(
k
I
I
I m
es schon oft gesagt — eine Schule, in der ein Jeder der Reihe nach das Kriegs- Handwerk lernt und in dem Gefühl der Pflicht erstarkt. Der junge Mann, der zu den Fahnen einberufen ist, lernt nicht nur excrciren, man lehrt ihn auch die Treue zum König, die Ergebenheit für das Vaterland. „Der Wille des Königs ist das höchste Gesetz. Der Soldat bat keine höheren Verpflichtungen, als den dem König geleisteten Eid." Eine Armee, die nicht aus Söldnern, sondern aus der Elite der Nation besteht und auf dem Prineip der Autorität beruht, das mit den Rechten des Bürgers nicht im Widersprach steht, eine solche Armee ist der größte Schutz für die Festigkeit eines Staates. Es ist der Ballast der Schiffer, welcher den Stürmen Trotz zu bieten verstattet. Von da dis zu den schädlichen Maximen, die bei uns gangbar sind, seitdem das Land von so vielen Revolutionen erschüttert worden ist, ist ein weiter Zwischenraum. Was hören wir bei jeder Gelegenheit? „Ich diene nicht einem Menschen, ich diene meinem Lande", und diese Redensart, mit deren Hülfe man die persönliche Würde zu heben vermeint, rst im Grunde nur ein Vorwand für alle Untreue, für alle Skepticismen, für alle Meineide. In jeder Monarchie ist der Souverain das Oberhaupt der Armee, jeder unter der Fahne stehende Mann dient ihm und schuldet ihm Gehorsam und Treue, denn der Souverain vertritt die ganze Nation. Ohne dieses Prineip gibt es weder Disciplin, noch Rangordnung, noch Sicherheit für die Gesellschaft.
Montesquieu sagt mit Recht , daß zuerst die" M-nschen die Einrichtungen geschaffen haben und dann erst die Menschen sich nach den Einnchtungen modelten. In der That ist nichts interessanter, a,s zu untersuchen, welchen Einfluß weise Gesetze, wenn sie treu befolgt wurden,, auf die Geschicke der Nationen hatten, und das beste Mittel, dahin zu gelangen, besteht darin, daß man den Geist der Gesetze ergründet, du,ch welche ein kleines Volk groß geworden ist."
BÖRennachrichteu.
30. März 1871.
Preus.*- 41/2°, 9 Oblig. 93l/2 Fraukf. 3o/o Obi. 82% Nass. 41/2° 0 Obi. 931/2 Kurhess. 4% „ 85% Gr. Hess. 50/g Obi. 101% -n n 4% n 93 » » 31/2% „ -
Bayer. 5% „ —
7, 41/2 o/g 1jährige 951/2 „ 4O/o 1jährige 89%
Würtemb. 4‘/2% Obi. 93% Baden 4%% Obi. c. E. L. 94% Oesterr. Silberrente 55% „ Papierrr nte 47 „ 50/g M. steuert. —
Amerik. Bonds 1881 r 100%
„ „ 1882r 96%
n n 1885r 96'/g
n n 1887r 963/b
Spanier, neuest. 3% 30%
Actien.
Frankf. Bank 133%
Frankf. Vereins-Kasse 104
Darmst. Bankact. 328
Wien Bankactien 692 Galizien 2401 2
Actlen.
Oest. Creditact. 252%
50/g östr. F. St. E. B. 379i/4 Lombard. Bahn 170
Lud wigsh.-Bexbach 169%
Maxbahn 112%
Bayer. Ostbahn 127
Hess. Ludwigsb.-Act. 142
Alsenzbahn-Aotien 851 4
Oberhessen T 69%
Prioritäten.
30/g öster. Stsb.-Prior. 56
30/g öst. s. Lombard 73%
30/g Livorneser 31%
50/g Toscaner 50%
50/g Elisabeth.-Prior. 77
du. II. Emiss. 75
AnleBieiislooae.
