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Offenbach, 29. März. Das hiesige Schöffengericht hat aus Grund des Lebensmittelgesetzes gegen mehrere
toealer unfc provinzielles.
Gießen, 4. April 1892.
! einer nahen Ortschaft wohnendes Ehepaar, das täglich Milch an hiesige Kunden liefert, brachte solche Milch zum Verkauf, die mit Wissen der Eltern von der 16jährigen Tochter, kurz bevor die Kundschaft besucht wurde, stark mit Wasser gefälscht worden war. Trotz des Leugnens der Eltern und der Tochter, die aber früher bei der Polizei ein Geständniß abgelegt hatte, außerdem aber auch von einer Kundin beim Fälschen beobachtet worden war, erachtete das Gericht die Angeklagten für überführt und verurtheilte die beiden Eheleute zu einer Gesängnißstrafe von je vier Wochen und die Tochter zu einer solchen von einer Woche.
» «er, $on bet Bergstraße, 2. April. Bei uns will der Frühling jetzt einkehren. In den beiden letzten Nächten gab es keinen Reif, die seinen Frühobstsorten: Mandeln, Pfirsiche und Aprikosen haben daher ihre Blüthenknospcn geöffnet. In unseren Weinbergen sieht es aber nicht erfreulich aus. Das Rebholz hat in dem langen, harten Winter 1890/91 sehr stark gelitten, es ist daher wenig fruchtbares Holz vorhanden und ohne solches kann keine Traube wachsen. Weiter haben die Stöcke durch die sogenannte Blattfallkrankheit gelitten, welche nur durch Bespritzen mit einer besonders präparirten Flüssigkeit bekämpft werden kann. Wer dies unterließ, hat noch geringeres Fruchtholz erzielt und hat wenig Aussicht auf Ertrag. Man will darum viele Weinberge aushacken und sicher tragende Obstbäume dafür Pflanzen. — In den schönen Waldungen der drei Ober- sörstereien Lorsch, Lampertheim und Viernheim finden sich noch prachtvolle Hirsche. Dort jagte der verstorbene Groß- herzog Ludwig IV. besonders gerne. Die Gemeinde Viernheim will ihm daher ein Denkmal auf ihre Kosten setzen laffen.
- vermischter.
* Berlin, 3. April. Der Circusdirector und Com
missionsrath Renz ist heute früh um 3 Uhr gestorben.
* Berlin, 4. April. Vergangene Nacht wurde eine Prostituirte grauenhaft erdrosselt- es ist zweifelhaft, ob ein Lustmord vorliegt. Die Untersuchung wurde eingeleitet. Die Ermordete ist nicht zu recognosciren, vom Mörder ist keine Spur zu finden.
* Im Königreich Sachsen trat mit dem 1. April eine Verordnung in Kraft, die bestimmt, daß beim Schlachten aller Thiere, mit Ausnahme des Federviehes, der Blut- entziehung die Betäubung vorauszugehen hat. — Wie das „Dresdener Journal" hervorhebt, ist die Verordnung im Einblick auf die Praxis beim Schächten erlassen worden.
. * Der tausendjährige R-senstock am Dom zu Hildesheim hat kürzlich Veranlassung zu der Frage gegeben, ob die Griechen und Römer schon Rosen veredelt haben. Geheimrath Professor Dr. Wittmack von der Landwirthschaftlichen Hochschule, der als Generalsecretär des Vereins zur Be- örderung des Gartenbaues in den König!. Preuß. Staaten um Beantwortung gebeten war, hat darauf erwidert, daß das Veredeln der Rosen schon den Phöniziern bekannt ge- wesen sei.
Dienstag den 5. April: Silvana. Mittwoch ben 6 April- Das verwunschene Schloß. Donnerstag ben7.Aprtl: Lakrne Freitag ben 8. April geschlossen. Samstag ben 9. April' Margarethe. Sonntagben 10.April: Maurer unb Schloffser' Des Löwen Erwachen. Montag ben 11. April geschlossen' Dienstag ben 12. April: Freunb Fritz. Des Löwen Er-
Ganz seid, bedruckte Foulards Mk. 1.35 bis 7.25 pr. Met. — (ca. 450 versch. Disposit) vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei in'S Haus G. Henneberr, Seldenfabrlkant, (Ä- u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 1596
Neaefte Nachrichten.
