Ausgabe 
9.2.1892
 
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Novelle auch allen Klagen über bestehende Mängel abhelfen, welche bk Verwaltung als berechtigt anerkenne. Der Wunsch auf Beseiti­gung der Landesoersicherungsämter, deren THLtigkett der Vorredner krttisirte, sei noch von keiner Seite gefordert worden. Die Durch­führung des Alters- und Jnvaltditätsversicherungsgesetzes sei über: raschend glatt von Statten gegangen. DaS Gesetz habe natürlich Mängel, aber von einer Wtederaufhebung desteiben könne.nun und nimmer die Rede sein. (Beifall.) r . _

Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.): Biele der Mängel seren erst durch die Beschlüsse des Hauses in das Berstcherungsgesetz htnein- aekommen. Die ursprüngliche Regierungsvorlage sei hier um das Doppelte angeschwollen und sei unverständlicher geworden. Man werde aber auch erst eine mehrjährige Erfahrung abwarten müssen, bevor man an eine Revision des Invaliditäts- und Altersversiche­rungsgesetzes herantrete. Anders stehe es mit der Unfallversicherung. Die Zahl der Recurse werde man nicht vermindern, wenn man nicht auch den Arbeitgebern daS RecurSrecht gebe. Der Wunsch GrtllenbergerS auf Ausdehnung des Unfallgesetzes auf wettere Kreise beweise, daß men mit dem Gesetze trotz aller Klagen Im (Hnjelnen zufrieden sei. Redner wendet sich gegen Punkt 4 des socialdemo­kratischen Antrags, der nur ein Mißtrauensvotum gegen die Arbeit­geber enthalte und practtsch ganz bedeutungslos sei. Ebenso gut könnte man eine Bestimmung aufnehmen, wonach die neue Einkommen­steuer nicht abgewälzt werden dürfe.

Wetterberathung Montag 1 Uhr.__

Neueste Nachrichten.

Depeschen deSBureau Herold".

Berlin, 7. Februar. Die Desilircour, Cour der Königin genannt, wurde gestern Abend im königlichen Schlosse glänzend gefeiert. Bor den Majestäten defilirten die drei reichsunmittelbaren Fürsten, die Botschafter mit Gemahlinnen, die Minister, die commandirenden Generäle, die Stände mit ritterschaftlichen Uniformen, die Geistlichkeit 2c. Nach Be­endigung hielten die Majestäten Cercle ab.

Berlin, 7. Februar. Der italienische Botschafter am hiesigen Hose, Gras de Launay, ist heute früh 81/, Uhr gestorben.

Druffel, 8. Februar. Aus dem von den Sozialisten und die al en veranstalteten Meeting redeten Janson, Houzeau und die Sozialisten Anselco, Demblon, Selys. Die Redner bekämpften heftig das Referendum und die Monarchie und traten für das allgemeine Wahlrecht ein.

Brussel, 8. Februar. Minister Bernaert stellte in der Referendums-Angelegenheit die Kabinetssrage.

Petersburg, 7. Februar. Der oberste Wirthschasts-- rath wies seine Organe an, bis zur Neuernte keinerlei Getreideausfuhr zu gestatten, sondern alle Gesuche abzuweisen. Der Czar wünscht entschieden, daß die Getreidevorräthe im Innern des Landes verzehrt werden. Ueber Odessa wurden aus Rumänien 400,000 Pud Getreide nach Rußland gebracht.

Athen, 9. Februar. Kronprinzessin Sophie ist am Samstag an der Influenza erkrankt. Seit gestern Nach- mittag lasten Lie Krankheitserscheinungen bemerkbar nach.

Localer «nd provinzielles.

Gießen, 8. Februar 1892.

Errichtung einer Kochschule. Mit der Reorganisation der Alice-Schule soll vom 1. Mai an eine Kochschule, »nter Leitung einer in der Darmstädter Alice-Kochschule gebildeten, sehr bewährten Lehrerin, ins Leben treten. Es soll daselbst ein vorzüglicher bürgerlicher Mittagstisch bereitet werden, für dessen Berwerthung auf etwa zwölf Damen als Kost- gängerinnen gerechnet wird. Für dieselben würde in einem besonderen Saale der auf Oswalds Garten befindlichen Alice- Schule der gemeinschaftliche Mittagstisch servirt werden. Der­selbe besteht aus Suppe und zwei Gängen und kostet pro Tag 70 Pf. Damen, welche geneigt waren, dort ihren Mit­tagstisch einzunehmen, werden gebeten, dies der Lehrerin Fräulein Möser in der Alice-Schule bis Donnerstag Abend mitzutheilen.

