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Werhsei

Oberhessen

78

k. 8. 911/2

k.

Amerik. Bernds 188lr

lb82r 95V,

1885r

96 t/d

1864r

136

Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Disronto

k. 8. k. 8. k. 8. k. 8.

L 8. k. 8. k. 8. k. 8.

Börcennacbrichten.

9. October 1871.

8. 98 t/,

8. -

8. -

Aetlen.

Frankf. Bank 1331/4

Frankf. Vereins-Kasse 1093/4

Darmst. Bankact. 417

Wien Bankaktien 755

Galizien 256V«

Allen, welche das Weidwerk lieben, unseren Hausfrauen, I Wirthen re.

4%

Aetlen.

Üest. Creditact. 2823/4 5% östr. F. St. E. B. 376% Lombard. Bahn 193 */2 Ludwigsh.-BHxbach 19 01 /2 Max bahn 1343/«

Bayer. Ostbahn 1371/4

Hess. Ludwigsb.-Act. 165

Rheiu-Nahebahn-Act. 39

Braunschweiger 181/, Stadt Florenz 831/2

993 8

Geldsorten,

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5859 Pistolen . . 9 4042 doppelte 9 4042

Holl. fl. 10St. 9 52-54 Ducaten . . 5 3436 20 Frankenst. 9 1819 Engi. Sover. 11 4547 Ruas. Imper. 9 4143 Dollar in Gold 2 24-25

993/4 105

951/4 92 y, 87 105

118 91i/2

Vermischtes.

Bruchsal, 6. Octpber. Von dkM berühmten Zsllengefängnisse ftthen nur noch die vier Flügel: Da- Mittelbau, die Kirche, die Schule, die Bureaur der beiden Geistlichen und der Lehrer, die Bibliothek und einige Mugaiine sind ein Raub der Flammen ge-vorven, die, von der ruchlosen Hand eines Sträflings in die obersten Raume der Kirche getragen, in wenigen Stunden das mächtige Gebäude bis auf das Gewölbe und die achteckige Mauer verzehrten. Sträfling Schwädle aus Württemberg, wegen einer Reihe lehr schwerer Diebstähle zu langjähriger Zuchthausstrafe ver urtheilt, hat schon vor zwei Jahren einen äußerst verwegene>l Fluchtversuch aus dem Zellengefänq niß mit Lebensgefahr zur Ausführung gebracht. <5t wu de jedoch bald wieder festgenommen, nach­dem er in den wenigen Tagen feiner Freiheit das Register seiner Verbrechen um mehrere schwere Fälle von Einbruch Einsteigen, Raub k. vermehrt hatte. Abermals, und mit einem Strafzasatze von einigen Zähren in das Zeliengefängniß verbracht. scheint derselbe Tag und Rächt nur an die. Wiederholung der Entweichung gedacht und auch der äußersten Vorsichtsmaßregeln gespottet zu haben, indem ihm diese heute Rächt wenigstens insoweit gelang, daß ec aus seiner Zelle heraus in die verschlossene Zelle eines gerade an diesem Tage von dem Nachtdienst befreiten AufseheiS ge langte, dort sich dessen Dienstk cidung anlegte und eines Säbels und der Schlüssel zur Kirche be­mächtigte. Beim AuStretcn aus der Aufsehe zelle von dem wachhaltenden Aufseher sofort bemerkt und verfolgt, eilte der Gefangene den Eorridoc entlang in die Kirche, öffnete die Thüre mit dem entwendeten Schlussel bestieg die auf die Gallerie des Thurmö führende Leiter, und befand sich so ' im Freien auf einer Höhe, von wo aus er die ganze Anstalt und ihre Umgebung beherrschen sonnte, ohne der Gefahr der Verfolgung preiSgegeben zu sein, da er die kleine zur Gallerie führende Luke geschlossen hatte. Nun begann er seine Thätigkeit nick einem Bombardement auf die Dächer und Oberlichter der Flügel, deren Gewandung uns Sche den prasselnd in die Gänge der Zellenräume herunterfielen. Nachdem auf diese Weise die befangenen, die Beamten, Aufseher und Wachmann­schaft etwa eine Stunde allarmirt waren, brach in dem Dachraum der Kirche Feuer au-, welches um so rascher um sich griff, als dort eine Menge Holzwerk verwendet ist. An ein Löschen deS Feuers war nicht zu denken. Trotz aller Anstrengung der Morgens 2 Uhr herbeiqekommenen Feuer wehr brannte der ganze Mittelbau bis auf die Gewölbe in sich zusammen. Die Gefangenen in den obersten Zellenreiheu der vier Flügel wurden indessen in die Souterrains gebracht und von Aufsehern und Soldaten bewacht. Sie haben sich dabei, wie wir hören, wohl gegen Erwarten des Schwäble, ganz musterhaft benommen, sowie sie auch in den Zellen eine vollkommen ruhige Haltung bewahrten. Was war aus Schwäble geworden? War er im Feuer umgekommen? War er entwichen? Da alle Räume der Anstalt mehrmals gründlich durchsucht wurden und es nicht denkbar war, daß Schwäble, der noch kurz vor dem Zusammenbrechen des Dachstuhls auf der Gallerie gesehen worden, sich zu retten Gelegenheit fand, so neigte man sich zu der Annahme, daß er in den Flammen seinen Tod gefunden habe. Eist diesen Mittag um 2 Uhr fanden sich

