Ausgabe 
20.3.1849
 
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Offizielle Nachrichten.

Dienstuachrichten. Am 2. Februar wurde der Ge- memdeeinnchmer Wilhelm Engel zu Homberg an der Ohm als Posterxeditor daselbst bestätigt. Am 20. Februar wurde der Gerichtsaccesfist 0r. Peter Keller zum zweiten Ergän­zungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Oberingclheim er­nannt. Am 21. Februar wurde dem Pfarrvicar Julius Ebel zu Grünberg die Kaplanci- und Rektoratsstelle zu Homberg an der Ohm, im Regierungsbezirke Alsfeld, über­tragen. Am 25. Februar wurde der Friedensgerichtsschreiber Jacob Ernst C p r e zu Alzey in derselben Eigenschaft an das FriedenSgerichl zu Worms und der Friedensgerichtsschreibcr Franz Conrad Bogt zu Worms in derselben Eigenschaft an das Friedensgericht zu Alzey versetzt. Am 26. Februar wurden die Privatdocentcn Dr. Moriz Saniere und Dr. Adolph Theodor Hermann Fritzsche zu Gießen zu außer- ordentlichen Professoren bei der philosophischen Facultät der Landesuniverfität ernannt. Am 1. März wurde der außer­

ordentliche Professor Licenf. thcol. und Dr. phil, Gustav B aur zu Gießen zum ordentlichen Professor bei der evan- gelisch theologischen Facultät der LandeS-Univ. ernannt.

Dienstentlassung. Am 20. Februar wurde der zweite Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Oberingelheim, Nicolaus Franz Walther von dieser Stelle auf Nachsnchen ^ntbunden.

Versetzungen in den Ruhestand. Jnd en Ruhe­stand wurden versetzt: Am 26. Februar der Director und Commandant der Zuchthausanstalt zu Marienschloß, Oberst­lieutenant Ludwig Venator; am 2. März der Bergcantor und evangelische Schullehrer Heinrich Jacob Edelmann zu Thalitter; am 5. März der Geheimerath und Professor der Medicin Dr. Ernst Ludwig Wilhelm Nebel zu Gießen, auf Nachsuchen, unter Bezeigung der Zufriedenheit mit seinen langjährigen, treu geleisteten Diensten.

Zu Nr. N. C. 3028. Gießen am 20. März 1849.

Bctre ffend: das vorläufige Fortbesteh en der Stellvertretung im Militärdienste; insbesondere die Stellung vonEinstehernfür Militärpflichtigedes S. nnd3. Aufgebots vom Musterungs- und Ziehungs­jahr 1 84 8.

Die Großherzoglich Hessische

Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen

an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen.

Wenn Militärpflichtige des II. und III Aufgebots vom Musterungs- und ZiehungSjahr 1848 sich noch vertreten lassen wollen, so können die hierzu erforderlichen Anmeldungspivtocolle bei der Bürgermei­sterei Grüuberg, Laubach und Lich, sowie bei uns in Empfang genommen werden, wovon wir Sie in Kenntniß setzen.

K ü ch l e r. Pietsch.

Gießen.

Protokoll

der Sitzungen des Bezirksraths zu Gießen.

Sechste Sitzung vom 4. Januar 1849.

Nachmittags 3 Uhr.

Anwesend: Reg.-Rath Küchler und 8 Mitglieder des Bezirksraths.

(Schluß.)

Dieterich bemerkt, daß der Bez.-Rach nach dem Gesetz vom 31. Inti 1848 bei jeder Verände­rung von Octroi-Ansätzen gehört werden müsse wogegen der Gemeinderach gefehlt habe, er ist vorerst für keinen Beschluß, sondern will, bis das Gesetz über Octroi bekannt sei, Zurückstellung des fraglichen Gegen­standes.

Gr. Reg. Co mm. hebt hervor, daß hier ein Mißverständniß obwalte, und gibt die nöthigen Erläu­terungen, er deutet an, daß gegen das fragliche Octroireglemcnt Reklamationen erhoben worden, daß Ver­handlungen darüber im Gange seien und spricht sich dahin aus, daß man bis zu Beendigung dieser Verhand­lungen, die Sache auf sich beruhen lassen möge.

Nach fortgesetzter Discussicn woran sich Schmand, Steinberger, Dieterich und Engel betheiligten, bean­tragt Ferber, daß die Eingabe der Reg.-Commiss. zur Berücksichtigung und schleunigsten Erledigung empfohlen werden möge.

Dieser Antrag wurde angenommen.