Ausgabe 
5.5.1849
 
Einzelbild herunterladen

396

844) Gießen. Ein hiesiger Bürger N. hat in dem Wehr Dich! Nr. 85 gegen eine Verfügung des Bürgermeisters denselben der Verletzung der Grundrechte beschuldigt. Die wörtlich angeführte Verfügung warnt N. durch Mißbrauch seines Na­mens die Meister der betreffenden Zunft fernerhin nicht mehr zu beeinträchtigen, diese Verfügung stützt sich auf durch die Grundrechte noch nicht aufgehobe­nen Statuten; folglich hat der Bürgermeister seine Pflicht erfüllt und keinen so herben Tadel verdient. Der Handwerkerverein hält es für seine Pflicht dem Gr. Bürgermeister für seine Handlung zu danken, und den Bürger N. auf den Nachsatz des §. 3 der Grundrechte zu verweisen.

824) Gießen. Am verflossenen Sonntage, den 29. Aprjl hat ein Mann aus dem Schützencorps, der hiesigen Bürgergarde, auf dem Heimwege vom Schiffenberg ein Paar grüngraue lederne Hand­schuhe verloren, um deren gefällige Abgabe an die Expedition dieses Blattes der ehrliche Finder ge­beten wird.

863) Gießen. Samstag den 12. Mai nimmt die im Busch'schen Garten wie gewöhnlich im Som­merhalbjahre bestandene Samstagstafel wieder ihren Anfang. DaS Couvert kostet 24 kr. Präcise 8 Uhr wird serviert.

796) Gießen.

Wohnunqs-Verändernng.

Einem verehrlichen Publicum zeige ich hier­mit an, daß ich vom 1. Mai d. I. an meine seitherige Wohnung verlasse und dieselbe in das Haus des Herrn Kaufmann C. Silber­eisen auf dem Seltersweg verlegen werde; wo­bei ich bemerke, daß ich wegen noch nicht voll­ständiger Herrichtung derselben, meinen Laden eine Zeit lang noch nicht ausstellen kann, je­doch die von mir seither gefertigten Maaren nach wie vor sortsühre.

Gießen den 26. April 1849.

W. Bosholm, Spenglermeister.

845) Gießen. Meinen geehrten Freunden und Gönnern zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich die Wirthschaft auf dem Westphälischen Hof über­nommen habe und bitte um zahlreichen Zuspruch. Für gute Speisen und Getränke, sowie reelle Be­dienung werde ich bestens besorgt sei».

E. Pausch.

847) Gießen. Daß ich mein seither bewohntes Logis bei Hrn. Loos auf dem Markt verlaßen und

bei Wittwe Heichelheim auf dem Lindenplatz wohne, zeige ich hierdurch mit der ergebensten Bitte an, mich bei billigsten Preisen mit recht zahlreichem Zuspruch beehren zu wollen. C. Trapp.

857) Gießen. Es ist in hiesiger Stadt ein Geldbeutel mit Geld gefunden worden. Der sich legitimireude Eigenthümmer kann denselben bei dem Unterzeichneten in Empfang nehmen.

G. M. Vogt, auf dem Seltersweg.

812) Gießen.

Tanzunterrichts-Anzeige.

Unterzeichneter macht hiermit die ergebene Anzeige, daß der Tanzunterricht bereits seinen Anfang ge­nommen hat. Diejenigen, welche noch daran Theil zu nehmen gesonnen sind, werden gebeten, sich bal­digst melden zu wollen, um die gehörige Einthei- luug der Stunde» treffen zu können. Die verehr­ten Famiiicii, welche ich bei meinen Besuchen aus Versehen vergessen haben sollte, bitte ich, es mir nicht übel zn deuten und im Fall Sic mir Ihre Kinder für den Tanzunterricht anvertrauen wollen, mich baldigst davon zu benachrichtigen.

Carl Hummel, Tanz- und Balletmeister, wohnhaft im Gasthaus zum Einhorn.

859) Hardthof. Morgen Sonntag den 6. d. M. findet

Harmonie - Musik

auf dem Hardthofe statt.

849) Dannerod. Die Ausspielung von ver­schiedenen Schmiedarbeits-Waaren wird unwiderruf­lich den dritten Pfingsttag d. I. statlfinden, waS ich hiermit veröffentliche.

Dannerod den 29. März 1849.

Otto Jacob, Schmiedmeister.

835) Wieseck. Einem verehrten Publicum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich mich als Damenkleidermacher etablirt habe, unter Verspre­chung reeller und prompter Bedienung bitte ich um geneigten Zuspruch. H. Laub

in Wieseck.

832) G r o ß e n l i n d e n.

, Die Großcnlindcner erfüllen andurch ihr seiner Zeit gegebenes Versprechen, daß sie zu ihrer Recht­fertigung gegen einen Artikel in Nr. 131 des wei­land Jüngsten Tags das Urtheil über ihre durch Leihgestcrner am Tag der Volksversammlung zu Garbenteich erfahrene Behandlung veröffentlichen würden.