khör, ' Kucke v
’ «k«. i «bat iUt""«Bti^
*Ü««kL1
^"'kratgebübr^- ft werben her m ,n 5 “«■Beriet
■Äf5h*«tai
r l o r e u
lüntt Hm wüM, 'S'b )u mirthm. tii.
'- 'jrpafM (Saßtinl Nirirnpflichligm tinjf lEhmft rrthM Lch« frlnthnifi.
(«SW, !Ä£- dl*?«, ®irl l^MNogtopi tytujfri^s und Peiii-fa ’injnnffl fuibtn bäum ^ttiger Meldung *• Rießer, 25- Franksuü a. U.
(a. A
mdschein, Nr. 5& AS ^rr rrblichr ftinbcmf • ’fflfii eine $dq f Jini, abzugebm.
tngt fann in bim:*. ditfcrcintr StfiopM
GLU YOGI# oncen-Expedilion., urt am Main, tnsee f, im 1. Stock treeniill, 50; zipeftrrtnwe, 46; tantabtrg, 29; <141, ficaer Markt, 11; ; Urit, 17, Königshaus; n-opnnulrvse, 1 B; wiernwe, 1; trt Gni*nstnw>e, 13; « do Molard, 1
n tzottme-Papier gierung gaiantir 15. NoveM
,, 150,000,
werden-
im
,'ern des >
rinffV"
^en
M untl
Preis utecteljährtg 1 ff- 12 fr. mit Brtngerlohn. Durch die Poft oezogen vierteljährig 1 ff. 27 fr.
lchmer A tizeiger.
Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS.
Expedition: Lanzleiberg Ltt. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen.
Ne. Samstag den 29. April 1871.
Beste Zungen auf den Gießener Anzeiger
Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für 1 fl. pr. Quartal.
Brodpreife vom 29. Avril bis S. Mai 1871,
nach eigener Erklärung der Bäcker:
4 Pfund gemischtes Brod 21 kr. 2 Pfund gemischtes Brod lOVz kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 fr. 2 Pfund Roggenbroo 9 fr.
Amtlicher Tvei 1.
M. Der bleibinde Antschnß de« deulschen Handklstagcs halte sich im März
Der 1. bis 18. von Paris Listen sind
„Univers" veröffentlicht drei Listen, denen zufolge in der Zeit vom April 47 Priester und andere geistliche Personen verhaftet, 26 Kirchen und 24 Klöster und geistliche Schulen geschloffen worden sind. Diese aber, wie der „Untvers" selbst sagt, noch lange nicht vollständig, zu der ersten eine Anzahl von Mönchen, welche in ihren Seminarien haben, zu den beiden anderen eine ganze Reihe von Capellen und
Dag ossicielle Pariser Blatt enthält eine Reihe von Documentcn, die jedoch ohne besonderes Interesse sind. Eines betrisst die Aktenstücke, welche die Wittwcn und Waisen der auf dem Schlachtfelde gefallenen Nationalgarden vorbringen
Man muß Hausarrest
welchen die Beschränkung an den Sonn- und Festtagen eingeführt sei, nicht competent sei, eine Aenderung im Sinne der Petenten eintreten zu lassen.
Dem Reichskanzler ist in diesen Tagen eine Adresse portugiesischer Bürger der Stadt Ponte Belgrda, San Miguel (Azoren) zugegangen, in welcher sie ihre Glückwünsche darbringen.
Aus Wien berichtet der Telegraph von einem Antrag im Unterhause, in welchem die direkte Wahl der Abgeordneten durch die Bevölkerung verlangt wird. Die Herren scheinen also von uns nichts gelernt zu haben und noch immer von dem liberalen Aberglauben befangen zu fein, daß direkte Wahlen immer eine demo- kratische Kammer als Resultat haben wüssin. Und es bedarf doch nur eines Hinblickes auf die klerikalen Stellen im Centrum des deutschen Reichstages, um zu der Erkcnntniß zu gelangen, daß, so lange die Verbreitung einer gesunden Schul- bildung nicht die vornehmste Sorge jeder Staatsregierung ausmacht, das allgemeine Wahlrecht und die direkte Wahl das schneidendste Werkzeug in den Händen der Dunkelmänner sein werden. Gilt dies aber schon von Deutschland, dtssen allgemeine Bildung sehr gerühmt wird, um wievielmehr sollten dann die Liberalen Oesterreichs sich vor Experimenten hüten, welche einem politischen Selbstmordversuche gleichkommen.
Das große Gegenstück zu der pariser Commune ist das diesseitige Oesterreich. Wie jene Commune Frankreich in einen Bund freier Reichsstätte umgestalten und das Ruchsparlament auf den Rang einer Versammlung von Dele- girten der souvtränen Gemeinden zurücksühren will, so suchen die Föderalisten des diesseitigen Oesterreichs die einzelnen Länder und Königreiche von dem Cen- trum der Regierung zu emancipiren und den Reichsrath zu einer Versammlung der Delegirten der unabhängigen Länder umzubtlden. Ungarn mit seinem Ausgleich soll noch aus dem Spiel bleiben, bis die Föderation diesseits der Leitha gesiegt hat und dem Dualismus den Krieg erklären kann. Ein Gesammtparla- ment, zu welchem die Lander und Königreiche beider Reichshälften ihre Beauftragten senden, soll den Schluß dieser Bewegung bilden.
Berichten aus Rouen zufolge hatte die Stadt ausdrücklich das deutsche Oberkommando um eine zahlreichere und längere Besatzung gebeten, aus Furcht vor der pariser Revolution und deren Rückwirkung auf den Pöbel und die socia» list schen Banden von Rouen. Auch gibt die St..dt, wie der „Wsr. Ztg." we- nigstcns von dort stationirten Militärs geschrieben wird, der deutschen Besatzung aus freien Stücken eine Tageözulage von 2V2 Sgr. pro Mann.
