Ausgabe 
30.12.1871
 
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ds Gießener Anzeiger.

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W Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen.

1S71

Samstag den 30. December

Nr. 302

vierteljährlich

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Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen 1 fl. 12 fr., frei ins 4ßaud geliefert.

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29. December. ICeuknbe Anzahl Führer und die oußeroitentlick winzige Zahl Mitglieder dersel-

Täalich kommen neue Tha,lachen an'S Licht, welche die so ost in fremben'ben deizulegcn bemüht sind, ist es doch immerhin von historischem Interesse, gc. Leitungen und luter auch in gewissen deutschen Blättern auSpo,»unten angeblichenllegentlich einmal aus die Beränderungen innerhalb der Leitung und der leitenden Räubereien der deutschen Truppen in Frankreich krästigst wiederlegen. So hieß.Grundsätze dieser geheimen Gesellschaft hnnzuweisen- Der Vorstand, weicher sein e« in verschiedenen Zeitungen, daß insbesondere in ter Nähe von Jvetot und Hauptquartier Nr. 256 H.gh Holborn W. C. London aufgeschlagen hat, besteht Dievve von den einrückenden Truppen viel giplündert worden sei. Nachträglich zur Zeit au« den Herrn Fr. Engel« al« Vorsttzenden, 3- Junfl al« Schatzmeister aber bat sich herausgest.ll,, daß ein Franzose, Namen« Cousin, und zwei seiner und Josef Haie« al« Generalsecretär; zu correspondirenden Seeretaren hat der Söhne, mit denen er stch jetzt vor den Assisen de la ©eine inserieure deshalb zu Generalralh bestellt: Alfred Hermann für Belgien, Th. Mottershead für Dane- verantworten hat, von der Jnvasivnspanique ter dortigen Einwohnerschaft in der mark, Karl Marx für Deutschland urd Rußland, A. SeraiHier für Frankreich, Weise Nutzen gezogen haben, daß sie als preußische und sächsische Soldaten «er- Eh. Rochat sur Holland, P. I. Tontü für Irland, Friedrich Engels für Jia kn (leitet in die Häuser eindrangen und unter Bedrohung mit Word und Todtschlag und Spanien, Leo Frankel sur Oesterreich und Ungarn, Wrobleekr sur Tölen, W-id Uhren und sonstige Werihgegenständc raubten. Namenelich benutzten sie zu Heimann Jung sür die Schwei,, Eccarius sur die Bereinigten Staaten von Nord- ihren'Raubzügen die Nacht, sie feutrnn blindlings in die Häuser, bis sie enilich amerika, Moussp sür die sranzöstschen Seetionen der Bereiniglen Staaten.- Das einmal auch in das Haus eines behe,zt>n Bauers eirfielen, der ihnen mit Pulver neueste Programm der Internationalen lautet: 1) Dee Er°b,rung der politischen unt Blei antwortete und dadurch den einen der Gebrüder Cousin verwundete. Macht auf dem ganzen Eidenkreise ist zur größten Pflicht der Arbeiterklassen ge- Durch de« Letzter» Gefangennahme wurde die Sache enltedt. Daß die franzest- norden. 2) Die sociale Emaneipation der Arbeiter ist untrennbar von ihrer Po­sch,n Blätter so viel Ehrrnhastigkeit nicht besitzen, um dieser Entdedung eine eben Mischen Emaneipation. 3) Die Internationale setzt c« sich zur besonderen Auf- io aroße Publieität zu geben als der angeblichen Räuberlust unserer tapferen deut- gäbe, nicht nur Mittelpunkte für die streitbare Organisation der Arbeiter zu bilden, chen Truppen, ließ sich voraussrhen, darum ist es aber doppelte Pflicht der deut- sondern in allen Ländern ebenfalls mit allen Kräften die politische Bewegung der cken Blätter, das uns aus glaubwürdiger Quelle mitgetheilte Thun und Treiben Arbeiter zu unterstützen, die zur Erreichung les vorgesteckten Endziels dient 4) Der n» Kamille Cousin möglichst zu verbreiten. (Dr.N.) zügellosen Reaetion, welche zedes Emaneipakonestreben der Arbeiter schamlos

