Ausgabe 
29.7.1865
 
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Denselben. Dem Bürger und MeKgermeiiier, Johann Jesiph LangSdoif, eine Tuchler, Auguüe Avaisine Henrielte Fortunate Frieverike, geboren den 20. Juni.

Denselben. Dem Bürger und Schmied in der mechunlschen Werlstütte der Main-Weserbuhn dahier, Matthäus Schlaffer, ein Kohn, Martin Ehnsllan Karl, geboren den 20. Juni.

Denselben. D-m Bürger und Fabrikanten, Karl Wiihelm Wallenfels, eine Tochter, Emma

Friederike Julie Lisette Ehriffine Elisabeth, gebo­ren den 6. Juni.

Beerdigte.

Den 2 4. Juli. Ctlilie Ma garelbe Angufte Michel, des Orisburges zu Stangenrod und Ober- arbelters bei Theodor Kuchler dahrer, Heinrich Michel, eheliche Tochter, alt 8 M., gefforven den 22. Juli.

Den 26. Juli. Luise Karoline Henriette Frank, des Burgers in Daimuadt und Schirmlabrrkanten dabier, Wilhelm giarrk. eheliche Tochter, alt 4 M. 3 T., geffar bell teil 24. Juli.

Denselben. Ehlifferh Staik, Oitsbürger zu Ettingshausen, alt 66 I., geiiorden den 23. Juli.

Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Weste besorgt Mitprediger Krug.

Die Geheimmittel der neuesten Zeit.

I. F. Emckerich's Kräuterbier,

rungirt nach Inhalt und Zweck mit dem H o f ,'schen Malz. eptrart-Gesundheiisbier. E n widerlich unangenehm schmeckendes dunkelbraunes Bier wird in der bekannten Welse als Mittel gegen alle Krankheiten geiühml und durch einen Dr. med. H. Schmidt in Berlin wissenjchaftlich begutachtet. Wie wenig Werth auf eine solch- Beguiachlung zu legen ist, wissen wir aus anderen ähnlichen Begulachtungen der Geheimmittel, wie z. B. des Daubitz'scheu Kiäutelliqueurs, des Hoff'schen Malzextracis re. Wenn wir das Emmerich'sche Bier als eine Bier-Abkochung an verschiedenen unschuldigen und nichtssagenden Kräutern, wie Gun­dermann, Huflatlig, Ehrenpr is, Lachenknoblauch, Darrmalz, Süßholz re. ansehen müssen, versetzt mit etwas Salmiak, so wird sich der verständige Mann nur noch über den Mißbrauch der Wissenschaft verwundern müss.n, wenn er näml ch in der wissen­schaftlichen Beurtheilung folgenden Passus vorfindet:

Gemäß dieser Wirkungsweise das wissenschaftliche Ur- theil durch die That bestätigend hat sich die Heilkräftig­keit des Emmerich'fchen Kräuterbieres bereits man- n gfach biwährt in chronischen Leiten der Respirations-Organe, sowohl bei verschlepptem Eatarrh und asthmatischen Beschwer­den, als in ter Schleimschwindsucht; ganz besonders aber in Fällen wirklicher tuberkulöser Schwindsucht, wo der Auflösungsprozeß bereits mehr oder weniger erhebliche Zer­störungen der Lungensubstanz zur Folge halte und die Kunst mit all' ihren zahlreichen, vielerptobtcn Mitteln am Ende zu sein bekennen mußte.

Ein solcher Ausspruch hat keinen anderen Zweck, als die Unglücklichen, welche an d-r Lungensucht leiden oder zu leiden glauben, zum Kaufen und Gebrauch dieses Bieres anzulockcn, ihnen Heilung in Aussicht zu stellen. Das Lohnende solcher Lockung

liegt allerdings in dem Preise von -/4 Thlr. lür V3 Quart oder /. biises widrigen Gebräues. W^s tos Gutachten des wissen- schaftstchen Arztes nicht ausspiicht, ergänzt ter Kräuteidierfabrikant in seinen öffentlichen Reklamen, der es das biwälrieste Hausmittel bli Lungen-, Brup. und Uniirleibs Litten nennt. Olgleich der Fabrikant so bescheiden ist, fein Bier als Hausmitlel zu preisen, giebt es der Dr. Schmidt als Heilmittel an.

Das Bier enthalt 5 Pioe. Beidan.ptungsiückstanv und nur 7, Proc. Weingeist. Es verdirbt lehr schnell. Rach dem Leff- nen der Flasche reicht die Dauer time Tages hin, das Bier in Essig zu verwandeln. Dabei mach-n wir darauf aufmerksam, daß cergleichen schlechte Biere im verdorbenen Zustande sehr ge- sähiltch sind und nach dem Genuß selbst der Tod eintrcten kann. Einen Todesfall nach dem Genutz verdorbenen Hoff'jchen Malz- extracl-Gesuncheitsbieres werden wir spater mtiheiliN.

(Industrie-Blätter 1865, Nr. 27, Seite 216.)

Schlesischer Fenchel - Honig - Erlrack

von L. W. Eggers in Breslau. Ausgezeichnetes diätetisches Hüifsmittel bei Hals-, Brust-, Hämorrhoival- und Unterleibs- betten. Dieser Invunriezweig hat wohl nur den Zweck, das Pfd. Honig zu 1 Thlr. an Den Mann zu bringen, wo man es im

Handel zu 45 Sgr-, gereinigt zu 10 Sgr., jederzeit, erlangen

kann. Für das, was die Firma L. S. Eggers über diesen

Preis verlangt, rühmt sie an ihrem nut etwas Fenchelwasser

versetzten gereinigten Honig eine Heilkraft für alle Theile des menschlichen Körpers, welche zwischen Kopf und Beine liegen, selbst gegen den Bandwurm. Em Fläschchen mit 10 Loth kostet 10 -sgr., eine Flasche mit 22 Loth 18 Sgr. Was nun dieser Honig noch an Kartoffelftärkesyrup enthält, muß für den Käufer einen besonderen Werth haben, weil er es theuer bezahlt, und, was theuer t ft, muß auch gut fein, so lautet wenigstens etne Redensart des einfältigen Mannes.

Neueste Eisenbahn-Frachtbriefe für die Main-Weser-Bahn, Cöln-Mindener Eisen­bahn-Frachtbriese, Zollamts-Declarationen in zweierlei Größen, ebenso alle übrigen zollamtlichen Formulare sind zu haben bei Wilhelm Klee, MänSbnrq

Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.»Buch» und Steindruckeiei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.