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die Mecklenburger ihr Verfahren einnchtcn und dürften alsvann deö Erfolges

gelegten Brett in den dort 8 Fuß tiefen, ziemlich stark strömenden Rhein und war dem Ertrinken nahe, als der auf dem erwähnten Schaffe befindliche, 19jährige Schiffsjunge Gerhard Goldberg aus Effenbrig, im Königreich Preußen, in das Wasser sprang, nach der Stelle, wo bas Kind untergesunken war, hinschwamm, und dasselbe, welches sich fest an ihn klammerte, mit größter Anstrengung schwiau mend an bas Floß brachte, wo es gelang, das Kind aus dem Wasser zu ziehen

Darmstadt, 6. October. Das heute erschienene Großherzogl. Regierungsblatt Nr. 32 enthält:

1) Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großhcrzoglichen HausrS und des Aeußern, die Militärconveution d. d. 13. Juni 1871 betreffend. Es wird darin die zwischen den Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen und bei Rhein rc. und Seiner Majestät des Deutschen Kaisers, Königs von Preußen am 13. Zuni l. I- zu Berlin abgeschloff-ne Militär, convention, nachdem die Zustimmung der Stände des Großherzogthums zu der­selben eingeholt, auch solche inzwischen beiderseits ralificirt und Du Auswechselung der Ratificationen am 22. v. M. bewirkt worden ist, neost Dem Dazu gehörigen Schlußvrotokoll zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

2) OtfferUliche Anerkennung einer edlen That. Am 16. August l. I. fiel

gegeben, Die Bonapartisten zu schonen.

DieConstitution" meldet als eine Thatsache, daß die französische Regierung sich im Princip für eine Amnestie entschieden habe. Die Nachricht ist sohl nur ein Fühler, mit welchem Das republikanische Blatt der Regierung eine Erklärung über Diese ihm sehr am Herzen liegende Frage ablaucrn will. Der Constitutionnel" seinerseits will *.n Erfahrung gebracht haben, Daß Der Schritt Victor Hugo's zu Gunsten Henri Rochefort'- erfolglos geblieben ;ei.

Die angekündigte Broschüre BeneDetti'S soll namentlich Den Herzog von Grämont furchtbar bloßstellen und dessen Schilderung resAffronts", Den der französische Diplomat angeblich in Ems erlitten, völlig Lügen strafen. Die Freunde Gramoni's behaupten indkß, daß er ähnliche Briesschasteu zu seiner Rechtfertigung in Händen habe, wie diejenigen, mit denen er soeben Herrn v. St. Ballier moralisch todtgeschlagcn. Inzwischen fährt Der Herzog fort, Diesen letzteren zu verfolgen, unD so veröffentlicht denn Das kaiserlicheörDre" Bruchstücke aus einer Unter- Haltung, wcl -be St. Ballier am Tage seiner Ankunft aus Stuttgart, am 26. Juli 1870, mit Gramont gehabt, Die an grotesker Auffassung der wurttembergischen Verhältnisse und an beUiDigenüai Ausfällen gegen Den König Kart von Württem­berg, Der dabei aufs Unanständigste lächerlich gemacht wird, ihres Gleichen suchen. Herr v. St. Ballier, bas steht man jetzt beu'.ilch, liebte es, Den Leuten, mit Denen er zu verkehren hatte, zu Gefallen zu reden, und das ist für einen Diplomatcn eben keine empfehlenLwerthe Eigenschaft. Hätte er neuerdings nicht den neuen Göttern des Tages so auffallend Den Hof gemacht, würden ihn schwerlich so erschütternde Veröffentlichungen betroffen haben.

