Wien, 13. December. Die preußische Militär- Deputation bemouftrirte heute das neue Feldzelt den Hörern der Kriegsschule.
Brussel, 13. December. Der gestrigen Galavorstellung im Circus Wolf zu Ehren der preußische n und der ö st e r- reichischeu Militär-Deputation wohnten Prinz Balduin und fast sämmtliche Offiziere der Garnison bei. Der österreichische Gesandte und die Stabsoffiziere der Deputationen erhielten das Offizierkreuz des Leopoldorbens, die übrigen Offiziere daS Ritterkreuz desselben Ordens.
Petersburg, 13. December. Die Blätter melden: Nach der Ernennung des neuen Curator des Dor pater Lehrbezirks würde die russische Studentenunisorm für die Dorpater Studenten eingesührt werden.
Tiflis, 13. December. In der Canzlei des Gouverneurs erschien ein armenischer Kaufmann und fragte, ob ein von ihm eingereichtes Gesuch genehmigt sei. Aus die verneinende Antwort des Beamten feuerte der Armenier zwei Revolverschüsse aus denselben ab und verwundete ihn tödtlich.
Zauzibar, 13. December. Meldung des Bureau Reuter. Die Inseln Lamn, Manda und Patta werden vom 1. Januar an von der Britisch-O st afrikanischen Gesellschaft in Verwaltung genommen.
Neueste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bnreau.
Berlin, 14. December. Der Kaiser empfing Mittags 12 Uhr den Erbgroßherzog von Lu^emberg, der die Thronbesteigung seines Vaters meldete. Nachmittags folgte der Erbgroßherzog einer Einladung zur Tasel bei Hose. Der Erbgroßherzog führte die Kaiserin. An der Tafel nahmen olle Prinzen des königlichen Hauses, der Reichskanzler, Moltke, die Minister Bötticher, Maybach und Goßler, die obersten Hoschargen und zahlreiche Generäle Theil.
Berlin, 14. December. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, hat Se. Majestät der Kaiser entschieden, daß der neue Dom als Predigt- und Gruftkirche mit einem Kosten- auswande von etwa zehn Millionen gebaut werde. Die Bearbeitung eines diesbezüglichen Projects ist dem Geheimrath Ra sch dorff übertragen.
Cettmje, 14. December. In Folge der verschiedenen zwischen Mohamedancrn und Christen im District Berane stattgehabten Racheacte flüchteten 25 Christenfamilien nach Montenegro.
Ri» de Janeiro, 14. December. Die constituirende Versammlung begann die Berathung des Verfassung s-Entwurfs. Der Präsident der provisorischen Regierung verlas eine Botschaft, in welcher er der Versammlung für das ihm bisher geschenkte Vertrauen dankte und dieselbe bat, die Berathung der neuen Verfassung zu beschleunigen.
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Gießen, 15. December.
— Nachstehend theilen wir aus dem Verwaltnugsbericht der Großh. Bürgermeisterei Gießen sür das Etatsjahr 1889/90 das im Allgemeinen Wissenswerthe mit. Die Stadt- verordneten-Versammlung hielt 36 Sitzungen ab und erledigte in denselben 740 Gegenstände. Von den städtischen Deputationen war am meisten thätig die aus den Stadtverordneten Herren Hoch, Petri, Dr. Ploch, Schiele und Vogt bestehende Baudeputation, die in 41 Sitzungen über 643 Gegenstände berieth und außerdem zahlreiche Augenscheins- nahmen vornahm. Die Finanz-Commission, bestehend aus den Herren Grüneberg, Hornberger, Scheel und Schmall, beschäftigte sich in 16 Sitzungen mit 50 Gegenständen. Die Deputation für das Gas- und Wasserwerk (Herren Georgi, Heyligenstädt, Hornberger und Vogt) verhandelte in 15 Sitzungen über 99 Gegenstände. Die Schlachth aus- Commission (Herren Jughardt, Simon, Vogt, Professor Dr. Winckler, Metzgermeister Metzger, Ptrr und L. Vogt) war in 3 Sitzungen mit 22 Gegenständen beschäftigt. Die juristische Commission (Herren Keller, Langsdorff, Georgi, Dr. Gutfleisch) erledigte in 8 Sitzungen 25 Gegenstände. Die Commission zur Prüfung von Gesuchen um Er- lanbniß zum Ausschank von Branntwein (Herren Habenicht, Jughardt, Keller und Löber) hielt 8 Sitzungen mit 23 Berathungsgegenständen, die Schulcommission (Herren