Ausgabe 
30.12.1871
 
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König ist vorgestern von Hohenschwangau

k Tdicrs, in d-ff-n Händen sich Frankreich jetzt befindet, hat nicht Vie genügende

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^arin kann lur Bett an eine Restauration nicht denken; die Geister sind noch x-' . , . . . _ fi r VI i I- kot'nnnt

Kraft und vielleicht au. herzustellen. DaS Land ist noch einmal eine

bisher ein anderes Mittel als gänzliches Verbrennen der inficirten Weinstöcke und Reinigung der Erde, in welcher sie gewachsen, nicht aufgefunden worden ist, »er* anlaßt er die Bezirksregierungen, durch wiederholte öffentliche Bekanntmachungen im Amtsblatte das betheiligte Publikum von der Gefahr zu benachrichtigen, welche sich immer mehr den deutschen Grenzen nähert, und das Publikum vor dem Be­ziehen von Weinreben aus den östlichen Gegenden Frankreichs ausdrücklich zu

Insekt nur selten, ------ --- .

selbe, von Luftströmungen fortgetragen, die Krankheit in weitere Entfernungen zu verbreiten. Indem der Minister für Landwirthschaft die Bezirksregierungen von dem drohenden Fortschreiten dieser Krankheit in Kenntnitz setzt, welche von der

und. . eS wird mich finden.

Der Exkaiser scheint von einer wahren Manie für Staatsstreiche besessen zu sein; wenn er selbst Linen machen kann, so würde cS ihn wenigstens freuen, Andere einen solchen Gewaltact ausführen zu sehen.

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warnen.

München 23. December. Bei seiner heutigen R-ctoratSred- sprach Dr. o. Döllinger über die Aufgabe, welche die deutschen Hochschulen nach den neuesten gewaltigen Ereignissen sich zu stellen haben. Redner gedachte zunächst de« Kriege« gegen Frankreich, da« seine Niederlage vorzugsweise der seit einer Generation be­triebenen Unwahrhastigkeit seiner Literatur, besonder« der historischen, verdanke. Derselbe wie« sodann aus die am 18. Juli 1870 erfolgt- Kriegserklärung Rom« gegen die deutsche Wissenschaft hin und constatirte, daß die vatikanischen Decrete nur gegen die deutsche Wissenschaft ins Werk gesetzt und seit «ehr al« zwanzig Jahren durch spstematischr Fälschung der theologischen Lehrbücher vorbereitet wor- den seien. Redner thrt durch einen Rückblick auf die deutsche Geschichte die Roth. Wendigkeit dar, daß die Lösung der deutschen Frage durch das Schwert geschehen mußte, erwähnte der Jniltatioe de« König» von Bayern zur Schopsung der Kaiser­würde und wies die Nothw-ndigkeit der Fortdauer der Föderaiivsorm nach. Durch die letzten Ereignisse seien vor Allem die G-schichle und Vie Theologie gefördert unv angeregt worden. Die Aufgabe der Theologie sei früher polemischer Natur gewesen; sic müsse jetzt irenisch (vermittelnd) sein. Die Theologie habe dahin zu wirken, daß Deutschlanv, wie es die Kirchentrennung geschaffen, auch Vie Wieder- Vereinigung oder wenigsten« die Bersöhnung der Eonsesfionen herbeiführe, wonach

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Damen der Haute-Finance haben ihre ganze Liebenswürdigkeit und Ueberredung«- girbe dahin verwandt, um die Zustimmung zu einem von ihnen gefaßten Beschlüsse womöglich von ganz Mühlhausen zu erlangen. Dieser Beschluß bestand in nichts Geringerem, als das schöne Wethnachtsfest für dieses Jahr von der Tafel des Gedächtnisses zu streichen, und alle Gelder, die man für Geschenke an die kleinen und großen Kinder an diesem schönen Feste in jedem Hause zur Freude und Er* heiterung zu verwenden pflegt, zu sammeln und nach Frankreich einzusenden, um den Franzosen damit die Kriegsentschädigung an Deutschland abzahlen zu helfen. Dieser Vorschlag ist den einsichtigen Bürgern doch gar zu absonderlich vorge* kommen uno sie haben sich mit solcher Entschiedenheit dagegen ausgelehnt, daß trotz aller Liebenswürdigkeit und UeberredungSkunst jener Damen von diesem pa* triotischen Unternehmen hat Abstand genommen werden müssen.

