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dürfen Frtrden« bedürfen, um ihre innere Entwicklung ,u befriedigendem Ergebnisse in einer einzigen Sach- auch auf di- übrigen zurückwirk-nunddieaubekg-richt. führen Ueberdies aber liebe 'S auber Zweifel, daß der GevankenauSiaufch lichen Verhandlungen wleder in Fluß bringen werde. Jedenfalls aber liegt e«

im Interesse der Betheiligten, die Erledigung dieser Angelegenheit möglichst zu bc

§ '-«Vis- darauf hin i-uen, d-I Fr.-d-nSständ Eurapa« Sicherheit und Dauer schleunigen, und wir mochten ihnen daher ra.hen, schon jetzt alle Vorbereitungen ö v ' I V z ... hptrpfffnbpn Drorrffe m treffen. T)tC BildUNa der Entschädigunajuries ist

für die betreffenden Prozesse zu treffen. Die Bildung der EntschävigungjurieS ist

$cfoitbete

ist auf den 22. September anberaumt.

Thiers soll sich mit der Commission der Nationalversammlung dahin geeinigt Haden, vast die Ferien am 17. September anfangen und bis zum 1. November dauern sollen. Die Finanzgesetze werden erst nach d^en Ferien zur Berathung

kommen.

Dem elenden Betragen der zuerst vor dem dritten Kriegsgericht erschienenen Eommunisttnch fs gegenüber hat sich der zum Tode verurtheilte Zngenieurhauptmann Rossel durch sein männliches freies Auftreten sehr vorteilhaft ausgezeichnet; sein Schicksal wird allgemein bedauert, wenngleich man es nicht für ungerecht erken- nen mag.

Darmstadt, 11. September. Dem Vernehmen nach betragen die Ausgaben, welche Dem Großherzogihum Hessen in Folge des letzten Krieges für Mobilmachung unv Unterhaltung der Division im Felde, sowie für Ersatz an Pferden, Fahrzeugen, Munition u. dgl. im Verlaufe des Feldzuges erwachsen sind, ungefähr 9 Millionen dulden, ungerechnet den lausenden Etat. Von dieser Summe sind die durch Ver­kauf der bei der Demobittsirung entbehrlich gewordenen Pferde rc. erzielten (Sum­men in Abzug zu bringen; dagegen werden die Kosten für Reparatur von Waffen unv Montur noch hinzu zu rechnen sein, wenn nicht in Folge der demnächst in Kraft tretenden Militärconvention unser Land dieser Verpflichtung ledig geworden ist. Der auf Hessen entfallende Antheil an der Kriegscontribution wird sich also jedenfalls um eine sehr beträchtliche Summe reduciren.

Darmstadt, 13. September. Die heute erschienene Nr. 31 des Großhcrzogl. Regierungsblattes enthält:

1) Verordnung, die Gewährung von Beihülfen an Angehörige der Reserve

zu führen. Ueberdies aber stehe es außer Zweifel, daß der Gedankenaustausch Zwischen den Herrschern und die Beschrechungen ihrer leitenden Staatsmänner vor- * u___ cr_; fCi.viinb Tlntifi

selbe gilt von Hessen.

Wenn man es bisher noch als zweifelhaft hätte hinstellen wollen, daß sich England während des Krieges wiederholten Neutralitätsbruch zu Schulden kommen l-, so ist nach demMckitärwochenblatt" dieser Zweifel jetzt vollständig gehoben, indem constatirt worden ist, daß auf dem Schlachtfelde von St. Quenttn Zünder gefunden wurden, welche sich unbedingt alsArmstrong'sche Percussionszünder"

characterisiren.

Die osficiclle Übergabe der Forts von Paris an die französiichen Behörden

Sauerteig in Gährung bringen?