E8olffS telegraphisches Correspondmz-Burean.
Paris, 3. April. Ein amtliches Telegramm aus Porto- Novo meldet, ein Trupp von 2000 mit Flinten bewaffneten Dahomeyern habe am 29. März Quetowe passirt und sich am linken User des Wheme oberhalb OboaS gelagert. Der König von Dahomeh ziehe alle Krieger am linken User des Allerda zusammen- der Weg nach Dahomey sei versperrt. Die Behörden von Wyddah hätten an den Gouverneur Callot ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt, daß der König von Dahomey am Wheme deßhalb den Krieg eröffnet habe, weil das Land ihm gehöre, ebenso wie Porto-Novo und alles Land außer dem Meere.
Paris, 3. April. Ravachol hat eingestanden, der Urheber der beiden Explosionen aus dem Boulevard St. Germain und in der Rue de Clichy gewesen zu sein, und behauptet, das hierbei nicht verwendete Dynamit sei vernichtet worden.
Depeschen bte „Bureau Herold".
Berlin, 4. April. Ein Berliner Bi es der „Pol. Corr." warnt Bulgarien, die gegenwärtige Lage benutzen zu wollen, um die Anerkennung Ferdinands zu ertrotzen. Die Regierung Ferdinands sei von der Pforte aus Veranlassung Rußlands als ungesetzlich erklärt- die Anerkennungssrage könne nur auf Grund des Berliner Vertrages geregelt werden.
Berlin, 4. April. Nach den Ermittelungen des kaiserlichen statistischen Amts betrug die überseeische Auswanderung aus Deutschland im Februar 1892 5150 gegen 4969 Personen im Februar 1891.
Berlin, 4. April. Der Bruder Bismarcks, welcher 81^ Jahre alt ist, ist schwer an der Lungenentzündung
Darmstadt, 4. April. Um den Thronwechsel osficiell an zu kündigen, reist Hosmarschall von Westerweller zur Königin Victoria nach Hyeres ab. — Die Besserung im Befinden des Prinzen Alfred dauert an.
Paris, 3. April. Die französischen Truppen in Tonking stürmten den befestigten Stützpunkt der Piraten in Danthe und sprengten vom 28. bis 30. März die anamitischen Banden. Das Land ist von General Voiron besetzt. Die Franzosen hatten 17 Todte, darunter 3 Offiziere. Dahomeysche Banden verwüsteten die Umgegend von Portonovo. Die Bevölkerung ist geflohen. Der Gouverneur richtete an den König eine Beschwerdeschrist. Die Europäer trafen Ver- theidigungsmaßregeln.
Paris, 3. April. Loubet verlieh dem Polizeicommissar Dresch und dem Friedensrichter Fedee für die Verhaftung Ravachols Orden der Ehrenlegion. — Es sollen wichtige Maßnahmen zur öffentlichen Sicherheit von der Polizei getroffen werden. Den Directoren der Dynamitlaqer wurde peinlichste Achtsamkeit anbefohlen.
Madrid, 3. April. Das Complot gegen das Palais der Königin-Regentin wurde aufgedeckt. Zahlreiche fremde Anarchisten wurden aus Spanien aus gewiesen.
Zürich, 4.April. Bei einem Schisssunfall aus dem Grelsensee ertranken vier von vierzig Personen, die übrigen wurden gerettet. Die Katastrophe wurde durch Uebersüllunq des Schiffes herbeigeführt.
Schauspielhaus.
Dienstag den 5. April: Kabale und Liebe. (Ferdinand Herr Neubert als Gast). Mittwoch ben 30. März: Die zärtlichen Verwanbten. Bauernehre (Cavalleria rusticana). Donnerstag ben 7. April geschlossen. Freitag den 8. April • Farinelli. Samstag ben 9. April: Golbfische. (Roland: Herr Neubert als Gast.) Sonntag den 10. April: Roman eines armen jungen Mannes. Montag ben 11. April: Liebe was Du lieben darfst.
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.
Bibelstunde am Montag ben 4. April, Abends 8 Uhr in der Kleinkinderschule; Römerbrief Kap 12, Vers 14: deS Christen gottg fälliges Verhalten gegen Freund und Feind. Pfarrer Dr. Naumann.