Brüssel, 28. December. Man schreibt derJnd. belge" aus Versailles, Graf Arnim habe auf Antrag von Berlin der französischen Regierung wegen allzu* großer Ausgaben für Militärzwecke und für die Armee-Orgamsatton Bemerkungen gemacht, indem Fürst Bismarck vorschützte, daß dadurch die ZahlungSsähigkeit Frankreichs gefährdet werde. Rothschild in London hat 300 Millionen in , Schatzbons zu 6 pCt. übernommen und so weitere Emissionen vorläufig unnothig

den Grafen Ctnmbord proclamiren sollen; dann besäße Frankreich jetzt Allianzen, die ihm seine Wiedergeburt erleichtern würden. Die fremden Mächte werden nie­mals ernstlich mit einer Ration unterhandeln, welche in einer so gespaltenen Kam- wer vertreten ist. Der Orleanismus ist zur Stunde nicht möglich; es rst dies ein Bastaldsvstem, welches sich mit dem allgemeinen Stimmrecht mcht vertragt. Außer dem Radikalismus oder dem Kaiserreich gibt es für Frankreich nur eine Rettung: Vas ist der Herzog von Aumale. Dieser allein hat die ncthige Kraft, um das Land mit Hilfe des Regimes von 1852 wieder aufzurichten; es ist ein intelligenter, unterrichteter, eines großen Entschlusses fähiger Mann. Wenn der Herroa von Aumale die Rolle spielen will, welche die Umstände und fein Patrio­tismus ihm vorzeichnen, so bin ich für meinen Theil bereit, ihn zu unterstützen und meine Freunde öff.ntlich aufzufordern, ihm keine Verlegenheiten zu bereiten. Wird der Herzog von Aumale es wollen? Ich glaube nicht, denn er ist von Freunden umgeben, die unfähig sind, ihn in einem großen Entschlüsse zu berachen und zu unterstützen. Aber denken Sie an das, was ich Ihnen sage: wenn in sechs Monaten der Herzog von Aumale nicht Präsident der Republik ist und wenn er nicht das Regime von 1852 wiederherstellt, so wird Frankreich mich abholen

Darmstadt, 27. December. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben am 23. d. M. allergnädigst zu verleihen geruht: 1) Das Comthurkreuz 1. Classe des Verdienstordens Philipp des Großmüthigen: dem Obersten und Director des Kriegsministeriums Dornseiff. 2) Das Eomthurkreuz 2. Elaffe des Verdienstordens Philipp des Großmüthigen: dem Obersten Hartmann. 3) Das Ritterkreuz 1. Elaste des Ludewigsordens: dem Chef der zweiten Abtheilung des KriegSmmisteriums Oberkriegsrath Riepoth, dem Obersten in Pension Scholl. 4) Das Ritterkreuz 1 Elaffe der Verdienstorden« Philipp des Großmüthigen: dem Stabsaudtteur Schenck, Hülfsreferenten 1. Abtheilung des Kriegsministeriums, dem Intendantur- rath Dauber von der zweiten Abtheilung des Kriegsministeriums, den Intendantur- srcretären des Kriegsministeriums und Revisoren Weygandt und Mohr, dem Knegs- kaffe-Buchhalter Schenck, dem Hauptmann und Vorstand der Artilleriewerkstatte Bellaire, dem Hauptmann bei dem Großherzoglichen Artilleriecorps Sartorius, dem Zeughauptmann Plack, dem Premierlieutenant und Vorstand des Train-Depots Arnold, dem VerwaltvngS-Jnspector bet der Garnison-Verwaltung, RechnungSrath Schneider. 5) Das Ritterkreuz 2. Elaffe des Verdienstordens Philipp des Groß- müth'gen: dem Zeuglieut.nant Schmidt, dem Zeugfeuerwerkslieutenant Schäfer, dem Quartiermeister Bodensohn, dem Jntendantursecretär Schäfer bei dem KnegS- ministerium. Sodann zu ertheilen: dem Oberstlieutenant Scholl, Chef der 1. Ab- theilung des Kriegsministeriums, den Charakter als Oberst, dem Major ä la suite der Infanterie Kuhlmann, Rechner der Einstandskaffe, den Charakter als Ooerst- lieutenant; dem Kriegszahlmeister Wiegandt den Charakter als Kriegsrath.