Der Bürgerkrieg in Frankreich ist noch in vollem Gange und schon sind selbst Blätter wie die „France" wieder im Zuge, den Franzosen Illusionen über den Frieden mit Deutschland zu machen. Ein obskures Florentiner Blatt hat als „begründet" gemeldet, Mühlhausen werde bei Frankreich bleiben, und sofort wird dies als unbestrittene Wahrheit in die Welt posaunt.
M. Die Verzögerung des definitiven Friedensabschlusses, Dank der Ohnmacht der Versailler Regierung, den Pariser Aufstand zu bewältigen, hat die größten Nachtheile für unsere politischen, socialen und wirthschaftlichen Ausgaben im Gefolgt« Nicht nur, daß durch Die verzögerte Heimkehr der älterer Mannschaften unserer in Frankreich stehenden Truppen sich überall der Arbetter- mangel sowohl für die Landwirthschaft, wie für viele Geschäfte in den Städten fühlbar macht, die durch die Pariser Unruhen hervorgerusene unsichere Lage Frankreichs wi kt auch aus den Gang des Handels und der Industrie in ganz Europa zurück, sie stört alle Geschäftsunlernehmungen und vermindert den Wohlstand aller Volksclassen.
Ist bas schon ein großer Nachtheil im Allgemeinen, so leidet Deutschland noch ganz besonders unter den französischen Zuständen, insofern es sich der ungeheuren Vortheile einstweilen beraubt sieht, welche die Kriegsentschädigung ihm gewähren würde. Die Erledigung der Ansprüche der Invaliden und der Hinterbliebenen der Soldaten läßt sich nicht in einer den Ansprüchen der Humanität entsprechenden Weise durchführen, ohne die Gewißheit, daß Frankreich mindestens den für dieses Jahr vertragsmäßig übernommenen Verpflichtungen nachkommt; außerdem ist es nicht möglich, die Staatsbauten, Eisenbahnarbeiten u. s. w., die selbst vom politischen und strategischen Gesichtspunkte von großer Wichtigkeit sind, so energisch zu betreiben, als dies nach vollendetem Friedensabschlusse der Fall sein würde.
Auch der freiheitliche Ausbau unserer Relchsverfaffung muß unter dieser Unsicherheit der Zustände leiden, die den Blick weniger auf die Bedürfnisse unserer inneren Politik, als auf fcie Sicherstellung un-ercr auswärtigen Interessen richten.
Es wäre also dringend zu wünschen, daß die deutsche Bundesregierung den Moment bald für indicirt halte, wo dieselbe sich die Garantie verschaffen muß, daß die Friedensbedingungen zur Ausführung kommen. Je länger die Herstellung regelmäßiger Zustände für Frankreich hinausgefchoden wird, desto mehr wild dieses Land in seiner Kraft und Fähigkeit geschwächt, seine Verpflichtungen gegen Deutschland abzutragen. Nun liegt allerdings die Schwächung Frankreichs im deutschen Interesse nicht minder als im europäischen, insofern eine Störung des Friedens dadurch verhindert, jedenfalls auf eine entferntere Zeit hirausgefchoben wird; indessen leidet doch auch Deutschland unter den zerfahrenen französischen Verhältnissen so sehr, daß es wohl endlich die Geduld verlieren darf und die Franzosen an die ernste Nothwendigkeit erinnern kann, Deutschland zu entschädigen für die furchtbaren Opfer, welche ihm der Krieg kostete, den Frankreich allein heraufbeschwor und verschuldet. Gegen den Verdacht einer interventtonSlustigen Politik hat sich die deutsche Bundesregierung hinreichend gesichert durch ihre bisherige Enthaltsamkeit, deren sich die Franzosen, wären sie als Sieger aus dem Kampfe hervorglgangen, sicherlich nicht befleißigt hätten.
Wir würden deshalb mit Freuden den Augenblick begrüßen, wo den Fran- zosen mindestens ein Termin gestellt wird, bis zu welchem sie ihre Streitigkeiten beizulegen haben, um sich der Arbeit der Ausführung der Friedenspräliminarien mit aller Kraft zu widmen.
Bekanntmachung.
/ Die Feierabendst»nde betreffend.
Der nachstehende Paragraph 365 des Bundes-Strafgesetzbuchs wird hiermit zur Nachachrnng bekannt gemacht.
Gießen, den 26. April 1871. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.
Nover.
§. 365. Wer in einer Schankstube oder an einem öffentlichen Vergnügnngsorte über die gebotene Polizeistunde hinaus verweilt, ungeachtet der Werth, sein Vertreter oder ein Polizeibcamter ihn znm Fortgehen anfgefordcrt hat, wird mit Geldstrafe bis zu fünf Thalern bestraft
Der Wirth, welcher das Verweilen seiner Gaste über die gebotene Polizeistunde hinans duldet, wird mit Geldstrafe bis zu -waniia Thalern oder mit Hast bis zu vierzehn Tagen bestraft." 6 6 a ö
diese« Jahrc« an da« Generalpvstamt mit der Bitte gewandt, die Brusbestellung P.esbpterien hinzurcchnen, die ebenfalls geschlossen und deren Möbel entweder an den Sonntagen zu erweitern. D;e Forderung muß gewiß als eine bin jetzigen weggenowmen oder unter Siegel gel'gt worden sind.
Berkehrsverhaltnissen entsprichende bezeichnet weiden. Trotzdem hat das General- Postamt das Verlangen abschlägig bescheiden müssen, weil, wie es in dem Antwortschreiben heißt, das Generalpvstamt mit Rücksicht auf die Beweggründe, aus