DleMagdeburger Zeitung" schreibt: Die Nummer 22 des Amtsblattes der Reichspostverwaltung enthält unter der RubrikPersonalien" folgende Notiz: Der Wittwe des Postexpediteur Ahrenholz ist die Verwaltung der Postdg-ntur in Asendorf (OberpostexpeditionSbezirk Hannover) übertragen." Ohne viele Redens- arten, ohne lange Debatten hat der Generaldirektor der deutschen Reichspostoer- waltung ein Pnncip angenommen, das von großer Wichtigkeit für die Stellung der deutschen Frauen ist. Da dieselben nämlich bei ihrer Annahme als Post- agentinnen in Eld und Pflicht genommen werden müssen, treten sie in die Kategorie der deutschen Staalsdiener ein, was unseres Wissens in der preußischen Verwal> tung noch nicht vorgekommen ist.

Hebet das Marketenderwesen wird derDarmstädter Allgemeinen Militär­zeitung" aus Berlin geschrieben: Eine der vielen jetzt erscheinenden lrthographischen Eorr.sponvenzkn hat die Nachricht gebracht, daß man damit umgehe, das Marke­tenderwesen der Armee militärisch zu organisiren. Die Mittheilung, wie wünschens- werth und selbst nothwenvig deren Erfüllung auch wäre, ist zur Zeit durchaus ver­früht. Da aber das Thema auf diese Art nun einmal in der Tagespresse in An­regung gebracht ist, so nimmt auch die Fachpresse gern die Gelegenheit wahr, dieser Angelegenheit näher zu treten. ES ist wahr, daß das Marketenvcr-(Un-)Wesen während des letzten Krieges bedenklich auSgeartct ist, und Schreiber Vies 6 kann selbst mit gutem Gewissen sagen, daß er seiner Zeit in Straßburg, Nancy, Metz (im November 1870) fast keinen betrunkenen deutschen Soldaten, leider aber auch fast keinen nüchternen Marketender gesehen hat. Letztere haben den Ruf des Heeres entschieden benachtheiligt, und der Vorschlag würde daher wohl zu prüfen fein, ob cs nicht sehr geeignet wäre, die Regimenter schon im Frieden möglichst die späteren Marketender im Auge behalten zu lassen. Jedenfalls mußten in Betreff ihrer Zuverlässigkeit Nachforschungen angistellt, im Kriege die Marketender uni- sormirt und deren ganzes Verhältaiß zu einem bindenderen und mehr präcisirten

und Landwehr betr. ,

2) Bekanntmachung, die Nichterhebung von Umlagen m der israelitischen Religionsgemeinde zu Weiskirchen pro 1870 betr.

3) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: 1) am 1. August dem Unteradjutanten im 3. Infanterie- Regiment, Wilhelm Schneider aus Oöcr-Moos, im Kreise Lauterbach, die Ver- walterstelle bei dem akademischen Hospital zu Gießen und 2) am 5. Septem­ber dem Schulamtsaspiranten Georg Reinig aus Bickenbach, im Kreise Bensheim, die evangelische Schulstelle zu Pleitersheim, im Kreise Worms, zu über- tragen.^ Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hab allergnädigst geruht: am 28. August den ordentlichen Professor in der juristische Fakultät der Landes - Universität Dr. Oscar Bülow auf fein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. April 1872 an, von seinem Dienste zu entlassen.

5) Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 5. September den Schullehrer an der katholischen Schule zu Klein-Winternheim, im Kreise Mainz, Johann Gabel, auf sein Nach- suchen in dm Ruhestand zu versitzen.

6) Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: 1) die sechste evangelische Schul- stelle zu Pfungstadt, im Kreise Darmstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 300 ft.; 2) die erste evangelische Schulstelle zu Wallertheim, im Kreise Oppenheim, mit einem Gehalt von 429 fl. 45 fr.

7) Sterbefälle. Gestorben sind: 1) am 31. August der Stadtgerichts- vicnersudstitut Ganß zu Darmstadt; 2) am 2. Septemberder Gerichtsvollzieher Jung zu Mainz; 3) am 9. September der Militär-Pensionär Johann Matthias Kramer zu Wörrstadt.

Mainz, 14. Sept. Auf Antrag des Wilderich v. Ketteler eröffnete dir Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschland- in ihrer dritten Sitzung eine Sammlung für die ausgetretenen Braunsberger Gymnasiasten; dieselbe ergab

zu geben. .

