoverschen Medtctnalwesens. Wilhelm Krause war schon seit 1860 außerordentlicher Professor für Histologie in Göttingen. Bet seiner wissenschaftlichen Bedeutung ist sein Eintritt in dm Lehrkörper ohne Weiteres erfolgt, der Gelehrte hält nur, um der Form zu genügen, eine öffentliche Antrittsvorlesung. Ein ähnlicher Fall lag bei Eulenburg und Preyer vor, die sogar ordentliche Professuren aufgegeben hatten, um hier als Privatdocmtm wieder sich einzu- sühren.
Citeratur u*6 Knnft
— Das 20. Heft der vorzüglich illustrirten Familtmzettschrist rUttfoetfam* enthält folgende Beiträge: „Rauschgold", Novelle von Marco Broctner. — „Die vulkanische Schmiede im Felsengebirge" von Paul Lindau. Mit Illustrationen von Albert Richter. — „DaS verlorene Bergwerk" von Felix Freiherr von Mtnntgerode. — „Krischan Rompagel tn't Kunzert" von Heinrich Seidel. — „Einige merkwürdige electrische Erscheinungen der Erdatmosphäre" von vr. Klein. — „In Flammengluth", Novelle von E. Merk. — Rundschau: „Biographie des Prof. Dr. E. Thiersch." — V „Der Laubfrosch als Gefangener." — „Die goldene Rose" von Paul Lindner. — Gedichte, Humoristisches, Räthsel rc. — Von den Illustrationen sind als ganz hervorragend zu erwähnen: „Die Erwartung" von E. Ntezky. — „Verthetdtgung einer Brücke" von Berue-Bellecour. — „Entführung" von Frank Kirchbach. — „Maimorgm im Walde" von V. Brozik. — Preis des Heftes 50 Pfg.
Verkehr, Land, und Volkrwirthschaft.
Limburg, 8. Juni. Fruchtmarkt. Rother Weizm ** 17.60, weißer Weizen JL —, Korn 15.00, Gerste JL 10.00, Hafer 6.50, Erbsen JL —.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.
Freitag Abend 7*> Uhr, Samstag Vormittag 8« Uhr, Samstag Nachmittag 4°° Uhr, SamStag Abend 9<* Uhr.
"• 1
Eingesandt.
_ , _ r „ Gießen, 8. Juni.
Zwei sehr vortreffliche künstlerische Leistungen von E. W. AllerS sind zur Zeit in dem Local des hiesigm Kunstveretns ausgestellt. Lassen wir der Kürze halber den Ausflug des Hamburger Clubs Eintracht nach Hausbruch, der des erheiternden Stoffes sehr viel bietet, außer Betracht, so kann die „SUVerue Hochzeit- des wohlsituirtm Hamburger Schneidermeisters Battelmann und Frau mit thrm 44 Einzelbildern fast in jeder Hinsicht als ein wohlgelungenes Meisterwerk echt volksthümlicher Humoristik betrachtet werden. Die Festpoeten H. Winter, Onkcl Schmäht, Dr. Dabelstein, Onkel Bakof als Theaterdtrector, die (Erb-) Tante Pinch en als artistischer Betrath find köstliche Ftgurm. Die mancherlei Vorbereitungen auf dm Jubeltag wie z. B. die verstohlenen Memorirübungen des Commis Groth, die Leseprobe, die cultnarischen Versuche der Frau Schulz u. s. w. sind höchst drollig. Der Aufmarsch der Festgäfte, als der Familie Mertens, Alters und Benjamin, wobei die Corpulenzm nicht fehlen (Alters, stud. Kramer, Schmabl und Dabelstein) und die Reihenfolge der Gratulanttu — Alles ist sinnig geordnet. Die Enkelinnen Life und Grelle „aus dem Elsaßschtädtle Schtraßburg" eröffnen in gemüthltcher Weise den Reigen der Gratulanten, Nichte Anna und die Deputation des Gesangvereins „Poly- hymnta" folgen. MandusGriese und Frau haben sich als Dreh- orgelspteler verkleidet, die lustige Liese Mörtng tritt auf als alte Jungfer masktrt. Die Deputation des Kegelclubs „Alle Neegen" überreichte einen Ehrenpocal. Die Festfeier wird gekrönt durch das Spiel des Ltebhabertheaters, wobei der Theaterdirector Onkel Bakof den Souffleur abgibt. Zum Schluffe kommt die Rede des Jubilars, sodann die Reihe der Toaste und post festum noch die Bemerkungen der Dienstboten. — Allen Freunden der Kunst und des heiteren Humors kann der Besuch der Ausstellung bestens empfohlen werdm.
Briefkasten.
M., Lollar. Wir wollen davon Abstand nehmen und den Tag erst abwarten. Vielleicht findet sich dann Gelegenheit, der Sache näher zu treten. Frdl. Gruß! Red.
Braut-Seidenstoffe, schwarz weiß, creme rc. — von 65 Pf. bis Mk 22.85 — glatte u. Damaste rc. (ca. 300 versch. Qual. u. Dispos.) versendet roden- u. stückweise porto- u. zollfrei G. Henneberg, Seidenfabrikant (K. u. K. Hofltef.) Zürich.
Muster umgehend. Dopp. Briefporto nach der Schweiz. [214
Das ganze Geheimniss auch noch in den reiferen Jahren zu haben, besteht darin, dass man die Haut pflogt, sie zart und geschmeidig erhält und sich von der Anwendung schlechter, sodascharfer Seifen hütet. Durch das Waschen mit solcher wird die Haut rissig und welk. Wer diese Altersboten vermeiden, wer das Antlitz hübsch, die Haut gesund und frisch erhalten will, der verwende für seine Toilette keine andere Seife als die bewährte
Doerings Seife mit der Enle
laut chemischer Analyse anerkannt als die mildeste, die reinste und beste Seife der Welt. Preis 40 Pfg.
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Temperatur der Lahn und Luft
gemessm nach Reaumur am 9. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17 Grad, Luft 19 Grad im Schatten.
Rübsamen'sche Badeanstalt.