Kurh. 40 Tlilr. Loose 61%
Nassau 25 fl. 37%
4% bayr. Präm.-Änl.. 107% Ansbacher 7 fl. 12
4% badische Loose 107% Badische fl. 35 Loose 60% Oestr. fl. 250 v. 1854 70 1858r Prioritätslooee 156 1860r Loose 77
1864r „ H63/4
Braunschweiger 16%
Stadt Madrid 21%
Wechsel. "" Amsterdam k. S. 100%
Augsburg k. S. 99%
Berlin k. 8. 105% i
Bremen k. S. 97 I
Cöln k 8. 104%
Hamburg k. 8. 88%
Leipzig k. S. 105
London k. 8. 1 19-% '
Lyon k. 8. —
Paris k. S. 94%
Wien k. 8. 95 '
ditto m. S. —
ditto 1. 8. —
Disconto 3%o/g G.
deiclsorten.
Pr. Cassen-Sch. 1 44%-45't Sachs. „ —
Div. Cassen-A. —
Pr.Friedrdur 9 58—59 Pistolen . . 9 45—47
„ doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankensti 9 27—28 Engi. Sover. 11 54—58 Buss. Imper. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27—28
die Gn
en
Annoncen
ureau
Wir
g
GG
0E8
2)
3)
Stecken Nadel-Prügelholz,
Luch,
II.
veran-
42
veran-
veran-
100
Wellen
Reisholz,
037 Eichen-Ltainrne mit 9877 Cubiksuß l? Birken- „ ,, 301 „ '
ist
^^c?^o^0flliches Kreisbauamt Gießen.
bes Kreis baumeisters : Schocker, Kreishlimiiissphpr
Schacker, Kreisbauaufseher.
(Hierzu eine Beilage.)
dvli,^
706
401
48
106
46
38
89
15
4100
400
Wellen Stecken
Wellen ©tid\u
4)
5)
6)
7)
Groß-Buscck, am 29. März 1871.
Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck.
Wagner.
das Decatiren von 38 Ellen veranschlagt zu 2 fl. 32 kr., die Fertigung von 6 Paletots, schlagt' zu 33 sl.,
an bei Großherzoglichem Rentamt Gießen erhoben werden. Als Termin für Ucber- lieferung des Holzes, sowie als erster Ab- suhrtag ist Mittwoch der 12. n. Mts. be-- ftimmt. Gießen, den 31. März 1871.
Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi.
Cubikfuß,
23 Stämme Radel-Bauholz mit 256 Cu- bikfuß,
Holzversteigerungen.
_ 1227) Das an nachbcnannten Staats- Straßen aufgearbeitete Holz soll an ben dabei bemerkten Tagen meistbietend versteigert werden, und zwar:
l. Auf der Straße vor dem Wallthor Montag den 3. April:
6 Haufen Linden-Ausvutzreiser.
, 2lnsang Morgens 9 Uhr bei der Müllen scheu Fabrik
z „ Stockgolz, „ Ateisholz, Eichen-Prügelholz, „ Stockholz. „ Reisholz,
Aspen-Prügelbolz, Stockholz,
Buchen- „
Frisch bsckkr u Gir 6 e 11.
2a3tpJiI- .®arl Plank in ber Wolkengassc, Daniel Rühl am Rathhaus und Christian Jughardt in der Wallthorstraße.
Gießen, oen 28. März 1871.
Groß herzogliche Burger meisteret Gießen
2 g
Bei ungünstigem Wettet wird die Ver- steigeru g im Wirthshause des Adam Will zu ^.reis a. d- L abgehalten.
Marburg, am 29. März 1871.
K ehr, Freiherrl. v. Milchling'scher Administrator.
Main - Weser - Bahn.
Bekanntma ch u n g.
* .A 1201) Die Bekanntmachung A. ... In vom 11. März d. I., bett.