Adami, Georgi, Hornberger, Dr. Thaer) 5 Sitzungen mit lü Gegenständen ab. Auch die Deputation für das Ein- quartierungßroefen hielt mehrere Sitzungen, die Commission sür das Turnwesen (Herren Adami, Habenicht, Löber und Schmall) 2 Sitzungen ab. Die Landwirth- schaftliche Commission (Herren Adami, Simon, Dr. Thaer und Vogt), sowie die Deputation sür Festsetzung der Jahrmärkte hielten je 4 Sitzungen mit je 10 Gegen, ständen ab. Die Armendeputation war zusammengesetzt aus den Herren Oberbürgermeister Gnauth, Pfarrer Dr. Naumann, Pfarrer Schlosser, Psarrer Dr. Elz, Polizeirath Fresenius, Pfarrer Dingeldey, Stadtv. Hoch, Beig. Langsdorff, Kausm. Aug. Mayer, Stadtv. Dr. Ploch, Simon und Wallenfels- sie bat in 30 Sitzungen über 825 Gegenstände verhandelt. In 5 Sitzungen verhandelte der Sch u l v orftand 28 Gegenstände, seine Zusammensetzung war folgende: Oberbürgermeister Gnanth, Psarrer Dr. Naumann, Pfarrer Dr. Elz, Rabbiner Dr. Levy, Stadtv. Adami, Georgi, Homberger und Dr. Thaer, Prof. Dr. Fromme, Kaufmann Carl Wenzel und Oberlehrer Fuhr und Hahn. DaS Curatorium der höheren und erweiterten Mädchenschule erledigte in 5 Sitzungen 6 Gegenstände und war zusammengesetzt aus den Mitgliedern: Oberbürgermeister Gnauth, Stadtv. Georgi und Schiele, Dircctor Vigelius und Director Weihrich. — Die Fürsorge für die st ä d t i s ch e n B e a m t e n aller Stufen hat die Stadt- Verordneten-Versammlung im Berichtsjahre eingehend beschäftigt, so daß der Voranschlag für das lausende Jahr das Er-
gebniß einer für alle Beamten aufgestellten Besoldungsübersicht berücksichtigen konnte. — Das Geschästsjourna.l für die Eingänge bei der Bürgermeisterei, dem Standesamt und der Armendeputation weist 8901 Nummern (gegen 8477 im Vorjahre) auf. — Nach der Durchschnittöberechnung des an monatlich zwei Tagen festgestellten Personenverkehrs verkehrten im Kalenderjahr 1889 auf dem Bürgermeisterei- Bureau 18 589, auf dem Standesamt 5214, auf dem Bureau der Armenverwaltung 6480 Personen. — Von 28 anhängig gemachten Gewerbe st reitigkeiten wurden 6 durch förmliches Urtheil entschieden und zwar wurde in 4 Fällen die Klage abgewiesen, während in 2 Fällen Verurtheilung nach der Klagbitte erfolgte. In 15 Fällen kam ein Vergleich zu Stande und in 7 Fällen blieb die Sache aus Antrag der Kläger beruhen. — In Gemäßheit des § 420 der Strafprozeßordnung wurde in 119 Beleidigungssachen Termin zur Sühneverhaydlung anberaumt. In 32 Fällen gelang es, die Parteien zu einigen, während in 73 Fällen diese Bemühungen erfolglos blieben. In 14 Fällen wurde der Antrag zurückgezogen. — WaS das Unterrichtswesen in Gießen betrifft, so ist zu berichten, daß der Tod unter dem Lehrerpersonal der hier bestehenden Lehranstalten mehrfach schmerzliche Lücken gerissen- es starben am 3. April Dr. Cl. Theisen, am 9. August Cantor Steiner, am 10. August Dr. Carl Walther, am 13. Januar 1890 Reallehrer Reinhard Dietz- diesen Lehrern allen bewahren Schule und Stadt ein dankbares Andenken. Der Gesundheitszustand in sämmt- lichen städtischen Schulen war im Allgemeinen nicht günstig: Influenza, Scharlach und Diphtherie, Masern u. s. w. hatten viele Versäumnisse, zum Theil zeitweise Schulschluß zur Folge. Es starben im Ganzen 7 Schulkinder. — Die obligatorische Fortbildungsschule war im Winter 1889/90 von 281 Schülern besucht, und zwar von 209 Handwerkern, 30 Kaufleuten, 7 Kellnern, 10 Schreibern, 7 Fabrikarbeitern, 18 Ausläufern und sonstigen Arbeitern. — In der Klein- kinder schule waren ausgenommen im Sommer 1889 193, int Winter 1889/90 221 Kinder. — Die Industrieschule sür Mädchen (Aliceverein sür Frauenbildung und Erwerb) wurde im Jahre 1889/90 von 169 Schülerinnen besucht. — Die Frequenz der mit dem Localgewerbverein verbundenen Haitdwerkerschule betrug insgesammt 371. — An dem sonntäglichen Feierabend für Lehrlinge nahmen im Ganzen 168 Theil, der durchschnittliche Besuch betrug 53.
