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Redaction, Druck und Verlag der Brühl'scheu Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
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welches ich übernommen habe. ,
Der Erfüllung meiner Aufgabe stehen zwei mächtige Feinde gegenüber: ver kirchliche Materialismus und der Jndifferentismus, beide gezeugt und großgezogen von dem verderviicyen RomantSmus in der abendländischen Kirche. . 4
Der kirchliche Materialismus löst die Religion auf in Sinnenerregung und m Mechanismus der Regierung der Kirche und ihres Ritus; er bindet das Göttliche an Oertlichkctten und zufällige Personen, die er zum Gegenstände des Cultus macht, und nährt unablässigen Wundcrbedürfnissc der abergläubischen Neigung des von Schrrft und Tradttte» künstlich getrennten Volkes. Da ist kein religiöses Leben mehr, und er Geist ch entftohe«. Predigen wir nun den in diesem Materialismus befangenen Gläubigen Christi W r . „ Geist ist's, der lebendig macht, das Fleisch nützet nichts, was ich zu euch rede, ist Geist unv Leben" (Joh. 6, 63), so werden wir nicht verstanden. „ o , , _ . „
Die Zahl der Indifferenten aber, welche im Geräusche des Weltmarktes taub geworden sind für die Erzählungen der Himmel von den Herrlichkeiten Gottes wie für die aus vem Jem seits in vem Evangelium zu uns herübertönenden Harmonien des ewigen Friedens und des Reiches der Liebe, ist Legion. Sie sind Massenmaterial für unsere Gegner, welche sie m ihre
die weltliche Obrigkeit ostener. n .
So ist denn die Rotb am böchften, aber auch — Gott am nächsten. Viele Tausende baben aus dem allgemeinen Verderben sich gerettet; sie sind zerstreut auf den Hohen, wo Gottes Wort und Gebot noch leuchtet, und in den Thälern, wo es in Demuth geübt wird. Darum wird sich auch erfüllen das andere Wort Ezechiel's, wonach der Herr sich erhebt wider die Hirten, aus ihrer Hand die Heerde errettet, sie heimsucht, sie wieder sammelt von allen Orten, wohin sie zerstreut worden am Tage des Gewölkes und der Finsterniß, und sie zurückführt auf die Berge Israels, wo sie lagern auf guter Trift, auf reicher Weide.
Und wir alle haben seine Stimme gehört, die wir noch auf Die Predigt des Apostels Paulus achten, an deren Stelle kein Engel ein anderes Evangelium setzen kann; wir alle, die wir glauben, daß diese Predigt an uns, an die Gemeinde gerichtet ist, nicht aber an einen Italiener, welcher behauptet, den schlüssel des Verständnisses für die apostolische Predigt, die er nicht liest, allein zu haben; wir alle, deren Sinn nicht verschlossen ist für das Licht der hell- leuchtenden, Gottes- und der Menschen würdigen Worte: „Prüfet Alle-, was gut ist, das behaltet!" 1 Tbess. 5, 21. „Ihr seid Licht in dem Herrn; wandelt als Kinder des Lichtes, .... prüfend, was demHerrn wohlgefällig ist." Eph. o, 8—10. „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2 Cor. 3, 17. „Zur Fret- heit, Brüder, seit Ihr ja berufen!" Gal. 5, 13. „Wie sollte meine Freiheit von dem Gewissen eines Andern gerichtet werden?" 1 Cor. 10, 29. „Alles, was nicht aus Uebcrzcugung gethan wird, ist Sünde." Röm. 14, 23. Da-, |inb Leuchten und Wegweiser, an denen wir uns zurecht fanden, als wir die Stimme des guten Hirten vernahmen, der uns suchte mit dem Rufe: „Die Wahrheit wird euch frei machen", „wenn der Sohn euch befreit hat, so seid ihr wahrhaft frei (Job. 8, 32 und 36. Es war der Ruf Dessen, welcher der wahre „Hirt und Bischof unserer Seelen ist." (1 Petr. 2, 25).