• z£^2J23aL anderweite Vergebung der An- und Abfuhr der'Güter nach und von dem Bahnhofe zu Gießen, wird hiermit z rückgerogen, und zugleich zur öffentlichen Ke'nntniß gebracht, daß die bisherigen Unternehmer, Herren Gebrüder Leng, die An- und Abfuhr der Güter unter Mitwirkung Des Herrn Adolph Ly ucker zu den bisheri gen Bedingungen sortbesorgerl werden.
Cassel, am 28. März 1871.
Der Ober-Güterverwalter: gez. Anthes.
149 Nadel-
Die Zusammenkllnft wiese aus dem Wege Steinbach.
V ex steifet" Hatten.
Bekaillitnia ch u 11 g.
1218) Dienstag den 11. April d. I., von Morgens 9 Uhr nn,v '
soll in der Freiherrlich v. Milchling'schen!
oie Lieferung von 38 Ellen rohgrauem Luch, veranschlagt ZU 76 fl,
die Lieferung von 48 Ellen grau- melirtem Baumwollbieber, veranschlagt zu 9 fl. 36 fr.,
die Lieferung von 78 Stück neusilberner glatter Knöpfe, veranschlagt zu 3 fl. 54 fr.,
Helzverflei^runfl im Gießener Stadtwalde.
1170) Montag den 3. April d. I>, von Vormittags 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalde, Schuß- bezirk Fernewald, Dffttict Ameisenkopf, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:
Holzversteigerunq.
1220) Dienstag den 4. April l. I., von Vormittags 9 Uhr an,
sollen in dem Freihcrrlich von Rabenaui- schen Walddistrict Bälsershäuserswäldchen bet Groß-Buseck versteigert werden:
2275 Wellen Buchen-Reisholz,
250 „ Nadel- „
Die Zusammenkunft ist bei Holznummer 1. Londorf, den 30 März 1871.
Der Rentmeister: Schmidt.
29
90
9
die Fertigung von 6 Hosen, schlagt zu 9 fl. 36 fr., die Fertigung von 6 Kappen, schla t zu 12 fl.
sollen im Submissionswege vergeben werden.
Desfallsige Offerten sind in den nächsten 8 Tagen bei der Bürgermeisterei abzuaeben, woselbst auch Einsicht vom Kostenveranschlag genommen werden kann.
Die Anschaffung der Dlenstklelder für die Feldschützen.
1224) Die hierzu nölhigen Arbeiten und Lieferungen, nämlich:
Nadel- Eichen-Stangen Birken- „
Ä! i r eh i i e Anzeige
Der evangelischen G e in e ! n ü e zu Gießen.
G 0 t t e S d i e n st.
Am allgemeinen Buß- und Bcttag, den 2. April: Morgens: Pfarrer Dr. Seel Nachmittags: Pfarrer Landmann.
(Collecte für bedürftige inländische eoang. Gemeinden.)
Am Gründonnerstag, den 6. April:
Pfarrer Landmann.
(Feier des heil. Abendmahls.)
Am Charfreitag, den 7. Aprilr
Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Nachmittags: Mitprediger-Vicar Freiensehner.
Die Psarrgeschäfte für die Woche vom 2. bis 8. April besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Stecken Bucheu-Prügelholz,
_ „ „ Stockholz,
Wellen „ Reisholz, „ Eichen- „ meistbietend versteigert werden.
Die Zusammenkunft ist zur bestimmter Stunde tm Distnct Wellerslob.
Anfang Morgens 9 Uhr, bei Abtheilungs- nunlmer 18, am Anfang des Wiesecker Waldes.
Die resp. Großherzoglichen Bürgerineiste- reten roerben ersucht, diese Versteigerungen nn Jntereffe ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 31. März 1871.
Eichen-Stangen, Buchen-
Nadel-
1221) Von der Holzversteigcrung im Freihcrrlich von Nabcnauischcn Walddistrict Struth bei Beuern vom 21. d. M. ist daH Brennholz
genehmigt. Die Adruhrscheine sind vom 3. Apr,l d. I. an bei der Rentei zu Lon- oori in Empfang zu nehmen und erfolgt die Ueberweistrng Des Holzer, Dienstag den g Nachmittags 2 Uhr.
