Ausgabe 
18.10.1873
 
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fehl des Sultans werden di-Moscheegüter säkularisirt, mehrere den Aufschwung«nfra« 'n S/°uf-nb.rg L°si.n,Si°u, Midchen m Et.uf.ni.-g in Ruh. uni La o^kfll2 Li.rfc hi/^n.nhftPi.Pr. und die holen Sie sich lieber ihre 31 Kreuzer in Marken bei uns wieder.

Vermischtes.

elephant nämlich, gab vor w Beispiel seiner Kraft und

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Oberhessen

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gewagte!)

B r i e f k a st e n.

>a.ti°u, Druck und B.rlug bn Brühl'schm Unt».-D-uckttU sF- Ihr. Pt.tfch) in Gt-ß-n.

Börsennachrichten.

17. October 1873.

Oestr. 1858r 186Or 1864r

I

1

fl. 250 v. 1854 87

Prioritätsloose 189 */<

Loose 89Vg

143

Actien.

Frankf. Bank 146

Frankf. Vereins-Kasse 95

Darmst. Bankact. 388l/z

Rheinische Hyp.-Bank 107 V4

Wien Bankactien 990

Oest. Creditact. 226

Galizien

Lokal-Notiz.

Gießen, 14. October. Im Laufe der Sitzungsperiode vom IV. Quartal d. I. hat der Schwurgertchtshof der Provinz Oberhessen in nachbemerkten Anklagesachen erkannt:

Den 6. October gegen Franz Linke von Brockendorf in Schlesien, wegen Diebstahls, auf Gefängnißstrafe von 1 Jahr 3 Mon., an welcher jedoch 1 Monat als durch die Unter­suchungshaft bereits verbüßt, in Abzug gebracht wird, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer eines Jahres.

Denselben, gegen Johannes Dechert von Storndorf, wegen Brandstiftung (an einem vor dem Orte sitzenden Strohhaufen) Gefängnißstrafe von 1 Jahr 3 Mon.

Den 7. October gegen Philipp Krailing von Vilbel, wegen Verbrechen gegen die Sitt­lichkeit, Gefängnißstrafe von 6 Mon., an welcher jedoch 2 Mon., als durch die Untersuchungs­haft bereits verbüßt, in Abzug zu bringen sind. .

Den 8. October gegen Elisabeths Dahmer aus Willofs, wegen Kinoesmords, Zucht­hausstrafe von 4 Jahren, an welcher jedoch 3 Monate, als durch die Untersuchungshaft bereits, verbüßt, in Abzug zu bringen sind. i

Den 9. Octobcr gegen Anna Katharina, Johannes Grätings Wlttwe aus Trais a. d. Lumda, angeklagt der Urkundenfälschung, von den Geschwornen indessen fürnicht schuldig" er­klärt, auf Freisprechung.

De^>)l Johannes' Bauers Ehefrau von Friedberg wegen schweren Diebstahls, Gefängntß- strafe von einem Jahr,

2) deren Tochter Marie Bauer von da, wegen Beihülfe bet diesem Diebstahl, Ge­fängnißstrafe von 8 Tagen. , L

Den 10. October gegen Karl Schmidt II. von Lollar, früher Gemeinde - Einnehmer da­selbst, wegen Urkundenfälschung und Verbrechen im Amte, Zuchthausstrafe von 3 Jahren 6 Mon-, an welcher jedoch 3 Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt, in Abzug zu bringen sind; unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.

Den 11. October gegen Anna Elisabeths Völker abgeschiedene Ehefrau des Gottfried Schnaufer von Obcr-Schmitten, angcklagt des Kindesmords, von den Geschwornen indesien für Nicht schuldig" erklärt, auf Freisprechung. ,

Den 13. October gegen Heinrich Grab von Grebenhain, zuletzt Post-Gehülfe bei der Kaiserlichen Post-Expedition in Altenstadt, wegen Verbrechen im Amte, Gefängnißstrafe von 1 Jahr.