6. PassionSandacht am Mittwoch den 6. April. Abends 6 Uhr. Pfarrer Schlosser.
Am Sonntag Palmarum, 10. April: Landes-Buß- und Bettag.
Die Collecte am Palmarumsonntag ist bestimmt für bedürftige inländische evangelische.Gemeinden unter vorwiegend katholischer Bevölkerung.
Arirlan-.
, „ VariS. 2. April. Verschiedene verhaftete Anarchisten sollen in Freiheit gesetzt werden. Die Untersuchung gegen a a io fordert immer neue in St. Etienne begangene Ver- rechcn zu Tage. Ravachol ist schwer zu einem Geständniß zu dringen- dle Polizei ist Mathieu auf der Spur.
Pans, 2. April. Der Kellner l'Herot, welcher Ra- vachol entdeckte, erhielt ein längeres deutsches Schreiben, unterzeichnet „von S.", welches ihn dazu beglückwünschte, daß er die Grundsätze vertheidigte, auf denen das Wohlergehen der Staaten und Völker beruhe. Dem Schreiben waren 500 Frcs. belgesügt.
Sonbon, 2. April. Der englische Dampfer „Main", früher Eigenthum des Norddeutschen Lloyd, von New-Orleans unterwegs, ist aus der See verbrannt. Einzelheiten fehlen noch. Das Schiff ist in Bremen versichert.
Durham, 2. April. Laut dem heute bekannt gewordenen Resultat der Abstimmung der Bergleute hat sich die große Mehrheit für den Strike erklärt.
Newyork, 2. April. In der Dynamitfabrik Beffemer in Alabama hat eine Explosion stattgefunden, wobei sechs , Personen gelobtet wurden und zahlreiche Gebäude in Brand I geriethen. Die Erschütterung wurde auf 8 Kilometer weit verspürt. — In den nordwestlichen Staaten ist durch Wirbelwinde bedeutender Schaden verursacht worden. Viele Personen sind getödtet und ganze Städte zerstört worden. Auch in der Grafschaft Butler (Kansas) wurden arge Verwüstungen angerichtet. Chicago ist durch einen Wolkenbruch und die fruchtbarsten Gegenden Nebraskas sind in einer Ausdehnung von 75 Kilometer vom Sturme I heimgesucht worden. Der Sturm dauert noch fort. Die I Verbindungen mit Illinois sind unterbrochen.
I war, Eurer Königlichen Hoheit NamenS der Stadt Gießen und ihrer trauernden Etnwohnerschast Ausdruck zu geben von dem lief; j empfundenen Beileid bei dem unermeßlichen Verluste, welcher in dem I oln0<J>n0t “n'cr?8 allgeliebten Grobherzogs Ludwig IV. Eure König- I ü« ^heit und das Großherzogliche Haus und mit ihnen das ganze I Hessenland betroffen, so ist es der Vertretung der Stadt Gießen uunmehr ein besonders Bedürfniß, beim Regierungsantritt Eurer zroniglichen Hoheit Zeugniß abzulegen von der dankbaren Gesinnung, welche insbesondere auch unsere Stadt dem leider so früh uns Entrissenen bewahrt, von dem ehrfurchtsvollen Vertrauen, mit welchem der Regierung Eurer Königlichen Hoheit entgegensieht.
Was der Dahingegangene dem großen deutschen Vaterland, He^"volk gewesen, das ist eingetragen in die Tafeln S T-ror,c in die Herzen seiner treuen Untertanen, was Allerhöchst er unserer Stadt und der mit ihr so eng verknüpften Lanbesuniversität gewesen, wie allezeit er dem Ausbau der Hochschule sowohl als der Entwicklung unseres städtischen Gemeinwesens jede Forderung hat angedeihen lassen, daS bleibt in dankbarer Erinnerung bewahrt in unser Stadt.
ui -Solcher Gesinnung auch äußeren Ausdruck zu verleihen, hat ^^!^Everordneten-Versammlung beschlossen, zum besonderen Ge- oachmttz Ludwig IV, bei bahingegangenen Rector magnificentisBimus unterer Hochschule, des treuen Gönners unserer Stabt, eine Stipenbien- »0« zehntausend Mark zu errichten und wir bitten Eure Königliche Hoheit, unter Genehmigung solchen Beschlusses unb Erlaß der zu seiner Ausführung erforberlichen näheren Bestimmungen bie hinten dieser Stiftung alljährlich einem besonbers begabten ©tubirenben der Lanbesuniversität zutheilen zu wollen.