+ Für die in nächster Session des deutschen Reichstages zu erwartende Be- niedeiwtift, ist entgegen zu handeln und auf den besten Beistand ter Internationale ratbuna über die Banksrage hat da« deutsche Handelsblatt, als Organ de« deut- zu rechnen. 5) Die Arbeiterklasse hat sich gegen die Gesammtgewall ter besitzen- scher, HandelSIagiS, tiefer Körperschaft folgende Resolutionen unterbreite,: In Er- den Klaffen al« eine besondere politische Pa.te. zu tcnflituinn a!« Vorbereitung LXunp daß bei dem Uebergange Deutschlands von der Silberwähi ung zur Gold- für eine foctale Revolution. - Zu verwundern .st an dem Manifest nur daß bet mäbtunfl eine Befchränkung Oer in Deutschland umlaufenden papiernen Werthzeichen all den utopischen Versprechungen die Berfaffer den Mund n>cht voller nahmem ersordersich wird und es sich schon aus tiefem Grunde nicht empfiehlt, die Zahl Ebenso eifrig wie die Bukarester Finanziers nach dem besten Wege suchen, ter notenausgebenden Institute zu vermehren; daß die gesunde Entwickelung de« auf welchem sie in möglichst wohlfeiler Weise zu dem Alleinbesttz der zumeist mit Bankwesen« in einem Lande von der Verleihung von Notenprivilegien nicht ab- deutschem Gelte erbauten rumänischen Eisenbahnen gelange», ebenso erfinderisch ist dänaia ist- daß bei Regelung der Notenausgabe die Sicherheit des Notenumlaus« Dr. Strousberg in neuen Finesse», durch welche er sich ter ZahlungSpflicht der in erster Linie zu berücksichtigen ist; daß dae Geschäft der Cretkgewährung an RumäniercouponS entziehen könnte. Neueitings hat Dr. Strousberg dem Berliner s»rivate kein geeignekr Gegenstand der StaatSindustrie ist; daß erworbene Rechte. Stadtgericht zwei Coupons eingeretcht, welche e.n und dieselbe Nummer sowie em soweit sie nicht dem Gemeinwohl augenscheinlieb nach,heilig sind, geachtet werden und denselben Fälligkeitstermin zeigen, von denen mithin einer oder ter entere mbfTen und es daher nicht zulässig ist, die ertheilten Notenprivilegien plötzlich zu falsch sein muß. Gestutzt hierauf, bestreitet nun Dr. Strousberg m allen Falle» bei ttaen empfehlen sich für die Regelung de« Bankwefens folgende Grundsätze: die Aechtheit der gegen ihn eingeklagten Coupon« und nimmt die ihm h erüber 13 Zul Besorgung teV zulässigen Notenausgabe soll eine Hauptbank besiehe» zugeschobenen Eide an; ter Bagatellrichkr hat auch bereit« beschlösse», tiefe @ite unter flrenJr Controle der Reichsorgane darüber, daß die Summe der von der- leisten zu lassen, und man ist nun gespannt, wie sich Herr Dr. Strousberg aus

'tirfm Roten nicht da« für das Gemeinwohl heilsame Maß übersteigt, diesem Dilemma herauswickeln wird.

S^Die Hauptbank soll nur mit Bankinstituten, mch, mit dem Publikum unmiltel- Dem Vernehmen nach ist der früher aufgetauchte Gedanke, die im letzten innrfAäftlicben Jßerfebr treten und daher keine Filialen unterhalten. 3) Die Kriege erbeuteten Chassep.eS an Frankreich wieder zmuckzuverkaufen, jetzt gänzlich antere» Ban en ertheilten Notenprivilegien sollen zwar erhalten, aber weder der- aufgegeben. Ehe über die Beute endgiltig diSponir, wird würde vor allen Din- mebrt nock erweitert werten. Sofern tiefe Notenprivilegien tem Betrage nach gen die deutsche Armee vollständig mit einem neuen Gewehr ausgerüstet sein, da« unbeschränkt sind, sollen sie auf eine dem gegenwärtigen thatfächlichen Geschäfts- dem Ch-ffepot in jeder Beziehung überleflen ist.

veetide dir betreffenden Bank entsprechende Summe herabgesetzt werden. DieMetzer Zeitung schreibt. Wohin gehört Luxemburgs Wir stellen

L Obwohl wir durchaus nicht geneigt sind, der internationalen Arbeiter- diese Frage nicht au« Neugierde, sondern weil wir allen Ernstes glauben, daß die a ffociation diejenige weittragende Wichtigkeit zuzusprechen, welche ihr die nicht unbe- Zeit ihrer Lösung gekommen und daß diese Lösung in Verbindung mit der Em-

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Die seither unseren Abonnenten als Gratis-Beilage übergebenen

Gießener Familienül älter

werden wir auch für die Folge dreimal wöchentlich dem Gießener Anzeiger beilegen und dafür Sorge tragen, daß durch Deren Inhalt an gediegenen Original-Novellen unseren geehrten Lesern eine fesselnde Seetüre zu Theil wird. Zugleich machen wir unsere Leser darauf auf­merksam, daß das Manuseript der so sehr spannenden Original-Novelle:Der eiserne Abbv" jetzt vollständig in unseren Händen ist und wir also nicht verfehlen werden, mit dieser Novelle das Feuilleton im Jahr 18/2 zu eröffnen.

Die Redaction.

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Brodpreise vom 30. December 1871 bis 5. Januar 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker:

4 Pfund gemischte« Brod 22 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 11 fr.*' 4 Pfund Roggenbrot- 19 kr. 2 Pfund Roggenbrob 9>/z kr.