Londorf, %n 30. März 1871.
£et Hretherrl. 0. Rabenauische Rentmeister: ____ Schmidt.
1226) Die Holzvcrstcigerung in der Oberförsterei Schiffenberg vom 29. und 30. I. Mts. ist genehmigt worden.
Die Abfuhrfcheine können vom 8. n. Mts.
Dir „N.
: Blatt
einem fremden > 1 md mitgenomm | Uns I I ti Uubt fein.
I Tonrfdvndente tem llaisn^ö lnrseiben neu r Mute tnlbi Qts i$ dies Die «Lvefen und Dii füllt Arl fnn v ohnte, earan j- ber Beziednn ton Versailles d r Abreise d sslLt Cmespi Kollegen bevor Die An i» München w siedete, nahm IrranzWen I, W entölt 91 iffy lvelche । <r9r|ffen und na - vermi mben und an 5" ihre Nativ drunter.
Wie 6,r|.
50,509 Tb c> Negii N't, weicht N von ter N, doch
Svenen Nn *”ein ^foiiiv;
HyE tit
I SiA,
VShv
3% 1612 41% 48% 2725
6 1% 2%.
Tli» Daetricla <1tampe
i u Cassel.
I) Wir besorgen Annoncen in alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen Journale, Coursbücher etc.
2) In jedem Falle berechnen wir nur die Ori^inal-Tarif-Preise und notircn weder Porto noch sonstige durch Vervielfältigung des Manu- scripts und Correspond en z entstehende Spesen.
3) Ueber jede Insertion liefern wir auf Wunsch die betreffenden Belege
4) Bei grösseren Aufträgen und oftmals wiederholten Insertionen schreiben wir einen angemessenen Rabatt gut.
5) Für Annahme von Offerten auf durch uns erlassene Annoncen berechnen wir keinerlei Gebühren.
6) Vorherige Kostenanschläge werden bereitwilligst ertheilt.
7) Unser neuester correctester Insertionstarif steht gratis und franco zu Diensten.
Tfe. Sdietricle 4* Contj».,
Annoncrn-Duresn für ssmmttichc in- und auslänbirdje Zritungcn.
ber Straße von Gießen gegen Steinbach
Montag den 3. April:
Fichten- und Kiefern - Stämme und -Stangen, 2 Pappel - Stämme unt 38 Haufen Ltnden-. Kastanien-, Fich' ten- und Pappel-Reiser.
Morgens 10% Uhr jenseits der Wiefeckbrucke, vor dcnr Neuenweger Thor 111 Auf der Straße von Gießen gegen Marburg
_ m Dienstag den 4. April:
17 dobp^Stannnc u. 44 Haufen Pappel-
627 „
an rur Strangs- von Annerod nach' r 4 k —
Gegen vorfchriftsmäßige Bürgschaft wird, 1202) Dienstag den 4. f. Mts
Ba&IurtaSfnft bis 1- August d. I. gestattet.! von Morgens 9 Uhr an, Tre Gr otzh erzog! ich en Bürgermeistereien sollen im hiesigen Gemeindewalde, Diftrict der umliegenden Orte werden ersucht, dies Wellercstoh:
tn @ircef”®e^n28ri M^wt machen zu jassen.' 27 Stämme Eichen - Bauholz mit 156
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießens Vogt. -
Besondere.BekattNtMacÜUNftett. Waldung, die Oberseilbach genannt, Ober- >---> Di, ................. ..j,‘rsÄ&Äbs*fc"'s:
w „ Prügelholz, ^2% „ „ Stockholz,
18% Schock „ Reisholz, 35 Laste Mischholz, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verkauft werden, was Kaufliebhabern zur 9tuchricht dient.


