Ausgabe 
10.2.1892
 
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Neueste Hacbridbtcn.

WolffS telegraphisches Lorrefpondmz-Vureau.

Dauzig, 8. Februar. In der heutigen Magistrats- sitzung theilte Bürgermeister Baumbach mit, er sei vom Kaiser ermächtigt, der Bürgerschaft mitzutheilen, daß der Kaiser im Lause des Sommers Westpreußen und Danzig besuchen werde.

Bremen, 8. Februar. Nach einem Telegramme aus Southampton landete der BergungsdampserNewa" da­selbst 200 Ballen Baumwolle, 27 Postsäcke von derEider". Die gesummte Post ist somit bis aus 15 Säcke geborgen.

Wie», 8. Februar. Das seit einigen Tagen vermißte österreichische KriegsschiffNajade" ist gestern Nachmittag in den Hasen Palermo eingelaufen.

der socialpolitischen fei doch auch Erfahrung nöthig. Er anerkenne dankbar, daß das Eentrum bereit ist, das Jnvaliditäts- und Alters- verstcherungsgesetz, nachdem dasselbe einmal so, wie eS ist, Gesetz geworden, in der Ausführung zu unterstützen. Diele Unterstützung von allen Seiten sei dringend nöthig. Das Ergebnttz des vorigen Jahres sei sehr günstig. Es wurden im vorigen Jahre 17,45 Mill. Mark an Renten gewährt, das entspreche nach genauer Berechnung einem Capitalwerth von 54,5 Millionen. Dazu 10,9 Millionen Ueberweisung an den Reservefonds und 11 Millionen Verwaltungs­rosten. macht eine Belastung der Derstcherungsanstalten um 76,4 Mill. auS, der eine Einnahme von 88,8 Millionen aus dem Markenverkauf gegenüberstehe. Allerdings wurden im ersten Jahre auch vorzugs­weise nur Altersrenten und weniger Jnvalrdenrenten gewahrt. Immerhin bleibe dieses Resultat günstig. Es feien ihm zahlreiche Aeutzerunaen von Befriedigung über das Gesetz zugegangen; allerdings 'ei diese Befriedigung namentlich unter den RentenempsLngern anzu- tresscn, die ihm fchon ihre Photographien zugefendet. (»eiterte«.) iber auch aus den Kreisen, welche das Gesetz anzuwenden haben, liegen ihm befriedigende Urtheile vor. Der Staatssecrelar recht­fertigte schlietzlich das neue Marken-EntwerthungSverfahren.

Abg. Hirsch (bfr.): Nie sei ein Gesetz so unpopulär gewesen el8 dieses Jnvaliditäts- und AlierSversicherungsgesetz^ das dem Reichs­tage nur durch Pression abgenölhigt worden sei. e-oeben bade man gehört, daß das Gesetz im vorigen Jahre den Arbeitern 89 Millionen gekostet. Da» sei eine enorme Steuer und dieser Steuer stehe keinerlei Entlastung gegenüber. Die wenigsten Arbeiter hätten etwas davon. Die alten Leute, welche Altersrente erhielten, ohne daß fie Betttage geleistet, seien allerdings für dieses Geschenk dankbar. Denn um ein Geschenk handelt es sich hier, wie es sich beim Branntwetnfteuergefetz um ein Geschenk an die Brenner handelte. An einer gründlichen Revision des JnvaliditätS- und Altersversicherungsgesetzes mürben feine Freunde mitwirken; so wie es jetzt fei, könne es nicht bleiben. Was das Unsallversicherungsgesetz anlange, so bedürfe auch dieses der Revision. Der focialdemokratische Antrag gehe ihm vielfach nicht weit genug. Sehr viel böses Blut mache die Herabsetzung der Renten durch die Berufsgenossenschaften auf Grund ärztlichen ZeugMsfes, welches Zunahme der Erwerbsfähigkeit constattrt. Nachdem die Rente einmal festgestellt worden, vielleicht durch das Reichsoersicherungsamt, als der obersten Instanz selbst, müsie die Herabsetzung erschwert werden. Redner verlangt schließlich weitergehende UnfallverhutungS- vorschrtften und schließt mit der Forderung der Rückkehr zur genossen- schafllichen Selbstverwaltung.