t Berlin, 27. December. Berlin hat nach der neuesten Volkszählung, ein* schließlich des Militärs und dessen Angehörigen und ausschließlich des auf ca. 400 Seelen zu schätzenden fremdländischen diplomatischen Corps, in Summa 828,013

Jhimnurn.) December. Das letzte Bulletin vom Mittag lautet: Der Prinz von Wales verbrachte eine ruhige Nacht. Die Reconvalescenz wird ver- zögert durch eine schmerzhafte Affection der linken Hüfte, begleitet von einige» 5,ebCr'$iubfor, 27. December, Nachm. 3i/4 Uhr. Die Königin und Prinz Leopold sind mittelst Extrazuge- nach Sandringham gereist.

Rom, 27. December. Der Cardinal Amati ist gestorben. Der König hat der Königin Victoria zur Reconvalescenz des Prinzen von Wales gratulirt.

Nom, 27. December. Das JournalFanfulla" meldet: Mehrere italienische Erzbischöfe und Bischöfe richteten aus Anlaß der Weihnachtsfesttage Adressen ; an den Justizminister, welche ehrerbietige Glückwünsche für den König enthielten.

Seitens der französischen Regierung sind Mittheilungen hierhergelangt, welche über das weitere Fortschreiten der in Frankreich ausgetretenen Krankheit des Wein- stocks nähere Auskunft enthalten. Diese durch ein Insekt, welches an der Wurzel des Weinstocks lebt, hervorgerufene Krankheit hat sich vorzugsweise in tenfenigen Departements und LandeStheilen ausgebreitet, welche am östlichen Ufer der Rhone belegen sind, wo sie den dritten Theil aller dort befindlichen Weinberge gänzlich zerstört hat. An dem westlichen Ufer der Rhone hat sie sich, wenn auch in ge­ringerem Umfange, gezeigt. Nach den angestevten Untersuchungen gehört das mit bloßen Augen kaum erkennbare Infekt der Ordnung der Hencipteren und darunter

6 23. December. Nachrichten au« dem Departement Ardenne« meb

ben, paß in'Folge einer Rauferei in Vouzier«, die durch die Einwohner man- laß, war, der dortige bapcrifche Commandaut die Notablen der Gemeinde fest- nehmen l^ß December. Da«Journal officiel" meldet,daß der Präsident der Republik gestern die Ehre gehabt hat, den Kaiser und die Kaiserin von Bra- fllien zu empfangen". DemPari«.Journal" zufolge hatte Dom Pedro ebenfall» gestern eine längere Unterredung mit dem deutschen Gesandten Grasen Arnim, zu deren Schluß er demselben die Insignien de« ChristuS-Orden« überreichte.