Und so sind wir im klaren Bewußtsein ver sittlichen ^Selbstvcrantwortung gegenüber Gottes Wort und Gebot dahergekommcn aus Dorf und L>tadt, und wir haben uns zusammengesunden, um mit ungeheucheltem Glauben unv reinem Herzen und gutem Gewissen die Gnadenschätze der Kirche wieder zu empfangen und „den Zw eck der Lehre, die 2 ieb c zu erfüllen. (1 Tim. 1, 5). Da nun die Schaar versammelt ist in vem Herrn, so fordert sic von mir die Uebcrnahme des bischöflichen Amtes, auf daß die Priester, welche Gott mehr fürchten als einen Menschen, nicht außsterben, auf daß Gottes Wort, welches theuer geworden, wieder reichlich gespendet werde, auf daß die Theilnahmc an den Geheimnissen und Gnaden nicht durch Lüge und Geld erkauft werden müffe, auf daß Alle, jede Herrschaft über einander verschmähend, Liebe üben in vieler Geduld und Vie Wirksamkeit des Gesetzes der Kindschaft Gottes auszubreiten sinnen und streben.
Da frage ich denn: was ist hier meines Amtes? .
Meines Amtes ist cs nicht, in bunter Farbenpracht einen fürstlichen Hofstaat zu errichten unv mit Pomp und Gepränge mir dienen zu lassen. Das Alles ist von dem alten kaiserlichen Hofe in das Haus der Bischöfe eingedrungen, auch Farbenwahl unv kostbarer Stoff, Seide, Purpur und Hermelin. Meines Amtes ist nicht die Entgegennahme von Huldigungen in Titeln und Cercmonien religiöser Art, wie sie nur Gott gebühren, aber vor Allem auch nicht das Herrschen. Strenge bat der Herr es den Aposteln untersagt, und Petrus hat die Bichofe vavor ebenso deutlich als rührend gewarnt. Bernhard von Clairvaux fragt den Papst Eugen IIL, ob er wohl meine, von Petrus das Recht zu herrschen geerbt zu haben; und er antwortet: „Jener konnte Dir nicht geben, was er nicht hatte. Hör ihn selbst: Seid nicht gebieterisch über das Erbtheil (spricht er), sondern ein Por-bild der Heerde (1 Petr. 5, 3). Und damit Du nicht etwa wähnest, das sei bloß aus Demuth gesagt und nicht auch nack der Wahrbeit (d. i. nach dem wirklichen Rechtsverhältnisse, wie Christus es geordnet), so baben wir das Wort des Herrn im Evangelium: "Die Könige der Völker überherrschen sie, und welche Gewalt über dieselben ausüben, werden Wohlthätcr (gnädige Herren) genannt'; und Er fügt hinzu: 'Ihr aber nicht also!' (Luc. 22, 25—26). Das ist klar: Den Aposteln wlrv das Herrschen verboten" (De consid. II, 6). Es wäre ja doch auch wunderlich, wenn der Herr selbst, welcher Herrlichkeit hatte, ehe die Welt war, bei dem Vater (Joh. 17, 5), gekommen wäre, „nicht um sich vienen zu lassen, sondern auf daß Er diene" (Matth. 20, 28), — dann aber Knechte einzuführcn, welche als die gnädigen Herren das Recht hatten,
Außerdem stehen noch zur Rechten und zur Linken unseres Weges hindernd die Haiben- von welchen die Einen uns zurufen: „Ihr geht uns vielleicht zu weit!" und die Andern. „R gebt uns vielleicht nickt weit genug!" Diesen antworte ich: wir werden gehen 1^^'t - der Geist Jesu Christi führen wird, und nicht weiter; glaubt Ihr mm ton ^sim Geiste mch erfüllt und angctrieben zu sein: nun, so kommet und helft uns oder führet uns, daßi Jhi ■ ganzen Tag müßig steht, während der Weinberg des Herrn bearbeitet wird und nach den Arbeitern ruft, das ist jedenfalls Sünde.
Doch bekennen wir cs mit Dank gegen Gott, daß Viele, Welche von materialistisch Romanismus in der Religion zurückgcstoßen waren, bereits mit Freuvcn zum kirchlichen Leben rurückgckehrt sind, da es ihnen in würdiger, wahrhaft religiöser Welse wieder geboten wird.
An uns aber, Geliebte im Herrn, die wir durch Gottes Gnade volle Klarheit haben, b cs vvr Allem, das Reick Gottes in uns, Wahrheit und Gerechtigkeit, zur unbedingten Herrschast „ fl Sox 9 19. >zu führen, damit wir, indem der Geist sein Leben zurErscheinung bringt,
cs sei des bischöflichen Amtes, göttliche Eigenschaften ^ves Chriftenthums in seinem ursprünglichen Lichte und in seiner herLgew.nnenden Schönheit A maufbörlichen Wunders an der Person. Es ist das dem Angesichte der Völker bewirken Daun wird auch die erhebende w-lch- »n.