UntlrstutzungSsondS für Gemaßregelte fordert. Professor v. Holtzendorff, der GeisteS- üDel Deutschlands gehöre hinter Den Protestant.nverein. Kullmann (UcDem) schil- Dert DenVerfall der Kirchenvcrsassung bezüglich der westphälischen Synoden." Dr. Schmitz (Berlin) wünscht tüchtigere unD zahlreichere Studenten der Theologie. Schenkel unterstützt Die Resolution. Manchot klagt über Die gänzliche Abwesenheit Der Württemberger. Um 1 Uhr erfolgt Die einstimmige Annahme Der Resolution. Im weiteren Verlaufe Der S tzung spricht sich Der Protestantentag auf Antrag Pros. Holtzenborff's Dahin aus:

1) die alljährliche Stiftungsfeier wirD in ganz DeutschlanD ein Die Wieder- rrrichtung des Reiches seiernDcS Volksfest und weil solches ohne Die Mitwirkung und Anerkennung Der staatlichen Organe nicht ausführbar ist, wirD die Erwägung desselben Der Reichsregierung Dringend anempfohlen;

2) Die Sache Der Kirche ist cs, auch ihrerseits Dahin zu wirken, daß an solchem VolkSstste jener religiöse Sinn Der brüDerlichen Einmüthtgkeit und Vater* ländischen Hingebung gepflegt werde, die sich während des letzten Deutschen Kriegs bethätigt Haden;

3) Der GrunDcharakter des Deutschen Volksfestes sollte weniger durch Dm Glanz Der einzelnen weltgeschichtlichen Schlachttage, als Durch Die mittelst Der großartigen Waffenersolge sichcrgestellle Stiftung DeS Kaiserreichs unD durch Die in ihm liegenden FrieDcnSbürgschasten bestimmt werben.

Berliu, 8. Oktober. Gutem Vernehmen nach ist Arnim telegraphisch hierher berufen.

Berlin, 9. Oktober. Graf Arnim ist heute früh aus Paris hier angk' kommen und im Hotel Royal abgesticge». Der französische Finanz - MinW Pouyer - Quertier hatte gestern Abend Si/2 Uhr eine Audienz bei Dem Fürsten Bismarck.

Karlsruhe, 7. Octoder. Der Großherzog hat gestern den Kaiser bis Darm­stadt begleite: und bei dieser Gelegenheit bcm Großherzog von Hessen einen Beftlh abgestat.et. Heute Nacht kehrte er hierher zurück, begab sich aber in aller Fnhl nach Bruchsal, um Die Brandstätte des Zellcngefängniffes zu besichtigen.

(KarlSr. Ztg.)

Passau, 9 Oct. DerDonauzlitung" zufolge bat Der Augsburger Lis-os die Absicht, Den CultuSminister v. Lutz der der Abgeordnetenkammer Der Verfassung Verletzung anzuklagen, weil Derselbe ihm und Dem Erzbischöfe von München-FrO' sing auf zwölf Anfragen, besonDerS Du Meringcr Angelegenheiten betreffenD, kiivl Antwort ertbeilt habe.

München, 7. October. Heute Morgen kam von Berlin :n 15 Eisenbau Waggons du Dritte Sendung von französischen KriegSentschäDigungSgelDcrn an; 5 Millionen Gulden wurden in die Gewölbe oer k. CcntralstaatSkaffe im allen Hofe, 4 Millionen Gulden zur EisenbahnbotationShuuptkasse verbracht. M demselben Zuge sind auch noch mehrere Millionen in Papiergeld und Werthpapienn hier einqetroffen. (Nurnb. K.)

Dresden, 9. Oct. Einer amtlichen Bekanntmachung zufolge ist Der gehem Justizrath v. Abeken zum Staatsminister ernannt und demselben DaS Justizmcr' sterium mit dem Auftrage in Evangelicis übertragen.

Paris, 8. Oktober. Lambrecht, der Minister des Innern, ist heute Morzca 9 Uhr in Folge des Bruches einer Pulsadergeschwulst in Versailles gestorben.

Lyon, 8. Oktober. Der Gerichtshof hat den Polen Dombrowski als Haupt« anstister der gegen die Deutschen Hierselbst verübten Exccffe zu 2 Monaten

; fängniß und 100 FrS. Geldstrafe verunheilt.

London, 9. Oct. Wie hierher aus Drogheda gemeldet wird, fand Dorts.tv!

eine Demonstration von etwa 10,000 Menschen statt, um eine föderalistische gierungSform und die Einsetzung eines Parlaments in Dublin zu erlangen.

