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Entlassung, ferner in Folge der Reduktion der Bataillone von 800 auf 688 töfann
2) Bericht der sechsten Abtheilung über die Wahl des Frhrn. v. Lee irr
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Grundrecht confiatirt, daß des J&3) Norddeutschen Reichstage bejchlofft' w
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Gießen, ben 25. Troßherzoglich
sie deren Wichtigkeit erheischt.
Kriegsminister Graf Roon. Die Reich-regierung theilt mit dem Reichstage das Interesse, die Lasten des Krieges und die Nachwirkungen desselben mit Ge- rechtigkeit zu beseitigen. Im Ganzen waren etwa 31,000 Mann Reservisten zu
genannten alten Theater aufbewahrt wurde, gerettet. Das Mobiliar des Theaters ohne Diskussion genehmigt.
ist bei der Versicherungs-Gesellschaft „Colonia" zu 150,000 fl. versichert. Die Schluß Uhr. Nächste Sitzung morgen Mittag 1 Uhr. Tagesordnung - Magdeburger Gesellschaft, bei welcher das Theater früher versichert war, hat die Interpellation Schulze wegen Verthetlung der vier Millionen an Reserve unt Versicherung seit drei Jahren gekündigt. Das Gebäude ist in die Landesbrand- Landwehr, Interpellation Dr. Völck und Wiggers, betr. das Preßgesetz, erste un kasse ausgenommen. Unsere freiwillige Turner-Feuerwehr cxponirte sich ohne Rück- zweite Lesung der Convention mit Frankreich, dritte Lesung der Postgesetze un sicht auf die Gefahr. Während der Zuschauerraum schon in Hellen Flammen stand,'oe- Gesetzes, betr. die Controle ReichshauöhaltS pro 1871.
Auf der Tagesordnung steht:
1) Interpellation Richter betreffs der Zurückbehaltung von Reservisten bei der Occupation-.Armee in Frankreich und bei den immobilen Cavallerie-Regimen- tern. — Der Interpellant präcisirt die drei einzelnen Fragen (von uns bereits im Wortlaut mitgetheilt) und erörtert sodann die Verhältnisse der noch in Frankreich und in Elsaß-Lothringen stehenden Truppen. Es falle ihm nicht ein, die Verringerung des Occupationsheeres in Elsaß-Lothringen zu verlangen, allein die Reich-regicruug müsse darauf sinnen, die militärischen Institutionen mit den bürqer- Heben Verhältnissen mehr in Einklang zu bringen. Redner macht auf die Der- hältniffe der einjährig Freiwilligen aufmerksam, welche weniger gleichmäßig berück- stchtigt werden, wie die der übrigen Dienstpflichtigen und meint zum Schluß, die Interpellation sei nicht gestellt, die Interessen der Reichsregierung in diesen Dingen zu beeinträchtigen, aber er erwarte eine so offene Beantwortung der Fragen, wie
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Ein Unglück ist bis jetzt nicht zu beklagen.
bem noch iraenv etwas anderem. Es ist ganz Darmstadt, 25. O-t°i>-r. Da« Theater war nicht bei der „Colonia» fon.
einfach ein neuer Knoten im internaticnalen Münjspfiem, ein- unglückliche Zugabe dem bei dem „Phönix» versichert. Die Borst-llungen werden wahischemlrch IN >u jenen Halbäquivalenten, die unser schon seit Jahren gespottet hatten. Der Bälde wieder ausgenommen werden, da der Bau eine« JnterimSIHeater« bead- ?o Loschen von je 10 Pfennigen eingetheilt; wenn wir aber von der Mark zünden der Gassiamwen auf dem Schnürboden entstanden sein. Der Lichtanzunber aulwärt« rechnen dann sinken wir in keiner von den vorgeschlagenen 3 Gold- Miez wird vermißt und ist wahrscheinlich verbrannt.