— Theater-Verein. Der Intendant des Frankfurter Stadttheaters, Herr Emil Claar, erwirbt sich den Dank aller Kunstfreunde unserer Stadt. Er ist dem Vorstand des Theater-Vereins aufs freundlichste entgegengekommen, so daß für die nächsten Monate außerordentliche Kunstgenüffe in Gießen zu erwarten sind. Bereits in der ersten Hälfte des Januar wird die rühmlichst. bekannte Frau Claar-Delia mit den hervorragendsten Mitgliedern des Frankfurter Stadttheaters hier auftreten. Das Repertoir für den ersten Abend lautet: „Frauenkampf", Lustspiel in 3 Acten von Scribe, darauf ein Einacter: „Die Schauspielerin" von Fournier. Frau Claar-Delia hat erst kürzlich am Herzog!. Hoftheater in Dessau in beiden Stücken große Erfolge errungen und darf man dem Erscheinen der gefeierten Künstlerin mit Spannung entgegensehen. In der allernächsten Zeit erfolgen bezüglich des Billet-Verkauses u. f. w. die näheren Bekanntmachungen. Die Mitgliederzahl des Theater-Vereins hat inzwischen eine sehr ansehnliche Höhe erreicht. Eine Subscrip- tionsliste liegt fortwährend bei Herrn Ernst Challier offen.
— Recht empfindliche Kälte hatten wir in vergangener Nacht- das Thermometer sank auf — 14 Gr. R.
— Die erste Nummer des im Auftrage des Evangel. Psarrvereins im Großherzogthum Hessen herausgegebenen Hessischen Kirchenblattes (Redaction Pfarrer Dr. Naumann hier) ist erschienen. Die Nummer hat folgenden Inhalt: „Der Herr mit uns", Gedicht von Georg Vogel. — Hessisches Kirchenblatt! Was bist Du? Was willst Du? — Der evang. Psarrverein im Großherzogthum Hessen. — Besondere Bemerkungen über das Hessische Kirchenblatt für seine Abonnenten und Leser. — Inserate. — Das Hessische Kirchenblatt erscheint alle 14 Tage zum Halbjahrpreise von Mk. 2.60 frei ins Haus ober Mk. 2.40 durch die Post bezogen.
Griedel, 13. December. Die am 1. December stattgehabte Volkszählung ergab für die hiesige Gemeinde 771 ortSanwesende Personen, 5 Personen waren abwesend. Im Jahre 1885 betrug die Einwohnerzahl 804 Personen.
Gambach, 13. December. Die Volkszählung am 1. December ergab 1394 Einwohner gegen 1408 im Jahre 1885.
Ostheim, 13. December. Die hiesige Einwohnerzahl betrug am 1. December 423 Personen gegen 419 im Jahre 1885.
Daueruheim, 13. December. Auch in hiesiger Gemeinde hat sich gestern Abend unter Anleitung des Herrn Dr. Ullrnann- Büdingen und des Herrn VerbandSrevisors Jhrig-Offenbach, eine 'Spar- und D ar le hn skasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht gebildet. Der Kasse sind sogleich 22 Mitglieder beigetreten. Zum Director ist Herr Bürgermeister Wolf erwählt. In unserer Nachbargemeinde Geiß-Nidda wird heute Abend eine solche gegründet.