I Petersburg, 8. Oktober. Eine polizeiliche Kundmachung setzt das Publme' i von den Maßregeln in Kenntniß', welche anläßlich Des Austretens Der sidinsclcn

Pest in Petersburg getroffen wurden.

und wieder zu sich zu bringen.

Seine Königliche Hoheit Der Großherzog haben dem Gerhard Goldberg aus Essenberg, im Königreich Preußen, für diese menschenfreundliche, von ihm mit Muth und eigener L benSgefahr ausgeführte That, ncben einer Geldprämie, Das allge­meine Ehrenzeichen mit Der Inschrift:Für Rettung von Menschenleben" Aller- gnädigst zu verleihen geruht.

In Folge Allerhöchster Entschließung wird dieses hiermit zur öffentlichen Kenntn'ß gebracht.

3) Bekanntmachung Großherzoglichen Krei'SamtS Lindenfels, die Erhebung einer nachträglichrn Umlage für Die israelitische ReligionsgemeinDe Pfaffen-Beer- surth, 'M Kreise LinDenfels, für 1871 betreffend.

Darmstadt, 6. Oktober. Die gestrige Versammlung Des Protestantentags discutirte Das Thema:Protestantische Aufgaben gegenüber dem PapiSmuS inner- halb der evangelischen LanDesktrchen." Als Referent war Professor Dr. Baum­garten von Rostock bestellt, welcher folgende Der Versammlung vorgelegte Resolu- tion begrünDete:

Die enge, kleinliche unD Die Gewissen bedrückenDe Handhabung des Kirchen- regiments in Den Deutschen protestantischen LanDeökirchen ist unserer großen Zeit unwürdig und steht im Widerspruch mit der errungenen Einheit des deutschen Volkes und mit den Ausgaben DeS Deutschen Reiches.

Die deutsche Nation verlangt vielmehr eine deutsche Volkskirche, weiche in GewiffenSsachen auf alle staatliche ZwangShülfe verzichtet, Das kirchliche Leben Der Gegenwart nicht mit Bekenntnissen Der Vergangenheit knechtet, Die Berechtigung in Den Gemeinden nicht nach äußeren Zeichen Der Kirchlichkeit bemißt, Den ver- schieDenen religiösen Ueberzeugungen und Der wissenschaftlichen Forschung volle Freiheit gewährt unD alle die umfaßt, welche Zesuö EhnstuS als das wahre geistige Haupt Der Kirche und als Das höchste BorbilD Des religiösen und sittlichen Leben- verehren."

An Der Debatte betheiluten sich noch Taylor (CambriDge), Der Die eng­lische Staatskirche schilderte, Steinacker (Buddelstädt) , Der die Einrichtung einet

Thikl- fühlt sich in Frankreich so isolirt und so schwach, datz er den Bona, partiswus schont und demselben gar nicht zu Leibe zu gehen wagt. DaS ist Das Neueste aus Frankreich, was freilich nur unsere bisherige Auffassung Der Situation be stätigt. Selbst Drouyn De Lhuyz soll die Regierung von Thiers für nicht fest genug halten, um ihr feine Dienste wiDnun zu wollen. Wahrscheinlich ist jedoch Der Entschluß DeS ehemaligen Ministers Louis Napoleons hauptsächlich dadurch entstanden, daß die Bonapartisten wieder an Terrain gewonnen haben, und er sich abwartend verhalten will. Seit Dem Erscheinen desOrDre", des Duvcrnois'- fchen Organs, erkennt übrigens ein Theil Der Pariser Presse die Destrebungen des BonapartiSmuS als berechtigt an und discutirt ernstlich mit feinen Organen. Die