" ' ’ Auserwählten, sondern beseelt, daß endlich alle Uebel, welche die Aufrichtung einer geistlichen Herrschaft in der Kirch
zu herrschen und sich dienen zu lassen.
Von einem Papste, welcher auf Grund des Glaubens sich Herrschaft über die Menschen anrnaße, sagt der h. Bernhard, es werde über ihn selbst „herrschen jegliche Ungerechtigkeit." „Ich fürchte für Dich," ruft er seinem Eugen HI. zu, „fein Gift und fein Schwert so sehr, als das Gelüste, zu herrschen" <111, 2). Was aber dem Ersten unter den Bischöfen nicht ziemt, vas fommt überhaupt keinem Bischöfe zu. Als Diener der Gläubigen um Jesu willen bezeichnet der Apostel Paulus sich selbst (2 Corr. 4, 5). Ein Diener ift ber Blsckof im Hause der Kinder Gottes, fein Herrscher über dieselben. „Da ich frei war, cs vor habe ich zum Diener Aller mich gemacht" (1 Cor. 9, 19). ÄU kuu'
Ein Wahn wäre cs, zu benfen, es sei des bischöfli^^» **—“*• / am**7*/* auf Erben zu repräseniiren haft eines unaufhörlichen Wunders an der Person
i ÄX cTileSb,m ®WetWm9 """"" "S’...............°n Zuversicht von Tag'zu Tag gewinnen.
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bart, - von ven Dächern zu predigen, was Er seinen Jüngern im Verborgenen kund gethan. Kirche und wiederum wnerchalb derselben. ihr? ©tefle febte
— Davon ist nichts inoportun, sondern Alles opportun, Alles eine ersehnte Botschaft, nichts römische Herrschaft bewirkt, weil sie die Liebe ent h , Banner ücbt einerseits: „ßl für eine bevorzugte Kaste, sondern Alles für Alle zu jeder Zeit. Was ist das? Kein Straf- Wir streben zur Einheit zurück, aber ,m Kampfe, und auf unseren^iBanner steht .p
gesetzbuch, noch weniger ein Todcsurthcil, etwa in Form des Fluches gesprochen, da der Schuld- kann kein anderes Fundament ^leg , Ueberzeugunq getha"
drief dir Menschheit ans Kreuz geheftet und mit dem Blute dessen, der Niemanden richtete, Je,us Christus," und andererseits: „Alles, was nicht aus Ueverzeugung g sondern fein Leben für uns dahingab, außgelöscht ist, - sondern es ist das Evangelium, die wird, ist Sunde."
frohe Botsckaft, — nicht der Schrecken, nein, die Freude de- Menschengeschlechls, — jene 11. August 1873. ___
das Haus Gottes, in dem er waltet; da giebt es unter den Hausgenossen keine Knechte, sondern alle sind Kinder Gottes; diesen kann er nicht willkürlich, sich, berufend auf eine geheime, Allen unbekannte Verbindung mit dem h. Geiste, neue Hausgesetze' geben und davon die Theilnahme an dem Erbe der Kinder abhängig machen; er darf und kann nicht neue Befehle erteilen und aus der Übertretung neue Todsünden erfinden, um den Kindern Gottes unter dem Vorwande des Ungehorsams statt des Brodes einen Stein, statt des FischeS eine Schlange, statt des Segens Fluck vorzusetzen und sie aus dem Hause ihres Vaters zu jagen. Und wenn der tteue Verwalter die Scgcnsschätze den Kinvern wirklich spendet, so soll er bedenken, daß die Kinder von ihrem Erbe empfangen, welches sie nicht zu kaufen haben. Er muß wissen, daß, was er umsonst von dem Reichthum Jesu Christi nimmt, auch umsonst zu geben hat, damit Niemand wähne, die Religion sei ein Erwerbszweig (1 Tim. 6, 5). .