Vermißtes-
* Der soeben erschienenen Statistik der Deutschen Reichs- post- und Telegraphen-Verwaltnug für das Kalenderjahr 1889 entnehmen wir folgende Angaben: Die Gesammtzahl der im Deutschen Reiche (mit Ausschluß des bayerischen und württem- bergischen Postgebiets) vorhandenen Postanstalten betrug 21,198 gegen 18,495 im Jahre 1888. Dazu kamen noch 1 deutsches Postamt in Konstantinopel und 13 deutsche Post- agenturen in den Schutzgebieten. Reichs-Telegraphen-Anstalten
waren 10,607 vorhanden gegen 10,016 im Vorjahre. Die Postanstalten verthcilen sich auf 20,585 Orte, von denen 4672 an Eisenbahnen gelegen sind. Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthsachen gab es außer den Postanstalten noch 13,914, Postbriefkasten 69,005. Das Personal der Reichspost- und Telegraphen Verwaltung betrug 107,823 Personen», darunter 37,127 Beamte, 55,190 Unterbeamte, 10,240 Post- hilfstellen-Jnhaber, 982 Posthalter und 4284 Postillone.
*A Mainz, 14. December. Eine zahlreichere Versammlung hat die Mainzer „Stadthalle" noch nie und Mainz überhaupt wohl noch selten gesehen, als der heutige hessische Katholikentag. Der riesige Saal der Halle nebst den geräumigen Gallerten und weiten Foyers waren bis in den hintersten Winkel dicht von Zuhörern gedrängt und lange vor Beginn der Versammlung suchten noch Hunderte vergeblich Einlaß. Nach einer ziemlich genauen Schätzung dürften circa 8000 Personen an der Versammlung theilgcnommen haben. Aus allen Theilen Hessens waren Deputationen anwesend- die größte Zahl der Theilnehmer stellten neben Mainz begreiflicher Weise die umliegenden Ortschaften, von welchen einzelne hundert Personen entsandten. Die Geistlichkeit von hier wie von auswärts war unter den Zuhörern stark vertreten. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Präsidenten des vorbereitenden Comites, Freiherrn v. Wambolt, wurde Fürst von Dsenburg per Aeclamation zum ersten Vorsitzenden^ Beigeordneter Dr. Geyer zum zweiten Vorsitzenden und Dom- capitular Raich zum Secretär ernannt. Redner waren Rechtsanwalt Brentano - Friedberg , Pfarrcnrat Forschner- Mainz, Pfarrer Schmitz-Creseld, Stadtverordneter Metzler- Mainz und Reichstagsabgeordneter Schädler-Landau, die über die Ordensfrage, die Schule, die sociale Frage und die römische Frage, häufig von lebhaftem, stürmischem Beifall unterbrochen, sprachen. Zu den vier Fragen wurden von der Versammlung Resolutionen im Sinne der Ausführung der Redner angenommen und ferner beschlossen, an den deutschen Reichstag und die beiden hessischen Kammern Petitionen um Aushebung des Jesuitengesetzes zu richten. Im Laufe der Verhandlung gab der Vorsitzende Kenntniß von einer Reihe Zustimmungstelegrammen, darunter eines von dem Papste, durch welches er die Versammlung beglückwünschte.'
* Ergebnisse der Volkszählung vo« 1. December 1890» Potsdam 53 995, Spandau 44 495, Passau 16 937, Bremen 124 940, Frankfurt a. O. 55102, Cottbus 35 094, Guben 29 383, Forst 23 500, Cüstrin 16 700, Rathenow 16 358, Eberswalde 16009, Neu-Ruppin 14 690, Cöpenick 14 560, Scrau 14 384, Sommerfeld 11321, Sprcmberg 10 546, Zerbst 15 862, Bernburg 27 557, Tilsit 24098, Schneidemühl 14 402, Gnefen 17 972, Siegen 18 223.
* Bingen, 13. December. Die Volkszählung ergab 7719 Seelen gegen 7282 in 1885.