Kaum sind die letzten Töne des dritten Concertes Sicherer-Neitzel verklungen, noch zehren wir an dem Genüsse der köstlichen Gaben vom 31. Januar, und schon wieder ladet uns der Concert Verein zum kommenden Sonntag den 14. Februar ein. Nun, wir wollen uns das gern gefallen lassen, denn auch das vorliegende vierte Concert bringt uns nicht allein eine treffliche Künstlerschaar, sondern birgt auch gleichzeitig eigenartige, selten gebotene Genüsse. Zum Theil begrüßen wir alte Freunde- das berühmte Meininger Streichquartett, die Herren Fleischhauer, Abbaß, Funk und Wendel, haben schon einmal, wie erinnerlich, im Verein mit Frau Clara Schumann bei uns concertirt. Diesmal gesellt sich zu dieser illustren Vereinigung, die, wie wir hier gleich bemerken wollen, den Grundstock des Bayreuther Orchesters bilden, ein Künstler ganz besonderer Art, ein Virtuos aus der Clarinette. Die Klarinette ist ein unschätzbares Orchesterinstrument - als Soloinstrument dürste sie seltener gewählt werden, es gehört eine große Künstlerschast dazu, den näselnden Ton so zu ver­edeln, daß ihn auchverwöhnte musikalische Ohren genießen können. Fingerbrechende Technik findet man ja häufiger und als staunenswerth wollen wir solche Leistungen gern bezeichnen, ob aber als schön, bleibt wohl eine offene Frage. Herr Kammervirtuos Mühlfeld aus Meiningen vereinigt in sich den Virtuosen und den feinsinnigen Musiker, er ist auf jedem Sattel gerecht. Eine besondere Auszeichnung, wir möchten fast sagen Ehrenbezeigung, wurde ihm durch das vornehmste Streich­quartett, Joachim, de Ahna und Genosten, zu Theil, welches den Künstler zu seinen Kammermusikabenden zuzog. Anläßlich dieses musikalischen Ereignisses, an welchem auch Johannes Brahms sich beteiligte, schreibt der berufene Kritiker der Nationalzeitung, Dr. Gumprecht (Berlin):Die Quartett­abende der Herren Joachim, de Ahna, Wirth und Hausmann üben an sich schon die größte Anziehungskraft. Doch war eine Steigerung noch möglich, als für Sonnabend Brahms' per­sönliche Mitwirkung zugesagt wurde. Bereits sechs Tage vor­her waren sämmtliche Plätze vergriffen. Noch ein anderes un­gewöhnliches Ereigniß trat ein. Einem Bläser wurde der Zutritt zu diesem erlauchten Kreis gestattet. Herr Mühlfeld, Kammervirtuos aus Meiningen, beteiligte sich als Klarinettist an den beiden neuesten ungedruckten und noch nicht einmal

regiftrirtcn BrahmS'schen Schöpfungen. Ob der Komponist wie Mozart und Weber durch den Virtuosen die Anregung erhalten oder ob seine Stimmung ihn mit innerer Nothwendig- l'eit aus die Klangfarbe der Klarinette geführt hat, konnten wir nicht erfahren. Jedenfalls hat er in Herrn Mühlfeld einen Künstler gesunden, wie sich die anspruchsvollste Phantasie ihn nicht besser träumen kann. Die Register sind in drei Octaven vollkommen ausgeglichen. Der Ausdruck kann sich an Mannigfaltigkeit mit der Geige messen. Ein entzückendes Piano und Decrescendo, ein Hinhauchen des Tones steht ihm zu Gebot. In dem Trio A-moll mit Klarinette und Violoncell pielte Brahms selbst die Clavierstimme." Wir halten es nicht für angebracht, diesen Worten noch etwas hinzuzusiigen, wir weisen nur noch auf das im Jnseratentheil befindliche Programm hin und meinen, wer Freude an guter, edler Musik hat, wird am 14. Februar im Koncertsaal zu finden sein.