Abg. v. Helldorff (cons.): Die vom Abg. Hirsch vertretenen Vereinigungen erheben von den Arbeitern, die zu ihnen gehören, doch auch Steuern. Der Unterschied sei nur der, daß die staatliche Ver- ficheruna ungleich leistungsfähiger sei als die private. Was die Be­lastung durch die DersicherungSgesetzgedung im Allgemeinen anlange, so üdersebe man, datz derselben doch auch eine Entlastung der Armen­pflege gegenübertrete. Auch die Landwirthschaft könne die Belastung tragen. Hinsichtlich des Markensystems werden Erleichterungen ein- treten können, zu beseitigen fei dasselbe vorläufig nicht. Dringend erwünscht sei eine Entlastung der unteren Verwaltungsbehörden, auf welche fortgesetzt neue und neue Lasten gehäuft würden. Wenn man wisse, welche Aufnahme die alten Leute, die Rente beziehen, in ihrer Familie finden und wie dadurch das Familienleben selbst gefördert werde, so werde man anerkennen, daß daS Alters- und Jnvaltditäts- versicherungsgesetz eine Wohlthat für unser Volk sei. (Beifall.)

Abg. Möller (natl.) weift die Angriffe des Abg. Hirsch auf die Berussgenossenschasten wegen Herabsetzung der Rente bei zu- vehmender Erwerbsfähigkeit der Versicherten zurück und empfiehlt den von ihm mitgestellten Antrag. Bei einer Revision des Unfall- versicherungsgesehes möge man auch folgende Punkte ins Auge fasten: die Entschädigung bei kleineren Unfällen; die Behandlung solcher Versicherten, bei denen es zweifelhaft ist, ob sie die Beschädigung bet einer Beschäftigung erfuhren, die unter ihre Berufsgenostenschaft fällt; die Versicherung ausländischer Arbeiter rc. Entgegen den hier ge­hörten Angriffen auf die Unfallversicherung habe er Gelegenheit gehabt, die bewundernden Urtheile von Arbeitern im Auslande Über dieses Gesetz zu hören.

Die Weiterberathung wird vertagt.

Der Weltpostvertrag und die in Wien abgeschlossenen postalischen Konventionen werden in dritter Lesung angenommen.

Morgen: Etat.

sprochen, die Bekanntschaft erneuern zu wollen nach Beendig­ung der Quarantaine?"

Seit ich ihn kenne, mag ich nichts mehr von Matteo wissen."

Und ich haste Colchontris. Aber er kann uns doch nicht beide lieben! Wenn er nur sein Spiel mit uns ge­trieben hat?"

O, das glaube ich nicht. Sagt man nicht, daß wir u»S beide sehr ähneln? Wenn ihm nun wirklich die Wahl so schwer geworden ist?"

Nun wohl, wir wollen sehen, wem von uns beiden sich seine Liebe zuwenden wird. Aber wer auch die Glückliche sein mag, wir wollen deßwegen keinen Groll gegen einander hegen."

Nein, das wollen wir geloben?" Und die beiden Schwestern drückten sich innig die Hand.

Wenn er noch kommt, dann muß er die Straße St. Gio- Danni herauskommen, wir wollen warten."

Und Magallons Vermuthung bestätigte sich. Der junge -Gras ward sichtbar. Peppas Augen waren voller Erwartung zu Boden gerichtet, sie wagte nicht aufzuschauen, aber Ma­gallons scharfer Blick drang in die Ferne und sie erkannte .... er trug weder ihr Liebespsand, noch das ihrer Schwester.

Er kommt zu uns!" rief sie auS, die bebende Peppa an der Hand mit sortziehend,wir wollen ihn im Zimmer erwarten, wir müssen Gewißheit haben."

Sie gingen nach unten. Der alte Paolo war aus­gegangen, der Gras sand sie allein.

Ich habe noch keine Entscheidung treffen können, schöne Jungsrauen!" ries er aus.Verzeihen Sie mein Zögern, aber . .

Rom, 8. Februar. Laut einer Meldung aus Regio nell'Emilia zogen heute Morgen Gruppen von Feld- arb eitern, eine Fahne mit der InschriftBrod und Arbeit" tragend, zum Stadthause und beantworteten die Aufforderung der Polizei, auseinanderzugehen, mit Pfeiseu, Geschrei und Drohungen. Erst als Militär eingetroffen,, zerstreuten sich die Arbeiter. Der Fahnenträger und 36 Theilneh.^er der Kundgebung wurden verhaftet.