Es ist des bischöflichen Amtes, die Religion Jesu Christi, d. h. das Reich des Lichte- und der Liebe im Geiste und Herzen der Gläubigen zur Herrschaft zu bringen. Mag Pius IX. immerhin behaupten, es nütze nichts, sich das Gesetz der Nächstenliebe zum Ziele alles Handelns zu nehmen, wenn man ihn nicht in seinen göttlichen Prärogativen anerkenne: ewig wahr und getreu bleibt das Wort des Apostels Paulus: „Die Nächstenliebe thut nichts BoseS.- des Gesetzes Erfüllung also ist die Liebe" Röm. 13, 8—10. Sie schließt die ®ob tcsliebe ein, wie diese jene. „Wenn Jemand sagt, er liebe Gott, und haßt seinen Bruder, der ist ein Lügner" 1 Joh. 4, 20. Nächstenliebe ist Religion, und zwar Die Religion Jem Christi. Wo sie nicht waltet, da ist alle äußere Uebung der Religion Schein oder Heuchelei. Gott Hpm- neu singen und Opfer barbringen hat nur Werth, wenn bie Lobpreisenben und Opfernden einander lieben. Wer die Liebe gering achtet, verachtet Gott, wer die Liebe schmäht oder durch frivole Beziehungen beschimpft, der lästert Gott. An der Nächstenliebe sollen die Menschen erkennen, daß wir Jünger Jesu Christi sind. Ein anderes Kennzeichen seiner Jüngerschaft hat Christus nicht eingesetzt (Joh. 13, 35).
Und endlich hat der Bischof jede Ordnung, bie von Gott ist, burch Gewissen der Gläubigen zu unterstützen und zu fördern. Die Ehrfurcht vor dem Könige, der Gesetze«, sinn ober die Lokalität, die Liebe zum Vaterlaude sind nicht ethische Richtungen oder Agenden neben der Kirche und dem Christenthum her, sondern sie sind wahrhaft kirchliche lind chnsiuche Tugenden. Die in der Christenheit berühmten Worte: „Liebet die Brüderschaft (b. y. die Brüder), fürchtet (Sott, ehret den König!" sind aus Einem Geiste, aus der Einen ckristlichcn Gesinnung hervorgegangen. Sie finden sich in dem ersten Briese Petri (2, \i), welcher als Motiv für den Gehorsam gegen den König und seine Beamten die Liebe zu Gott bezeichnet. Seid untertftan „um des Herrn willen!" (2, 13). Und er fordert Gehorsam nicht blos gegen die guten und milden Herren, sondern auch gegen die harten, und nennt vem selben eine Gnade, weil er aus dem religiösen Gewissen stamme (2, 18—19).
Nicht anders lehrt der Völkerapostel. Paulus kann unter den Aposteln mit Auszeichnung der Kath olische genannt werden; denn er hat die Idee der Katholicität des Christenthum am tiefsten ergriffen und am glänzendsten in seiner Wirksamkeit dargestcllt; " umsaßte mit sed nem Blick und mit feiner Liebe als wahrer Nachahmer Jesu Christi das ganze Menschengeschlecht und seine Predigt war durchstrahlt von dem Princip der Erleuchtung und Heiligung der menschlichen Natur sowohl in dem Einzelnen wie in dem Geschlechte. Ihm entging keines der rett- giösen Bande in allen Beziehungen des menschlichen Leben; und so hat auch er das Verhältnis) : des Christen zur weltlichen Obrigkeit als ein in der Religion begründetes anerkannt. Die Nechtsqewalt, so lehrt er, ist von Gott geordnet; wer der obrigkeitlichen Gki'-'alt widersteht, der [ widersetzt sich der Ordnung Gottes und verfällt dem göttlichen Gerichte. Daß wir Der Obrlg- ■ feit untertban seien, fordert er wie Petrus, nicht nur um der strafenden Gerechtigkeit willen, i sondern auch wegen des Gewissens (Nöm. 13, 1-5). Kein innerer Vorbehalt Wird zuaelassen, ebenso Wenig, Wie Christus bei den Worten: „Gebet dem Kaiser was des Kaiser- : ist" (Matth. 22, 21), einen solchen zirgelassen hat. Nicht das Glaubensgebiet, sondern das - Macht- und Rechtsgebiet ist des Kaisers, aber dieses unmittelbar durch Gottes Ordnung , Darum gehört es zum apostolischen Amte, zum Gehorsam gegen die weltlicke Obrigkeit zu i ermahnen um des Herrn willen, des Gewissens wegen; der Bischof aber, welcher gegen ta l Gewissen zum Ungehorsam anleitet, wirb zum Verräther an seinem Amte; er bringt Die Vacyr t Jesu Christi um ihren guten Ruf. .. .