_ Wenn wir babei ber Hoffnung uns hinzugeben wagen, baß es Eurer Königlichen Hoheit allergnäbigft gefallen möge, solcher Bitte zu willfahren, so errnuthigt uns dazu bas besonbere Wohlwollen, welches Eure Königliche Hoheit bisheran schon in ben Beziehungen zur Lanbesuniversität wie zu unterer Stabt an ben Tag gelegt.
Gleiche Huld und Gnade erbitten für alle Zukunft wir von unserem nunmehrigen Landesherrn und erneuern auch an dieser Stelle Eurer Königlichen Hoheit das Gelübde unverbrüchlicher Treue unb Verehrung.
In tiefster Ehrfurcht verharren
Eurer Königlichen Hoheit allerunterthänigste
Großherzogliche Bürgermeisterei unb Stadtverorbneten-Versammlung der Provinzialhauptstabt Gießen.
Namens berfelben:
Allerburchlauchtigfter Großherzog'
_ . Allergnädtgster Großherzog unb Herr! . —■ ------ — c r » c , c v c v atati
e'° öle bcm unterthänigst Unterzeichneten bereits verstattet I Personen auf eine exemplarische Strafe erkannt.
Adresse an ben Grotzherzog. Nach dem Hosbericht „Darmstädter Zeitung" empfingen Se. KÖnigl. Hoheit Großherzog am vorigen Samstag u. A. eine Abordnung Stadt Gießen, bestehend aus dem Oberbürgermeister Gnauth, dem Beigeordneten Grüne berg und dem Stadtverordneten Heyligenstaedt. Die Herren überreichten tm Auftrag der Stadtverordneten-Versammlunq eine Adresse nachstehenden Inhaltes:
Gnauth, Ä Oberbürgermeister.
Gießen, 31. März 1892.
Jubiläum. Am 1. April feierte der Kirchendiener unserer evangelischen Gemeinde, Herr Wilhelm Knoll, in aller Stille sein 50jähriges Dienstjubiläum. Ueber fünfundzwanzig Jahre hatte er im hessischen Militärdienst gestanden, als er am 22. Juni 1867 von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog Ludwig III. zum Kirchendiener an der evangelischen Kirche zu Gießen ernannt wurde, welchen Dienst er nun fast fünfundzwanzig Jahre mit Treue und Gewissenhaftigkeit geführt hat. Von Sr. Königl. Hoheit dem Groß- herzog wurde ihm zu den bereits vorhandenen drei Ehrenzeichen für treue Dienste unter der Fahne nun noch das Ehrenzeichen für 5Ojährige treue Dienste verliehen. Der Kirchenvorstand ehrte den Jubilar am Morgen des Tages durch persönliches Gratuliren in dessen Wohnung, wobei ihm eine ehrende Anerkennung des Herrn Prälaten Dr. Habicht, sowie im Namen der evangelischen Gemeinde Gießen ein ©effel überbracht wurde, nicht etwa dazu bestimmt, wie der Sprecher Herr Psarrer Dr. Naumann hervorbob, um sich nun darauf schon ganz zur Ruhe zu setzen, sondern mit dem Wunsche, daß er noch fhancfjeS Jahr, so lange ihm Gott die Kraft schenke, nach vollbrachtem Tagewerk in seinem Dienste daraus ausruhen möge. Auch in einer für diesen Tag an- beraumten Sitzung der Gemeindevertretung gedachte der erste Stadtpfarrer in längerer Ansprache dieser Sache. Obgleich noch am Morgen des Tages wenige Gemeindeglieder etwas von der Feier wußten, liefen doch im Lause des Tages, als die Kunde in die Gemeinde drang, zahlreiche Glückwünsche bei dem allgemein geachteten Jubilar ein. Möge dem über Siebzigjährigen noch lange die Frische des Geistes und Körpers erhalten bleiben.
