Ausgabe 
1.4.1871
 
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auf dem System zahlreicher, gut eingeübter Reserven und

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Nation aus diese Weise eine männliche Erziehung erhält, welche nicht ohne Gin* " - Die Armee in Preußen ist man hat

Vlt .................................. Die beste Art zu zeigen, woran uns fehlt, ist die,

Es ist jetzt daß man das preußische System, welches bei fortwährender Verbesserung schon

Herzog von Aumale nicht in Versailles, wie gemeldet, sondern im südlichen Frankreich.

+ London, 30. März. DerDaily Telegraph" enthält ein Telegramm aus Versailles, wonach in der Nacht vom 28. zum 29. März zwischen den Vor­posten der Nationalgarde und den Regierungstruppen auf der Straße nach Ver­sailles Schüsse gewechselt wurden. Die Regierung bcrieth mit Ducrot, Leflo, Chanzy und Trochu; dieselben sollen sich für ein angriffsweises Vorgehen gegen

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walttgen. Der Kaiser Napoleon hat neben anderen Arbeiten seine Muse auf Wil-

+ Paris, 29. März. Delescluze hat seine Entlassung als .Rttglted der ^imshöhe zu einer Studie über die deutsche Wehrverfassung benutzt, die in

Commune genommen, weil seine College» die Functionen eines Mitgliedes der unrer dem Titel:Note sur Forganisalion militaire de la Confäde-

Commune mit denen eines Deputaten der National-Versammlung unvereinbar er- raljon (je pAllcmange du Nord. Wilhelmshoehe. Janvier 1871u gedruckt klärten. worden ist. Die Arbeit umfaßt 85 golioseiten, deren größter Theil der preußi-

+ Paris, 29. März. Die Wahl der Osficiere der Nationalgarde ist auf ^en refp norddeutschen HeercSorganisation zu Grunde liegenden Prinzipien, einer

morgen anberaümt. Schoelcher hat seine Entlassung als Commandant der Ar- Uebersicht der verschiedenen Truppenkörper in ihrer Friedens- und Kriegsstärke,

silierte der Nationalgarde gegeben. sowie in einer summarischen Quartierliste der Armee gewidmet ist. Interessant

Paris, 29. März. DerScir" veröffentlicht die neuesten Ereignisse aus aber wird die Schrift auch für allgemeinere Kreise durch die hier und da einge- Paris in nachfolgender Weise: Die Regierung scheint sich entschlossen zu haben, streuten Bemerkungen, sowie durch die Resultate, die der Verfasser daraus ge- dem General Vinoy das Qbercommando zu nehmen. Man spricht bercits sehr winnt. Gegenüber dem unsinnigen Faseln vieler derBesten in Frankreich" seit bestimmt von der Wiederbesetzung, dieses Commando'S durch Marschall Mac Mahon, oem 4. Septbr. macht die ruhige aber unbedingte Anerkennung der deutschen Ein- wclcher seinen Degen der Regierung zur Verfügung gestellt hat. Glais Bizoin richtungen einen sehr wohlthätigen Eindruck und lassen wir nachstehend die Ein- ist gestern in Versailles angekommen. Man versichert uns, daß er aus Neugierde leitung folgen:

allen Sitzungen des Centralcomite's im Stadthause beigewohnt habe. Er versichert,Großes Unglück ist an Lehren fruchtbar: es bringt ernste Wahrhetten baß er es gewesen sei, der General Chanzy in Freiheit gesetzt habe. ans Licht, welche in Zeiten des Glücks nur zu oft von der Gewobnheit und

+ Paris 29. März, 10 Uhr Abends. In der heutigen Sitzung der Kurzsichtigkeit unbeachtet gelassen werden. So lange nicht verhängnißvolle Er-

Nationalversammlung zu Versailles wurde folgender Antrag eingebracht: Die fahrung die Augen öffnet, verschmäht man die Stimme der kalten Vernunft, und