münren da« Deli'maisvstem. Es ist gerade, als ob wir keinen Souvereign, sondern Darmstadt, 25. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben nur ^ein Fünfundzwanzig, oder Dreißig-Schillinzstück hätten. Um eine Ueberein- mittelst Allerhöchster Entschließung «om 20. Oktober I. I. Allergnadigst 6»" 1)1: ftiaimuna zwischen dem Münzspstem und dem BerrechnunzSmodu« herbeizusühren, den Kreisratd des Kreises Gießen und Provinzial-Director der Piovinzial-Diree. müßte ein lO^viar,stück eingesührt werden. Auch hat das neue System kein- ,ion Oberheffen Julius Rmck Freiherrn von Starck zum' M^st"taUat^ Rechnunaseinheit Die Mark ist augenscheinlich zu klein, und auch 10 Mark sind Ministertum des Innern zu ernennen , dem Kreisratd de« Kreises Schotten, Lud. noch lange nicht groß genug. Selbst den Souvereign hat man stellenweise als wig Freiherrn von Röder von Diersburg die provis°n,che Berwaltunz der Stelle für große Summen zu «ei/bezeichnet. Während 10 Mark sonach entschieden zu de« KreiSrathS des Kreises Gießen und des Provinzial-Dikector« der Provinzial- klein sink, wären 100 Mark oder beinahe 5 Pfund Sterling ebenso augenschein- Direktion Oberheffen zu übertragen. „ .
li* >u arosi Wenn wir aber eine Goldmünze haben, welche eine gute Rechnung«. f Berlin, 24. Oktober. Deutscher Reichstag. 8. Sitzung. Präsident einheit ist ^dann verlieren wir gerade den characterist.schen Vortheil der Gold- Dr. Simson eröffnet die Sitzung um 12'/, Uhr. A« Tische des Bunbesrath, Währung.' E>ne Silberwährung könnte eine Einheit, welche sich sür große commcr- befinden sich u. A. auch Fürst Bismarck, Kriegsminister v. Roon, Minister Del- zielle Berechnungen paßt, nicht bieten, «eil di- Münze eben unbrauchbar groß aussiele. Eine Goldwährung dagegen vermag dies zu thun, und wenn eine Nation eine neue Goldwährung cinführt, so ist sie recht dumm, nicht eine einzige Golo- münze anzunehmen, welche sich als R^chnungSeinheit gebrauchen ließe, und gerade Deutschland bedarf einer großen Einheit, weil seine Transaktionen bereits sehr groß und noch immer im Wachsen begriffen sind. Außerdem hat das deutsche Münzsystem noch einen andern bedeutenden Fehler; für den Augenblick wenigstens führt dasselbe eine doppelte Gold- und Silberwährung ein, und wenn wir einmal uns diesem Urbel fügen, dann sollten wir auch das zu erreichen suchen, was für Deutschland augenblicklich von großem Nutzen wäre, eine Erleichterung für den Gebrauch französischen Geldes. Die französischen Inoemnitätszahlungen werden Deutschland mit ausländischem. Gelde überfluten, und es sollten in dem Tarif, welcher den Werth der alten deutschen Silbcrmünzen feststellt, auch die französischen Napoleons vertreten sein. Aus allen diesen Gründen — so schließt der mit großer Schärfe geschriebene Artikel — finden wir uns in dem Plane sür die neue deutsche Goldwährung äußerst enttäuscht. Derselbe mag zur Annahme gelangen, weil der Einfluß der Berliner Regierung jetzt in Deutschland überwältigend ist; aber populär kann er in den nichtpreußischcn Theilen Deutschlands Nichtsein; er muß ... « • ß
unpopulär sein in Elsaß, Lothringen und in allen an Frankreich stoßenden Grenz- rückbehalten aus Gründen, welche dem In erpellanten auch bekanntl find, davon beurken, da die Einwohner beständige und verwickelte Verrechnungen zwischen dem kommen bei der Demobilmachung der 11. und 24. Division 84-0Mann zur bekannten französischen und dem neuen deutschen Gelde anzustellen hätten. Entlassung, ferner in Folge der Reduktion der Bataillone von 800 auf 688 Mann
Wie der „Soir" versichert, hat in der Franche-Comte und in Burgund 4828, und endlich nach Ablauf der Uebungszeit in Elsatz-Lothringen wettere 2700 schon am 21. d. M. die Räumung begonnen. Die Stadt Dijon ist seit Donner- Mann. Durch Nachschub der Rekruten, der zum Theil schon Unterwegs jjt, fom*