Petersburg, 8. Februar. Der Reichsrath hat den vom Ministerium des Innern eingebrachten Gesetzentwurf über die Unveräußerlichkeit des. den Bauerngemeinden bei der Aushebung der Leibeigenschaft zugetheilten Grund und Bodens angenommen.

Stockholm, 8. Februar. Das Kommerzcollegium hat heute den Viehbestand ganz Deutschlands von der Maul- und Klauenseuche für angesteckt erklärt.

Depeschen detzBureau Herold".

Berlin, 8. Februar. Die Commission sür das Volks­chulgesetz hielt heute Vormittag die erste Sitzung ab. Das Centrum brachte zahlreiche Abänderungsanträge ein, vorzugsweise den Religionsunterricht betreffend. Danach soll der Lehrplan für den Religionsunterricht, sowie die Unter­richtsbücher für denselben von der Kirchenbehörde festgestellt werden unter Zuziehung des Regierungspräsidenten.

Berlin, 8. Februar. DieNational-Zeitung" schreibt, bei allen hiesigen Emissionsstellen laufen zahlreiche Zeich­nungen für die neue 3procentige Anleihe em. Bedeut- am ist die an die Zeichnungen geknüpfte Bemerkung, daß ie nur für feste Anlage bestimmt und daß, wenn die gezeich­neten Summen nicht voll erhältlich, der Rest an der Börse gekauft werden solle.

Berlin, 9. Februar. Dienstag Abend findet die Heben ührung der Leiche de Lau nah s in die katholische Heb' wigskirche, Mittwoch Vormittags 10 Uhr ein Hochamt statt, wozu der Hof und die Diplomatie geladen ist. Darauf folgt in aller Stille die Uebersührung nach dem Hedwigskirchhose, wo seine Gemahlin ruht.

Berlin, 9. Februar. Major v. Grumbkow vom Feld- Artillerie - Regiment Nr. 24 wurde behufs Uebertritts in türkische Dienste als Nachfolger Steffen Paschas beurlaubt.

Berlin, 9. Februar. DemTageblatt" zufolge ist in parlamentarischen Kreisen die Nachricht verbreitet, Bismarck komme in dieser Session nach Berlin, um im Herrenhause zu dem Volksschulgesetz Stellung zu nehmen.

Bremen, 9. Februar. Auf dem städtischen Schlachthofe st die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.

Halle, 8. Februar. 102 Universitätsmitglieder sandten eine Petition an das Abgeordnetenhaus, worin sie schwere Bedenken gegen den Volksschulgesetzentwurs äußern.

Stargard, 8. Februar. Der Baukdirector Eisentr aut aus Pyritz ist flüchtig. Bedeutende Summen und Depositen fehlen.

Men, 8. Februar. Der Krakauer Professor Adam- kiewitsch stellte durch Injektionen geheilte Krebskranken vor. Die Wirksamkeit des Mittels sei zweifellos. Billroth und Kundrat zweifelten die Sicherheit der Wirkung an.

Wien, 8. Februar. Der Kriegsminister ordnete an, daß alle bei den Militärgerichten in den letzten Jahren ver­handelten Mißhandlungen an Mannschaften durch die Vorgesetzten ihm vorgelegt werden.

Rewyork, 8. Februar. Das Hotel Royal ist nieder­gebrannt. Im Hotel waren anwesend 165 Personen, 5 sind todt, 80 verwundet, 69 werden vermißt.

Cocale» ttnö provinzielles.

Gieße», 9. Februar 1892.

Provinzialausschuß. Sitzung. Samstag, den 13. Fe­bruar l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Re­gierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Pro­vinzial-Ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt:

1) Antrag der Stadt Gießen aus Gelände-Enteignung

Keine von beiden, betrogen, verspottet! Rache, Rache!" ries die stolze Magallon aus, ohne den Grafen aussprechen zu lassen, und ihrer Sinne nicht mächtig, stürzte sie aus dem Zimmer.

Peppa dagegen war todtenbleich auf das Sopha nieder­gesunken, indem sie ausries:Keine Rache, Schwester, ich werde sterben, aber ich vergebe ihm!"