Versammlung, treu den Grundsätzen von 1789 , beschließt, sofort eine weiter- ras Beispiel ter von benachbarten Völkern erreichten Fortschritte geht unbemerkt

gebende Dccentralisation der Verwaltung ins Werk zu setzen; dieselbe ist nicht vorüber.

weniger entschlossen, die Integrität und die politische Einheit Frankreichs aufrecht Vor dem Unglück des Feldzuges von 1870 legte man tn Frankreich rein ni erhalten. Thiers sagt bei Beantwortung einer Interpellation: Der Abmarsch Gewicht auf die Meinung Derer, welche erklärten, daß die militärische Qrgani- der deutschen Truppen ist in Folge der Unruhen von Paris vorläufig eingestellt. fation unseres Lande- in keinem Verhältniß zu seiner politischen Situation stehe; Es ist auch richtig, daß die preußischen Streitkräfte auf einigen Punkten vermehrt man leugnete die Vortheile der preußischen Organisation, welche auf der allge-

worden sind, aber auf denselben Punkten sind gemäß der abgeschlossenen Con- meinen Dienstpflicht, auf dem System zahlreicher, gut eingeübter Reserven und

vmtion auch die französischen Truppen verstärkt worden. Der französische Staats- auf der territorialen Eintheilung des Landes betreffs der Zahl der Armeccorps schätz wird die Kosten aller nothwendigcn Requisitionen bestreiten, so daß die beruht. Vor dem Feldzuge von 1870 wollte das Artillerie-Comitö nicht zugeben,

Provinzen, durch welche der Abmarsch geht, nicht darunter zu leiden haben. vaß das Material der preußischen Artillerie vollkommener, als das unsrige, und

Thiers fügt hinzu, daß die Unruhstifter in Paris für die in der Räumung jai Stande wäre, besser zu wirken. Dor dem Feldzuge von 1870 behauptete mtstandene Verzögerung verantwortlich seien. Ferner theilt er mit, daß die Rück- Genie-Comit^, daß unsere Festungen nicht zu zahlreich wären, daß sie der ftbr der Kriegsgefangenen nach ihrem Daterlande wieder begonnen habe. Mit neuen Artillerie Widerstand leisten könnten; es wollte nicht einräumen, daß die dem deutschen Oberbefehlshaber wurde ein Abkommen dahin getroffen, vaß feind- Hälfte unserer festen Plätze geschleift und die andere Hälfte nach dem System selige Handlungen gegen die deutschen Truppen, wenn solche vorkommen sollten, hätte umgcbaut werden müssen, welches aus Antwerpen einen der ersten festen ausschließlich als Vas Werk der Aufständischen angesehen werden sollten. Thicrs Ptätze der Welt gemacht hat. Es bedurfte der traurigen Ereignisse, deren Zeugen Neve wurde mehrfach durch ironischeAh- unterbrochen. Der Antrag, die mir gewesen sind, damit ein General des Geniecorps, wie der General Coffinieres? Generalräthe sofort zu berufen, wurde hierauf von der National-Versammlung vor einem KriegSrath gestand, daß Metz nicht 14 Tage einer Belagerung wider­angenommen. stehen würde, wenn die Unterstützung der Armee des Marschalls Bazaine ihm

/X Paris. 30. März. DieCloche" schreibt: Der Municipalrath oder fehlen sollte.

Communalrath, wir wissen nicht recht wie ihn nennen, welcher in Paris gewählt Vor dem Feldzüge von 1870 widerstand die Militar-Administration hart-

wmve, wirb vermuthlich sogleich in Function treten. Was das Centralcomite im näckig der Ansicht derer, welche den Rath gaben, das Land in mehrere Armee-

Stadthause betrifft, so wird es, wir bezweifeln es nicht, leine Gewalt in die Händc corps-Bezirke zu theilen , welche je rtt allem zu einem Feldzuge nothwenvigen

des Raths niederleaen; diese Pflicht wird ihm nicht viel Mühe machen, da der Material an Ort und Stelle versehen sem sollten. .

