Ausgabe 
5.5.1849
 
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832) Gießen.

Den verehrlichen Frauen und Jungfrauen Gießens und Umgegend, sowie den Herren Lehrern auf dem Lande, diene hiermit zur Nachricht, daß wir dasjenige Verbandzeug, das wir durch deren Güte zur Beförderung an die in Schleswig-Holstein fechtenden Söhne Deutschlands empfingen, am 30. v. M. in 1 Ballen Charpie und 1 Ballen Leinwand, Hemden, Socken und Binden bestehend, von uns erpedirt worden ist. Zu dem zweiten Transport, welcher den nächsten Montag den 7. d. M. befördert wird, sind bereits schon viele ansehnliche Gaben bei uus angelangt, und wenn dieselben uns in gleichem Verhältnisse zufließen werden, als bis heute, so wird der zweite Transport stärker werden als der erste.

Zur weiteren Annahme von Gaben sind wir ferner gerne bereit.

Gießen den 2. Mai 1849.

Gebr. Windecker.

840) Gießen.

Jndustriehulle

In unserer gestrigen Sitzung wurde die Wahl eines engeren Ausschusses zur Besorgung der In­dustrie-Ausstellung vollzogen. Sie fiel auf die Herren: Schreinermeister Hellmoldt (Vater) und Jungel (Sohn), Schlossermeister Hirschfeld und Tapezier Strack.

Indem wir dieses hierdurch bekannt machen, fordern wir zugleich alle diejenigen auf, welche Gegen­stände eiuzuliefern gedenken:

bis zu Ende der künftigen Woche spätestens, davon und zwckr unter Angabe der Gegen­stände und dem ohngefähren Preis bei dem resp. Zunftmeister Anzeige zu machen, und nichtzünftige Handwerker, ihre Eingaben an den oben genannten engeren Ausschuß gelangen zu lassen,

damit wir baldigst in den Stand gesetzt sind unsere Maßregeln zu treffen.

Gießen den 3. Mai 1849.

Der große Ausschuß für die Jndustriehalle.

In dessen Namen:

der Vorsitzende der Localsection Gr. G.-V.

841) Gießen.

Der hiesige Ausschuß des süddeutschen Jndustriehallen-Vereins zeigt hiermit einem verehrten Pub­licum , in Bezug auf den als Extrabeilage zum Anzeigeblatt ausgegebencn Plan der Judustrieerzeuguiß- Verloosung in Darmstadt, daß eine große Anzahl Loose so eben hier augekommen sind und daß unter­zeichnete Herrn sich bereitwillig erboten haben, den Verkauf der Loose, ohne die geringste Vergütung dafür in Anspruch zu nehmen, besorgen zu wollen. Der Ausschuß glaubt, sich der frohen Hoffnung hin­geben zu dürfen, daß sich die hiesige Einwohnerschaft, durch recht zahlreiches Abnehmen der Loose bei dieser gemeinnützigen Sache betheiligen wird.

Loose, das Stück zu 1 fl. sind also zu haben bei den Herren

I. Gertig. Eduard Strack. August Dickore. Carl Faber II. Heinrich Fuhr. Messerschmied Haubach II. Carl Kirsch. Professor Knapp. Friederich Kühne. W. Nehme per. H. Schneider, Vater. H. Ferber, und in der Ri ck er 'schen Buchhandlung.

846) Gießen.

Wirthschufts Veränderung.

Ich beehre mich hiermit anzuzeigen, daß ich meine frühere Wohnung auf dem Kreuz verlassen habe und von nun an meine Gaftwirthschast in dem König'schen Hause in der Wallthorstraße sortsetze. Die Einrichtung der Loyalität ist wie in der früheren Königsschen Wirthschaft auch in der Weise dieselbe, daß unten Brandwein ic. und in den oberen Gast­zimmern Lagerbier (Heyer'sches) verzapft wird.

A. Nupp's Wtw.