Aecht kölnisches Wasser

von Jean Maria Farina.

des Landes hindernde Steuern, auch die Grundsteuer, aufgehoben und die Tabaksregie auf das ganze Reich ausgedehnt. Die Ausbeutung der Bergwerke und Forsten soll im Wege öffentlicher Feilbietung vergeben und die Stempel- und Einregistrirungssteuer im ganzen Reiche erhoben werden. Außerdem wird- die Durchführung erheblicher Ersparungen, namentlich in großen Gehaltsbezü­gen, beabsichtigt. Eine Commission unter dem Vorsitz des Großveziers wird das Gleichgewicht im Budget Herstellen.

Aiileliensloose.

Darmstädter fl. SOLoose

n n 25 F -

Kurh. 40 Thlr. Loose Nassau 25 fl. 467z Braunschweiger 22 30 o Oldenburg, ä 40ThIr. 373/< 4% bayr. Präm. -A.nl. 112*/* 4% badische Loose 109 Badische fl. 35 Loose 67

Kirchliche Anzeige

der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

G o t t e S d t e n st.

Sonntag den 19. October:

Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrvikar Schlosser.

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 19. bis 25. October 1873 besorgt Pfarrer Landmann.

Prioritäten, östr. Stsb. Prior. 603 8 östr s. Lombard 49 Livorneser 323/4 Toscaner 52 Elisabeth.-Prior. 92 ,4

II. Emiss.

Action.

5°/q östr. F. St. E. B. 339

Lombard. Bahn 165

Ludwigsh. Bexbach 187 */2

Maxbahn

Bayer. Ostbahn 1127/b

Rhein-Nahebahn-A.ct.

Hess. Ludwigsb.-Aot. 149%

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.

Kopuliere.

Den 12. October. Karl Christian Keßler, Landpostbote dahier, deS verstorbenen hiesigen Bürgers und Kammmachers, Friedrich Keßler, ehelicher Sohn; und Elisabethe Wagner aus Groß-Buseck, des dasigen Bürgers und Ackermanns, Georg Wagner, eheliche Tochter.

Getaufte.

Den 12. October. Dem Feldwebel beim 2. Großh. Hess. Jnf-Reg. Nr. 116, Adolf Dörr, eine Tochter, Karoline, geboren den 14. September.

Denselben. Dem Bürger zu Ober - Dorfelden, Kreises Hanau, und Bahn­wärters an der Oberhessischen Eisenbahn dahier, Johann Philipp Lehr, ein Sohn, Johann Georg, geboren den 26. September.

Beervigte.

Den 12. October. Georg Schäfer aus Krofdorf, Kr. Wetzlar, alt 23 I., gestorben den 11. October.

Den 13. October. Reinhard Arnold Karl Nicolai, ehelicher Sohn des Hilfs- Hautboisten beim 2. Großh. Hess. Jnf-Reg. Nr. 116, Friedrich Nicolai, alt 3 I., ge­storben den 11 October.

Denselben. Karl Reinecke, Schlosser an der Cöln - Gießener Eisenbahn, ehelicher Sohn des Chemikers in Herford bei Bielefeld und Bürgers in Magdeburg, Andreas Reinecke, alt 25 I. 1 M. 15 T-, gestorben den 12. October.

Den 14. Oct0ber. Louise Friederike Marie Balser, eheliche Tochter des Bürgers in Rödgen und Gärtners dahier, Johannes Balser, alt 3 M. 24 T., gestorben den 13. October.

Den 16. October. Adam Otto Friedrich Hermann Michel, ehelicher Sohn des Bürgers in Friedberg und Bremsers an der Oberhessischen Eisenbahn, Friedrich Michel, alt 1 M. 2 T-, gestorben den 15. October-

3°o 3O/o 3°o 9° 0 5% do.

Herrn C. W. hier. Genug der grausamen Dichterwuth. Wir meinen, letzter Zeit genugsam Großmuth gegen Dichter und Dichtermnen geübt worden.. Allzu viel verdirbt m Magen und Geschmack. Wenn fernerhin nicht etwas ganz DinrLügllcheS em-

aesandt wird, dann retirirt di- Poesie in den Papierkorb. - Dichter Reiskirchen.

Ruhe sanft. Fragen an das Schicksal Anonym wird nichts ausgenommen.

Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich , es wäre in 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst m Johann Maria Farina in Köln-

Alleiniger Inseraten- Pächter

desKladderadatsch, derFliegenden Blätter, desFigaro in Wien.

