An unsere Mitbürger!
cv)n der zur Berathung über das Fortbesteheu oder die Auflösung des hiesigen Bürgerklubs gestern gehaltenen Generalversammlung wurde einstimmig der Wunsch ausgesprochen, daß der Bürgerklub in seiner seitherigen Tendenz fortbestehen möge, indem eine Gelegenheit zur Vereinigung und Verständigung der verschiedenen Parteien und Richtungen, owie ein Lesecabinet in welchem man sich gegen einen geringen Beitrag über die wichtigsten Tagesereignisse belehren könne, int Interesse der gesammten Einwohnerschaft hiesiger Stadt fortwährend dringendes Bedürfniß sei. Zur Realisirung dieses Wunsches erschien bei der seit Jahresfrist sehr znsammengeschniolzenen Zahl der Mitglieder des Bürgerklubs vor Allem die Beschränkung ans ein minder kostspieliges Local nöthig. Als solches wurden die drei nach der Straße gelegenen Zimmer des Hesi'chen Wirthshanses in der Brandgafse für am zweckmäßigsten erkannt. Es bürgt hier nicht blos die seit langer Zeit als reell bewährte Wirthschaft, sowie das Erbieten des Herrn Heß, außer Weiu auch Bier in Flaschen und Schoppen zu verkaufen, dafür, daß in dieser Rücksicht den Ansprüchen der Mitglieder vollständig werde genügt werden, sondern es gibt auch die bequeme Lage des genannten Locals namentlich bestitnmte Hoffnung, daß die Betheiligung an dem Bürgerklub "eine allgemeinere und die Benutzung der von ihm dargebotencn Mittel eine lebhaftere sein werde, als es bei der Entlegenheit des seitherigen Locals der Fall sein konnte. Zur Fassung eines definitiven Beschlusses ist übrigens nöthig, daß die Zahl derjenigen genan bekannt sei, welche zur Theilnahme entschlossen sind, nnd es werden daher alle hiesigen Einwohner und namentlich diejenigen, welche bisher schon Mitglieder des Bürgerklubs waren oder noch sind, ersucht, ihre Namen in die bei den Vorstandsmitgliedern Dr. Baur, H. Ferb er, L. C. Ferber, Herzberger, Justus Kuntz, Ricker, Dr. Soldan aufliegenden Listen bis spätestens 10. März einzuzeichneu, damit ein


