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4. Ertheilung eines Erfindungspatents.

Pranger der Oeffentlichkeit stellen könnte.

gen Krieges erfahren:

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und ballte die Fäuste,ich bin ganz ersucht, die Lehrer auf das genannte Büchlein aufmerksam zu machen, auf die freute ich mich noch so, als ich preußische Anschaffung desselben für Volks- und Schulbibliotheken binzuwirken und sich formen und mit den schmucken Kopfbe-! gelegentlich darüber Kenntniß zu schaffen, ob die Lehrer an den Volksschulen wenn sie aber heute wiederkämen, ichchestrebt seien, die aus der genannten Schrift gewonnenen Anschauungen in

Onkel", sprang Heinrich auf und ballte die Fäuste

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in dem Kreise der Erwachsenen anszuüben im Stande sei, in der angedeutetcn Richtung geltend zu machen Die dazu erforderliche Bekanntschaft mit den Lehren der Volkswirthschaft könnten die Lehrer aus dem kleinen Werke: Volks- ! wirthschaft für Jedermann. Auf Veranlassung der königlich württembergischen Centralstelle für Handel und Gewerbe herausgegeben. Berlin, Wilhelmstraße 91, Verlag von Leonhard Simion, 1873." entnehmen. Schließlich werden die königl. Kirch nvisitakoren und städtischen Schulcollegieu des Regierungsbezirkes

Berlin, 14. August. Nach untrüglichen Anzeichen wird bezüglich der Einführung der obligatorischen Civilehe Seitens der Negierung in einer oder der anderen Form, d. h. bei dem Landtage oder bei dem Reichstage, die Initia­tive ergriffen werden, und es wird der Antrag der Reichstags-Abgeordneten Dr. Völk und Dr. Hinschius über Einführung der Civilehe und Civilstands- register, der bekanntlich zu einem vollständigen, in der Commission gründlich durchberathenen Gesetzentwurf geführt hat, keine verlorene Mühe gewesen sein. Der Widerstand, welcher sich bisher gegen die Civilehe geltend machte und allerdings unüberwindlich schien, dürfte jetzt gegenüber dem mehr als dringen­den Bedürfniß den bisherigen Standpunct aufgeben. Es fällt auf, daß der Reichs-Jnvalidenfonds nicht unbeträchtliche Summen in süddeutschen Communal- Anleihen begeben hat, während norddeutsche Communen noch fast gar nicht sich an den Jnvalidenfonds gewendet haben, jede Bedenken aber, welche gegen ^Ltaatanleihen erhoben wurden, sich völlig grundlos erwiesen haben, da solche bisher weder contrahirt sind noch auch in Aussicht stehen.