größte Theil seiner Mitglieder in den Rath gewählt ist. Wir wollen uns über Es ist also von höchstem Interesse, heute durch eine elngchende Prüfung . die Wählbarkeit der Mitglieder des Comite'S, noch derjenigen der Maires und die Mängel unserer Organisation zu untersuchen, damit man 11^ ^n^hrunft ihrer Adjuncten nicht weiter auslassen, obgleich die Wahl der Einen wie der An- derselben sie beseitigen und die zukünftigen Elemente unserer militärischen Macht tern vielfach an die officiellen Candivaturen des Kaiserreichs oder die neuliche vervollkommnen kann. Die beste Art zu zeigen, woran cv uns seh t , ist die,

«erben sollten, sofort auch den Keim unheilbaren SiechthumS in da« eben er- baute Reich verpflanzen wurden." Döllinger erklärt, daß et als Christ, Theologe, Geschichiskundiger und Staatsbürger diese Lehren nicht anneijmen könne, und fordert, daß 'hm entweder vor dem gesamntten deutschen EpiSeopate auf einer dazu anberaumten Versammlung desselben in Fulda oder auf einer engeren Theologen- genferenj in München Gelegenheit gegeben werde, den wissenschaftlichen Beweis ,u führen, raß das UnfehlbarkeitSdogma mit der heiligen Schrift, sowie mit der wnstanten Tradit-on des ersten Jahrtausends der christlichen Kirche in Widerspruch PanS ausgesprochen haben. .....

siebe und nur durch Fälschungen allmählich importirt worden sei. + Stockholm, 30. Marz. Die Königin ist heute um UV* W

A Schwerin. 30. März. Die französischen Gefangenen wurden heute früh mittags gestorben.

ter Bahn über Hamburg und Kiel zum Transport mit den französischen Kriegs- Bllcharcst, 28. Marz. Am Abend vor der Auflösung der Kammer fand m ff ptitlnfiVn eine heftige Sturmdebatte statt. Der Abgeordnete der Stadt Jassy verhöhnte

cJV 9Q smA. Nelleaarde Überbrachte dem Kaiser ein eigen- den Fürsten Karl,' weil er mit seiner Abreise gedroht habe. Ein anderer Abge-

4- WldN, 29. f g , , < ' f . f ordnete versicherte, daß die rumänische Nation feindselig gegen Deutschland ge-

handigcs Handschreiben des Deutschen Kaisers, "i welchem .etzteier seinen Da: herrscht große Aufregung; Läden und Hausthore sind geschlossen,

für die zu seinem G-burtSfeste bargebrachten Glückwünsche und bte bewiesen » I -a jUm mit gelat,encn Gewehren unb gefälltem Bayonnette burchziehen freundliche Gesinnung auSspricht. . .

+ Vrrsailles, 29. Marz. Die Lage ist W-ftntstcher. uuveränbert 29. März. Die Eröffnung des Krieges gegen Chiwa und

Paris verhält sich ruhig unter der strengen H rrsch I , ' Kaschya ist beschloffen. Zum Obercommanbant ist Generalabjutant Kaufmann

Unter-Abtheilung gebildet bat zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Ver- »»W S* « g

f0lgUng verdächtiger Pepsonen. Am Sonntag war nur ein Fünftel der Wähler ernannt. - D.e Cholera-Eptdem.e dauert fort.

zur Wahl gekommen. @in RevolutionS-Comite ist gewählt, aber zur Action ganz -------------------

unfähig. Lyon, Toulouse und St. Etienne sind zur Pflicht zurückgekehrt, und

somit ist die Hoffnung vorhanden, vielleicht ohne Kampf den Aufstand zu be- Kaiser Napoleon über die deutsche Heeres-Berfaffung.