Neues Theater. Fräulein Plog, das beliebte und reich begabte Mitglied unserer Bühne, wird morgen Abend die Alexandra in Voß' gleichnamigem Drama zu ihrem Benefiz pielen. Die Wahl des Stückes ist eine ganz vortreffliche, odaß wir uns jede weitere Empfehlung ersparen können- bürgt doch schon der Name des Dichters für einen großen Genuß. An das Publikum aber möchten wir die Bitte richten, doch endlich einmal einen Beneficianten durch ein recht zahl­reiches Erscheinen zu beehren. Gerade Fräulein Plog verdient das an ihrem Ehrenabende ganz besonders, denn ihre Kunst hat uns schon manche frohe Stunde bereitet. Wir hoffen also morgen ein dicht besetztes Haus sehen zu können, wenn auch einmal nicht der Name irgend eines berühmten aus­wärtigen Gastes aus dem Zettel steht.

Freitag den 5. d. Mts. sand unter sehr zahlreicher Betheiligung eine Versammlung des Kaufmännischen Vereins im Vereinslocale (Feidel) behuss Besprechung des am 1. April in Kraft tretenden Gesetzes betreffendSonntagsruhe" statt. Nach längerer Debatte wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, Nachstehendes der Großh. Bürgermeisterei zu übermitteln: Die heutige Mitgliederversammlung des Kausmännischen Vereins erblickt in der Novelle zur Gewerbeordnung betr. den Arbeiter- chutz vom 1. Juni 1891 das anerkennenswerthe Bestreben der Reichsregierung, die Wohlthat der Sonntagsruhe den weitgehendsten Kreisen zu theil werden zu lassen. Genannte Mitgliederversammlung beauftragt demzufolge den Vorstand ihres Vereins, Großh. Bürgermeisterei in Folge ihres Aus- chreibens vom 1. Februar a. c. zu unterbreiten, bei Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe für den hiesigen Platz die Wünsche der hierorts im Handelsgewerbe thätigen jungen Leute, welche Schließung der Fabrik-, Bank- und Grosso­geschäfte möglichst für den ganzen Sonntag, und behufs Er­zielung des freien Nachmittags für die im offenen Handels­gewerbe thätigen jungen Leute Offenhalten dieser Geschäfte nur Vormittags, event. bis 1 Uhr Nachmittags anstreben, in Betracht ziehen und für deren Durchführung eintreten zu wollen. '

Das am 5. Februar ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 2) enthält u. A.: Bekannt­machung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Errichtung eines Familien-Fideicommisses des Freiherrn Schenk zu Schweinsberg betreffend. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die nachträgliche Aufnahme der von der früheren Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft über­nommenen Beamten und Bediensteten in den Staatsdienst betreffend. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Gießen, die Erhebung einer nachträglichen Umlage für die israelitische Religionsgemeinde Reiskirchen betreffend.

Ernennung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 3. Februar den Director der Realschule zu Alsseld, Dr. Ernst Scheuermann, zum Director des Schullehrerseminars zu Alzey, mit Wirkung vorn 1. April d. I. an, zu ernennen.

Kirchliche Dienstnachricht. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Arn 6. Januar dem von dem Senior des Gesammthauses Solms präsentirten Psarrverwalier Albert Junker zu Ober-Ofleiden, Decanat Grünberg, die evangelische Psarrstelle daselbst zu übertragen.

Familien Fideicommiß betr. Der Großherzog hat die Errichtung eines Familien-Fideicommisses der Freiherren Schenck zu Schweinsberg aus dem in der Gemarkung Burg- Gemünden gelegenen Gut Sorge, nebst allen daraus befind­lichen Gebäuden, ferner aus Güterstücken in den Gemarkungen Melbach, Berstadt, Schwalheim, Utphe, Bleidenrod, Stumperten­rod und Nieder-Ohmen, sowie aus Grundgesällen in Nieder- £) fleiben, nebst Zubehörungen landesherrlich bestätigt.

