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Gießen.
Dieustnachrichten. Am 13. März wurde der praktische Arzt Dr. Ludwig Buff ZU Beerfelden zum Physikats- arzt des Phpsikats Battenberg ernannt. — Am 14. März wurde dem Schulvikar Volp zu Altenhain, im Regierungsbezirke Nidda, die evangel. Schullehrerstelle daselbst übertragen. — An demselben Tage wurde dem Pfarrer Philipp Hill zu Peterweil die zweite evangel. Pfarrstelle zu Nidda, im Regierungsbezirke Nidda, sodann — am 16. März dem Lehrer an der zweiten evangel. Schule zu Oppenheim, tm Regierungsbezirk Mainz, Wilh. Jost, die erste evangel. Schullchrerstelle daselbst und dem zweiten kathol. Schullehrer zu EberSheim, im Regicrungsbez. Mainz, Georg Gumbel, die erste kathol. Schullehrerstelle daselbst übertragen. — Am 17. März wurde dem evangel. Pfarrer Heinr. Jakob Kern zu Alsheim die evangel Pfarrstelle zu Enzheim, im Regierungsbezirke Mainz und — am 19. März dem Pfarrvikar Adam Knodt zu Butzbach die evangelische Pfarrstelle zu Eppelsheim, im Regierungsbezirke Mainz, übertragen. — Am 21. März wurde dem Assessor bei dem Medieinal-Colleg, Dr. Ludwig Ernst Wilhelm Hohenschild zu Darmstadt, das Stimmrecht in allen Geschäftszweigen dieses Collegs ver- zu Lnuinz z — «m ... ...... r
liehen und — am 26. März der Candidat der evangelischen zu Sprendlingen, im Reg.-Bezirke Mainz.
Concurrenzeröffnungen Erledigt sind: Die katholische Pfarrstelle zu Heimersheim, tm Regierungsbezirke Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 592 Gulden; Die kathol. Schullchrerstelle zu Odcrnheim, im Reg.-Bczirle Mainz- mit einem jährlichen Gehalte von 266 Gulden 23 Kreuzer, ausschließlich der Heiznngsentschädigung.
Sterbfälle. Gestorben sind: Am 14. Januar der evangelische Schullehrer Philipp Enge l zu Rendel, im Regierungsbezirke Friedberg; — am 21. Februar der pensiontrte Gendarmerie-Brigadier Kieper zu Fürth, tm Reg.-Bezirkc Heppenheim; — Am 27. Februar der erste Erganzungsrich- ter am Friedensgerichte zu Niedcrolm, Adam Müller; — Am 1. März der Gymnasiallehrer, Professor Franz Baur zu Mainz; — Am 22. März der Notar Peter Kathretner
der Sitzungen des Bezirksraths zu Gießen.
Neunte Sitzung vom 8. Januar 1849.
Vormittags 10% Uhr.
Anwesend: Gr. Reg.-R. v. Willich und 8 Mitglieder des Bezirksraths.
Bors, eröffnet die Sitzung, verliest die Tagesordnung, darauf Dieterich den Ausschußbericht über das Gesuch einiger Einwohner der Gemeinde Ermenrod wegen des Spritzenfnhrlohns. Berichterstaller trägt auf Abweisung an. , .
Mcnkel. Aehnliche Beschwerden seien ihm vorgcbracht von Merlau, Niederohmen und mmi Orten. Es gäbe so viele Orte, die keine Spritzen hätten, und gegen diese wären die beschwerenden @cnum' den beeinträchtigt. Er halte es für unrecht, daß die Gemeinden den Spritzcnlohn bezahlten, da die Brand- kaffe doch andere Kosten übernähme. Die Gemeinde Niederohmen habe selbst noch ein Spritzenkapital von 800 fl. zu verzinsen. , ...
Bernbeck. Ist damit einverstanden, daß die Fuhrlohnskosten von der Affekurranz getragen wurden, nicht aber die Anschaffung und Unterhaltungskosten der Spritzen.
Menkel. Wiederholt sein früheres, und bemerkt weiter, daß gewöhnlich bei den Feuern nur Vie Spritzen ruinirt werden könnten, mithin auch von der Affekurranz die Reparaturkosten getragen werden müßten.
Reg.-Com. erläutert, wie es Obliegenheit der Gemeinde wäre, Löschanstalten anzuschaffcn und zu unterhalteii. Wenn von der bestehenden Gesetzgebung in einzelnen Orten abgewichen, und noch keine Spritzen angeschafft wären, so läge dies an besonderen Verhältnissen. Nach der^ Brand-Asickurrattonscud, iiung von 1816 würden nur Brandschäden, aber nicht die Kosten der Löschanstalten von der Brandfasse getragen. ' .
Ferber meint, cs seh gut, wenn man auf diese Mißstände aufmerksam mache, damit das Gesetz geändert werde. Er glaube auch, daß jetzt manche Gemeinde im Nachtheil scy.
Reg-Com. Es handle sich hier blos von einer Beschwerde aber nicht von Gesetzveränderung.
Präsident verweist auf den eigentlichen Antrag. ,
Bernbeck beruft sich wegen der Erläuterung der Reg.-Comm. darauf, daß doch auch die betr. Diäten aus der Brandkasse bezahlt würden, und will deshalb Aendernng des Gesetzes.
Menkel will auf die Beschwerdeführung zurückgehen. Die Gemeinde habe die Fuhrleute nicht bezahlt, und da werde dann niemand mehr die Spritze sahren wollen. Auch müsfe der Fuhrlohn festgesetzt werden.
Offizielle Nachrichten.
' • ■ - - Theologie vr. pIM. Ludw. Noack, dermalen zu Oppenheim,
zum Repetenten bei der philosophischen Fakultät der Landes- Universität Gießen ernannt. - Am 24. Marz wurde der Schullehrer Johannes Schmitt zu Franktsch-Crumbach zum Lehrer der dritten evangelischen Schule zu Bessungen, tm Regierungsbezirke Darmstadt, ernannt.