die Spuren deS Vermißten und zwar auf dem höchsten Punkte der ausgebrannten Mauer, auf d.r Gallerie, von wo aus der vom Dache aus mittelst angelegter hoher Leiter verfolgte Gefangene einen Hagel von Steinen auf seine Verfolger schleuderte. Gegen die Schüsse der Schildwachen durch den Mauervorsprung gedeckt, war es schwer, ihar beizukommen und sich auf der hohen schmalen Maner seiner zu bemächtigen. Plötzlich veränderte sich die Scene zu einem grauen-! erregenden Schauspiel. Ein Sträfling, der beim Wegräumen d,S Schuttes beschäftigt war, klettertej auf der schwankenden Leiter hinauf bis zu der Zinne, schwang sich über dieselbe und trat Schwäble entgegen. Dieser wehrt sich mit dem Säbel, der Sträfling ringt mit Schwäble, bemeistert ihn trotz seiner Riesenstärke. entwindet ihm den Säbel und versetzt ihm damit einen wuchtigen Streich auf den Kopf. Schwäble wehrt sich wie ein Löwe, der Sträfling gleichfalls. Inzwischen dringen noch von der andern Seite der Maner zwei Soldaten vor und der Kampf endet damck, daß Schwäble von der Höbe über das Dach herab auf den Boden geworfen wird, wo er zwar noch lebend, aber mit schweren Wanden bedeckt aufgehoben wurde. Die sofort eingetretene ärztliche! Behandlung konnte ihn nicht retten. Er starb Abends (, Uhr, nachdem er vorher noch dem Amts-I gerichte verständliche Angaben über den Verlauf seiner Fluchtvorbereitungen und der Brandlegung! gemacht hatte (Allg. Zck

Amsterdam k. S. 98 »/8 Augsburg

1887r 96 V8

Spanier, neuest. 3% 32 */6

Preuss. 41/zH/g Oblig. 991/4 Frankf. 31/2% Obi. 83% Nass. 4i/3 0 0 Obi. 971/2 Kurhess. 4% 91 Gr. Hess. 5<V0 Obi. 1031/4

» n 4% 96

» » 3i/20/0 » 913/8

Bayer. 5% 1001/3

» 4y2u/D 1jährige lOQi/e

4O/o 1jährige 93 Vx Wärternb. ai/2 o/o Obi. 983/4 Baden 4%% Obi. 0. E. L. 99% Oesterr. Silberreate 57 > 2

Papierrente 483/8 n 5% M. steuerf.