Da hatte der gewiegte Frauenkenner mit einem male einen Blick in beider Seelen gethan. Da fühlte er, daß ihn die rührende Bläffe Peppas mehr anzog als die Gluth aus Magallons Wangen. Da erkannte er die Kraft und die Zartheit ihres Herzens, das brechen und doch vergeben konnte, während der wilde Herzenszug der andern bei der ersten Kränkung Genugthuung heischte. Da war seine Wahl gethan und sein Entschluß gefaßt. Er kniete neben der bewußtlosen Peppa nieder und rief sie durch die zartesten Worte ins Leben zurück. Und als sie seine süßen Liebesworte begriff, als sie seine Küsse auf ihren Lippen fühlte, da jauchzte sie aus vor lauter Glückseligkeit und unter Freudenthränen wars sie sich dem Geliebten an die Brust.

Sonderbar ist, daß Magallon und Matteo durch die gegenseitige Enttäuschung einander näher gebracht wurden und sich zu einer Liebe vereinigten, in welcher das heiße Blut der schönen Malteserin sich allmälig abkühlte nnd die rach­süchtigen Pläne verschwanden. Dem guten Paolo Paterno kam dieser Ausgang nicht ungelegen, da Colchontris sein Wort wieder zurückgenommen hatte und Matteo auf diese Weise doch Erbe seines Vermögens werden konnte.

Julien sührte seine Gattin mit nach Frankreich. Sie glänzt dort nicht in den ersten Kreisen von Paris, aus dem stillen Lande findet der Graf an ihrer Seite jenes Gluck, das er so lange vergeblich gesucht hatte.

zum Zwecke der Erbauung einer Dienstwohnung für den Verwaltungs-Director der akademischen Kliniken - hier den Antrag aus Ausspruch der Enteignung be­treffend.

2) Gleicher Antrag behufs Erbauung einer Irren-Klinik.

3) Reclamation gegen die Beigeordnelenwahl zu Griedel.

4) Gesuch des I. B. Heil von Ober-Mörlen um Er- laubniß zum Betriebe einer Schankwirthschaft.

5) Reclamation des Konrad Dietrich zu Bernsburg gegen seine Zuziehung zu den Kosten der Unterhaltung des Faselviehs.

6) Antrag des Großh. Kreisamts Gießen aus Entziehung der Wirthschafts-Concession des H. Bennerzur Eule" in Gießen.

Kreisausschuß-Sitzung. Samstag, den 13. Februar l. I., Nachmittags 3 Uhr beginnend, findet im Regierungs­gebäude dahier eine öffentliche Sitzung des KreisausschusseS des Kreises Gießen mit folgender Tagesordnung statt:

1) Beschwerde des Fabrikanten Gail zu Gießen gegen den Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung, die Anlage eines Brunnens betreffend.

2) Reclamation gegen den Voranschlag der israelitischen Religionsgemeinde zu Gießen.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete» am Donnerstag den 11. Februar 189 2, Nach­mittags 4 Uhr: 1. Gesuch des Fabrikanten Wilhelm Gail um Erlaubniß zur Erbauung eines Pferdestalls. 2. Gesuch des Georg Schleenbecker von Krofdorf um Erlaubniß zum Bauen in der Ludwigsstraße. 3. Gesuch des Karl Loth um Erlaubniß zum Bauen in der Rodheimerstraße. 4. Gesuch des Wilhelm Gail um Ueberlassung eines Geländestreisens hinter dem Erbbegräbnißplatz des Dr. Friedrich Mahla. 5. Der Weg von der Ostanlage nach dem Philosophenwald. 6. Reinigung der Straßen- hier: Anschaffung eines Garten­sprengwagens. 7. Gesuch des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege um Ueberlassung eines Locals zur Errichtung einer Kochschule. 8. Ausbau der Ludwigstraße. 9. Erlaß einer Feuerlöschordnung. 10. Gesuch des E. L. Sack wegen Octroirückvergütung von ausgesührten Fleischwaaren. 11. Gesuch des Aug. Schleffinger um Gestattung eines Transit­lagers in seiner Hosraithe an den Bahnhöfen Nr. 40. 12. Gesuch des W. M. Noll zu Gießen um Concession zum Ausschank von Branntwein in dem von ihm übernommenen früher Georg'schen Specereigeschäst Ederstraße 2. 13. Die

Rechnung der Stadt Gießen pro 1890/91. 14. Den Vor­anschlag der Stadt Gießen pro 1892/93.