— Erhängt. In der vergangenen Nacht hat sich ein Soldat des hiesigen Jns.-Regimeuts Kaiser Wilhelm in dem Garten der früheren Frauenklinik an einem Baum erhängt.
— Abänderung der Fabrik Auffichtsbezirke. Der Fabrik- Aussichtsbezirk I (Fabrikinspector Möser zu Darmstadt) umfaßt nach neuerlicher Verordnung vom 1. April d. I. ab die Provinz Starkenburg, der Fabrik-Aussichtsbezirk II (Fabrik- infpector Kraus zu Darmstadt) die Provinzen Oberhessen und Rheinhessen (einschließlich des Kreises Worms).
Friedberg, 1. April. Mit dem heutigen Tage sind in unserer Stadt die Brodpreife um 4, bezw. 3 Psg. heruntergegangen. Es kosten demnach von jetzt ab zwei Kilo erster Sorte 58, zweiter Sorte 53 und dritter Sorte 50 Psg. In unseren Nachbarorten Bad-Nauheim und Butzbach sind die Preise unverändert aus 62, 58 und 53 Psg. geblieben.
A Mainz, 3. April. Ein auf der Strecke Wiesbaden— Kastel ftationirter Bahnwärter der Nassauischen Staatsbahn ist letzthin in Untersuchung gezogen worden, weil man denselben erwischt hat, wie er auf eine eigene Art seinem verantwortungsvollen Dienste aus dem Wege ging. Der gewissenhafte Beamte hat nämlich in dunkeln Nächten an dem Ueber- gang, welchen er zu überwachen hatte, seinen Uniformsrock und seine Dienstmütze aus einer Stange in einer Form befestigt, daß man in der Dunkelheit glauben konnte, den Wärter vor sich zu haben. An dieser imitirten Figur hat der Bahnwärter an geeigneter Stelle eine Laterne angebracht und zwar eine solche, die nach zwei Seiten hin Licht warf, so daß wenn Züge passirten, gleichviel von welcher Richtung sie kamen, der Bahnwärter immer als aus seinem Posten anwesend erschien, während er sich in Wirklichkeit in seiner Wohnung oder sonstwo befand. Welche Strafe den erfinderischen Beamten getroffen, ist vorerst nicht verlautbar geworden.
Mainz, 2. April. Herr Architect Ludwig Becker von hier wurde bei dem Wettbewerb für die Inneneinrichtung ber St. Lambertus Kirche zu Düsseldorf mit dem ersten Preise ausgezeichnet.
Schiff-nachrichten.
_ H^burg, 30. März. Das Hamburg-Newyorker Post- Dampsschiff „Moravta", Capitän Winkler, von der Hamburg Amerika- ntschen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, ist am 30. März, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Verkehr, £anfc» ttnd Volksw^»
Gründer-, 2. April. Fruchtpreise. Weizen JK2150 Korn JL 20.30, Gerste JL 17.00, Hafer 13.40, Erbsen JL 2000 LZnsen v*Wicken JL 15.-. Letn^L Kartoffeln X 8—, Samen 24 —. '
R. Ranstadt, 2. April. Innerhalb acht Tagen sind hier und in ber Umgegend ungefähr 20 Stück Pferde von dem sogenannten Nieren sch lag betroffen unb finb bies meistens werthvolle Thiere Wie wir hören, sollen bieselben bis jetzt noch alle am Leben sein aber es ist boch so ein gelinber Schreck über unsere Pferbebesitzer gekommen. Der Nierenschlag tritt gerne tm Frühjahr, besonbers wenn bie Pferbe einige Zeit nicht gearbeitet haben, ein. Es ist deshalb ben Pferbebesitzern zu empfehlen, ihre Pferbe vor Erhitzungen unb Erkältungen zu behüten unb sie beim Stehen im Freien mit guten Teppichen zu belegen.
Krankf«rt, 1. April. Auf ber Freibank wurden gestern folgende Fletschsorten zu den beigefügten Preisen verkauft: Ochsenfleisch 40 Pfg., Kubfleisch 30 und 35 Pfg., Hammelfleisch 30 Pfg. Schweinefleisch 40 Psg. per Pfund.
Lpirlplan der vereinigten frankfurter Ltadttheater.
Opernhaus.