U.nJer maßgebendstes, deutsches Fachorgan »Der Weidmann in Leivrta^ schreibt über das Büchelchen folgendes;

A Merkchen hat der Herr Verfasser die Erfahrung einer langjährigen

.? erlegte Wild und die gefangenen Fische frisch und unverdorben in die Küche zu liefern, niedergeichrieben nicht allein als Lehrbuch für den Jäger und Wild- prethandler, sondern auch für die Hausfrau, den Koch oder die Köchin ist dies Büchlein " -hr empfehlenswert-. Es ist so manches Lehrreiche darin enthalten, das vielen Jagd- uebhabcrn und vielen Hausfrauen noch unbekannt sein mag, hier z. B. eine Stelle

Rebhühner, Wachteln rc. müssen nach dem Schüsse an den Galgen (d- b. in einem Korb oder an die Huhnerschleifen) gehängt, nicht eingestellt, baldigst vorsichtig und sauber Zoll für Zoll ausgezogen und vor der Sonne und der Nässe möglichst «bewahrt werden." ö

Dann heißt es bei den Hasen:

_, "3>n mehren Gegenden hat man den Gebrauch den Hasen von Schenkel zu «Schenkel aufzuschlihen, auszuwerfen und dann ein Loch in den Bauchbalg zu schneiden «die Blume durch die,es Loch zu stecken, und so die ganze Oeffnung, den ganzen Auf- «bruch wieder zu schltegen. Dleie Art ist deßhalb verwerflich, weil sic gerade daö hindert «und zuruckhalt, was der Aufbruch fördern .soll, nämlich die Ausdünstung und das schnellere Erkalten." n

, , über das Versenden und Verpacken des Wildes und der Fische ist vieles

sehr Wckstnswerthes in diesem Werkchen angeführt und können wir cs somit als einen willkommenen Nathgeber aus Ueberzeugung empfehlen." Alex. Meyer.

Prioritäten.

3'7o öater. Stsb.-Prior. 571/4

3u/0 öst. s. Lombard 76J/a

3% Livomeser 343/4

50/0 Toscaner 54

5% ElisabctL-Prior. 80 do. II. Emiss. 791/2

Anleheiisloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 70

Nassau 25 fl. 4O3/4 4°/0 bayr. Präm.-Anl. 113

Ansbaoher 7 fl. 12 4% badische Loose 1111/?

Badische fl. 35 Loose 693/4

Oestr. fl. 250 v. 1854 77 1858r Prio.itiPsloose 182 1860r Loose 843/4

wird es von Interesse sein zu erfahren, daß von einem alten Jagdfreunde eine kurze! Zusammenstellung langjähriger Erfahrungen, betreffend die Behandlung des Wildes^ nach dem Tode, unter solgendern Titel erschienen ist.

Dre Behandlung deS Wildes und der Fische von ihrem Tode bis zur Verwendung^ in der Küche. Ein Nathgeber für Jäger, Jagdliebhaber, Köche und Haus­frauen, von August Pfaff. Frankfurt a. M. 1871. Jakob Sackreutcr. Preis 36 fr.

Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöla-Miudener und Oberhesslsche Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu habe» bei W. Klee, am Markt.

Aligemeiner Anzeiger

z"

FeilgeooteneS

4299) Häckselmaschinen, ä 25 bis 50 fl., Dreschmaschinen, Rnbcnschneidcr,

4302) Eine grosse Kinderbcttlade mit

Sonnen-

ftrassc Lit. B. Nr. 59, eine Stiege hoch.

Besondere Bekanntmachung.

Die Annahme eines Kirchenheizers.

4294) Das zur Heizung der Stadlkirche nöthige Anzünden und Unterhalten des Feuers soll an eine mit dem Heizapparat vertraute Person vergeben werden. Bewer­ber um diese Stelle haben sich binnen 14 Tagen bei uns anzumelden

Bemerkt wird, daß bei einer dafür ge­leistet werdenden Vergütung von 50 fl jährlich etwa an 25 Tagen geheizt werden muß. Gießen, den 9. October 1871.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Milchverkauf.

4254) Jin früher Looö'. scheu .Höfchen, Lit. D. Nr. 218, ist täglich, Vormittags halb 9 Uhr, frische MiIch zu haben. *

Damen Paletots, Regenröeke, Tuche und Buckskins, Leinen, Shirting rc. äußerst billigen Preisen.

I. A.:

V. Hahn, Bezirksbauaufseher.

Arbeitsversteiqerimg.