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Kandidatur der Präfetten für die Nationalversammlung erinnert. Es ist jetzt daß man das preußische System, welches ve. ,ortwayrenc r wrvt| rru,.a

nicht die Stunde um Beschwerde zu führen. Wir wissen nur, daß das Central- mehr als sechszig Jahre besteht, mit Aufmerksamkeit studtrt. Das ist das Ziel

tomite sich mit ein wenig mehr Takt und Klugheit eine Amnestie für seine Mission dieser Arbeit. f

hätte verschaffen können. Acceptiren wir die vollendeten Thatsachcn, fragen wir Das Bestreben einer verständigen Verwaltung muß »awof gmjtrt fe««,

jedoch een gewählten Municipalrath, welche Rolle er Übernehmen, das heißt welche in Friedenszeitcn ein Minimum Soldattti unter Cen ffiaffen p »aS«a, w(Krieg« legale Befugniffe er sich beilegen will. Stellen wir uns auf den Rechtsboden und »eiten das Maximum gut geschulter «olCaten. Um bi t beiben £ g g folgen demJournal offieiel", Organ de« Comite's, welches so oft bis jetzt gegen erfüllen zu können , muß man alle Jahre be CutAau«

die abwesenden Widersacher Chancen gebrochen hat, um nicht nur die Berechtig- einten, aber sie nur so lange bet)alten ,««» a*b,,6"8 »«' «

leit, Redlichkeit, Mäßigung, sondern auch di- Gesetzmäßigkeit der Handlungen nothwendig ist, damit der Bestaub des stehenden Heeres die Mittel des Budgets ihrer Patrone zu gründen. Gestern noch, da man fühlte, daß man in Betreff nicht übersteige. . q .. . p.uk

der Wahl Alles dem Zufall überlassen habe, erklärte das officielle Journal, daß Die Nothwendigkeit, alle Jahre eine große o^lungerr.-utc imKrteg« das Comite beabsichtige, den Geist und den Buchstaben de» Wahlgesetzes »an 1849 Handwerk zu üben, führt na'url *e n n $beil flbeTium1enu"e m beobachten, nach welchem ein Achtel der eingeschriebenen Wähler die genügende auch der Staat aus SparsamktttSrucksichten nur stnen.ibetl der zungen deute, um gewählt zu fein, ergibt. Dieses amtliche (?) Avis oder diese« welche ihr zwanzigstes Jahr erreich. a ^ alle Jahr H J *

Leeret, welches man für Den Augenblick für gut erachtete, ist einem Gesetz ent- w-ntger gerecht, daß Alle dieser Pflicht S;".^'"l« GbundZnttv die allae ne ne nbmmen, welche« ehemals für Vie allgemeinen Wahlen gültig war. Das Comite, M Land verthe-digen fonnc- Z.® fübler ®le dlbet da« dem

drtches die Municipal- und selbst die Gericht-gewalt übernommen, bat sich so in Mil tarpflicht angenommen. Damit ist dem Gefühl b» «In^eit, bM m

dec letzten Stunde noch legislative Machtdesugniß zugeeignet. Diese» Decret ist, menschlichen Herzen angeboren ist, Rechnung getragen. ®erUrmtunterj ebt tfl »ä« XorJboben zu werden verdient, v°m 26. März Mitternachts datirt, d. h. dem Gesetz mit Wat.rn, . wi 7 va° ck verkeffe t .7r

i>°n der Minute, wo die Abstimmung geschlossen wurde. Da« Comite hat ge. unterworfen ist. Die Zusamn'.nsetzung der A Mtt wird dadurch Verb flerh h

fürditet oaft man es bescbuldiaen würDe, ein rückwirkendes Gesetz zu machen, wenn moralisches Niveau hebt sich, da alle Klassen der GeseUschaft in lyren ^"yen lcy

.. dLlbe «°7 nächien Ta?e dalirte Dieses Bedenken macht dem juristischen befinden. Die aus einander '°^nden Generationen schop en daraus abwc» ein

Beist^cr Gesetzgeber^ de« Comite', alle Ehre. Indessen diese Thatsache gehört da« G.M für.P^n°t'Sm«^D^ 0Vnt

schon der Vergangenheit an und die Geschichte wird darüber richten. - ----- -- -

4- Bordeaux, 28. März. Der Agence Havas zufolge befindet sich der fluß auf Vie Geschicke des Landes ist.

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