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Preis vierteljährig 1 st- 12 fr. nrt BUngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr.
Srschcint täglich, mit Ausnahme Montags.
Ärpedttion: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen.
Rr. Mltwvch den 5. Juli ’ 1871,
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BefteNMtgen auf Seu Gießener' MuzeiMk bet allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. $
Amtlicher D hei l*
Gießen, am 1. Juli 1871.
Betreffend: Die aus dem Kreise Gießen gestellten Kriegsfuhren. * , . .
Das Kroßhermöglicht Kreisamt Gießen
an die Grolsherzogtichen Dürgermeistcrrien des Kreises.
Die Eroßherzoglichen Bürgermeistereien derjenigen Gemeinden, welche die Vergütungen für die im vorigen Jahre gestellten Kriegsfuhren mit den Eigenthümern dec Fuhrwerke rc. ic. bereits ganz oder thetlweife vereinbart haben, werden aufgcfordert, die Originalverträge und Originalbelege, als Bescheinigungen über die Zeit der Abwesenheit dec Fuhrwerke, Bescheinigungen über Verluste, Tarationen, Rechnungen, Quittungen u. dergl., nebst einer Zusammenstellung aller von der Gemeinde geleisteten Zahlungen an uns eiuzufenden, damit wir in der Lage sind, die Liquidation der Beträge aufzustellen, welche aus der Buudeskaffe erseht werden sollen.
v. Starck.
Gießen, am 1. Juli 1871.
Betreffend: Die Wuthkrankheit der Hunde. # w . , v ♦
Das Großhermoglichr Krersaml Gießen
an die GroßherzogUchen Bürgermeistereien des Kreises, insbesondere diejenigen der Nachbarorte von Lich.
Am 13. v. Mts. hat sich in Lich ein der Wuthkrankheit verdächtiger, schwarzer, langhaariger Schäferhund gezeigt, welcher mehrere Hunde daselbst gebissen und sich dann wieder verlaufen hat. Sie wollen, wenn Ihnen über den Verbleib dieses Hundes etwas bekannt geworden ist hierüber an uns berichten und ebenso uns Anzeige machen, wenn verdächtige Krankheitserscheinungen bei Hunden oder andern Thieren, naiuentlich auch Schafen Ihrer Gemeinden zu Ihrer Kenntniß gelangen sollten. Ueberhaupt wollen Sie jede Beobachtung, welche in fraglicher Beziehung von Interesse sein könnte, uns sofort itMxilen.
v. Starck.
Gießen, den 29. Juni 1871.
Betreffend: Die Beitreibung der Domanialgefalle bei dem Großh. Rentamte Gießen pro 1871. ,
Das Großhcrzöglrchc Rentamt Gießen
an ssmmttiche GroßhrrMliche Bür ermeistereikn dcs Nrntamtsbrsirks.
Die Ende Juni dieses Jahres fälligen Holzgelder bei dem Großherzoglichen Rentamte Gießen können bis zum 15. n. Mts. ohne Mahnung hierher bezahlt werden. _____________________L r> " e r. _____________________________________________________
Polizeiliche Bekanntmachung.
Die Beschädigung des StrafienpflasterS betreffend.
Viele Einwohner haben die in's Straßenpflaster gemachten Löcher, in welche sie Zierbanme gesteckt hatten, nicht wieder schließe» lasten. Da durch diese Vertiefungen Unglücksfälle herbeigeführt werden können, werden die betreffenden Einwohner anfgcfordert, das vor ihren Hofrailheu durchlöcherte Straßen- pflaster beim Ausziehen der Zierbanme sofort wieder ordnungsmäßig zupflastcrn zu lassen. .
Gießen, ven 3. Juli 1871. Großherzogliche Polizei-Verwaltung.
v Nover.
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Politischer T Y e t t.
t aufgaben zu, suchen.
