Ausgabe 
23.1.1849
 
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Anzeigeblatt

der

Stadt lind des Regierungsbezirks

Gießen.

$2. 7» Dienstag den 23 Januar 18319.

Dieses Blatt erscheint wöchentlich zwei Mal: Dienstag und Sonnabend. Der Pränumerationsbetrag ist für ein ganze- Jahr für Ein- heimische 1 fl. 30 kr., für ein halbes Jahr 45 kr.; für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 ft. 42 fr., halbzährl. 51 fr. Auswärts abonnirt man sich bei den zunächst gelegenen löbl. Postämtern. In Gießen bei der Expedition, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Einrückungögebühr für den Raum der gespaltenen Corvus-Zeile 2 kr.

Inserate müssen jedeSmal Vormittags 9 Uhr an dem Tage vor dem Erscheinen dieses Blattes an die Redaktion gelangt seyn.

Auszug aus dem Gr. Hess. Regrerungsblatte 9tr. 71.

vom 30. December 1848.

Inh alt: 1) Rechmmgsablage über die Verwendung der für das Jahr 1846 in dem Großherzogthum Hessen ausge­schriebenen Brandversjcherungsbeiträge; 2) Bekanntmachung, die Niederschlagung eines Theils der Umlagen der Gemeinde Fahrenbach für 1848 betr; 3) Desgl. der auf die israelitischen Gemeindemitglieder zu Bechtolsheim auSgeschlagenen Umlage für 1848; 4) Desgl. von Umlagen II. Klasse in der Gemarkung Geißnidda für 1848 ; 5) Desgl. eines Theils der Umlage II. Klasse der Gemeinde Etzengefäß für 1848; 6) Dienstnachrichten; 7) Dienstentlassung; 8) Ver­setzungen in den Ruhestand.

Offizielle Nachrichten.

Forts, aus Nr. 70 des Regierungsblatts vom 30 December 1848.

Am 7. December wurde der Gehülfe bei der Haupt- Staats-Kaffe, I. Michel dahier, zum Accessisten bei dieser Kaffe und der Gehülfe bei der Staatsschulden-Tilgungskaffe, Balthasar Best dahier, zum Accessisten bei derselben er- nannt; am 9. Dec. wurde der Advokatanwalt Jacob Henco zu Mainz zum Fiskalanwalt in der Provinz Rhein­hessen ernannt: am 11. Dec. wurden die von den an dem Kanfunger Stiftsfonds betheiligten adeligen Familien ge­wählten und präsentirtcn drei Obervorsteher, als a) Kam- merberr und Geheimer Regierungsrath Freiherr Hermann v. Nordeck zur Rabenau, b) Kammcrherr, Oberhofmar­schall und Kriegsminister, Philipp Eugen Erwin Graf v. Lehrbuch und o) Kammerherr und Ministcrial-Director Freiherr Friedrich v. Schenck zu Schweins berg landes- herrlich bestätigt; am 11. Dec. wurde dem Pfarramts« Candidaten Friedrich Carl Heinrich Lemp zu Altenstadt die Stelle eines Kaplans und ersten Schullehrers zu Altenstadt, im Regierungsbezirke Friedberg, übertragen; am 16. Dec. wurde der Gerichtsaccessist Dr. Carl Wagner von Nieder­olm zum zweiten Ergänzungsrichter an dem Friedensgerichte daselbst ernannt; am 18. Dec. wurde dem Geometer 2. Klaffe Johannes Haas zu Schotten das Patent als Geo­meter der 2 Klaffe für den Regierungsbezirk Nidda ertheilt.

Militärdieustnachrichtcn Am 9. November ist der Hauptmann Selz am (mit Patent vom 12. August) zum Major, unter Beibehaltung des ihm übertragenen Comman- do'S des 1. Bataillons 2. Infanterie-Regiments, ernannt worden; am 25. Nov. haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog den Generalieutcnant Prinzen v. Wittgen­stein, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner lang­

jährigen, ireu geleisteten Dienste, in den Ruhestand zu ver­setzen geruht; am 7. Dec. wurde dem Auditeur Weiden­busch im 2. Infanterieregiment der nachgesuchte Abschied ertheilt, und der Militärgcrichtsaccessist Kühn zum Auditeur 2. Klasse im 2. Infanterieregiment ernannt.

Dienstentlassung. Am 80. November wurde der HofgerichtS-Advocat Ludwig Bender zu Gießen auf Nach­suchen von seinen Functionen als Anwalt entbunden.

Concurreuz-Eröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstclle zu Horrweiler, im Regierungsbezirke Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 88g fl.; die erste kath. Schullehrerstelle zu Großzimmern, im Regierungsbezirke Die­burg, mit einem jährlichen Gehalte von 337 fl.; die kath. Schullchrerstelle zu Zahlbach, im Regierungsbezirke Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 400 fl. nebst freier Woh­nung im Anschläge von 20 fl. und 4 Stecken Holz für Heizung des Schullokals; die vierte evang. Schullchrerstelle zu Pfeddersheim, im Regierungsbezirke Mainz, mit einem jähr­lichen Gehalte von 200 fl, jedoch ohne Lehrerwohnung; die zweite evang. Pfarrstelle zu Nidda mit einem jährlichen Gehalte von 881 fl.; die evang. Schullehrerstelle zu Ven­dersheim , im Regierungsbezirke Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 200 fl. nebst freier Wohnung für einen unter» heuratheten Lehrer, wobei dem Lehrer die Verpflichtung ob­liegt, die Kosten der Heizung des Schullokals zu bestreiten.

Sterbfälle. Geflorben sind: am i. December der pensionirte Oberst v. Röder zu Darmstadt; am 15. Dec. die Posthalterin Re en zu Niedcringelheim; am 17. Dec. der Posthalter S ch ero zu Bensheim; an demselben Tage der Ph-sicatswundarzt Georg Ludwig Voigt zu Nidda.