London 23. December. Die Genesung des Prinzen von Wale« ist so weit vorgeschritten, daß gestern die officielle Erklärung abgegeben wurde, er seiaußer Gefahr und c« seien keine Beschädigungen der inneren Organe zurückgeblieben. Nicht« destowenigcr sagt da« letzte Bulletin, daß die gestrig- Nacht weniger ruhig vorübergegangen ist. Zu verwundern ist die« bei der Natur der Krankheit nicht, denn die EonvaleScenz nach typhoidischem Fieber ist stet« sehr langwierig und nie ganz ohne B-sorgniß, indeß ist da« allgemeine Befinden de« Prinzen trotz der unruhigen Nacht recht günstig und die Symptome versprechen noch immer -tue Wiederherstellung ohne Complicationen. Die Exkaiserin Eugenie ist von ihrer spanischen Reise gestern in Southampton eingetroffen, um von dort nach ChiSle- hurst weiter zu reisen, und heute schon bringt dieMorning-Post" d,e folgende Notiz, welche offenbar daraus berechnet ist, die Gerücht- von dem hierher geretteten Reichthümern der exkaiserlichen Familie abzuthun:Die folgenden Juwelen, da« Eiarnthum einer jetzt im Exil befindlichen hohen Dame, sind von der Firma Ema­nuel für 80,000 L. angekauft worden." (Folgt die Liste, bestehend aus 14

Diogen nuzm raum nunaumc -vvj - Frankfurt a. M. Die Annoncen-Expedition von RudolfHossein Frankfurt

den Blattläusen an. Dasselbe lebt in ungeflügeltem Zustande auf der Wurzel vermittelt auf dem erfahrungsgemäß erfolgrelchsten Wege der J^^ttonaus 5

- ru? ä sess?

U_______ hU OrAtifk#;* in Sntkernunaen ,u -^urecynung oci -u« i v

sn,|rh«f6rticr sebr leicht »u bewerk-t französische» Regierung al« eineLandplage" bezeichnet wild und gegen welche, sügung von Elsaß-Lothringen m den deutschen Re ch p 1 yu/tnitt/be« Nerbrennen der infiniten Wlinüöcke und

fteMgen ist. Wohin will Luxemburg gehören, ist d.e Vorfrage, die wir »n« zuerst zu beantworten haben, unv wenn wir hierdurch die richtige Seite der Sache gc- . winnen, ist die weitere Ausführung nicht schwer zu behandeln. Eine Partei woll e zu Frankreich, die Bevölkerung will neutral bleiben, Luxemburg steht unter Hol­land- Herrschast, aber e« gehör, zu Deutschland ; diese Sätze bezeichnen de» Stand der Sach- und die vollständige Verwirrung, Die unmöglich langer dauern kann. Ist -« nicht da« Beste für all- Th-il-, einen thaisachlich unhaltbaren Zustand so bald al« möglich zu ändern und in den richtigen gesunden uberzufuhren?

DieMetzer Z-itung" gibt den Luxemburgern den Rath, sich der Herrschast der Franzosensreunve zu entziehen. Die Neutralität lasse sich im Kriege nicht durch­führen, und im Frieden müsse Luxemburg, wenn Deutschland sich zur Absp»run« entschließe, in eine traurige Lage g-rathen. E« thate am besten, die VW O°- legenheit zu benutzen, um zugleich mit Elsaß-Lothringen sich an Deutschland n- zuschließen. So der Corresponbent derM-tz-r Zeitung".

Au« Pari« vom 26. d. M. wird gemeldet: Dl-France" bringt folgende Sensationsnachricht: Fürst Bismarck hat im Occupationsgebiete die Abschätzung des gefammten Privateigenthums angeordnet, um eventuell die angevrohten Re- prcffalien sofort zur Ausführung bringen zu können. ,

Der Einsiedler zu Chiselhurst kann es nicht lassen, den Franzosen >n ihren jetzigen Nöthen mit seinem Rath beizustehen.Paris Journal" will nämlich Kenntniß von einer Unterredung erhalten haben, welche Napoleon IU- am vor­letzten Donnerstag mit einer hervorragenden Persönlichkeit gehabt hatte und dtt nächstens in derTimes" veröffentlicht werben solle. Der Exkatser hatte sich

.I ,i Damen der Haute-Finance haben ihre ganze Liebenswürdigkeit und Ueberredung«.