Gerade einer so irritablen Nation, wie die französische, sollte jede Verlockung slso wenig als möglich nahe gerückt werden, selbst wenn sie nicht eine so dringende
denkt, die militärische Entwicklung noch über das Maß hinaus zu entwickeln, innerhalb dessen sich ihre Vorgängerin hielt, obwohl diese ooch schon die Erfahrung machte, daß eine durch die Nothwenbigkeit nicht gebotene Streitmacht allmählig aufhört, — RegierungS-Instrumint zu sein.
Sie wird sich selbst Zweck und drängt die Negierung auf das Feld der Abenteuer.
Jnstlnctartig scheint auch Herr Thiers diese Gefahr zugleich mit der Auf- nähme seiner militärischen Pläne zu empfinden, und weil er nicht vergessen hat, daß Frankreich im letzten Kriege doch erst nach der (Kapitulation von Paris ge- nölhigt war, f°ine Niederlage einzugestehen und die Strafe seines Uebermuthes auf sich zu nehmen, quält man sich mit der Aufgabe ab, Paris nicht blos uneinnehmbar, sondern auch — unnahbar zu machen.
Eine ungeheure Armee mit einer Reserve von 900,000 Mann soll bereit stehen, um jeder übcrmüthigen Prätension Frankreichs Nachdruck zu geben und Paris soll durch seine Unuberwtnvlichkeit Frankreich vor jeder Strafe schützen!
Möglich, daß Herr Thiers solche Pläne ohne bestimmte Beziehung auf eine Revanchepolitik verfolgt, daß er sie vielleicht überhaupt mir deshalb in seiner Seele wälzt, um sich mit glänzenden Zukunftsbildern die Sorgen der Gegenwart zu erleichtern; immerhin aber hat er aus der Erfahrung wenig oder nichts gelernt, wenn er Frankreich durch solches Zukunftsblendwe.k hindern sollte, aus dem Unglück der jüngsten Vergangenheit zu lernen und seine Befriedigung in großen Friedens-
Nichts zu lernen und nichts zu vergessen scheint die augeerdte Schwäche der Franzosen zu fein, und man wird aushören müssen, sie als ausschließliches Erbtheil der Bourbonen zu bezeichnen.
Gleichwohl hätten die Franzosen so sehr viel zu lernen und zu v rgkffcn, und viel gut zu machen, was sie Uebles,- am meisten zu ihrem eigenen Schaden, gethan haben; vor Allem aber müßten sie lernen, das Glück und die Große Frankreichs nicht in der Prävalenz Frankreichs über seine Nachbarn zu suchen, und um zu dieser Einsicht zu gelangen, müßten sie vergessen, daß sie la grantle nation in diesem Sinne gewesen sind.
Leider scheint Herr Thiers, welcher als der Mann der Situation an die Spitze der Gewalt berufen wurde, gerade in dieser Beziehung am wenigsten zum Lehrmeister geeignet zu sein, wie die Absichten beweisen, welche er bezüglich der militärischen Entwicklung Frankreichs an den Tag legt, und welche so wenig auö den Bedürfnissen Frankreich- entspringen, daß sie nur au- der sofort wieder auf- genommenen Pflege alter Supremattegelüste erklärt werben können.
Nicht als ob es eine Thorheit der gegenwärtigen oder irgend einer künftigen Regierung Frankreich« wäre, danach zu streben, baß diese« die legitime Stellung wieder einnehme, welche einer durch Volkszahl, Bildung und reia-e Eulturentwick- lung ausgezeichneten Nation gebührt; nicht als ob wir uns gegen die Noth- Wendigkeit verblendeten, daß eine solche Stellung auch durch eine starke Militär- krast unterstützt werden müsse; aber wenn die besicgje und dann gestürzte Regierung nur deshalb zu Grunde ging und Frankreich zu Grunde richtete, weil sie statt eine berechtigte Stellung zu wahren, sich in ausschweifende Prätensionen verlor, so scheint es allerdings bedenklich, wenn ihre Nachfolgerin vor allen Dingen darauslso wenig als möglich nahe geruat


