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f Berlin, 24 Oktober. Die Kaiserin hat an den deutschen Vereinstag in Nürnberg, dessen Ausgabe es ist, auf der Selbstständigkeit der Einzelvereine die Einheitlichkeit des (HefammtverbanbcS stützend, praktische Vorschläge zu einer er- weiterten Friedenethäligkeit zu machen, ein Schreiben gerichtet, in welchem die hohe Frau unter dankender Anerkennung der Verdienste der gesammtcn deutschen Pfltgevereiae ihre Abwesenheit bedauert und dem Vcreinstage ihren Gruß ent­bietet.

t Berlin, 23. Oktober. Eine neuerdings aufgenommene Schätzung des Werthes der im Besitz der Reichspost befindlichen Gebäude bat einen Werth von nahezu 8 Millionen Thalern ergeben.

Die Zahl der im Bureau des Reichstages bis jetzt eingegangenen Petitionen beträgt bereits 56.

München, 24. Oktober. Der König hat den wegen Desertion vor dem^ Feinde zum Tode verurtheilten Unteilieutenant Frhrn. v. WaldenfelS zu 15jähriger auf einer Festung zu erstehenden Zuchthausstrafe begnadigt. (Allg. Z.)

Wien, 24 Oktober. Aus gut unterlichteten Kreisen wird gemeldet, Graf Hohenwart werde seine Demission geben, falls der Entwurf des Antwortrescripts auf die Adresse des böhmischen Landtags nicht von Vertrauensmännern der staats­rechtlichen Opposition gebilligt Wirde.

Wien, 25. October. Wie diePresse" erfährt, haben die deutschen Eisen- bahnverwaliungen die Vorschläge der österreichischen betreffs der Entschädigung für Abnutzung der Waggons wahrend des Krieges mit 3 Millionen Gulden acceptirt, welche je nach dem Schadenverhältniß repartirt werden sollen.

Newyork, 24 Oktober. Nachdem die Unionsgesetze gegen die Polygamie in Utah in Wirksamkeit gesetzt worden sind, wurden daselbst zahlreiche Verhaftungen

Börsennachrichten.

25. Octobcr 1871.

Preuss. 4%% Oblig. 993/<

Frankf. 31/*% Obi. 84 Nass. 41/2% Obi. 982/4

Kurhess. 4% 92

Gr. Hess. 5<V0 Obi. 1031/4

» » 4% » 96Vti

, 31/8°/o 91V»

Bayer. 5% 1001/4

n 41/2 0/0 1jährige 100%

40/0 1jährige 91% Würtemb. 4%% Obi. 99% Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 57%

Papierrente 48 >/q Amerik. Bonds 1881 r 99%

1882r 96%

_ n 1885r 96%

n 1887r 96%

Spanier, neuest. 3% 33>/g

A eilen.

Frankf. Bank 135

Frankf. Vereins-Kasse 117

Darmst. Bankaot. 421 i/2

Wien Bankactien 760

Galizien 2531/4

Oest. Creditact. 286%

Aetien.

50/o östr. F. St. E. B. 381 Lombard. Bahn 189% Ludwigsh.-Bexbach 196 Maxbahn 1401/2 Bayer. Ostbahn 146

Rhein-Nahebahn-Act. 40% Hess. Ludwigsb.-Act. 170 Oberhessen 77%

Prioritäten.

30/0 öster. Stsb.-Prior. 58

3% öst. s. Lombard 78Vr

3% Livomeser 35y8

50/0 Toscaner 54%

5% Elisabeth.-Prior. 81

do. H. Emiss. 79

Anlehensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fL 411/4

40/0 bayr. Präm.-AnL 112% Ansbacher 7 fl. 12

4% badische Loose 112% Badische fl. 35 Loose 69

3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 76 1858r Prioritätsloose 181 Vr 1860r Loose 84 1864r 135

Braunschweiger 19

Stadt Florenz 83

¥%ecii*el.

Amsterdam k. S. 98%

Augsburg Berlin

k. k.

S.

8.

993/4 105

Bremen

k.

8.

96V«

Brüssel

k.

8.

92%

Hamburg

k.

S.

87%

Leipzig

k.

8.

105

London

k.

3.

117%

Lyon

k.

8.

90-/4

Paris

k.

8.

90%

Wien

k.

8.

983/4

ditto

m.

S.

ditto Disconto

1. 8.

4%

tteldsorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5859 Pistolen . . 9 4042

doppelte 9 4042 Holl. fl. lOSt. 9 52-54 Ducaten . . 5 3436 20 Frankenst. 9 17i/r18% Engi. Sover. 11 4648 Russ. Imper. 9 4244 Dollar in Gold 2 24%25 Vr

vorgenommcn.

* Leipzig, 5. Oktober- Aus dem neuen Neichslande Elsaß-Lothringen geht uns in Bezug auf die Erwerbsverhältnisse der ärmsten Bezirke desselben folgende beachtenswerthe Mittheilung zu:

In den Gebirgsdörfern des Kreises Saarburg in Deutsch-Lothringen hatte sich unter der Bevölkerung durch immer gepflegte Verbindung mit Paris die Filetstrickerei und die Handschuhnäherei weit verbreitet, und diese Beschäftigung gab zahlreichen Familien der armen Einwohnerschaft, deren Erwerb im Wesent­lichen auf Arbeit in den Steinbrüchen oder den Forsten beruhte, einen nicht un­bedeutenden Nebenverdienst. Die Errichtung der Zolllinie und das keineswegs sehr landesbrüderliche Verhallen der wälschen Fabrikanten drohte diese Erwerbs­quelle zu verstopfen. Die Messe dürfte vielleicht noch Gelegenheit bieten, durch das Leipziger Tageblatt die betreffenden Händler darauf aufmerksam zu machen, daß sich in den betreffenden Distrikten Gelegenhett bietet, eine gut geschulte und billige Arbeitskraft der deutschen Industrie zu gewinnen. Die Kreis-Direktion zu Saarburg, der Richter und der Polizei - Commissar des Cantons Pfalzburg werden, wie bisher schon, desfallsige Anfragen gern weiter vermitteln."

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Vormittags von halb 9 bis 12 und Nach­mittags von 2 bis 5 Uhr, werden in der Zeughaus - Caserne dahier 1000 Stück noch sehr gut erhaltene Bett- teopiche, sowie eine Parthie alte Oefen und Schornsteinhüte, gegen gleich baare Zah­lung versteigert, wobei bemerkt wird, daß die Bettteppiche nicht im Gebrauche von La- zarethen waren.

Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien der Umgegend werden ersucht, diese Ver­steigerung im Interesse ihrer Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 25. Oktober 1871.

Großherzoglichc Garnison-Verwaltung Kalbfleisch, Stabsquartiermeister.

Feilgebots»»es.

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Versteigerungen

4557) Montag den 6. November, Nachmittags 2 Uhr,

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57 Hofraithe in der Stockhaus­gasse,

69 Grabgarten daselbst.

Zuschlag wird.

Flur Nr.

V1203

Viroi

Meßen, den 25. Oktober 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Jughard.

soll auf dahiesigem Rathhause die zu Nachlasse der Heinrich Schäfer's Eheleute gehörige Hofraithe nochmals öffentlich an den Meist- und Letztbietenden unter der Be­dingung versteigert werden, daß mit dem sogleich die Genehmigung ertheilt

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