4295) Samstag den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,

Men im Nathhause zu Allendorf a. d. Lda. npd)folaenbe Arbeiten öffentlich an die We- ^igstnehmeuden in Accord gegeben wer­ken, als: Steindeckerarbeit an der Kirche, veranschlagt zu .... 65 fl

Maurerarbeit am 1. Schulhaufe, veranschlagt zu......52

Allendorf a. d. Lda , den 8. October 1871. ^roßherzogliche Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda.

Künstliche Dünger, Jauchepumpen

empfiehlt Emil Ptstor.

3Zsr steige-'ttttszcn

4304) Donnerstag den 12. October d. I., Nachmittags 2 Uhr,

sollen in der Wohnung der Frau Advacat Erauskopf vor dem Seltersthor: Tische, Stühle, Bettladen, Sophas, Schreibtische, Büchergestelle, Verschlage u. sonstiges Haus- geräthe, meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 9. October 1871.

In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann.

Lampenschirme, ordinäre und Vrystall-Cylinder, letztere besonders zu empfehlen, verkauft billigst (4287) K a r l Fuhr, Kirchenvlatz.

4303) Das Geschaftslocal der

Geb rüder Stamm

befindet sich von beute an in dem nenerbanten Hanse des Herrn A » g. W e j d i g am Kreuz und empfehlen dieselben für bevor- fiehende Saison eine reichhaltige Auswahl fertiger

Herren-Garderobe,

Harlrmer Blumenzwiebeln, als: Hyazinthen, einfache wie gefüllte Tulpen, Ta zetten, (^rocuS in bin schön fte» Sorten empfiehlt

die Handelsgärtnerei von (4086) Carl Deines, Asterweg.

Nllisikwerkc und Spicldoscn

von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnettcn Htmmelsstimmen, Mandolinen zu en-gros-Preisen, empfiehlt

(2587) Georg Schäfer, Uhrenhandlung.

Z Rhtinisches Laaerbier, Neue englische Bückinge-um

beste Qualität, ist stets im Zapf in' derSJ1!11 Äfrf - - r

Gastwirthschaft .Zum Deutschen Kai ser." (3o74) 3- *L Busch L>ohn e.

Arbeitsversteigerung.

4296) Nächsten Freitag, den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,

werden die zur Reparatur der Synagoge in Beuern erforderlichen Arbeiten öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben, als: Dachdeckerarbeit, veranschl. zu 38 st. 30 fr Schreinerarbeit, * 43

Weißbinderarbeit, w 27

Zusammenkunft in der Synagoge. Rödgen, den 8. October 1871.

In Auftrag:

L Hahn, Bezirksbanaufseher.

Hansverstergernug.

4305) Das zum Nachlaß des verstorbenen Gottlieb Panzer hier gehörende Wohnhaus soll Montag den 16. Octobtr d- I.,

Vormittags 10 Uhr, auf dahiesigem Nathhause einer Versteigerung ausgesetzt werden.

Bemerkt wird noch, daß frag!. Haus ganz neu gebaut und noch nicht bewohnt war, und in der Nähe des Bahnhofs steht. Kauf­liebhaber können dasselbe jeder Zeit einsehen

Garbenteich, ^den 6. Oktober" 1871.

Schwarz, Bürgermeister.

4206) Zwei noch gut erhaltene Nnisor-

i mich von einem Einjährigen, sowie ein tovi, vyine groge «wtnocvvc Helm und eine Mütze, sind zu verkaufen. Einlage ist billig xu verkaufen.

;Vit- D- Nr. 54, 3. Stock- -----

| Für Unterleidsbruch- Leidende.

2174) Die Bruchsalbc von G. Sturzenegger in HertSau, Schweiz, hat in Folge ihrer vorzüglichen Wirk­samkeit bei Unterleibsbrüchen, Mntter Vorfällen und Hämorrhoiden vielseitig »len Dank geerntet. Zahlreiche Atteste bestätigen eine vollständige Heilung lelbft bei veralteten Fällen Auf fran kirte Anfrage wird Gebrauchsanweisilng nyatfä versandt. Zu beziehm in Zopten zu Rthlr. 1. 20 Sgr. fl. 3. - so »vohl durch den Erfinder selbst als bind) 3» B. Lindt, Nachfolger, Apotheker, ^chnnrgassc 58 in Frankfurt a M.