Neues Theater. Einem allgemeinen Wunsche ent­sprechend, ist es Herrn Director Reiners nach vieler Mühe gelungen, den Großh. Hess. Hofschauspieler Herrn Georg Hacker noch einmal zu einem letzten Gastspiele in dieser Saison zu gewinnen. Derselbe wird am Donnerstag, und zwar diesmal in einem Lustspiel, auftreten.

Der Mäunerturuverein feierte am SarnStag Abend bei sehr zahlreicher Betheiligung fein diesjähriges Winterfest- Die einzelnen Piecen des Programms verliefen unter be­währter Leitung exact und zur Befriedigung aller Anwesenden. Neben dem musterhaften Turnen, den vortrefflichen Gesangs­vorträgen und der wohlgelungenen Theateraufführung verdienen die von thatkrästigen Turnern dargestellten Marmorgruppen ganz besondere Anerkennung.

Verkehr, L«r«v« und Volksrvirtyichaft.

Gieße«, 9. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. A 0,881,00, Hühnereier 1 St. 2 6L 12-15 Gänseeier 1 St. 13-14 A, 2 $L-4, SLse pr. St. 58 4, KLsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 4, Linsen pr. Liter 30 X Tauben pr. Paar A 0,701,00, Hühner pr. Stück A 0,85-100, Hahnen pr. Sb A 0,70-1,20, Enten pr- Stück A 1,50-1,70, Öchsensteisch pr. Pfd. 7076 Kuh. und Rindfleisch 6266 A, Schweinefleisch 60-70 A, Hammelfleisch 50-70 H, Kalb­fleisch 5460 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo A 8,00-0,00, Weißkraut pr. St. 410 A, Zwiebeln per (Zentner A 7,008.00, Milch per Liter 121* L.

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Stenographisches. Vor Kurzem ist das vom König!, stenographischen Institut in Dresden herausgegebme Jahrbuch der Schule Gabelsberaers für 1892 infolge des BuchdruckerstrikeS etwas verspätet erschienen und bringt dasselbe wieder interessante und lehrreiche statistische Mtttbeilungen. Nach denselben sind in der Gabelsberger'scken Stenographie, die in den Mittelschulen Bayerns, SachsenS und Oesterreichs als facultativer Lehrgegenftand eingeführt ist und sich allein vor allen übrigen Systemen einer Staatsanstalt für Stenographie, des obengenannten König!, sächsischen stenographischm Instituts, rühmen kann, im Jahre 1890/91 4 5 6 7 9 Personen unterrichtet werden. Hiervon entfallen auf 669 Lehranstalten 30298 Schüler und auf Vereins- und Privatcurse 15 381. Die Zahl der GabelSberger'schen Stenographen-Veretne betrug Ende Juni 1891 753 mit 20900 Mitgliedern (24 Vereine und 1485 Mitglieder mehr als im Vorjahr). Das Gabelsberger'sche System wird in ungefähr 40 parlamentarischen Körperschaften ständig zur Aufnahme der Ver­handlungen verwendet, ebenso bei den Sitzungen der Gemeindever­tretungen einer größeren Anzahl Städte. Die Lehmannjsche steno- tachygraphische Schule zählte am 1. Januar 1892 121 Vereine mit 2216 Mitgliedern. Sie hat im vergangenen Jahre um 28 Vereine und 432 Mitglieder zugenommen. Andererseits ist mit Neujahr die schon längere Zeit vorauSzusehende Trennung der stenotachygraphischen Schule in zwei Lager, die sich gegenseitig befehden, zur Thatsache ge­worden. Das Gabelsberger'sche Stenographie-System zählt mehr Anhänger wie die übrigen deutschen Stenographiesysteme zusammen. Ohne Zweifel steht wohl fest, daß dasjenige System, welches die größte Ausbreitung besitzt und daher die meiste practische Verwendung findet, auch das vortheilhafteste ist, worauf ein Jeder, der ein Stenographie-System erlernen will, Rücksicht nehmen sollte. >vgr.

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