Alleinige Annoncen - Regie

desDeutscher Reichsanzeiger14 undKöniglich Preussischer Staats-Anzeiger,Berliner Tageblatt",Deutsche Landes-Zeitung,Deutscher Gemeinde-Anzeiger,Kapitalist, Revue financiere allemande,Schweizerische Handelszeitung,Züricher Presse, Prager Handelsblatt,Feierabend des Landwirths.

Rodoll Messe m Frankfurt a. M.

Ferner domicilirt: Berlin, Breslau, Cöln, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Stuttgart, Strassburg, Wien, Zürich.

Bsfirikiler Agen< fämmtüdjcr Zeitungen des In- und Auslandes.

Preuss. 4t/g% Oblig- iOV/2 Frankf. 37z°/0 Oblig. 87 Nass. 3V2°/o 0dl. 921/2 Kurhess. 4(J/° 96 Gr. Hess. 5° 0 Obi.

40/o 993/4

31/3°/0 . 97

Bayer. 5% n ' 41/^°/0 1jährige 101 * 40'0 1jährige 95

Würtemb. 41/g0 0 Obi. 1OO3/4 Baden 472% ObL 0. E. L. 100</fc Oesterr. Silberrente 64 ,4

n Papierrente 60 d Spanier, neuest. 3u,0 I77's Amerik. Bonds 1881r 101

, 1882r 977/g

1885r 99i/2

" 1887r IOOV4

U. Oct. Der größte Künstler des amerikanischen Circus Myer's, der Riesen- - - - ' ' wenigen Tagen in Gera, wo die ganze Künstlerschaft debutirte, em

««spr« ju.^ «... - Großmutb. Der Mese der Thicre war während der Vorstellung, außerhalb der Bude postirt, und diese günstige Gelegenheit zur Neckerei beim Schopfe fassend, j vielleicht auch in der Absicht, seine Courage der umstehenden Menschenmenge zu beweisen, nahm ein Tischlermeister allerlei unnützes Zeug mit dem Elephanten vor, welcher diese ^"^Erflamkelt anfänglich mit derselben Ruhe hinnahm, wie der «owe das Gekrabbel der Maus. Hierdurch ermutbigt, gebrauchte der Mann den Schwanz des Riesen als F lcgenwedel und schlug damit ein Mädchen ins Gesicht. Doch bei diesem Scherze schien dem galanten Thierriesender Augen­blick gekommen zu sein, der Schäkerei ein Ende zu machen. Mit der Geschwindigkeit eines Bellachtni drehte er sich um, faßte den muthvollcn Tischlermeister und balancirte ihn auf seinem Rüssel wohl zwei Minuten lang hoch in der Luft Bei dem Jammerge chret des hoch gefor­derten Tischlers fühlte endlich auch der unmenschliche Riese emmenschliches Rühren und legte seinen vorwitzigen Meister Leim unter dem Gelächter ^er Menge sanft zur Erde nieder.

__ Eine in Berlin sehr bekannte Persönlichkeit, der Rentier F. in der Dorothcenstraße, wurde dieser Tage erdrosselt in seiner Wohnung gesunden. Herr F., sein Leben lang em rüsti­ger strebsamer Mann, war früher Inhaber eines wohl renomnnrten Wäschegeschäftes m der Friedrichstraße. Er verkaufte dieses Geschäft sowohl als auch das H°us'M welchem dasselbe jahrelang prosperirt hatte. Für ein Haus realisirte Herr F. einen sehr bettachtlichen Gewinn, den er durch Anlage der ganzen durch den Hausverkauf erzie len Summe in Berlin-Potsdam' Magdeburger Eisenbahn-Actien noch zu vermehren hoffte. Es kam freiüch' andns Die Berlin- Potsdam-Magdeburger Acrien fielen seitdem 50 pCt., doch war duser Coursverlust freilich nicht erheblich genug, um den kolossalen Verdienst zu absorbiren, den Herr F. an seinem Hause ge­macht hat Trotzdem nahm sich Herr F. die bei seinem sonstigen betrachMchen Vermögen kaum in Betracht kommende Einbuße so zu Herzen, daß er sich m der Nacht vom Samstag zum Sonntag an dem Simse eben des Geldschranks erhängte, welcher jene verhangmßvollen Bahn- actien enthielt. Das unglückliche Opfer solider Capitalsanlage hinterlaßt em Vermögen von ung°fäh^-im»» Th°l°r om Albrecht der den letzten Feldzug bet den