........ Durch Nachschub der Rekruten, der zum Theil schon unterwegs ist, fom*
stag vollständig von 6er deutschen Ärmer verlassen. men noch 6506 Mann zur Entlassung so daß sich auf diese Weise Vie Zahl der
Der französische Krieasminister hat folgende Generalordre erlassen: zurückbehaltenen Reservisten: auf 10,240 Mann verringert' ^oon 36r0 Mann
Versailles, ben 21. October 1871. bet der OccupationSarmee in Frankreich sich bcfinden. Der Rest gehört allerdings
Trotz wiederholter Weisungen fährt eine große Anzahl von O'fizieren fort, der immobilen Eavallerie an, weil deren Hauptaufgabe, die Ausbildung der Pferde,
Brochuren erscheinen zu lassen und in Zeitungen zu schreiben. Der Minister con- nicht von Rekruten vollführt werden kann. Während des letzten Krieges sind sehr statirt sogar mit Bedauern, daß die Mihrzahl dieser Veröffentlichungen sich ledig- wenige Rekruten bei der Eavallerie eingestellt worden, meist nur Freiwillige, eS lich auf persönliche Fragen beziehen. Da es darauf ankommt, um jeden Preis fehlten also zwei Jahrgänge, welche sonst unter gewöhnlichen Verhältnissen ihre Ordnung in diese Acte der Disciplin zu bringen, so beschließt der Kriegsminister, cavaüeristtsche Ausbildung erlangt haben würden. Die Ncthwcndigkett der AuS- daß in Zukunft jeder Soldat, welches auch immer fein Grad fein möge, der sich bildung der Pferde führte nun von selbst dazu, die fogen. Remontcretter zuruck* durch die Presse derartige Veröffentlichungen erlauben sollte, ohne dafür die vor- zubehalten, aber damit ist diesen Leuten nicht ein viertes Dienstjahr auserlegt, gängige Erlaubniß erhalten zu haben, mit dreißig Tagen strengen Arrestes bestraft sondern sie werden nur so lange zurückbehalten , so lange das Bedürfniß es er* werden wirb. Im Rückfälle wird er sofort zur Disposition gestellt und fein Rang heischt, was bei einzelnen wohl bis zum nächsten Sommer dauern kann. Ich bitte ihm entzogen werden. Sie, der Ueberzeugung zu sein, daß es die Reichsregierung sich angelegen fein
___________________ läßt, die Interessen der Armeen mit denen des bürgerlichen Berufs nach Möglichkeit auszugleichen. Jede Berechtigung eines Einzelnen um des Ganzen willen ist
Darmstadt, 24. Oktober. Wenige Minuten vor 5 Uhr Mittags verkün- jedoch unmöglich zu vermeiden. Ich mache Sie nur auf die Verschiedenheit be« digten dichte aus dem Dachstuhl unseres Hoftheaters emporstergenbe Rauchwolken Abganges im Frieden und der Verluste im Kriege aufmerksam; es giebt da Bataillone, einen großartigen Brand, der höchst wahrscheinlich in dem Schnürboden ausge- wo einzelne Jahrgänge fast vernichtet sind, und da kann die theorettfche Gleichheit brochen war. In unglaublich kurzer Zeit stand der ganze Dachstuhl in Flammen, ces Gesetzes nicht immer durchgeführt werden. Der Herr Interpellant hat von die sich mit rasender Schnelligkeit dem Innern mittheilten , so daß nach zwei einjährig Freiwilligen gesprochen. Dieselben befinden sich natürlich im ersten Jahn Stunden bas unter Ludwig I. durch Moller aufgeführte Gebäude bis auf die Um- der Dicnstpfllcht und können auch nur behandelt werden, wie bas Gesetz es vor- faffungsmauern abgebrannt war. Feuerwehr und im Theater beschäftigte Arbeiter schreibt, im Uebrigen aber ist von Kaiser Wilhelm angeordnet worden, daß Die- leisteten bei dem freilich ganz vergeblichen Löschversuch Unglaubliches und wagten fertigen, deren bürgerliche Verhältnisse durch die Fortdauer der Militärpflicht er- mit beispielloser Tollkühnheit ihr Leben. Das dem Theater gegenüberliegende sichtlich Schiffbruch leiden, nach Möglichkeit berücksichtigt werden. — Damit ist W Zeughaus schwebte anfänglich in der größten Gefahr, wurde zum größten Thetle Interpellation erledigt.