Berlin, $5. August. Ueber die Consccration des Bischofs Reinkens entnehmen wir einem Berichte derBonnerZeitung" aus Rotterdam, 11. August, noch Folgendes:Nach der Feierlichkeit hielt der Bischof von Deventer eine längere herzliche Anrede in Holländischer Sprache an die beiden neugewählten Bischöfe, an die Holländischen Geistlichen und an die Deutschen Altkatholiken. Im Namen dieser sprach später Ober-Regierungsrath Wülfing dem Bischof von Deventer den herzlichsten Dank aus. Darauf wurde die folgende Urkunde verlesen und unterzeichnet'.Heute, am 11. August 1873, am zweiten Tage der Octave des h. Laurentius ertheilte in der nach diesem Heiligen benannten Kirche zu Rotterdam der hochwürdigste Herr Bischof v. Deventer, Herr Hermann Heykamp, assistirt von den Herren Canonicis Joh. Haderwijk, Generaloicar von Haarlem und Joh. Verhey, Generaloicar von Utrecht, dem neugewählten Herrn Bischof von Haarlem, Caspar Joh. Riukel, und dem von den Deutschen Altkatholiken am 4. Juni d. I. zu Köln zu ihrem Bischof gewählten Herrn Dr. Jos. Hub. Reinkens, Professor der Theologie zu Breslau, in feierlicher Weise gemäß im Römischen Pontifikate enthaltenen Ritus die bischöfliche Con- secration. Die bei dieser feierlichen Handlung anwesenden Deutschen Altkatho liken haben darüber dieses Protoll ausgenommen, um das so hochwichtige und hochersreuliche Ereigniß der Weihe des ersten altkatholischen Bischofs für Deutsch­land kommenden Zeiten zu beurkunden. Sie wollen damit zugleich dem hochwürdigsten Herrn Bischof von Deventer ihren ehrfurchtsvollen Dank dafür aussprechcn, daß er den Deutschen Allkatholiken diesen wichtigen Dienst erwie­sen. Sie danken auch allen Priestern der altkatholischen Kirche von Holland, welche bei der heutigen Feierlichkeit mitgewirkt haben. Sie bringen den beiden neugewählten Bischöfen ihre ehrfurchtsvollen Glückivünsche dar und erneuern ! ihrem nunmehr in die Reihe der Nachfolger der Apostel eingetretenen Bischof Reinkens die Versicherung ihrer ehrfurchtsvollen Liebe und das Versprechen ihrer unwandelbaren Treue. Sie schätzen sich glücklich, daß cs ihnen vergönnt war, bei einem Acte von so großer Bedeutung persönlich zugegen zu sein. Die Hochwürdigen Herren Bischöfe und die Herren Assistenten sind gebeten worden, dieses Protocoll, welches nach Beendigung der Feierlichkeit in der Wohnung des Hochwürdigen Herrn Bischofs von Deventer verlesen worden ist, mit zu unterzeichnen. Das Original dieser Urkunde soll in dem Archiv unseres Herrn Bischofs und der Syuodalrepräsentanz der Altkatholiken des Deutschen Reiches, eine beglaubigte Abschrift im Archiv des Centralcomit^s zu Köln niedergelegt werden. Also geschehen zu Rotterdam, 11. August 1873."

Kiel, 13 August. In einem an die königlichen Kirchenvisitatoren gerichteten Schreiben der königlichen Regierung zu Schleswig bezeichnet diese es als wünschenswerth, daß bei dem großen Jntereffe, welches die Klarstellung der Verhältniffe der volkswirtschaftlichen und socialen Frage für die weiteren Kreise der Bevölkerung gewonnen habe, richtige Anschauungen über die Bedin­gungen und natürlichen Gesetze, nach welchen sich die Höhe des Arbeitslohnes mit) der Gewinn der Fabrikanten und Gewerbtreibenden, die Preise der Lebens- bedürfniffe, die Grundrente des Landmannes und der Zinsengenuß des Kapita­listen regeln, verbreitet werden, und daß der Ueberzeugung Eingang verschafft werde, daß die Lage des Arbeiterstandes, im Großen und Ganzen genommen, jetzt besser sei, als in früheren Zeiten, und daß die praktische Anwendung der socialistischen Lehren am schwersten die arbeitenden Klassen selbst schädigen müsse. Der Lehrerstand wird sodann als ganz besonders berufen bezeichnet, den großen Einfluß, welchen derselbe auf die reifere Jugend und, besonders auf dem Lande,

Kreise Nidda, Friedrich Bierau, die erste evang. Schulstelle daselbst zu über- ) tragen ; am 2. August den Gehülfen bei dem Kreisamte Darmstadt, Peter Haller, , zum Kanzlisten bei dem Obcrconsistorium und am 5. August den Hofstallbei- - knecht Conrad Stier aus Eberstadt, Kreises Gießen, zum Hoskutscher zu ernennen. '

6. Charakterertheilungen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Juli dem Weißbindermeister und Maler Theodor Klump in Darmstadt den Charakter alsHosweißbiuder", am 16. Juli dem Friseur Karl Gröben in Bad Nauheim den Charakter alsHoffriseur", am 30. Juli dem Obsthändler Jacob Mayer II. in Eberstadt den Charakter als Hofobstlieferant" zu verleihen.