*— Frankfurt a. M., 14. December. Die Frankfurter Freiwillige R e 11 u n g s g e s e l l s ch a f t hat sich vorgestern Abend definitiv conftituirt. Die Aufgaben der Gesellschaft bestehen nach § 1 des Gesellschaftsstatuts darin, „bei Unglücksfällen aller Art, welche das Leben und die Gesundheit bedrohen, entweder selbstständig oder im Anschluß an die bereits bestehenden staatlichen, städtischen oder privaten Einrichtungen eine sofortige erste Hilfe zu leisten und tm Nothsalle den Transport Verletzter, Erkrankter oder Verunglückter zu übernehmen." — Beabsichtigt ist, auf den Polizeirevieren, den Bahnhöfen u. s. w. dauernd, bei gelegentlichen größeren Festlichkeiten, wie Pferderennen, Regatten re. vorübergehend Transportmittel und Verbandssachen für den allgemeinen öffentlichen Gebrauch zur Verfügung zu stellen, an verschiedenen Punkten der Stadt Sanitätswachen und ununterbrochenen Tages' unb Nachtdienst, am Main Rettungsboote einzurichten, Anweisung über Wiederbelebungsversuche im Wasser Verunglückter anzuschlagen, Unterricht über die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen an die Mitglieder, an Vereine, Gewerkschaften re. zu verthcilen und practische (Surfe für die Mitglieder einzurichten. Bei der nächstjährigen elcctro- technischen Ausstellung wird die Gesellschaft eine vollständig ausgerüstete Sanitätswache einrichten. — Mitglied der Gesellschaft kann Jedermann werden (auch Damen), der im Besitz der Ehrenrechte ist und einen Minimalbeitrag von 3 Mark jährlich zahlt. Das entworfene Gesellschaftsstatut sand einstimmige Annahme. In den Vorstand wurden 13 Herren gewählt, darunter 5 Aerzte. Zwei Vorstandsmitglieder werden noch hinzugewählt.
* London, 12. December. Die deutsche Barke „M arta" (430 Tons) traf gestern in trauriger Verfassung in Queenstown ein. Der Capitän war tobt, drei Matrosen lagen an Skorbut darnieder unb die übrige Mannschaft war fast tiep hungert. Die „Maria" hatte mit Cedemholz beladen am 6. Juni Pnnta Arenas (Südamerika) nach Bremcrhasen verlassen, allein in Folge ungünstiger Wit.de dauerte die Fahrt länger als sonst und die Vorräthe gingen zuletzt ganz aus. Vor fünf Tagen sahen die Leute eine italienische Barke und diese versah die Unglücklichen mit Lebensmitteln. Dabei fand aber ein Zusammenstoß zwischen beiden Schiffen statt, wodurch beide beschädigt wurden.
Eingesandt.
Sietzen. den 14. Dezember.
Allen, cknch den Seriv-ste« eine Arende zu bereite«, sei es an en em Gcbunsta^e, f.t es am h il am We hnaanS'eNe ober bei anderen Gelegenheiten, das ist einc schöne Sttte. So haben es sich edle Manschen -um Grundsatz gemocht, zu Weihnachten die Herzen der A men zu erfreuen Such Herrn Eurschmai.n ist eS ein wah es Herzensbedürtniß, alljährlich die Bedürftigen unserer Stadt an dem Wrihnachtsfeste durch reicht che Gab n zu erfreuen.
Es ift h ute das 41 Mal, daß Herr Euifchmaun bineS humane unb edle We k zur Austühiung gebracht bat. 205 bebihfttge Äinoer unserer Stabt tonnte b«rielbe fast ausschließlich mit neuen Kleidern bedenken. Außerdem ei hielt jedes Kt"d Br tzU-', A pfel. Nuss.' und Anis in reichlichem Maaße. Es ist erstaunlich, wie H \x Cur cbmann in seinem Silur noch eine solche R esenardeit in roentaen W >chea überwältige» konnte. Feierte doch derselbe am 8. December b. I. seinen 72. Geburtstag in ooller Rüstigkeit. Nur ber Gedanke, Ander n wohiz thun, Anderen zu helfe >, Anderen eine Freude zu bereiten, hat »hm feine Arbeitskraft geftäh.t und die Arbeit erleichtert, unb
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Nachmil »ersteigere ich auf Wehen gegen Baa 1 Äierappar schränk, 1 gr< tische, 30 R ;■ gr- Wirtbscl itninveniar «4 Stühle, b villarddä 1 Queuxgest 1 Anrichte, 1 Die versteige, statt.
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