geräumt, blieb aber, Dank den ungeheuren Anstrengungen, unversehrt. Aus dem 2) Bericht der sechsten Abtheilung über die Wahl des Frhrn. v. Lee in Theatergebäude wurden die Bibliothek und die Musikalien gerettet, die werthvolle siebenten Düsseldorfer Wahlbezirk. — Die Abtheilung beantragt, die Wahl wegen darin aufdewahrte Garderobe hingegen fast ganz ein Raub der Flammen, so daß erheblicher Unregelmäßigkeiten bei derselben für ungtltig zu erklären, und das der Schaven mindestens V3 Mtll. Gulden beträgt, jedoch durch Versicherungen ge- HauS nimmt nach einigen Bemerkungen des Abg. Dr. Reichensperger einstim' deckt ist. Ueber den Ausbruch des furchtbaren Brandes verlautet zur Zeit noch mtg an.
nichts; anwesend war im Hause selbst Niemand, da die Vorstellung, und zwar 3) Mündlicher Bericht der GkschäftSordnungs - Commission über die von — „Pechschulze", um 727 Uhr beginnen sollte. Menschenleben sind keine zu be- Dr. Biedermann angeregte Frage, ob sein Mandat für den 15. sächsischen Wahi- klagen. kreis durch die ihm zu Theil gewordene Gehaltserhöhung als ortend. Professor
Darmstadt, 24. October. Ueber den Brand des hiesigen Hoftheaters in erloschen ist? — Auf Antrag der Commission verneint das Haus die Frage.
aller Elle folgende Details , indem wir uns weitere Mittheilungen vorbehalten: 4) Erste und zweite Lesung der GIetz - Eatwürfe über das Postwesen unt
Zehn Minuten vor 5 Uhr sah man eine Rauchsäule, die sich rapid vergrößerte, über das Posttaxwesen des Deutschen Reiches. ~ aus dem Dache des Theaters aufsteigen. Ein starker Ostwiab fachte das Feuer Bundesrath diese Gesetz-Entwürfe in der vom V , . , . .
an, und in wenigen Augenblicken stand der Dachstuhl in hellen Flammen. Dicke nen Fassung vorgelegt hat; er hält dies Verfahren für durchaus cornkt, wünscht Rauchwolken und ein Funkcnregen wurden über die Stadt weg getrieben. Das aber in Zukunft officielle Mittheilungen über die Bundesrathsbefchtüffe uno be- Zeughaus war während einiger Stunden gefährdet und mußte, geräumt werden, hält sich event. weitere Anträge vor. — Die Gesetze werden in beiden Lesungen Der Brand dauert soeben (um 8 Uhr) noch fort. Das Gebäude und Mobiliar angenommen.
ist, mit Ausnahme des Raumes unter der Bühne, der unter Wasser gefetzt worden 5) Der Gesetz-Entwurf, betr. die Zurückzahlung der auf Grund deS Ge- ist, verloren. Der größte Theil der Decorationen und Costüme ist, da er im so- setzeS vom 21. Juli aufgenemmtnen fünfprocrntigen Anleihe wird in zweiter Lesuns
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Sti j Talj,
allen Ländern eine einzige befanden sich noch Turner im Innern der großherzoglichen Loge und retteten Theile — Ueber die Ursache des Brandes ist noch nichts Bestimmtes be-
Augenzeugen versichern, das Feuer fei auf der Ostseite des Speichers zuerst
gUL'!-Mün^2führ!r Anstatt ter vielen beinahe gleichen. Für Vie Vee Mobiliar«.
XÄÄ S ÄÄte Ausfall * durch die Lu,he,jung ent -der 7br klein7st. Die neue deutsche R.ich-münie en,spricht w-Vrr de» engl.schen stanoen sein.