7. Versetzung in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Juli den Oberrechnungs - Revisor bei der zweiten Abtheilung der Justificatur der Oberrechnungskammer, Peter Schäfer, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen.

8. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die evang. Schulstelle zu Burck- hards, im Kreise Schotten, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.

9. Sterbfälle. Gestorben sind: am 23. Juli der quiescirte Notar Fer­dinand Albert von Steinmetz zu Heppenheim a. d. B.; am 26. Juli der pen- sionirte Oberappellations- und Cassationsgerichts - Protokollist und Kanzlist Jo- Hann Gottlieb Brust zu Darmstadt; am 31. Juli der Oberhoflaquai Johan­nes Bajus zu Darmstadt; am 2. August der erste evang. Pfarrer Christian Fitting zu Alzey; am 4. August der evang. Pfarrer Thurn zu Stockstadt.

Berlin, 12. August. Es wird eine allgemeine Erhöhung der Wagen, miethe im Verein deutscher Eisenbahn-Verwaltungen, eventuell auch der Wageu- Strafmiethe wegen der gestiegenen Preise des Materials beabsichtigt. Die Durchführung ist wahrscheinlich.

Berlin, 16. August. Die Demokraten in Frankfurt a. M, der vor maligen Reichsstadt, wollen für den Reichstag abermals Herrn Sonnemann aufstellen. Die Gegner Sonnemann's denken, nachdem Herr Virchow die Can- didatur abgelehnt hat, angeblich an Lasker.

Berlin, 14. August. Nachstehendes ist der Wortlaut der Ordre, welche der Kaiser bei Gelegenheit des Rückmarsches der zur Besetzung der Ostdeparte­ments bisher in Frankreich zurückgebliebenen Truppen an den Ober-Befehlshaber der Occupations-Armee, General Freiherrn v. Manteuffel, gerichtet hat:

An die Truppen der Occupations-Armee ist nach ihren großen Leistungen während des Krieges durch ihre Belastung m Frankreich die Anforderung eines besonderen militärischen Tactes und einer musterhaften Disciplin gestellt worden. Diese Aufgabe ist von den Truppen in einer Weise erfüllt worden, die Mir! zu Meiner lebhaften Freude Veranlassung gibt, den jetzt aus dem Bereiche der Occupations-Armee abrückenden Truppen Meine vollste Anerkennung auszu­sprechen. Ich beauftrage Sie, dies den Generalen, Osficieren, Beamten und Mannschaften der betreffenden Truppen bekannt zu machen und insbesondere auch den Commandeuren der abrückenden Divisionen Meine Befriedigung über ihre Commandoführung in oft schwieriger Lage und Meinen Dank für die musterhafte Ordnung in ihren Truppen zu erkennen zu geben.

Eoblenz, den 27. Juli 1873. Wilhelm.

Die neuestenGrenzboten" bringen einen Artikel:Dresdener Patrio­ten", in welchem daö Treiben der bekannten Dresdener Volksschuldirecroren Bertheld, Jäckel und Petermann und ihre pädagogischen Producte, mit denen sie alle sächsischen Volksschulen überschwemmen, einer eingehenden Kritik unter­worfen werden. Die Proben sind in der That stark. Aus demBlüthen- strauß" (der bekannten Lotterieprämie zum Besten des Albertvereins) wird z. B. folgende reizende Stelle mitgetheilt:

Nicht wahr, Onkel, unser Dresden ist eine der schönsten Städte in ganz Deuschland?" So fragte der dreizehnjährige Benno den alten, pensio- nirten Assessor Grundmeier.Ich glaube gar, sie ist die schönste Stadt in der ganzen Welt", fügte Richard, ein eilfjähriger, munterer Knabe, schnell hinzu.Die ganze Welt habe ich allerdings noch nicht durchreist", erwiderte Grundmeier,wohl aber habe ich die wichtigsten Städt Deutschlands alle mit eigenen Augen geschaut. Und da muß ich denn doch gestehen, daß ich, wenn mich nach Art jener Märchenkönigin Jemand fragt: Wer ist die schönste im ganzen Reich? antworten würde: Dresden ist die schönste im ganzen Reich." Das denke ich auch, Onkel", fiel hier der kleine, siebenjährige Heinrich schnell ein.So viel Bretzel- und Knackwürsteljungen gibt's gewiß in keiner andern Stadt, als in Dresden, und so viel Conditor (!) und Kuchenbäcker auch nicht als bei uns."

ES folgt ein Gewinsel über die traurigen Schicksale, welche Dresden und ganz Sachsen unter derbleiernen (!) Preußenhand" während des siebenjähri-

deckungen über die Brücke gehen sah, wenn sie aber heute wiederkämen, ich,,.,_____ ,_____, ... ... o. . , ,

drehte mich schnell um." ihrem Kreise zu verbreiten. (Kieler Ztg)

Ueberaus geistreich ist auch folgende Stelle: 1 Breslau, 13. August. Die hiesigen Blätter melden übereinstimmend:

Aber was mich wundert", sagte Richard, daß die Soldaten, wenn sie^Der hiesige Stadtschulen-Jnspector, Pfarrer von St.-Corpus-Christi, Kliche, nun wiederholt zurückgeschlagen und jedesmal eine Menge dabei todtgeschossen st Ute sofort nach seiner Rückkehr ans dem Bade den Hauptlchrer der städtischen \ werden, immer wieder Lust haben, auf's Neue draufzugehen."Ja, guter Elementarschule Nr. X, Keil, welcher als der einzige der hiesigen katholischen Junge, auf die Lust kommt es hierbei nicht an. Bei den Soldaten heißt es: Elementarlehrer der schlesischen Katholiken an Se. Majestät den Kaiser unter- | Du mußt! Ein einziges Commandowort des Befehlshabers schickt ost Hun- schrieben hatte, deßhalb zur Rede und ertheilte ihm einen Verweis. Als der derte, ja, Tausende in den sichern Tod, und doch gilt hier keine Widerrede. Hauptlchrer Keil dagegen protestirend erklärte, er sei Staatsbeamter und Der Soldat muß gehorchen und wenn er seinen Tod vor Augen sieht." verpflichtet, in erster Reihe den Staatsgesetzeu zu gehorchen, erwiederte der Onkel, nein, jetzt will ich kein Soldat mehr werden", fiel hier Heinrich Staatsschulen Jnspector:

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2. Verzeichniß der Vorlesungen und Uebungen an der Großherzoglichen> polytechnischen Schule zu Darmstadt für das Studienjahr 187374.

3. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.

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I DieGrenzboten" bemerken hierzu:So weiß unser Heulmeier die Jugend zu begeistern für die allgemeine Wehrpflicht, die sie dereinst auch zu erfüllen hat, um vielleicht den Rachekrieg der Franzosen von ihrem deutschen .. ______ö ...... 0-r......- Vaterlande abzuwehren. In der That, man sollte es nicht für möglich halten,

5. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben^ aller- daß nach den gewaltigen Ereigniffen der letzten Jahre eine so erbärmliche, phi- gnädigst geruht: am 24. Juni den Profeffor an der polytechnischen Schule,, listerhafte, so völlig undeutsche Gesinnung sich tu dieser Weise selbst an den Daurath Eduard Sonne, zum Director der polytechnischen Schule für die Zeit n-m-» fm.nto **

vom 1. September 1873 bis zum 31. August 1874 wiederholt zu ernennen; am 31. Juli dem Schullehrer an der zweiten evang. Schule zu Echzell, im

In erster Reihe ist der Kirche Gehorsam zu leisten, JMn $ und den Staatögesetzen nur dann, wenn sie nicht im Widerspruch mit den