Zur Gewährung von Beihilfen an die au- Frankreich ausgewiesenen Deut- schen hat das ReichSgesctz vom 14. Juni d. I., außer den für diesen Zweck in Frankreich erhobenen besonderen (Kontributionen, eine Summe von zwei Millionen Thalern aus der im Friedensvertrage sestgesctzten Kriegsentschädigung bestimmt. Nach den Beschlüssen des Bundesrathes, welcher auf Grund des GesitzeS die Der- theilung der zur Verfügung stehenden Mittel durch die deutschen Regierungen an- zuordnen hat, soll die Vrtheilung nach dem Verhältaiß der Kopfzahl der jedem einzelnen Staate angehörigen Ausgewiesenen zu der Gesammtzahl aller Ausge wiesenen stattfinven. Die für den angegebenen Zweck in Frankreich e hobenen Kontributionen belaufen sich auf einen Betrag von 7,000,000 Francs, gleich 1,866,666% Thaler. Unter Hinzurechnung der aus der Kriegsentschädigung an- gewinnen Summe von 2,000,000 Thalern steht also ein Gesammtdetrag von 3,866,6662/z Thalern für vie Unterstützung der Ausgewiefenen zur Verfügung. Die Gesammtzayl der AuSgewiesenen ist auf 42,332 Köpfe fkstgestellt, und zur Vertheilung an dieselben kommt nach Abzug einer Summe von 9982/3 Thalern, welche als DiSposuionSfond für etwa zu berücksichtigende spätere Anmeldungen zurückbehalten wird, ein Betrag von überhaupt 3,865,668 Thalern. Nach dem s ausgestellten VertheilungSplan fallen auf Preußen für 14,489 AuSgewiefene 1,313,794 Thaler, auf Bayern für 9300 Ausaewiesene 843,280 Thaler, auf da? I Königreich Sachsen für 666 Ausgewiesene 60,390 Thaler, auf Württemberg für l 4425 Ausgewiesene 401,238 Thaler, auf Baden für 6578 Ausgewtesene 596,462 i Thaler, auf Hessen für 5922 Auögewiesene 536,979 Thaler und endlich auf die, übrigen 19 Glieder des deutschen Reiches zusammen für 1252 Ausgewiesene 113,525 Thaler. AuS der Reichskasse erfolgen die Zahlungen an die einzelnen Regierungen unter Anrechnung der bereits gewährten Vorschüsse.

Angesichts des immer weiter um sich greifenden Geschäftszweiges der RcichS- postverwaltung möchte kS nicht unangemessen erscheinen, die Aufmerksamkeit der- selben auf die Errichtung von Postsparkassen zu lenken, wie dieselben in England seit zehn Jahren in segensreichster W^ise functioniren. Der Geschäftsgang dabei ist ein überaus einfacher. Jede Postai.stalt, mit welcher ein Postanweisungsbureau verbunden ist, nimmt von dem Sparlustigen Einlagen von 1 Sch.llmg bis zu 30 Pfund Sterling entgegen, letztere Summe ist der höchste Betrag, welcher im Laufe eines Kalenderjahres hinterlegt werden darf. Der Sparlustige hat vor der ersten Einlage eine Erklärung abzugeben, mit welcher er sich damtt einverstanden erklärt, daß feine Einlagen innerhalb der Postverwaltung verwendet werden; dar­auf hin erhält er ein Quittungsbuch, in welches jede einzelne Einlage notirt wird. Die Einlagen, die mit 2^ Procent verzinst werden, dürf.n im Ganzen die Summe von 150 Pfund Sterling auf jedes einzelne Quittungsbuch nicht übersteigen; haben Kapital und Zinsen zusammen de» B.trag von 200 Pfund erreicht, so hört die weitere Verzinsung auf. Die Rückzahlung der Einlagen ist ebenso einfach: auf einem Formular beantragt der Interessent die Rückzahlung des gewünschten Betrages, das Formular geht von der Postsparkasse an das General- Postamt in London, und disses stellt dem Interessenten eine Postanweisung zu, die er bei jeder Postvcrwaltung versilbern kann. Die wirthschastiich^n Vortheile dieser Einrichtung sind ganz enorm. Vor Einführung der Postsparkasscn bestanden in England 622 Sparkassen mit 1,554,060 Interessenten; Ende 1869 exlstirten dagegen 4554 Sparkassen mit 2,464,510 Interessenten und einer Sparsumme von 13,524,209 Pfund Sterling. Es läßt sich nicht in Abrede stellen, daß auch in Deutschland die Sparlust eine viel allgemeinere werden würde, sobald die jetzl- gen städtischen und ländlichen Sparkassen mit ihrem schwerfälligen bureaukrattschm Mechanismus durch die bequemen Postsparkassen eine anregende Eoncurrenz erhielten. Möchte nicht der gegenwärtige energische Leiter des PostwesenS auch hier den alten