Die Großh. Hessischen Militärbauten nach dem Reichs- Militäretat 1892/93 geben ungefähr folgendes Bild: Als Einnahmeposten erscheint ein Betrag von 52 420 Mk. aus Veräußerung der nach Verlegung der Garnison entbehrlich werdenden Garnison-Anstalten in Babenhausen. Unter den Ausgaben werden verlangt: 8000 Mk. als erste Rate für Neubau und Ergänzung einer Kavallerie - Kaserne in Darmstadt, deren Gesammtkosten überschläglich fich au: 625 000 Mk. belaufen. Anlaß zu diesem Neubau bietet die nunmehr als dringend erforderlich bezeichnete Heranziehung der beiden in Butzbach garnisonirenden Dragoner-Escadrons nach Darmstadt. Nach Fertigstellung dieser Kaserne kommen die militärfiscalischen Garnison-Anstalten in Butzbach, die bei längerer Benutzung umsangreiche und kostspielige bauliche Verbefferungen nothwendig machen würden, zum Verkauf. Ein Angebot von 150 000 Mk. liegt bereits vor. Für einen Erweiterungsbau der Artillerie-Kaserne in Darm­stadt zur Unterbringung von Mannschaften und Pferden für drei fahrende Batterien sind als dritte Rate 300 000 Mk. eingestellt. Der ganze Bau ist veranschlagt auf 1003 450 Mk. Für Erweiterung der Pionier-Kaserne in Kastel sowie verschiedene Umbauten sind als erste Rate vorgesehen 30 000 Mk. Als annähernde Gesammtkosten sind 200000 Mk. vorgesehen. Als letzte Rate für Neubau eines Garnison-

Lazareths in Mainz sind 153 000 Mk. angesetzt, die Ge- ammtkosten belaufen sich auf 2 153 000 Mk. Für WormS ist der Neubau einer Kaserne nebst Zubehör für zwei Ba­taillone Infanterie und den Regimentsstab vorgesehen- als erste Rate erscheint ein Betrag von 150000 Mk., die an­nähernden Gesammtkosten belaufen sich auf 1780000 Mk. Der Neubau ist bestimmt zur Unterbringung des in militäris­chem Interesse von Mainz nach Worms zu verlegenden ersten Bataillons Infanterie-Regiments Nr. 118 und des gegen­wärtig in zwei städtischen Kasernen in Worms untergebrachten zweiten Bataillons desselben Regiments. Das jetzige Garni- on-Lazareth wird zur Osfizier-Speiseanstalt eingerichtet und oll durch einen Lazareth-Neubau ersetzt werden.

In Betreff der in obigem Artikel erwähnten Verlegung der Butzbacher Garnison und der damit zusammenhängenden Erbauung eines Kavallerie -Kasernements in Darmstadt geht demWett. Boten" unterm 5. d. M. folgende Korrespondenz aus Berlin zu:Heute wurde in der Budget-Kommission des Reichstags bei Anwesenheit von 24 Mitgliedern die Regie­rungs-Vorlage, betreffend erste Rate zur Erbauung einer Kavallerie-Kaserne in Darmstadt, einstimmig abgelehnt. Die Ablehnung dieser Vorlage wurde von dem Kommissions-Mit­glied Abg. Hinze beantragt, von dem Commissions-Mitglied Abg. Dr. Buhl und dem Referenten Abg. Hahne unterstützt und, nachdem der Abgeordnete des zweiten oberhessischen Wahlkreises Dr. Gutfleisch noch weitere eingehende Auskunft zur Sachlage ertheilt hatte, erfolgte, wie erwähnt, die ein­stimmige Ablehnung.

8 Trais-Horloff, 5. Februar. Durch die in Nähe unseres Ortes befindliche Braunkohlengrube werden die Grund­besitzer von hier, wie auch diejenigen unserer Nachbarorte, dadurch geschädigt, daß das Ackerland fortgesetzt bebauungs- unsähiger wird. Gegenwärtig sind über 50 Prozesse bei Großh. Landgericht Gießen anhängig und diese Zahl wird sich bald vermehren. Man gedenkt eine Petition wegen Ab­änderung des Berggesetzes an den Hessischen Landtag zu richten.

H Trais Horloff, 5. Februar. Die hiesige Güterhalte­stelle der Oberhessischen Bahn soll bekanntlich auch für den Personenverkehr eingerichtet werden. Dieser Tage wurde das zn diesem Zwecke erforderliche Gelände von der angrenzenden Gemeinde Rodheim käuflich erworben und wird nun bald mit den nöthigen Erweiterungsarbeiten begonnen werden, da mit Beginn des Sommerfahrplans die Haltestelle dem Personen­verkehr übergeben werden soll.