DebalS", dieConstitution" und andere wollen aber den Bonapartisten den Titel von Kriegführenden nicht zuerkennen, und für sie sind Clement Duvernois und Ge­nossen nur eine Bande, die man mit Verachtung behandeln und auf Die man mit Kolben einschlagen muß. Zu Den Blättern, welche die bonapartistischen Blätter zulassen, gehört jetzt auch DaS von Vugnault redigirte BlattBien Public", das bevorzugte Organ des Herrn Thiers. Dasselbe erklärt bei Besprechung eines Artikels DerTimes", daß Die Bonapartisten vollständig das Recht Haben, für ihre Sache einzutreten.Wir glauben nicht, so meint es Daß Der Triumph der Bonapartisten möglich ist; aber wir finden, Daß, so lange Daß Land sich unter einem provisorischen Regime befinDet, sie DaS Recht haben, von Den legalen Mitteln für Den Erfolg ihrer Sache Gebrauch zu machen. Bis vor einigen Tagen hatte dasBien Public" Die Bonapartisten auf frhr scharfe Weise angegriffen. Virg- nault, Der ChesreDacteur Desselben, hat Diese Angriffe aufgegeben in Folge Der Drohung des Herrn Paul De Leoni, DeS ReDacteurS Des bonapartistischenAvenir liberal", seine Enthüllungen gegen ihn fortzusetzen, wenn er Die Angr ffe gegen Daß Kaiserreich unD Die kaiserliche Familie nicht unterlasse. Wie ob ger Artikel beweist, so hat sich Herr Virgnault Dieser Drohung auch gefugt. Die ganze Sache wurde ohne besondere Bedeutung fein, wenn DaßBien Public" nicht Daß Oigan des Herrn Thiers wäre, und man deshalb glauben könnte, derselbe yabe Befehl

Wie cs neuerdings heißt, sollen Die Verhandlungen über einen Postvertrag »wischen Deutschland und Frankreich wieder ausgenommen werden.

Die elsässische Zollangelegenheit ist der Entscheidung unmittelbar nahe geruckt, und die nächsten Tage müssen Herausstellen, ob die Verhandlungen Aussicht auf Erfolg haben oder nicht. Es handelt sich um den Entwurf zweier Verträge, von denen der eine Die HandelSoerhältnisft, der andere die Zahlung Der vierten halben Milliarde betrifft. Deutschlanv verlangt, daß bei:e Angelegenheiten als solidarisch zu betrachten sind, während Frankreich sie bisher getrennt verhandelt wissen wollte. Die deutschen Vorschläge haben jetzt eine Fassung erhalten, welche eine weitere Verschleppung nicht zuläßt. , ,

In der französischen Armee werden du Entscheidungen der von Changarnur präsidirten GradprüsungScommission, Die sich bisher nur mit Den 120 Generalitä'S- Offizieren beschäftigte, vielfach besprochen. Erwähnung verDient jedenfalls Die De- gradirung Des ehrenwortbrüchigen Generals Barral, Der nach Der (Kapitulation von Straßburg über Belfort nach Grenoble zu gehen unD nicht mehr gegen Deutsch­land zu kämpfen versprochen hatte und Der Doch wieder ein DivisicnscommanDo von Gambetta angenommen. Ec ist zum Brigadegeneral Degradirt unD in Die CadreS der Reserve versetzt, kurzum aus Der actioen Armee entfernt worden, lieber Den Fall Des Generals Ducrot verlautet noch nichts Näheres. Da nun am 10. Oktober auch Die Commission zufammentreten soll, welche mit Der Prüfung Der verschieDenen Capitulationen des letzten Krieges betraut ist, so hat Der Kriegs- Minister Urlaub genommen, da auch er alß (Kapitulant von Metz, Der an den Ver­handlungen unter Bazaine Theil genommen, vor der Commission wird erscheinen

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et.De in Mecklenburg erst dann als ein nicht abzuweisendes Bediufniß crfanntlDoß 7jährige Kind des Heinrich Hellbauer zu Weisenau, imi Kreise Mainz, von werden, wenn Die Verweigerung derselben nut dringender Gefahr für die Aufrecht einem zwischen einem Floße und Dem Schiffe des Schiffers Friedrich Werntgev baltuna Der Selbstständigkeit des HerzogthumS verbunden ist. Hiernach mögen npknun üRrrtt in Den Dort 8 ftufe ticken. Ziemlich stark strömenden Rhein und war

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