Ausgabe 
6.1.1849
 
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Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Stelndruckem.

Novelle von Theodor Mügge. (Fortsetzung.)

In den Privathäusern.

Bei Hrn. Tapez. Haubach: Frl. Spamer v. Schotten. Bei Hrn. Regier.-Rath Trapp: Hr. @ ermann, Santa, v. Schlitz Bei Fr. Oberfiu.-Rath Reuß: Hr. Steinmetz, Cand theol. v. Friedberg. - Bei Hrn. Fuhrm. Rinn: Fr Lotz v. Allendorf. - Bei Hrn. Mcchan. Becker: Frls. Becker v. Battenberg u. Hearing v. Laasphe. Bei Lehr. Roth s Wittwe: Hr. «chmelig, Privatm. v. Osthofen. Bel Hrn. Cand Beck: Hr. Hutye, Forsteand v. Jägersburg. Bee Hin. Bäckermstr Vogt: Frl. Kopp ». Gladenbach. - Bei Hrn. Kfm. Münch: Hr. Münch, Capl. v. Sirtorf u. Rrl. Xeinur'ina v. Vöhl. Bei Wittwe Geisler: Hr. Geisler, Schrein, v. Paris. Bei Hrn. Reinh. Stoll: Hr. ^asel, Privatm. v. Sich-

Anekdote.

In B schlug Jemand ganz unbarmherzig auf einen Jungen los. Als endlich einer der Vorüber­gehenden fragte:Nun, warum prügelt er denn semen Sohn so sehr?" erwiederte der Mann:Ne, det iS nich mein Sohn, det is mein Vetter, der is bloS eenige Tage zum Vergnügen bei mich!"

Die drei Freunde lachten über den Scherz, den sie wacker tierfolgten und feierlich bekräftigten. Sie standen alle drei in der ersten Bluthe des Le­bens, wo der Tod wie ein Phanthom erscheint, mit dem man spielen kann ohne Furcht zu empfinden. Eduard war der Sohn des Präsidenten von Corbin, eines geachteten Staatsdicners. Er war Jurist, wie sein Vater und eine glänzende Laufbahn stand ihm offen, die seinen Talenten, wie den Verbin­dungen seiner Familie angemessen war. - Rich­ard von Corbin war ein Verwandter dieser Familie der Sohn eines Offiziers, der in franzollschen Krlegs- diensten während der Kaiserzeit in Bordeaur hu- raihete und bis zu seinem Tode dort lebte. Nichaid war vor mehreren Jahren aus Frankreich nach Deutschland gekommen, weil seine Verwandten es übernommen hatten, für seine Erziehung Lorge zu tragen. Er hatte hier seine Studien gemacht, und im Hanse des Präsidenten gelebt. Früh verwaist, besaß er geringe Glücksgüter, noeh weniger aber die Fähigkeiten, sich sein Brod zu erwerben. Durch den Einfluß des Präsidenten war ihm gestattet wor­den, in den Militärdienst zu treten, und mit Leich­tigkeit hatte er die Prüfungen als Offizier abgelegt und die Epauletten erhalten. Sem eigenwilliger, stolrer und selbständiger Geist paßte lcdoch nicht zu der Strenge eines unterwürfigen Gehorsams. Er

verspottete die Befehle seiner Vorgesetzten, forderte und erhielt bald seinen Abschied und wußte nun eigentlich selbst nicht, was er mit sich und seiner Jeit beginnen sollte, deren größten Theil er dazu anwandte, mit der Tochter des Präsidenten Musik zu treiben, zu singen und zu zeichnen, oder mit dem Sohne desselben zu trinken, zu sagen und zu reiten. Del' (inßctnciiic @(cuibc wcir bnljcr ciucfy, beiß JucfyQib und Fräulein Johanne von Corbin in herkömmlicher Weise sich ehelich verbinden und der Präsident, wohl oder übel, dann für seinen Sehwiegersohn düich einen Gutökauf oder in anderer Weise sorgen wurde. Plötzlich aber erhielt Richard die Nachricht, daß durch den Tod eines Verwandten seiner Mutter ihm eine reiche Erbschaft zugefallen sei, welche seine Anwesenheit in Bordeaur erfordere; seine Abreise dahin sollte in wenigen Tagen erfolgen. ®cr Dritte endlich unter den Helden unserer Geschichte Aurel Dahlberg, hatte seit seiner Jugendzeit bei sei­nem Oheime, dem Nachbar deS Präsidenfen, gelebt. Er war der einzige Erbe des alten Herrn Dahlberg der große Handelsgeschäfte betrieben und sich mit großen Reichthümern zurückgezogen hatte. Jetzt lieh

Geld ans, handelte mit Häusern und Gütern und besaß bedeutende Grundstücke.

(Fortsetzung folgt.)

irn Stern: Hr. Müller, Musik, v. Elz. Jungfer Wie­gand v. Hauswurz. Zr. Mackel v. Eberstavt.

In der Sonne Hrn. Schrein. Laster v. Hornbach u. Steife v. Dodenau. Hr. Deibel, Web. v. Mendorf Hr. Wennel^ Oeeon. v. Minden. Frl. Hauser v. Reichelshausen.

In der Itosc: Fr. Weil v Ruppertenrod. Hr. Win­dorf, Gastw. v. Roßbach. Hrn. Geschäfts!. Wagner m Rw- derweidbach, Müller v. Fleschenbach u..Keil.» Gladenbach. Funafer Biedenkopfer v. Rinteln. Hr. Dickel, Back. v. Lau­bach? Hrn. Oeeon. Bitz v. Melbach u. Weller v. Wolfers-

«... »,iw** ********* gr. Schmidt v. Hachborn. Hr. Eschle, Handels!», v. For - v. Monshauien.

(rangen. Hr. Kastenstein, Geschäfts»,, v. Bohl. Hrn. Handelsl.

Kruse v. Großeneichen u. Käs v. Biedenkopf.