K. Alsfeld, 7. Februar. Aus Veranlassung des Ober- hessischen Obstbauvereins hielt heute der Wanderlehrer Metz dahier einen trefflichen und lehrreichen Vortrag über Zucht und Pflege der Ob st bäume, der um so nachhaltiger wirken wird, weil auch die von verschiedenen Seiten an den Referenten gerichteten Fragen eingehend und verständlich für jeden Laien beantwortet wurden.

A Mainz, 7. Februar. Um dem überflüssigen Spenden luxuriöser Kränze und dergleichen bei Trauerfällen eine Grenze zu setzen, hat sich voriges Jahr hier ein Verein gebildet, der bezweckt, bei Sterbefällen statt den kostbaren Trauerkränzen gegen einen entsprechenden Betrag eine Beileidskarte, ähnlich den Neujahrs-Entschuldigungskarten, zu lösen und diese hierdurch erzielte Einnahme dem Verein für Ferien- Colonien zuzuweisen. So sehr der Blumenunfug allgemein anerkannt wird, so spielt doch das Vorurtheil bei der Sache eine zu große Rolle, indem nun seit länger als halbjährigen Bestehen des gedachten Vereins nur 45 Mk. in die Kasse geflossen sind. Unter solchen Umständen wird dieser Verein recht bald das Zeitliche segnen.

vermischtes

Tödtnng aus Verlangen des Opfers. Unter der An­klage, seine Ehefrau aus deren ausdrückliches und ernstes Ver­langen getödtet zu haben, stand am 16. Januar in Glogau der Bahnarbeiter Schwabe vor der Straskammer. Nachdem Schwabe mit seiner Frau 42 Jahre in guter Ehe gelebt hatte, erlitt die Frau im September v. Js. einen Schlaganfall und mußte das Bett hüten. Da sie große Schmerzen hatte und eine Besserung ihres Zustandes nicht zu erwarten war, bat sie ihren Mann, daß er sie tödten solle. Schwabe ergriff einen Stieselknecht und versetzte damit seiner Frau einen der­artigen Schlag aus den Kopf, daß der Tod sofort eintrat. Das Urtheil des Gerichtshofes lautete aus fünf Jahre Gefängniß.

Kirchliche Anreizen der evangelischen Gemeinde.

Bibelstunde heute Montag den 8. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Römerbrief 6, VerS 1: das neue Leben des Christen, los von der Sünde! Marr er Dr. Naumann-

Verkehr, Land« «nd Votkrwirthichaft.

Gründer-, 6.Februar. Fruchtpreise. Weizen X 21-00 Korn 22.40, Gerste X, Hafer X 13.60, Erbsen X, Linsen X, Wicken X 13., Lein X, Kartoffeln .<7.50, Samen X-.

Hpirlplan -er vereinigten Frankfurter Ltadtthenter.

Opernhaus.

Dienstag den 9. Februar: Letztes Gastspiel deS Wiener Ensembles. Der verlorene Sohn. fctaauf: Cavalleria rußticana. Mittwoch den 10. Februar: Aschenbrödel. Anfang 6V. Uhr. Donnerstag den 4. Februar: Aida. Freitag den 12. Februar geschlossen. Samstag den 13. Februar: Zum Gedöchtniffe Wagners. Tannhäuser. Sonntag den 7. Februar, Nachmittags 3*/i Uhr: Aschenbrödel. Abends 7 Uhr: Martha. Montag den 15. Februar geschlossen. Dienstag den 16. Februar: Romeo und Julia.

^^ihnuspielhauS.

Dienstag ben 9. Februar: Nach der Ehescheidung. Hierauf: Durchs Ohr. Mittwoch den 10. Februar: Der Vize­admiral. Donnerstag den 11.Februar: Großstadtluft. Freitag den 12. Februar: Sündige Liebe. Anfang 7 Uhr. Samstag den 13. Februar: Dorina. Sonntag den 14. Februar, Nachmittags 3V. Uhr: Großstadtluft. Abends 7 Uhr: Dorina. Montag den 15. Februar: Don Carlos. Dienstag den 16. Februar: Dorina.