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in Ordnung zu bringen, die glauben, daß jedes zurückgebliebene Härchen, sie häßlicher als den leidigen Gott sei bei uns machen und alle Mädchen von ihnen verscheuchen würde. Menantes, der sich auf diesen Kunstgrif ver< steht, halt sich daher sehr oft in dem Kausgewölbe, das jüngst auf dem Parnaß eröfnet worden , auf, um aus der Beschaffenheit der gekauften Maaren, auf die Gemüthsbeschaffenheir der Käufer zu schließen, und seinen lieben Kunden dann eine kleine Erzählung davon zu machen.
Vor einigen Tagen kam Giambattista Sanga , berühmter Sekretär an dem römischen Hof, in dieses Gewölbe, und fragte ob man keine Kohlen hier zu kaufen kriegen könnte. Man antwortete ihm mitja, man zeigte ihm die Kohlen, Sanga machte wegen des Preises Richtigkeit, und kaufte io Fuder. Was mag doch der Mann immer und ewig mit dieser Menge Kohlen thun wollen! dachte Menantes, der wüste, daß er nur mit einem einzigen Bedienten ganz allein lebte, und da er sehr bekannt mit ihm war, konnte er sich nicht enthalten, bei ihm selbst nach Der Ursache zu fragen. Sanga antwortete ihm, daß er in seiner Küche nie Holz sondern bloß Kohlen brauchte. Vielleichtaus Sparsamkeit? frug Menant weiter. Das nun eben nicht, erwiederte Sanga. Ich lebe am Hose, und muß also mit meinem Ansehen und nicht mit meinem Gelde zu wuchern suchen. Das Holzfeuer macht viel Rauch und wenig Asche. Wer nun gerne feine Suppe nicht nach Rauch schmeckend haben , und seine Mahlzeit nicht nach der Menge des Rauchs, derzum Schornstein hinaus steigt, sondern nach einer woylbesezten Tafel von den Lebrecht Spürern , Die nur tim andrer Leute Sachen sich zu bekümmern gebobren scheinen , beurtheilt haben will, Der muß sich nothwendig zur Zubereitung feiner Speisen Der Kohlen und nicht des Holzes bedienen. Sanga war fort, und Epiktet, Der berühmte Philosoph, Der wegen feines vormfiichen Wandels auf Dem ganzen Parnaß in Dem höchsten Ansehen stanD , und eben deswegen auch vom Menant gekannt, bewundert und hochgeschazt wurde, trat nun in das Gewölbe, und fragte nach Pelzen. Man brachte Zobel, Vehe, Hermelin und noch eine Menge kostbarer Pelze; Der Philosoph schüttelte bei allen Den Kopf. Alle Diese Pelze taugen nicht für mich , sagte er zu einen Politikus, der Die Aufsicht über diese Maaren hatte, sie sind mir viel zu prächtig; ich möchte gern eine Art Pelz wie Die Leute tragen, Die für rechtschaffen angesehen seyn wollen. Ich versteh, sagte der Politikus, und führte ihn an Der Hand in ein entferntes Zimmer, aus Dem er kurz dar-