von den Franzosen so ungemein gefürchteten Ulanen mitgemacht hatte , vor die Schranken der 7. Criminal-Deputation des berliner Stadtgerichts. Albrecht war eines Tages m dem Flur eines Hauses der Lindenstraße mit dem Schlächtermeister Schubert, welcher früher semer Mili­tärpflicht bet der Infanterie genügt hatte, zusammengetroffen. Zwtschen beiden hatte sich ein Streit darüber entspannen, welcher von beiden Waffengattungen, der Cavallene oder der In­fanterie der Vorzug gebühre. Da sie mit Worten darüber nicht einig werden konnten, schritten sie zu einem thatsächlichen Beweis, das heißt: sie stellten einen Amgkampf an, in dem die In­fanterie obsiegte, da der Infanterist Schubert den Cavallerrsten Albrecht zu Boden warf. Letz­terer war aber durch den schlagenden Beweis noch nicht überzeugt, sondern drang aufs Neue auf Schubert ein, der ihn abermals zu Boden warf, babei aber^selbst zusFalle und auf Albrecht ?r7li7gm kam. Dieser in Wuth auf seine schmähliche Niederlage beißt seinen Gegner derart in die Nase, daß es erst der Intervention zweier Hinzugekommenen bedurfte, um Schubert von dem bissiacn Ulanen äu befreien. Der Infanterist ging zwar als Sieger, aber schwer verwundet

angiebt, hat er neun Wochen lang mit Petroleum und kaltem Wasser an der Nase curiren müffen, die trotz dieser FE-Cur nach^ Aussage emes Arztes doch stets verstümmelt bleiben dürfte. Der tapfere Ulan Albrecht, welcher sich im Ter min iebr kleinlaut benahm hat seine Äeldenthat mit drei Monaten Gefangniß zu büßen. min schalemautobenahm, bem g b ( «off* 8e|tai

Sonntag wurde die Bevölkerung hiesigen Ortes durch em sonderbares Vor ommniß in Auf­regung versetzt. Drei Ortseinwohner hörten, als sie gegen Mitternacht von einem in der Um legend gefeierten Feste heimkchrtcn, ein klägliches Geheul und Gewmse, das aus emem Garten des Dorfes hervordrang. Zugleich mit einigen Frauen, die durch die namüchen Jammertone herbeiqerufen waren, erkannten sie beim Nähcrtteten, nicht ohne Schreck, einen großen Wolf, d r wischen zwei Pfähle des Gartcnzauns eingeklemmt war. Allem Vcrmuthen nach, hatte Meister Jscgrimm den Zaun überklettern wollen und war dabei mit dem einen Beine LwÜchen die dicht zusammenstehenden Zaunpfähle hineingerathen, aus denen eine Befreiung aller Anstren­gungen des Thieres ungeachtet nicht möglich war. Ohne Hülfe der hinzugekommenen Personen hätte daffclbc unzweifelhaft umkommcn müssen; so aber war ^as Herbeiholen von Hammer und Zange und die Losmachung des Wolfes das Werk eines Augenblicks. Aus Mitleid ließ man ihn laufen, froh, mit der Angst davon gekommen zu sein. (Das ist wohl ein etwas elgenthüm- liches Mitleid und die Spekulation auf die Großmuth Herrn Jsegrimms eine äußerst

Wechsel«

Amsterdam

k.. S. 98Vtz

Augsburg

k. 8. 100

Berlin

k. S 1047/,

Bremen

k. 8. 1051/8

Brüssel

k. S. 937b

Hamburg

k. 8. 1O576

Leipzig

k. 8. 105

London

k. 8. II87.

Lyon

k. 8.

Paris

k. 8. 937h

Wien

k. 8. 1037g

ditto

m. 8. 1033,8

ditto

1. 8.

Disconto 4

°/o

Goldsorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 587a59Ve

Pistolen

. 9 4042

doppelte 9 3638 Holl. fl. 10 St. 9 5254

Ducaten

. 5 34-36

20 Franken»!. 9 20A21V»

Engi. Sover.

11 48 50

Russ. Imper.

9 41-43

Dollar in Gold 2 25'/,261 ,