bereits in nächste Aussicht genommen.

In den nächsten Tagen wird eine seltene Münze in den Verkehr gelangen, es ist dies ein Gedächtnißthaler, welchen die sächsische Münze zur Elinnerung an den FriedenSschluß geprägt hat. Auf der Vorderseite desselben befindet sich das Bildniß des Königs von Sachsen, auf dem Revers aber, anstatt des Wappens, der Genius Deutschlands, dargchellt, wie er auf edlem Schlachtroß, das lorbeer* geschmückte Banner hochhaltend, mit dem Oelzweige die Brücke beschreitet, welche die bis dahin noch getrennten Lande des deutschen Reiches verbindet.

Die Postverträge mit Bayern, Württemberg, Baden, Hessen, Oesterreich und Luxemburg laufen mit dem 30. Juni k. I. ab. Mit Oesterreich werden wahr- fcheinlich noch im Laufe dieses Jahres die Verhandlungen wegen eines neuen i Postvertrages beginnen, ebenso mit Luxemburg. Dagegen ist der Abschluß eines . Postoertrages mit Bayern und Württemberg nicht nöthig, da tm Bundesrathe die nöthigen Verabredungen getroffen werden können, w?S für die Glieder des deut- , -chen Reiches genügens ist. Baven hat sich bekanntlich mit Norddeutschland in i postalischer Beziehung geeinigt und seine eigene Postocrwaltunz aufgegeben. Das-

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Boni Mittclrhein, 9. September, schreibt man mehreren Blattern:Am gesichtS der immer noch sich mehrenden Eisenbahn-Unfalle, welche förmlich nicht weniger als die StrikeS einen epidemischen Eharakter annehmen zu wollen scheinen , ist es dringend geboten, das Publikum auf den jetzigen Stand feinet RechtSverhältn.sse den Eisenbahnen gegenüber mit allem Ernst aufmerf|am zu machen- Der Deutsche ist leider Gottes daran gewöhnt, sich mehr oder weniger als rechd los antusehen, und vor öff.ntlichen Verwaltungen einen ähnlichen Respekt zu Haden

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Liste derjenigen gliedern der ne der Staatsanw vnd Zabern er

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gestaltet werden.

DieStraßburger Zeitung" meldet: Die Wiedereröffnung der regelmäßigen Gerichte darf mit Bestimmtheit für den Anfang des Oktobers erwartet werden. Zu den zablreichkn schwebenden Rechtsfragen, die dann endlich ihre Entscheidung finden werden, gehören auch die ExpropriationSprozesse, welche sich an den Wieder­aufbau der zerstörten Stadtthetle Straßburgs und die Ausführung des neuen Alignements knüpfen. In der Mehrzahl der Fälle ist freilich bereits auf dem -...... ............. - .

Wege der gütlichen Verhandlungen eine Vereinbarung zwischen der Stadt und den wie vor der hohen Obrigkeit selbst, ganz besonders aber vor E'ttnoahnvkxwaltung , Eigenthümern zu Stande gekommen, jedoch bleibt für etwa ein Drittel noch der und wir zweifeln keinen Augenblick dar^n, daß, für d.e nächste Zett venigl <» gerichtliche Spruch abzuwarten. Allerdings ist anzunehmen, daß schon ein Urtheil auch fernerhin noch viele der durch Eisenbahnunsälle zu Schaven gekomm