So viel verzweigt, doch aus Einer Wurzel, ist also das Amt, Geliebte im Herrn.
als da« »°n dem ramischen Bejchofen und Priestern Dargebotenc. D s g st - P f . @lan,e cjne« Morgenstern« den Herzen aufgeht, damit da« so lange an Nacht gewöhnte Ange Eine ausschweifende Ablappraps, o-rbund-n mit dem «"„ !! rbNnd, dann aber dem in der Wahrheit erstarkten Geiste ausstrahlt als Die Sonne der
auf die Macht des Papstes über das F-g°f°u-r, üb»i°ucher und G« chtig eit und Licht verbreitend über Hinnnel und Erde di- Rathset des Daseins lost und ste
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mente von der Taufe bis zur letzten Oe ung ® ^^ZScn Gottes zu ein (1 Cor! 4, 1). Und da ist die erste Sorge, daß ein solcher Verwalter treu
des Verstandes und ^lstlgcn Ereihe^ erlich ^2!^ emes^Kindeß wird sie'von dem'erfunden werde, und zwar treu vor Allem Gott dem Herrn gegenüber, daß er sich nicht an dir vaticanischen Dogmen vom 18. 18« . Bi j Stelle des Herrn zu setzen suche, als wäre er der Besitzer der Gnadenschätze. Nur Einer hat
®ater E?-°nr ÄitNiM"°s?-rfüllt sich daher auch heut- das Wort de« Propheten Ez-chi-l den Schlüssel David«, welcher öffnet und Ntemand schließet, nicht öffnet und Niemand öffnet /^J _ Wie öur Zeit Ehrtsti, so ersuur pcy oaycr a cy 9 weiden »ur Sveife dient,'(Apoc. 3, 7); dieser Eine bat die Schlüsselgewalt nur der Kirche anvertraut, und welche sie
5 p' baLrtC(5^rbebLn r6nerrn ‘«halten bUeb nur noch zerstreut gefunden uürd. Uudlausüben, sind Verwalter, nichts mehr. Die Schätze zu spenden, nicht zu verweigern, ist ihr schlin^ner ist es ^Ae- denn w^ Esiier da^ Zerstreute sammeln will, ba® rufen sie ihm böse Beruf. Auch der Verwalter Hat^die Kirche zu Horen,c »JJ tarnen mA i^n 10) erfüllt fick wieder. Hirten sind es,
die den Weinberg verwüstet haben. Der kurze Zeitraum von drei Jahren hat ausgereicht um in der Masse der Jnfallibilitätsgläubigen die sittliche Verkommenheit m schreckenerregender Weise zu verallgemeinern. Die Nächstenliebe kennen sie nicht mehr. Sakrilegisch nennen sie den heiligsten Gottesdienst jener Priester, welche vor dem Angesichte Gottes mcht lugen wollen, und Dieienigen, welcke in Der Wahrheit sterben, suchen sie durch das Begrabniß der Selbstmörder zu beschimpfen wie sie denn auch im Leben den Altkatholiken unter Hintansetzung aller früheren Beziehungen und Verpflichtungen, selbst der Pflicht der Dankbarkeit, den Gruß versagen, Den man nach der Lehre des Heilandes den Heiden nicht versagen soll. Auch erachten sie es für ihre Ausgabe, den altkatholischen Nächsten in seiner materiellen Existenz zu rumiren und ihn in der Menge DcS Volkes durch Verleumdungen der fchamlosesten Arr um seine Ehre zu bringen. Sic haben ihren Anhängern eine Presse aufgenöthigt, an heiligen Statten zur Beisteuer und Lektüre die Unerfahrenen verpflichtend, welche die christliche Sitte und Milde in denl Herzen zerstört, die Gernütber der untersten Volksschichten verbittert und roh macht und den Gesetzes- sinn ertödtet. Uno' das Alles betreibt und befördert die Geistlichkeit im Auftrage oder unter selbstverständlicher Begünstigung ber Bischöfe, ja unter beständiger und offener Aufmunterung Seitens des Pabstes, der in ber würdelosesten Beschimpfung der Gegner nicht selten vorangeht. Immer tiefer sinkt der Grad der geistigen Bildung; immer mehr greift der Aberglaube um sich, Der Fanatismus Wirb roher, Der Hohn gegen die Wissenschaft größer, die Widersetzlichkeit gegen


